Puls

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Health & Fitness
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Puls episodes

  • Dement mit 55 – Wie geht es Susanne heute?
    Die 55-jährige Susanne erhielt vor eineinhalb Jahren die Diagnose Frühdemenz. Seither kämpft sie mit allen Mitteln gegen die Krankheit. Mit viel Sport, Golfen, Schreiben, sozialen Kontakten. Aber auch mit einem neuen Medikament. Wo steht Susanne heute? Lohnt sich der Kampf?
    Demenz statt Burnout
    Mit Burnout-Verdacht in die psychiatrische Klinik. Entlassen mit der Diagnose Demenz. Das Leben von Susanne brach von einem Tag auf den andern auseinander. Doch sie stand auf und kämpft seit bald drei Jahren gegen das Vergessen und um jedes Wort. Denn die ehemalige Coachin hat eine Demenzform, die ihr zuerst die Sprache nimmt. Als «Puls» sie vor einem Jahr porträtierte war sie trotz der niederschmetternden Diagnose positiv, voller Lebensenergie und voller Zukunftspläne. Wo steht sie heute?
    Wenn es Zeit wird zu gehen - Exit
    «Solange ich noch sprechen, mich selbständig fortbewegen und auch reisen kann, kämpfe ich weiter.» Wenn das nicht mehr geht, will sie mit Exit ihr Leben beenden. Ihren Willen zu gehen, wenns soweit ist, hat sie klar formuliert. Sie steht in regelmässigem Kontakt zu einer Exit-Psychiaterin. Begleitet wird sie dort von ihrer Schwester. Susanne will weder ihrer Familie noch ihrem Partner als Pflegefall zur Last fallen. Wie geht die Familie mit diesem Schicksal um?
    Gesundheitspolitik kostet Susannes Angehörige über 20'000 Franken
    Susanne gehört zur Zielgruppe der jungen Dementen, bei denen eine neue Art von Medikamenten das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen kann. Vor einem Jahr rechneten alle Fachleute damit, dass das japanische Produkt «Lecanemab», die Zulassung erhält. So wie in Europa, den USA und weiten Teilen der Welt. Um keine Zeit zu verlieren, begann Susanne sofort mit den Infusionen. Vorerst auf eigene Kosten. Zusammen mit ihrem Partner investierte sie so über 20'000 Franken.
    Nicht nachvollziehbare Politik
    Doch Swissmedic verlangte so strenge Auflagen, dass die Firma das Zulassungsgesuch für Lecanemab zurückzog. Dagegen erhielt das amerikanische Präparat Donanemab, das ähnlich wirkt, die Zulassung. Susanne muss nun auf dieses Präparat wechseln. Jetzt übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Ob die Medikamente bei Susanne wirken? Mit Bestimmtheit lässt sich das nicht sagen. Beurteilen lässt sich ihr Gesamtzustand.
    Susanne als Mutmacherin
    Der Film von «Puls» über Susannes Schicksal stiess auf grosses Echo. Ihr Beispiel macht vielen Betroffenen Mut. So tritt sie mittlerweile – zusammen mit Partner Roman – an Demenz-Veranstaltungen auf dem Podium auf. Zum Beispiel bei Demenz Meets Bern, wo sie von der ehemaligen «Club»-Moderatorin Karin Frei interviewt wird.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema Frühdemenz
    Was kann man selbst tun, im Kampf gegen das Vergessen. Wie wirken die neuen Demenz-Medikamente? Für wen kommen sie in Frage. Wie soll man sich als Angehörige verhalten?
    Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    34 min
  • Long Covid – Kann Hirntraining wirklich helfen?
    Für Long Covid gibt es nach wie vor keine heilende Therapie. Betroffene müssen sich mit der Krankheit abfinden und mit ihr leben. Nun verspricht ein Therapiekonzept Heilung durch Hirntraining. Von den einen wird es gefeiert, andere warnen deutlich.
    Genesen dank Hirntraining
    Jasna Cotting war an Long Covid erkrankt. Arbeiten konnte sie noch, aber in ihrer Freizeit lag sie nur noch im Bett. Dann stiess sie auf den sogenannten neuroplastischen Ansatz, der davon ausgeht, dass bei Long Covid das Nervensystem überaktiviert ist. Symptome wie Fatigue, Schmerzen oder Belastungsintoleranz hätten mit der Zeit keine körperliche Ursache mehr, sondern seien vom Gehirn erlernt und könnten deshalb auch wieder verlernt werden, so die Hypothese. Jasna Cotting zeigt «Puls» die Methode.
    Schwerkrank trotz Hirntraining
    Sara Pezzotta ist schwer an Long Covid erkrankt. Auch sie versuchte es mit der neuroplastischen Therapie. Doch ihr schadete die Methode, statt dass sie nutzte. Im Gespräch mit Daniela Lager wird klar, welche Gefahren der Ansatz hat und warum von einzelnen Genesungsgeschichten nicht auf alle Betroffenen geschlossen werden kann.
    Die Skepsis der Patientenorganisationen
    Die Patientenorganisation Long Covid Schweiz verfolgt die aktuelle Diskussion um «Brain Retraining» bei Long Covid mit Skepsis. Es sei ein Hype, nach jetzigem Wissensstand ohne wissenschaftliche Grundlage. Long Covid, betont die Organisation, müsse man als multisystemische Erkrankung begreifen, mit nachweisbaren körperlichen Veränderungen, die weit über ein gestörtes Nervensystem hinausgehen. Daniela Lager fragt bei der Präsidentin von Long Covid Schweiz nach, warum sich die Patientenorganisation derart gegen Heilsversprechen wehrt.
    Der neuroplastische Ansatz am Luzerner Kantonsspital
    Long-Covid-Sprechstunden in der Schweiz greifen den neuroplastischen Ansatz unterdessen schon auf. Am Luzerner Kantonsspital empfiehlt die Neurologin Lara Diem ausgewählten Patientinnen und Patienten, Hirntraining auszuprobieren. Sie glaubt, dass sich die Symptomwahrnehmung, Schmerzverarbeitung und Lebensqualität dank des Trainings verbessern können. Das Vorgehen ist umstritten, denn bisher fehlt der wissenschaftliche Nachweis, dass der Therapieansatz bei Long Covid tatsächlich wirkt. Was bewegt die Neurologin dazu, die Therapie trotzdem schon zu empfehlen?
    35 min
  • Organspende – Hoffnung zwischen Leben und Tod
    Was passiert, wenn ein fremdes Organ über Leben und Tod entscheidet? «Puls» begleitet einen Leberpatienten auf dem langen Weg zur Transplantation, erzählt die Geschichte einer Familie nach einem tödlichen Unfall – und zeigt, was sich bei der Organspende in der Schweiz verändert.
    Neues Organ, neues Leben?
    Daniela Lager trifft im Juni 2025 auf Paul Baumann. Zum Zeitpunkt wartet er bereits über zwei Jahre auf eine neue Leber. Er leidet an einer fortschreitenden Leberzirrhose. Um zu leben, ist er ist auf ein fremdes Organ angewiesen. Doch auf ihn wartet eine herausfordernde Zeit. «Puls» erzählt seine eindrückliche Geschichte vom langen Warten, der Transplantation, die auf der Kippe steht und einem Abschluss, der traurig stimmt.
    Tragödie, die Trost spendet?
    Daniela, Marc und Yves Paltzer erhalten an einem Samstagabend vor rund sechs Jahren einen Schockanruf: Ihr Sohn beziehungsweise Bruder hatte einen schrecklichen Motorradunfall. Bei der Ankunft im Spital wird schnell klar: Für Noah gibt es keine Überlebenschancen und er kommt als Organspender in Frage. Da er seinen Willen zu Lebzeiten nicht festgehalten hatte, müssen seine Eltern in dieser Situation entscheiden.
    Organspende Schweiz: Wie funktionierts?
    In der Schweiz ist aktuell nur Organspender:in, wer das ausdrücklich, beispielsweise mittels Spenderausweis, festhält. Doch bereits 2022 beschloss die Schweizer Bevölkerung einen Systemwechsel. Wird dieser umgesetzt, gelten wir bald alle als Organspender:innen. Was bedeutet diese Änderung konkret? Und wie funktioniert eigentlich das Organspendewesen in der Schweiz? Puls liefert die Antworten.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema Organspende
    Wie werde ich Organspender:in (oder auch nicht)? Wie funktioniert die Warteliste? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    36 min
  • Letzte Hoffnung Stammzellspende
    Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 1000 Menschen an Leukämie oder einer anderen schwere Bluterkrankung. Eine Blutstammzellspende kann die letzte Chance sein. Doch die Suche nach einem vollständig passenden Spender kann schwierig sein.
    Die Knochenmarkspende
    Florian hat sich vor einigen Jahren als Blutstammzellspender registrieren lassen. Vor ein paar Wochen gab es einen «Match» und er wurde zur Spende aufgefordert. Aber nicht wie bei 90% zur Blutstammzellspende, sondern zur aufwendigeren Knochenmarkspende unter Vollnarkose. «Ich würde es wieder machen», sagt Florian nach dem Eingriff. Seine Stammzellspende hat womöglich irgendeinem Menschen auf der Welt das Leben gerettet.
    Ein zweites Leben
    Ohne Blutstammzellspende wäre Myriam vermutlich gestorben, weil sie unter einer schweren Bluterkrankung litt. Doch sie hatte Glück: Es wurde ein Spender gefunden und seine gesunden Blutstammzellen Myriam übertragen. «Mir wurde ein zweites Leben geschenkt», sagt Myriam. Trotzdem ist der Weg zurück geprägt von vielen medizinischen Untersuchungen.
    Malvins Geschichte
    Obwohl Malvin zwei Blutstammzellspenden erhalten hatte, hat er seine schwere Leukämie nicht überlebt. Malvin ist mit 25 Jahren verstorben. Für seine Mutter ist trotzdem klar: «Jeder Spender ist ein Held! Denn die beiden Spenden haben Malvin vier weitere Lebensjahre geschenkt. Wir hätten ihn sonst früher verloren.»
    Vorsorge mit Nabelschnurblut
    Seit einigen Jahren wird die Aufbewahrung und Einfrierung des Nabelschnurbluts propagiert für eine eventuelle spätere Nutzung für ein erkranktes Kind. Entweder stellt man das Nabelschnurblut einer öffentlichen Bank zur Verfügung und somit weltweit allen Patientinnen und Patienten oder man lagert das Nabelschnurblut bei einer kommerziellen Firma für das eigene Kind. Das Inselspital Bern hat als erstes Spital in der Schweiz die sogenannte «hybride Einlagerung» angeboten: Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut werden für das eigene Kind eingelagert und gleichzeitig anonym im öffentlichen Stammzellregister erfasst für andere schwer erkrankte Kinder.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema Blutstammzellspende
    Wer darf sich als Blutstammzellspender registrieren lassen? Ist eine Blutstammzellspende gesundheitlich gefährlich? Gibt es bei einer Blutkrankheit andere therapeutische Möglichkeiten statt einer Blutstammzellspende? Können auch Familienmitglieder spenden? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    32 min
  • Im Rausch der Muskeln – Ab wann wird es gefährlich?
    Der Muskelboom unter Jugendlichen hält an. Für schnelle Erfolge greifen deshalb immer mehr junge Männer zu Anabolika und riskieren ihre Gesundheit. Gleichzeitig wächst der psychische Druck: Wenn selbst exzessives Training nicht zum Traumkörper führt, dann werden Muskeln zur Obsession.
    Vom Muskeltraum zu Anabolika
    Colin, 17, will Bodybuilding-Profi werden. Ihn fasziniert, welche Muskelberge sich durch exzessives Pumpen antrainieren lassen. Für seinen Traum verzichtet Colin auf vieles: Er hat wenig Freunde, trainiert auch, wenn er krank ist, und hat seinen Job gewechselt, um näher an seinem Gym zu sein. Colin will «funktionieren wie ein Roboter», nur so glaubt er, seine Ziele zu erreichen. Jetzt ist er bereit, einen noch höheren Preis zu zahlen, und plant den Konsum von Anabolika.
    Abstinenz ist keine Option
    Nach jahrelangem Doping mit Anabolika will der 52-jährige Bodybuilder Marc jetzt davon loskommen – zumindest teilweise. Nach gesundheitlichen Beschwerden plant er, die Dosierungen zu reduzieren. Der Grund: Marc möchte seine Muskeln auch im Alter erhalten, Doping und intensives Training bleiben für ihn also Teil seines Lifestyles. Die Risiken für Körper und Psyche kennt er. Dennoch rät er anderen Bodybuildern nicht vom Anabolikakonsum ab, wenn sie Wettkämpfe gewinnen möchten. Marc ist davon überzeugt: Wer sich regelmässig medizinisch checken lässt, mindert die gesundheitlichen Risiken trotz Dopings.
    Wenn der Blick in den Spiegel krank macht
    Kevin, 19, fühlt sich trotz exzessiven Trainings nicht muskulös genug. Der Blick in den Spiegel belastet ihn, selbst wenn ihm andere versichern, dass er grossartig aussieht. Die Folge: Kevin trainiert fast zwanghaft. Er vermutet, an einer Dysmorphie zu leiden, also an einer verzerrten Wahrnehmung des eigenen Körpers oder einzelner Körpermerkmale. In seinem Fall handelt es sich um eine Muskeldysmorphie. Das intensive Training hinterlässt jedoch Spuren: Kevin leidet zunehmend unter Rücken- und Kniebeschwerden. Hilfe suchen will er nicht. Kevin gefällt es, dass ihn die Dysmorphie weiter antreibt, zu trainieren. Ein Teufelskreis.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Immer mehr Muskeln – ab wann wird es gefährlich?»
    Wollen Sie mehr wissen zu den Folgen von Anabolika und anderen muskelaufbauenden Stoffen? Haben Sie körperliche und psychische Beschwerden durch exzessives Training? Welche alternativen Muskel-Workouts gibt es für alle Altersklassen? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    34 min
  • Mit Leib und Seele – Wege aus der Gesundheitskrise | Teil 3
    Ob emotionale Geburten, wachsender administrative Druck in der Hausarztpraxis oder der Einsatz in der Langzeitpflege: Schweizer Gesundheitsfachkräfte kämpfen täglich für das Wohl ihrer Patienten. Die dritte Folge zeigt die Hürden, Hoffnungsmomente und mögliche Wege aus der Krise.
    Lange Geburten und Tränen im Wochenbett
    Mit einem emotionalen Eröffnungstag geht die Arbeit in der Geburtspraxis richtig los. Zwischen langen Fahrten ins Wochenbett und Geburten mitten in der Nacht – die Hebammen sind gefordert und erleichtert zugleich.
    Hausarztpraxis – zwischen Administration und Wundertüte
    Linda Habib übernimmt in Grenchen eine Stelle als Hausärztin. Sie liebt die Vielfalt in ihrem Beruf und versucht, sich so viel Zeit wie möglich für ihre Patienten zu nehmen. Doch der Druck und der bürokratische Aufwand nimmt für Hausärzte immer mehr zu.
    Anika Brunner: Als Pflegeexpertin die Spitex der Zukunft gestalten
    Auf ihren Spitex-Runden in Hombrechtikon betreut Pflegeexpertin Anika Brunner schwerstkranke Menschen direkt zu Hause. Durch ihre erweiterte Fachkompetenz koordiniert sie Behandlungen mit Ärzten und verhindert so unnötige Spitaleinweisungen. Für Patientinnen und Angehörige bedeutet das eine enorme Entlastung im Alltag. Anikas Einsatz steht für den Schweizer Wandel hin zu «ambulant vor stationär». Als APN zeigt sie, wie hochqualifizierte Pflege die Zukunft des Gesundheitssystems sichert.
    Christines Neuanfang: Angekommen im neuen Pflegealltag
    Nach zwei Monaten am neuen Arbeitsort ist Christine Müller gut angekommen und hat ihren Rhythmus gefunden. Die bessere Unterstützung im Team bringt der 59-Jährigen die ersehnte Entlastung, sodass sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann. Dank des geglückten Wechsels blickt sie optimistisch auf die Jahre bis zu ihrer Pensionierung. Für ihre Branche wünscht sie sich nun rasche politische Reformen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen aller Pflegenden.
    35 min
  • Mit Leib und Seele – Wege aus der Gesundheitskrise | Teil 2
    Von ungeplanten Notfällen im Rohbau bis zum Mut, mit 59 nochmals neu anzufangen: Gesundheitsfachkräfte stehen täglich vor enormen Herausforderungen. Die zweite Folge zeigt eindrücklich, wie viel Flexibilität, Leidenschaft und Engagement nötig sind, um das System zu tragen.
    Vom Rohbau zur Praxis – und ein erster «Notfall»
    Die Talhebammen sind noch am Einrichten, als die Hebammen-Praxis zum ersten Mal gebraucht wird. Eine Schwangere ist verunsichert, da sie ihr Baby während zweier Tage wenig gespürt hat. Die Hebammen disponieren um und richten einen Raum ein, damit sie eine Untersuchung des Babys durchführen können. Es zeigt sich, wie Flexibilität zu ihrem Beruf gehört und wie sie den schwangeren Frauen im Tal Sicherheit geben können.
    Zurück zur Berufung: Wie die Pflegeexpertin die Pflege mitgestaltet
    Eigentlich hatte die 27-jährige Anika Brunner der Pflege bereits den Rücken gekehrt. Erst während eines Zweitstudiums, der Teilzeitarbeit bei der Spitex und ihr Weg zum Glauben entfachten ihre Leidenschaft für den Beruf aufs Neue. Heute übernimmt sie im Pflegezentrum Breitlen in Hombrechtikon als Pflegeexpertin und fachliche Führungskraft Verantwortung und entlastet den Betrieb und den Heimarzt bei komplexen Fällen. Gleichzeitig gibt die engagierte Pflegefachfrau ihr Wissen als Gastdozentin an der ZHAW an die nächste Generation weiter, um den künftigen Nachwuchs zu stärken. Mit ihrem vielseitigen Engagement kämpft sie aktiv gegen den Fachkräftemangel und zeigt, wie man das Pflegesystem von innen heraus nachhaltig verändern kann.
    Neuanfang – zwischen Zuversicht und Pflegedilemma
    Nach ihrem Stellenwechsel startet die 59-jährige Pflegefachfrau Christine Müller an einem neuen Ort neu durch. Während sie von den Bewohnerinnen und Bewohnern schnell einen berührenden Vertrauensbonus erfährt, fordert der Einarbeitungsalltag mit neuen Namen und Abläufen ihre Geduld. Christine beschäftigt der Fachkräftemangel im Schweizer Gesundheitswesen und das persönliche Dilemma, wie viel eigene Flexibilität noch gesund ist.
    Zwischen Spital und Politik: Die Hausärztin auf der grossen Politbühne
    Linda Habib trifft am Kongress der jungen Haus- und Kinderärzte auf Bundesrätin Baume-Schneider. Wie schlägt sie sich in der Podiumsdiskussion und schafft sie es, mit den Hausarzt-Anliegen zur Bundesrätin durchzudringen?
    35 min
  • Mit Leib und Seele – Wege aus der Gesundheitskrise | Teil 1
    Ob der Aufbau einer neuen Geburtspraxis, ein Stellenwechsel kurz vor der Rente oder der Balanceakt zwischen Praxis und Bühne: Folge 1 zeigt, wie vier Frauen mit viel Herzblut, Durchhaltewillen und Mut den Hürden im Gesundheitswesen trotzen.
    Die Talhebammen zwischen Aufbruch und Notuntersuchung
    Die fünf Hebammen von Reichenbach im Kandertal sind mitten im Aufbau ihrer neuen Geburtspraxis. Weil 2025 die Geburtsabteilung Frutigen geschlossen wurde, verloren sie ihre Stelle und die Schwangeren im Tal einen Ort zum Gebären. Die neue Geburtspraxis soll diese Lücke schliessen. Der Umbau verlangt den Hebammen aber vieles ab. Mitten in die Einrichtungsarbeiten kommt auch die erste schwangere Frau zur ungeplanten Kontrolle.
    Die Pflegefachfrau zwischen Herzblut und Kündigung
    Trotz ihrer tiefempfundenen Leidenschaft für die Betreuung der Menschen bringen die Dauerbelastung, schlaflose Nächte und unlösbare Konflikte Christine Müller an ihre Grenzen. Dass Christine die Reissleine zieht, ist kein Einzelfall: Monatlich kehren Hunderte Pflegekräfte dem System den Rücken. Nur fünf Jahre vor der Pensionierung wagt die erfahrene Pflegefachfrau nun den Wechsel an einen neuen Arbeitsort. Sie hofft dort auf bessere Bedingungen, weniger Druck und die wohlverdiente Wertschätzung.
    Die Hausärztin mit Herz für Menschen und Musical
    Linda Habib gefällt ihr Job als Hausärztin sehr – trotz des zunehmenden Drucks. Den schweizweiten Hausarztmangel beobachtet auch sie mit Sorge. Doch weil so viele Ärzte fehlen, kann sich die junge Hausärztin ihre Stellen aussuchen. Und immer dort arbeiten, wo sie Musical-Engagements findet. Bei den Proben zum nächsten Musical erzählt sie von ihrer Herzkrankheit, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat.
    31 min
  • Schlafstörungen überwinden – Besser schlafen lässt sich lernen
    Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung leidet unter Schlaflosigkeit. Dagegen helfen nicht Medikamente, sondern weniger Zeit im Bett, Wissen über den Schlaf und ein neuer mentaler Umgang mit der Nacht. «Puls» zeigt, welch überzeugende Resultate eine kognitive Verhaltenstherapie liefert.
    Über den Schlaf nicht nachdenken müssen
    Viele Menschen mit Schlafstörungen fokussieren zu sehr auf den Schlaf und ihre Schlafprobleme – was alles nur noch schlimmer macht. Einschlafen funktioniert dann am besten, wenn das Hirn zur Ruhe kommen kann, ohne dass wir gross über Schlafen nachdenken. Denn das Hirn steuert den Schlaf ohne unser Zutun. «Puls» zeigt, welche Faktoren den Schlaf positiv respektive negativ beeinflussen und wie Wissen über Schlaf hilft, besser zu schlafen.
    Verhaltenstherapie verändert die Bettzeit
    Manche haben Schwierigkeiten beim Einschlafen, andere wachen nachts mehrfach auf und kommen nicht wieder zur Ruhe. Gemeinsam ist allen, dass sie viel Zeit im Bett verbringen, ohne zu schlafen. Genau dort setzt die kognitive Verhaltenstherapie an. Die Erfolgsquote liegt bei 70 bis 80 Prozent, die Therapie ist aber kein Spaziergang. «Puls» begleitet sechs Menschen dabei und zeigt ihre Zweifel, Schwierigkeiten, Hoffnungen und Erfolge.
    «Puls»-Chat zum Thema «Schlafstörungen»
    Haben Sie neuerdings oder schon länger Schwierigkeiten einzuschlafen oder durchzuschlafen? Spielen Ihre Gedanken nachts verrückt? Möchten sie von Schlaftabletten loskommen? Sind sie tagsüber trotz genügend Schlaf so müde, dass es mit der Qualität der Bettruhe nicht weit her sein kann? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    33 min
  • Lithium – Wundermittel fürs Gehirn oder gefährlicher Hype?
    Lithium gilt seit Jahrzehnten als wirksames Medikament in der Psychiatrie. Nun weckt das Spurenelement niedrig dosiert auch Hoffnungen auf Schutz vor Alzheimer, weniger Suizide und bessere Stimmung. «Puls» zeigt, was wissenschaftlich belegt ist und wo der Hype zu viel verspricht.
    Korrektur:
    In der am 07.09.2026 ausgestrahlten «Puls»-Sendung zum Thema «Lithium – Wundermittel fürs Gehirn oder gefährlicher Hype?» wurde fälschlicherweise gesagt, dass der deutsche Arzt, Molekulargenetiker und Fachbuchautor Michael Nehls fordere, Trinkwasser mit Lithium anzureichern. Das entspricht nicht Michael Nehls’ Haltung, weil dies dem Prinzip der Selbstbestimmung entgegenlaufen würde. Nehls setzt sich dafür ein, dass Lithium als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen wird, respektive als essenzielles Spurenelement anerkannt. SRF entschuldigt sich für diesen Fehler. Catrin Hofstetter, Leiterin Wissen und Bildung.
    Lithium als Demenz-Prophylaxe?
    Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Lithium bei Alzheimer eine schützende Rolle spielen könnte. Anton Gietl, Leiter des Zentrums für Alterspsychiatrische Versorgung an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, ordnet ein, wie aussagekräftig die Resultate sind und ob Menschen mit erhöhtem Alzheimer-Risiko bereits heute von einer vorsorglichen Einnahme profitieren könnten.
    Mehr Lithium, weniger Suizide?
    Frühere Studien deuteten darauf hin, dass Regionen mit höheren Lithiumkonzentrationen im Trinkwasser tiefere Suizidraten aufweisen. Daraus entstanden Forderungen, dem Trinkwasser zur Suizidprävention gezielt Lithium beizumischen. Lässt sich dieser Ansatz wissenschaftlich stützen? Eine aktuelle Schweizer Studie hat den Zusammenhang untersucht.
    Tägliches Lithium für einen positiveren Alltag?
    In den USA sind Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich, die mit besserem Wohlbefinden und psychischer Gesundheit werben. Ob die Minidosen Lithium die Stimmung tatsächlich verbessern und welche langfristigen Auswirkungen die dauerhafte Einnahme hat, ist umstritten. Professor Gregor Hasler von der Universität Fribourg ordnet ein.
    Hochdosiertes Lithium: Wirksam mit Nebenwirkungen
    Seit Jahrzehnten wird das Medikament zur Behandlung bipolarer Störungen und therapieresistenter Depressionen eingesetzt. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Nieren- und Schilddrüsenprobleme, Zittern, Gewichtszunahme und in seltenen Fällen schwere Vergiftungen. Zwei Patientinnen schildern «Puls», wie hochdosiertes Lithium ihr Leben verändert hat – im Guten wie im Schlechten.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Lithium»
    Nehmen Sie bereits Lithium als Nahrungsergänzungsmittel ein und fragen sich, ob das gesundheitliche Risiken birgt? Oder ist ein Elternteil von Demenz betroffen und Sie möchten wissen, ob Lithium als vorbeugende Massnahme sinnvoll sein könnte? Welchen Versprechungen darf man Glauben schenken, und wo ist die Faktenlage dünn? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    34 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Gesundheitsmagazin «Puls» berichtet…