Puls

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Health & Fitness
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Puls episodes

  • Besser leben mit der Hitze
    Die Schweiz wird heisser. Und Hitze ist Stress für Körper und Geist, führt an Tagen über 30 Grad zu mehr Notfällen, Unfällen, Todesfällen. Was können wir heute schon tun, um mit künftigen Extremtemperaturen besser zu leben? «Puls» begibt sich auf eine Hitzetour und liefert Antworten.
    Hotspot Basel – Was tun gegen die Hitze?
    Die tiefe Lage und dichte Bebauung machen Basel oft zur heissesten Stadt der Deutschschweiz. «Puls»-Host Daniela Lager begleitet die Epidemiologin Martina Ragettli auf einem Rundgang durch Basel. Am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut beschäftigt sich Martina Ragettli mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit. Wie können sich Menschen an die zunehmende Hitzebelastung anpassen? Wie bekannt sind die Verhaltensempfehlungen und wie gut werden sie angewandt? Und wie gut setzen Kantone und Städte Hitzeschutzmassnahmen um?
    Wie heiss ist Basel: Was zeigt das Messgerät?
    Auf ihrer Hitzetour messen «Puls»-Host Daniela Lager und Epidemiologin Martina Ragettli an verschiedenen Standorten die aktuelle Temperatur. Wie heiss ist Basel? Schätzen die Baslerinnen und Basler richtig? Und wie schützen sie sich vor der Hitze? Was bringen Handfächer, Kühltuch für den Hals, tragbarer Mini-Ventilator oder Wasserspray für Gesicht und Körper?
    Gefährdung der Gesundheit – Coup der Klimaseniorinnen
    Am 9. April 2024 hat der Verein «Klimaseniorinnen» einen Sieg vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erzielt. Die Strassburger Richterinnen und Richter gingen auf die Klage ein, dass die Schweiz im Kampf gegen den Klimawandel zu wenig unternehme. Das Urteil: Der mangelnde Klimaschutz der Schweiz verletze die klagenden Seniorinnen in ihren Menschenrechten. «Puls» fragt nach: Was hat sich in den letzten beiden Jahren getan? Fühlen sich die Klimaseniorinnen heute besser vor der zunehmenden Hitze geschützt?
    Hitzeanpassung – Mit Wärme gegen die Hitze
    Hitzeforscher Kay Hanusch von der Berner Fachhochschule ist überzeugt: «Langfristig müssen wir umdenken.» Anstatt sich während einer Hitzewelle herunterzukühlen, würde es mehr Sinn machen, sich bereits im Frühling mit moderatem Hitzetraining an höhere Temperaturen zu gewöhnen. Denn wer sich der Hitze aussetzt, erträgt diese auch besser. «Puls» zeigt, wie eine solche Anpassung funktionieren könnte.
    Veränderte Wirkung und verstärkte Symptomatik durch Hitze
    Epidemiologin Ana Maria Vicedo Cabrera erforscht an der Universität Bern, wie Hitze und Klimawandel die Gesundheit gefährden. Ihre Spezialgebiete sind die Psyche und die Einnahme von Medikamenten, beides seien unterschätze Gefahren. So könne Hitze einerseits die Symptome psychischer Erkrankungen verstärken und andererseits die Wirksamkeit von Medikamenten verändern.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Leben mit der Hitze»
    Leiden Sie unter der Hitze und möchten wissen, was dagegen hilft? Sind Sie verunsichert, ob die Hitze die Wirkung ihres Medikaments verändert? Möchten Sie die Anzeichen für einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag richtig einordnen können? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    34 min
  • Social Egg Freezing – Den Kinderwunsch einfach mal auf Eis legen?
    Kinder ja, vielleicht, aber sicher nicht jetzt: Social Egg Freezing verspricht mehr Zeit und Freiheit bei der Familienplanung. «Puls» zeigt, was die Methode tatsächlich leistet – und wo sie medizinisch, rechtlich und emotional an Grenzen stösst.
    Projekt Baby – Den Kinderwunsch auf später verschieben
    Der Kinderwunsch von Fitness-Unternehmerin Michèle ist gross, und sie hat auch einen Partner an ihrer Seite, der ihn teilt. Doch die beruflichen Pläne stehen der Familiengründung im Wege, was die Option Social Egg Freezing ins Spiel gebracht hat: das Einfrieren fruchtbarer Eizellen für später. «Puls» zeigt, was sich die 34-Jährige davon erhofft, wo die Grenzen und Risiken des Verfahrens liegen – und wie beschwerlich das Prozedere von der Hormontherapie bis hin zur Entnahme der Eizellen ist.
    Kinderwunsch ohne Partner – Das Schweizer Gesetz setzt Grenzen
    Amanda wünscht sich eine Familie, hat aber keinen Partner. Um ihre Fruchtbarkeit zu erhalten, liess die 34-Jährige ihre Eizellen einfrieren – in Dänemark. Den organisatorischen, finanziellen und emotionalen Aufwand hat sie auf sich genommen, weil Social Egg Freezing in der Schweiz einen gewichtigen Haken hat: Nur wer in einer festen Partnerschaft ist, darf seine gefrorenen Eizellen für eine künstliche Befruchtung nutzen.
    Firmen entdecken das Social Egg Freezing als Chance
    Der Trend zum Einfrieren von Eizellen ohne medizinische Notwendigkeit ist auch in der Arbeitswelt angekommen. So etwa beim Pharmaunternehmen Merck, das Mitarbeiterinnen einen sogenannten «Fertility Benefit» anbietet. Befürworter sehen darin mehr Selbstbestimmung für Frauen. Kritiker warnen dagegen vor dem Druck, zugunsten der Karriere vorerst auf Kinder zu verzichten.
    «Puls»-Chat zum Thema «Social Egg Freezing»
    Wann lohnt sich das Einfrieren von Eizellen? Wie hoch sind die Erfolgschancen? Was kostet die Behandlung und welche Risiken bestehen? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    35 min
  • Operation Ausland – Unters Messer in die Türkei
    Istanbul gilt als Hotspot für Schönheits-Behandlungen weltweit – besonders für Haartransplantationen. Auch viele Schweizer reisen in die Mega-Stadt. Doch lohnt sich die Beauty-Reise? Und worauf ist zu achten, damit sie nicht zum Horror-Trip wird?
    «Puls»-Host Daniela Lager begleitet Flavio und Gisela aus der Schweiz auf ihrer Reise nach Istanbul: Er möchte eine Haartransplantation, sie eine Bruststraffung mit Implantat. Gebucht haben sie ihr Angebot über eine Medizinalreise-Agentur aus Bern – im Paket inbegriffen: Anreise, eigene Limousine, Dolmetscher, Hotel und natürlich die Behandlung. Gut vorbereitet starten die beiden ihr Istanbul-Beauty-Abenteuer. Doch vor Ort merken sie, dass sie die Dimension des Eingriffs leicht unterschätzt haben.
    Boomendes Geschäft mit dem Äusseren
    Gerade bei Haartransplantationen hat sich Istanbul zu einer der weltweit führenden Destinationen entwickelt. Geht es nach den Behörden, soll die Branche in den nächsten Jahren stark wachsen. «Puls» besucht eine der bekanntesten Kliniken in Istanbul und erlebt, wie mit sozialen Medien und Influencern um neuen Kunden geworben wird. Daniela Lager spricht mit Soziologin Melike Şahinol über den sozialen Druck, der entsteht, wenn sich immer mehr für die Schönheit unters Messer legen.
    Grosses Geld, grosses Risiko?
    Auch wenn ein Grossteil der Eingriffe in Istanbul gut verläuft, kann es doch zu Komplikationen kommen. «Puls» trifft die Schweizerin Melda Ceker, deren Nase nach einer Operation in der Türkei kollabiert ist. Die Istanbuler Schönheitschirurgin Derya Özçelik sagt, die Nachfrage sei so gross, dass illegale Kliniken ohne Lizenz die Lücke füllten. Da gelte es, vorsichtig zu sein. Holger Klein vom Kantonsspital Aarau erklärt, welche Gefahren lauern und worauf bei Schönheits-Reisen ins Ausland zu achten ist.
    35 min
  • Testosteron – Was das Männerhormon Frauen bringt
    Mit dem Alter sinkt der Testosteronspiegel nicht nur beim Mann, sondern auch bei der Frau. Meist bleibt dies unbemerkt, doch manche klagen über Libidoverlust oder weniger Energie im Alltag. «Puls» zeigt, wann eine Testosteron-Ersatztherapie etwas bringt, wie sie wirkt und wo Gefahren lauern.
    Mehr Testosteron für bessere Wechseljahre
    Jeanette Kusters Wechseljahre waren durch Energielosigkeit, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen geprägt. Eine klassische Hormonersatztherapie sollte Linderung bringen. Seit sie zusätzlich niedrigdosiertes Testosteron verschrieben bekommt, hat sich ihr Zustand markant gebessert – sogar die Libido ist wieder erwacht.
    Zu wenig Testosteron für ein gutes Leben
    Stefano G. erlitt in seiner Jugend eine Hodenverletzung. Erst viele Jahre später zeigte sich, dass dieser Unfall die Testosteron-Produktion derart eingeschränkt hat, dass der tiefe Hormonwert mit ein Grund für diverse körperliche und psychische Probleme war. «Puls» zeigt, was die Testosteron-Ersatztherapie verändert hat, die den heute 59-Jährigen bis an sein Lebensende begleiten wird.
    Mehr Beachtung für das Potenzial von Testosteron
    Die englische Ärztin und Hormonspezialistin Louise Newson setzt sich für einen leichteren Zugang zur Testosterontherapie für Frauen in den Wechseljahren ein. Ihre Position weicht von den offiziellen Leitlinien ab und ist medizinisch umstritten. In Grossbritannien hat sie damit das Bewusstsein für die Menopause gefördert und eine Debatte angestossen, die in der Schweiz bislang ausgeblieben ist.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Testosteron»
    Wie macht sich Testosteronmangel im Alltag bemerkbar, und wann ist eine medizinische Ersatztherapie angezeigt? Hilft Testosteron Männern und Frauen gleichermassen bei Libidoverlust? Muss es dafür dauerhaft eingenommen werden oder nur bei Bedarf? Fördern die in Social Media angepriesenen Produkte tatsächlich das Abnehmen und den Muskelaufbau? Und wie könnte mir Testosteron in der Menopause helfen? Die Fachrunde weiss Rat, am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    34 min
  • Sport und Schwangerschaft – Wie sicher und gesund trainieren?
    Sportlich aktive Frauen sehen sich rund um die Schwangerschaft mit Vorurteilen und Halbwissen konfrontiert. Wie viel trainieren ist gesund? Welche Ratschläge sind veraltet? Wann wird’s riskant? «Puls» klärt auf und zeigt, wie viel Bewegung während und nach der Schwangerschaft jeder Frau guttut.
    Schwanger und Training – Möglich ohne Einschränkungen?
    Die ehemalige MMA-Profiboxerin Bestare Kicaj erwartet ihr zweites Kind und gibt sportlich auch fünf Wochen vor dem Entbindungstermin noch Vollgas. Profitieren Mutter und Kind von der körperlichen Aktivität? Wie viel Sport tut gut, und wo sind die Grenzen? «Puls»-Host Tama James-Vakeesan besucht die Hochschwangere im Training.
    Schwanger und Leistungssport – Das Unmögliche möglich machen
    Triathletin Nicola Spirig hat nicht nur sportliche Höchstleistungen vollbracht. Zwischen olympischem Gold und Silber und unzähligen weiteren sportlichen Erfolgen hat die Spitzensportlerin auch drei Kinder auf die Welt gebracht. «Puls» schaut mit der Sportlegende zurück: Wie gelingt der Spagat zwischen Spitzensport und Familiengründung?
    Sport nach der Geburt – Besser nicht übertreiben
    Das Kind ist da, das Mehrgewicht weg: Viele frischgebackene Mütter fühlen sich befreit und möchten sportlich endlich wieder Vollgas geben. Doch zu grosser Enthusiasmus kann sich mit einer Rektusdiastase oder noch Jahre später in Form von Inkontinenz und Senkungsbeschwerden rächen. Zwei Frauen sprechen offen über die Folgen eines übermässigen Sportpensums nach der Geburt.
    «Puls»-Chat zum Thema «Sport und Schwangerschaft»
    Wie viel Sport ist während der Schwangerschaft gesund? Wann ist es besser, sich zu schonen? Wann darf ich nach der Geburt wieder ins Training einsteigen, und welche Warnzeichen sollte ich besser nicht ignorieren? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    35 min
  • Operation Ausland – Besser altern unter Palmen
    Thailands Altersresorts für Ausländer: Auch Menschen aus der Schweiz lassen sich oder ihre Angehörigen dort betreuen – zu einem Bruchteil der hierzulande fälligen Kosten. Wie lebt es sich in der Fremde, und welches Pflegekonzept lohnt sich? «Puls» besucht vier Einrichtungen im Norden des Landes.
    Der schöne Schein kann trügen
    Was Angehörigen gefällt, muss nicht die beste Lösung für die zu pflegende Person sein: Diese Lehre hat André Argast nach einer regelrechten Odyssee durch thailändische Pflegeeinrichtungen ziehen müssen. Strandnähe und geschmackvolle Einrichtung zählen nichts, wenn das Personal schlecht ausgebildet oder unterbesetzt ist. In der Stadt Chiang Mai hat der Basler jetzt eine Lösung für seine demenzkranke Frau Simone gefunden: das «Vivocare» mit rund 40 Gästen, die meisten aus der Schweiz und in Langzeitpflege.
    Ein Schweizer Dorf in Thailand
    Martin Woodtli hält nicht viel von allzu grossen Pflegeeinrichtungen. Seine Institution für demenzkranke Menschen ist deshalb sehr familiär geprägt: In seinem Alzheimerdorf «Baan Kamlangchay» werden nicht mehr als vierzehn Gäste betreut. Untergebracht sind sie in Privathäusern eines Dorfs nahe Chiang Mai, diverse Liegenschaften dienen als Treffpunkte für das gemeinsame Essen und andere Aktivitäten. Rund um die Uhr werden die meist deutschsprachigen Personen von Pflegerinnen persönlich betreut. Dennoch kämpft Martin Woodtli mit dem Stigma, dass seine Gäste einfach aus der Schweiz abgeschoben wurden.
    Pflege nicht nur für Ausländer
    Urs und Rita Tobler haben sich das Leben nach der Pensionierung anders vorgestellt. Lange Jahre lebte das Unternehmerpaar in Japan und wollte auch den Lebensabend dort verbringen – bis ihnen Ritas Alzheimererkrankung einen dicken Strich durch diese Rechnung gemacht hat. So leben die beiden nun in Thailand, wo die Pflege ein Mass und eine Qualität haben, die in der Schweiz auch für sehr viel Geld nicht geboten werden kann. Mit dem «Tranquila Elderly Care» hat sich Urs Tobler bewusst für ein thailändisch geführtes Resort entschieden, das seine Türen immer mehr auch für Seniorinnen und Senioren aus dem Ausland öffnet.
    Vom Hotelier zum Altersheimdirektor
    Die Covid-Krise bewegte Matthias Froelich zu einem drastischen Schritt: Als immer mehr Touristen wegblieben, baute der eingefleischte Hotelier sein Wellnessresort «Ban Sabai» kurzerhand zu einem Altersresort um. Das Besondere: hier leben gesunde und kranke Menschen unter einem Dach – vor allem Paare mit einem gesunden und einem pflegebedürftigen Teil, die in eigenen Wohneinheiten untergebracht sind. Das Altersresort zielt auch auf die vielen in Chiang Mai lebenden Schweizer Auswanderinnen und Auswanderer ab. Und wer weiss, meint Froelich, «vielleicht bin ich ja eines Tages mein eigener Gast?»
    34 min
  • Tabu Pornografie – Wann wird die heimliche Lust zum Problem?
    Fast alle tun es, niemand spricht darüber: Neun von zehn Männern und über die Hälfte aller Frauen konsumieren Pornos. «Puls» fragt, was das mit uns und unserer Sexualität macht. Wo liegen Risiken? Wann wird die Lust zur Sucht? Und könnte ein entspannterer Umgang mit dem Thema sogar eine Chance sein?
    Pornografie im Web – Gefragter als die Informationen der SBB
    Die drei grössten Pornoseiten verzeichnen in der Schweiz monatlich über 20 Millionen Klicks. Weniger als Google und Youtube, aber deutlich mehr als die SBB. Für vier Prozent der Männer und ein Prozent der Frauen ist die freie Verfügbarkeit pornografischer Inhalte ein echtes Problem: Sie leiden unter einer Pornografie-Nutzungsstörung (PNS), im Volksmund «Pornosucht» genannt. Zwei junge Männer erzählen «Puls», wie sie als Teenager mit Pornografie in Kontakt kamen und den Konsum bald nicht mehr im Griff hatten. Fragen über Themen und Wirkung der Therapie werden von einem Betroffenen und dem Therapeuten Franz Eidenbenz beantwortet.
    Pornografie in der Forschung – Wann wird die Lust zur Last?
    «Es ist nicht die Menge an Pornokonsum, die schädlich ist. Süchtig ist, wer seinen Konsum nicht mehr kontrollieren kann», sagt Rudolf Stark. Als einer von wenigen Wissenschaftlern forscht er an der Uni Giessen seit über 20 Jahren über Pornografie und Pornosucht. Eine Erkenntnis daraus: Je länger ein starker Pornokonsum anhält, desto schwieriger wird die Entwöhnung.
    Pornografie und Jugendliche – Sensibilisierung ist wichtig
    Wer in jungen Jahren die Kontrolle über seinen Pornokonsum verliert, hat es später nicht leicht, ein «normales» Verhältnis dazu zu entwickeln. Fachleute sprechen sich deshalb dafür aus, früh für das Thema zu sensibilisieren. Beim Besuch einer Schulklasse erfährt «Puls»-Host Tama James-Vakeesan, dass erste unfreiwillige Kontakte zu Pornobildern bereits mit sieben Jahren stattgefunden hatten. Ein schwieriger Moment für die junge Mutter.
    Pornografie und Partnerschaft – Risiko oder Chance?
    Die Sexual- und Paartherapeutin Ursina Donatsch erlebt in ihrem beruflichen Alltag, wie Pornografie Beziehungen belasten, aber auch bereichern kann. Ihr wichtigster Rat für Paare: darüber reden.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema Pornokonsum
    Ist mein Pornokonsum noch normal oder sollte ich mir Gedanken machen? Wie kann ich mit dem Thema in meiner Partnerschaft besser umgehen? Und wie soll ich reagieren, wenn Kinder oder Jugendliche mit pornografischen Inhalten konfrontiert wurden? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    34 min
  • Hoffnungsträger Phagen – Mit Viren gegen resistente Bakterien
    Bakteriophagen sind Viren, die sich in Bakterien vermehren und diese dabei zerstören. Die Phagentherapie könnte ein Ausweg aus der Antibiotikakrise sein und hat bereits erste Erfolge vorzuweisen. «Puls» zeigt, welche offenen Fragen auf dem Weg zu einer Zulassung in der Schweiz noch zu klären sind.
    Wenig Hilfe durch Antibiotika – Neue Hoffnung Viren
    Reto Weibel leidet seit Geburt an zystischer Fibrose, die unter anderem zu einer Verschleimung der Lunge führt. Im Schleim sammeln sich Bakterien an, die die Lunge angreifen und mit Antibiotika bekämpft werden müssen. Da die Wirkung dieser Medikamente wegen Resistenzen laufend abnimmt, sinkt auch die Lebensqualität deutlich. Eine experimentelle Phagentherapie könnte Besserung bringen – falls Reto Weibel dazu Zugang erhält.
    Hilfe durch Viren – Experiment gelungen
    José Vidal leidet an einer Lungeninfektion wegen antibiotikaresistenten Bakterien. Als kaum mehr Hoffnung auf Heilung besteht, greifen Genfer Ärzte zu einer experimentellen Therapie: Sie lassen ihn Bakteriophagen inhalieren – Viren, welche nur die krankmachenden Bakterien angreifen. Mit Erfolg. Der Infekt ist unter Kontrolle und José Vidals Lebensqualität hat sich deutlich verbessert.
    Einsatz trotz fehlender Evidenz – So macht es Belgien
    In Georgien ist die Phagentherapie seit Jahrzehnten Teil der medizinischen Grundversorgung. Was Menschen aus aller Welt nach Tiflis reisen lässt, um hartnäckige Infekte dort behandeln zu lassen. Nach den Regeln evidenzbasierter Medizin wurden die georgischen Therapieerfolge jedoch nie untersucht, was sie für eine Zulassung in der Schweiz wertlos macht. Belgien zeigt einen Ausweg aus dem Dilemma: Seit 2018 ist dort eine spezielle Regelung in Kraft, die den Einsatz von Phagenpräparaten erleichtert und deren geprüfte Anwendung sicherstellt.
    Einsatz für die Evidenz – Forschung in der Schweiz
    An den Unikliniken in Zürich, Bern, Genf und Lausanne wird rege an Phagen geforscht. So ist man in Lausanne etwa daran, ein Programm für personalisierte Phagentherapie zu etablieren. Es umfasst alle Phasen bis hin zur Produktion, Reinigung und Verabreichung der Phagenpräparate. Im Rahmen dieses Programms plant das Universitätsspital Lausanne nun eine klinische Studie für Patientinnen und Patienten mit Lungeninfekten.
    Wie weiter in der Schweiz? – Gemeinsame Suche nach Lösungen
    Das «Forum Phagentherapie» bringt in der Schweiz Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen, Patientinnen und Patienten sowie Politikerinnen und Politiker zusammen, um über die Rolle dieser experimentellen Behandlungsform zu diskutieren. «Puls» gibt Einblicke in die Arbeit des Forums zur Förderung der Phagentherapie in der Schweiz.
    «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «hartnäckige Infekte»
    Leiden Sie an einem hartnäckigen Infekt? Klingt er einfach nicht ab oder kehrt er immer wieder zurück? Gibt es Alternativen zum Einsatz von Antibiotika? Und wie kann ich mich vor resistenten Keimen schützen? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
    37 min
  • Grenzerfahrung Militärdienst – Körper und Psyche am Limit
    Strikte Disziplin, wenig Schlaf, kaum Privatsphäre: Was macht der Militärdienst mit Körper und Geist? «Puls» will es wissen und schickt Afreed Ashraf und Willi Balandies in eine RS und eine OS, wo sie als Assistenzärzte Dienstleistende betreuen – und selbst an einem 101-Kilometer-Marsch teilnehmen.
    Beim Härtetest der Offizierschule hautnah mit dabei
    Der 101-Kilometer-Marsch ist ein Höhepunkt der Offizierschule (OS) in Liestal BL. Die Strapaze bringt auch die beiden SRF-Hosts und Ärzte Afreed Ashraf und Willi Balandies an ihre Belastungsgrenze: Was als Reportage beginnt, wird zu einer Prüfung, die beiden unvergesslich bleibt.
    24 Stunden nonstop, vom Schloss Hallwyl bis zur Kaserne Liestal, über Wiesen, Felder und Asphalt: Während Afreed ohne wirkliche Militärerfahrung startet, gehen die Aspirantinnen und Aspiranten hochmotiviert zur Sache. Das Tempo ist von Beginn weg hoch, Afreed beginnt schnell zu leiden. Jeder Kilometer brennt stärker, jeder Muskel protestiert lauter. Doch bei der Infanterie lässt man niemanden hängen.
    Die Auswirkungen des Gewaltmarschs erlebt Willi derweil als Militärarzt im Sanitätsfahrzeug mit: Blasen, Krämpfe, Platzwunden, Kreislaufzusammenbrüche und nächtliche Halluzinationen. Kaum ist ein Notfall versorgt, wartet schon der nächste. Je länger der Marsch dauert, desto drängender die Frage: Wie lange hält Afreed noch durch? Und landet er am Ende auch im Sanitätswagen?
    Dem Stress in der Rekrutenschule auf der Spur
    Für jeweils rund 20’000 Schweizerinnen und Schweizer bedeutet der Start in die RS ein völlig neues Leben mit strapaziösen Herausforderungen und strikter Disziplin.
    Notfallarzt Afreed Ashraf nimmt sich der körperlichen Aspekte an und arbeitet als Militärarzt in der Krankenabteilung mit. Dabei wird er mit Fällen konfrontiert, die er so aus seinem beruflichen Alltag im Spital-Notfall kaum kennt – von Zahnschmerzen bis hin zu Problemen mit Kampfstiefeln.
    Willi Balandies weiss aus eigener Erfahrung, wie belastend die Rekrutenschule sein kann. Jetzt will er herausfinden, wie die jungen Menschen heute mit dem psychischen Druck klarkommen. Hautnah erlebt er mit, wie die psychologische Beurteilung eines Rekruten abläuft, für den die Belastung zu gross geworden ist. Wie entscheidet die Armee über das Schicksal des jungen Mannes?
    35 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Gesundheitsmagazin «Puls» berichtet…