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"Mich ärgert, wenn so getan wird, als ob feministische Themen keine Expertise bräuchten". Die Arbeit der mehrfach ausgezeichneten Filmregisseurin und Drehbuchautorin Katharina Mückstein war von Anfang an geprägt von Feminismus, sowie Fragen der Identität und Fragen der Gerechtigkeit. "Mich interessiert wo sich das Politische und das Persönliche treffen." Anfang 2023 kommt ihr Dokumentarfilm Feminism WTF in die Kinos, mit dem sie einem breiten Publikum näher bringen will, womit sich queer/feministische Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen aktuell auseinandersetzen.
Foto: (c) Elsa Okazaki
Mit ihrem Schmusechor will die studierte Musiktherapeutin Verena Giesinger vor allem eines: Lust und Leidenschaft am gemeinsamen Singen vermitteln. Was als Hobbychor im WG-Zimmer begann, ist inzwischen drauf und dran ein etablierter Profichor und eine Größe der österreichischen Musiklandschaft zu werden: FM4 Session mit Oehl, Konzerte im ORF Radiokulturhaus, Popfest in Wien, Schäxpir Festival in Linz, Poolbar Festival in Feldkirch, Filmpreis-Gala in Grafenegg. Die Mitglieder des Schmusechors genießen es Genregrenzen auszuloten, etwa wenn sie in Kooperation mit dem immersiven Theaterensemble Nesterval zu singenden Schauspieler*innen und Tänzer*innen werden.
Verena ist eine Visionärin und Mutmacherin, die als Leiterin des Schmusechors die Erfüllung ihrer Träume erlebt. Vor politischen Aktivist*innen hat sie größten Respekt, denn öffentlich für die eigene Meinung einzutreten erfordere viel Mut und Überwindung. Ihr größtes Anliegen im feministischen Diskurs? "Dass wir uns irgendwann nicht mehr damit beschäftigen müssen, sondern dass es ein ganz klares Verständnis von Gleichberechtigung gibt!"
Foto: (c) Sophie Kirchner
"Die Angst zu scheitern ist immer da" verrät Michael Buchinger im Interview. Und dennoch geht er unbeirrt weiter seinen Weg. Das Lampenfieber vor Auftritten ist über die Jahre weniger geworden, negative Kritik prallt inzwischen völlig an ihm ab. Er ist ein getriebener Geist, der immer nach neuen Herausforderungen sucht und vor allem Eines möchte: Uns mit seinen spitzen Beobachtungen zum Lachen bringen. 2022 wird Michi für seinen Podcast "Buchingers Tagebuch" mit dem Ö3 Podcast Award ausgezeichnet. Vor zwei Jahren schafft er den Sprung ins begehrte "30 unter 30" Ranking des Wirtschaftsmagazins Forbes.
In seinen Büchern, auf der Bühne, im Podcast und auf Instagram lässt er uns humoristisch und hautnah an seinem Leben teilhaben. Die gesellschaftlichen Umbrüche, die er seit seinen Anfängen vor 13 Jahren beobachtet, sind auch in der Comedy Szene spürbar: "Was Comedians in den 2010er Jahren von sich gegeben haben, geht heute einfach nicht mehr. Da hat sich einiges getan - zum Glück." Im Interview spricht der vielseitig begabte Künstler über das Streben nach Ruhm, Erfolgsdruck, Misserfolge und warum es ihm so schwer fällt nichts zu tun.
Foto: (c) Dominik Pichler
"Frauenfiguren in der Operngeschichte sind als moderne Frau manchmal schwer zu ertragen. Ich möchte keine Opfer portraitieren" stellt die Sopranistin, die seit 2020 im Ensemble der Wiener Staatsoper singt, klar. Zur Aufgabe der Oper hat sie eine klare Meinung: "Oper ist keine reine Unterhaltungsform, sondern nimmt am Diskurs über gesellschaftlich relevante Themen teil." Das stellte Vera-Lotte zuletzt in 'Bluthaus', der neuen Oper von Georg Friedrich Haas, eindrucksvoll unter Beweis. Das Thema: Sexueller Missbrauch.
Vor der Gesangskarriere und Engagements an der Königlichen Oper in Kopenhagen, an der Bayrischen Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen, studierte Vera-Lotte Literatur und Analytische Philosophie. Sie ist ein Entdeckergeist und erzählt leidenschaftlich gerne Geschichten - sei es auf der Bühne oder im Interview.
Foto: (c)Philipp Schnönauer
"Der unspannendste Ort im Theater ist für mich die Bühne" verrät Regisseur Martin Finnland. Ein visionärer Geist, der mit seinem preisgekrönten Theaterensemble Nesterval die Grenzen des klassischen Theaterbegriffs aus den Angeln hebt.
Bei Nesterval gibt es weder eine Bühne, noch einen abgegrenzten Publikumsbereich. Die Zuschauer:innen bewegen sich während der Vorstellung frei im Areal, können mit den Figuren interagieren und aktiv ins Stück eingreifen. Die Herausforderung dabei? "Unsere Charaktere müssen tatsächlich leben. Und zwar in jeder Situation, in die uns das Publikum bringt". 2021 wird das Ensemble für seine herausragende Leistung mit dem österreichischen Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet.
Ob an der Volksoper in Wien oder im Admiralspalast in Berlin: Simon Stockinger erobert die Herzen der Zuschauer:innen im Sturm. Kein Wunder, dem Zauber seiner Bühnenpräsenz kann man sich nur schwer entziehen.
Was er an seinem Beruf so liebt? "Musical ist der perfekte Kanal für meine Energie." Und davon hat er viel - sehr viel! Das wird auch während des Gesprächs klar, wenn er voller Begeisterung über die musikalische und lyrische Vielfalt des Musiktheaters schwärmt. Ein Plädoyer für ein Genre, das aus seiner Sicht oft missverstanden wird.
Der Durchbruch gelingt Verena Altenberger mit dem vielfach ausgezeichneten Kinofilm "Die Beste aller Welten" unter der Regie von Adrian Goiginger. Seither ist sie in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. Im Sommer spielt die preisgekrönte Schauspielerin zum zweiten Mal in Folge Jedermanns Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen. Seit 2021 ist sie zudem Präsidentin der Akademie des Österreichischen Films.
Im Interview spricht sie über strukturelle Ungleichheiten, warum eine patriarchale Gesellschaftsordnung auch für Männer nachteilig ist und wie gelebte Frauensolidarität das Patriarchat brechen kann. "Die Welt, in der wir leben, bevorzugt Männer. Es kann ja nicht sein, dass fünfzig Prozent der Gesellschaft schlechter gestellt ist als der Rest."
Ein intimes Gespräch über die große Schauspielkunst, politische Visionen, Angst, Hass und die Liebe zu sich selbst.
photo credit: (c) Klara Leschanz
Mit ihrer unverkennbaren Stimme und einem untrüglichen Sinn für gute Beats, mischt MIBLU die österreichische Musiklandschaft gehörig auf. Seit 2018 geht es für die Senkrechtstarterin Schlag auf Schlag. FM4 kürt sie als 'Soundpark Act of the Month', sie performt als Support Act für Star-DJ Elderbrook und veröffentlicht laufend neue Songs. Ihre Debut-EP wird von Pete Maher gemastert, der schon mit U2, Lana Del Rey und den Rolling Stones zusammengearbeitet hat. Wie fühlt es sich an zum ersten Mal im Radio gespielt zu werden? Wie kann man sein Publikum berühren? Und wie schafft man es seine inneren Dämonen zu bezwingen? Ein Gespräch über Musik, Selbstliebe und das gute Leben.
photo credit: (c) Dragan Dok
"Ich lese Bücher nicht, wenn sie nicht schön sind", verrät die Preisträgerin des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2017. Dass die ausgebildete Grafikdesigner inzwischen hauptberuflich als Autorin arbeitet, nennt sie einen "glücklichen Unfall".
In ihrem aktuellen Buch "Klatschen reicht nicht" portraitiert Luna Al-Mousli die Systemheld:innen, die unser Land während der Pandemie am Laufen halten. Im Interview spart sie nicht mit Kritik an patriarchalen Strukturen, der ungerechten Verteilung von Care Arbeit und mangelnder Wertschätzung für Menschen in systemrelevanten Berufen.
photo credit: (c) Julius Hirtzberger
Mit seinem Kasperltheater tourt der 22-jährige Volkschul-Lehramtsstudent erfolgreich durch Österreich und zaubert Lächeln in begeisterte Kindergesichter. Wir sprechen über die Faszination vom "großen Theater auf kleiner Bühne", werfen einen Blick hinter die Kulissen einer Puppenbühne und erfahren was die freche Radio-Ratte Rolf Rüdiger mit Raphaels Karriere zu tun hat.
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