Pur und Ungesüßt - Der Künstler*innen Talk

Pur und Ungesüßt - Der Künstler*innen Talk

By Stefan PauserArts
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Pur und Ungesüßt - Der Künstler*innen Talk episodes

  • CineCollective

    Die Filmexpertinnen Djamila Grandits und Doris Posch sind Teil des CineCollectives und Organisatorinnen des Freiluft Filmfests "Kaleidoskop" am Wiener Karlsplatz.

    Von 30. Juni bis 14. Juli 2023 sind 15 Filme aus der ganzen Welt zu sehen - open air und bei freiem Eintritt.

    Ein Thema zieht sich dabei durch alle Filme: Die Stadt als vielfältiger Lebens-, Begegnungs- und Kulturraum, der allen Menschen gehört. Was es bedeutet und bedeuten kann, wenn die versprochene Freiheit und Teilhabe verwehrt bleiben, ist die zentrale Fragestellung, denen die Kuratorinnen mit ihrer Filmauswahl nachgehen.

    Das Freiluft Filmfest "Kaleidoskop" wird auch 2024 wieder auf dem Wiener Karlsplatz stattfinden.


    photo credit (c) Peter Griesser

    44 min
  • TAY-LAH: Sängerin

    "In Österreich ist noch viel Platz nach oben was Kreativität und Musik angeht". 2021 erscheint ihre Debut Single "Y U Trippin", kurz darauf ein ganzes Album - feinster Dance Pop mit inhaltlichem Tiefgang. TAY-LAH ist mit Balkan Beats und afrikanischer Musik aufgewachsen, zu ihren musikalischen Vorbildern zählen Amy Winehouse, Adele, Doja Cat, Ice Spice und (the queen!) Beyoncé. Wenn sie neue Songs schreibt, kommt immer zuerst der Beat - "der Beat muss mich catchen" - danach folgt der Rest.

    Wir sprechen außerdem über Erfolgsdruck, ihren Traum vom großen Ruhm und über notwendige Veränderungen in der österreichischen Musikbranche: "Viele Leute, die in der Musikbranche arbeiten, sind schon sehr lange dabei und denken, dass die Art wie das Musikbusiness jetzt geführt wird, in Ordnung ist und nicht geändert werden muss." Was sie diesen Leuten sagt? "Old school alles schön und gut. Aber there's new school as well, so let's try it!"


    photo credit (c) Monika Jankovic

    24 min
  • Peter Spindler: Theaterpädagoge und Clown

    Als Dr. Benjamin Powidl ist er für die Clini Clowns in Wiener Spitälern im Einsatz. Clowns sieht er dabei aber nicht nur als Spaßmacher, sondern vor allem auch als Begegnungskünstler:innen. "Ein guter Clown ist jemand, der andere in den Arm nimmt und ihnen einen schützenden Mantel umlegt und nicht einen nassen Fetzen ins Gesicht schnalzt."

    Was wir von Clowns lernen können? "Clowns sind Weltmeister des Scheiterns. Für Clowns ist das eigene Scheitern nie das Ende, sondern immer der Beginn von etwas Neuem."

    Als Theatermacher möchte er Möglichkeitsräume eröffnen. Das institutionalisierte Theater hält er vielfach für zu elitär und abgehoben. Peter Spindler versteht Theatermachen vor allem als Handwerk und plädiert dafür, statt künstlich Probleme für die Bühne zu konstruieren, die echten Probleme der Welt zu benennen und künstlerische Antworten darauf zu finden.

    Zudem ist es ihm ein Anliegen, das kulturelle Angebot niederschwelliger zu gestalten: "Theater muss inklusiver und bunter werden. Wir müssen neue Publika ansprechen, die Türen aufmachen und auf die Menschen zugehen. Da braucht's neue Wege und die gibt es auch."



    photo credit (c) Petra Rautenstrauch


    36 min
  • Rahel: Sängerin

    Innerhalb kürzester Zeit gelingt es Rahel sich als fixe Größe der österreichischen Musiklandschaft zu etablieren. Ihre erste Single "Tapp Tapp Tapp" steigt vor zwei Jahren direkt in die FM4 Charts ein und hält sich dort für mehrere Wochen in den Top 10. Es folgen zahlreiche Releases und eine Nominierung bei den Amadeus Austrian Music Awards.

    Wer einem die Erlaubnis gibt, gesehen und gehört zu werden? "Vor allem man selbst!" Denn: "Man muss nicht perfekt sein, um sich auf eine Bühne zu stellen. Wenn man irgendwas hat, das die Leute anspricht, dann reicht das schon."

    Rahels Texte sind literarische Meisterwerke. Musikalisch bewegt sie sich zwischen New Wave, Dream Pop und Neue Deutsche Welle und beweist damit eindrucksvoll wie wunderschön knallharte Gesellschaftskritik klingen kann.



    photo credits (c) Gwen Meta

    38 min
  • Raphael Miro Holzer: Choreograf

    "Zeitgenössischer Tanz bedeutet, mich mit den Themen auseinander zu setzen, die mich persönlich gerade beschäftigen." 2021 gründet der gebürtige Wiener Raphael Miro Holzer in Spanien seine eigene Tanzkompanie. Dieses Jahr zeigt er seine Arbeiten erstmals hierzulande. Im März 2023 hatte er mit vanholzers Österreich Premiere am Posthof in Linz. Inspiration findet der mehrfach ausgezeichnete Contemporary Choreograf in der Architektur, im Film oder in surrealistischen Gemälden. Sein aktuelles künstlerisches Projekt: "Barocktanz aus dem 18. Jahrhundert, der akrobatische Bewegungen aus dem Zirkus trifft".


    36 min
  • Markus Freistätter: Schauspieler

    "Wenn es ungerecht und unehrlich wird, kann ich wirklich grantig werden." Seine Stimme in der Öffentlichkeit setzt der beliebte Schauspieler regelmäßig für Gleichberechtigung, Toleranz und einen respektvollen Umgang miteinander ein. Die mediale Aufmerksamkeit möchte er auch weiterhin nutzen, um auf gesellschaftspolitisch relevante Themen und Missstände hinzuweisen.

    "Ich finde es wahnsinnig schlimm, dass es noch immer Equal Pay Days gibt. Nicht, dass es sie gibt, sondern dass es sie geben muss. Dass Frauen in gleichen Positionen weniger verdienen. Das kann's nicht sein!"

    Der große Durchbruch gelingt Markus 2018 mit der Hauptrolle im Kinofilm Erik & Erika, der ins Rennen um die Golden Globes geschickt wird und ihm eine Nominierung für die Romy und für den Österreichischen Filmpreis einbringt. 



    photo credit (c) Philine Hofmann

    37 min
  • Melanie See: Sängerin

    Als Radiomoderatorin und Sängerin begeistert uns Melanie See mit ihrer kraftvollen und sympathischen Stimme. Umso erstaunlicher: Für sie selbst war es ein langer Prozess sich mit der eigenen Stimme anzufreunden. 2022 erscheint ihre erste Single "Für dich renn ich los". Ob der Song als Schlager oder Deutschpop zu bezeichnen ist, da gehen die Meinungen auseinander. Aber wozu braucht's diese Einteilung überhaupt? "Für die Platzierung am Markt ist es leider schon wichtig, dass deine Musik gelabelt ist." Sie selbst verwehrt sich aber vehement gegen Schubladendenken und möchte sich auch weiterhin nicht von Genregrenzen einschränken lassen. 

    Das Leben sieht sie als Prozess, in dem man sich ständig weiter entwickelt und verändert. Dafür muss man auch an sich selbst arbeiten: "Ich bin lange Zeit verbissen an meine Träume rangegangen und vielleicht haben bestimmte Dinge aus genau diesem Grund nicht funktioniert. Ich versuch jetzt auch in meiner Musik meinen Perfektionismus so gut es geht wegzulassen, was sehr schwierig für mich ist."

    Melanies neuer Song "Alles so leicht" erscheint im Februar 2023 und ist ein Plädoyer für die Menschlichkeit und ein Aufruf einander wieder mit mehr Liebe zu begegnen. 



    photo credit (c) Rebecca Dimény


    40 min
  • Jaqueline Scheiber aka MINUSGOLD: Autorin

    "Es ist absurd, dass sich so viele Menschen dafür interessieren, was ich zu sagen hab". Es sind viele und es werden täglich mehr. In Jaquelines neuem Buch "Ungeschönt" geht es um gesellschaftliche Tabus, Bodyshaming und psychische Gesundheit. Die Kernbotschaft: "Es ist möglich sich der Welt und dem eigenen Leben zuzumuten."

    Mit ihrer künstlerischen Arbeit möchte uns die Autorin ermutigen unsere Scham hinter uns zu lassen und aufzeigen, dass es möglich ist, sich über Konstrukte und Normen hinwegsetzen. Das Ziel? "Frei werden und für sich selbst ein gutes und glückliches Leben schaffen."

    Große Emotionen sieht Jaqueline als Kraftquelle. Und so verwundert es nicht, dass sich die tiefsinnige und warmherzige Autorin danach sehnt, nahbare und zugängliche Kunst zu schaffen und sich auch nicht davor scheut mit rohen und großen Emotionen zu arbeiten. "Kunst ist dann Kunst, wenn es irgendetwas bewegt."


    photo credit (c) Sophie Narwatil

    32 min
  • Nikolaus Habjan: Regisseur und Puppenspieler

    "Als Regisseur ist man der größte Dilettant von allen". Er muss es wissen. Nikolaus Habjan gehört zweifelsohne zu den größten Theatermachern unserer Zeit und ist längst in allen großen und kleinen Theaterhäusern in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu Hause.

    Mit der Inszenierung der Zauberflöte ist für ihn dieses Jahr ein lang gehegter Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Die Zauberflöte stand zuletzt aufgrund frauenfeindlicher Textpassagen vermehrt in der Kritik. Zurecht? Nikolaus Habjan hat dazu eine ganz klare Meinung. Er erklärt, wie er Mozarts bekannteste Oper sieht und was der Science-Fiction-Horrorfilm "Alien" von Ridley Scott aus dem Jahr 1979 mit den emanzipatorischen Ansätzen der Zauberflöte zu tun hat.

    Nikolaus ist nicht nur ein brillanter Künstler, sondern auch ein glühender Kämpfer für Menschenrechte. Gleichberechtigung? Zu langsam! Er stellt große Forderungen an die Politik, denn für Diskriminierung egal welcher Art hat er keinerlei Verständnis: "Alle Menschen scheißen braun und das macht uns alle gleich".

    Ein respektvoller Umgang ist ihm auch mit seinen Künstler*innen bei der Erarbeitung neuer Stücke besonders wichtig, denn "Probenzeit ist Lebenszeit". Und die soll für alle so angenehm wie möglich sein.


    Foto: (c) Sebastian Fröhlich

    42 min
  • Mathias Hanin: Intermedialer Künstler

    "Den Sinn kann ich alleine finden. Sinnlichkeit beinhaltet etwas Gemeinsames." Der ausgebildete Schauspieler ist heute als bildender Künstler und Performance Artist aktiv. Er versteht sich als intermedialer Künstler, der sich nicht auf ein einziges Medium beschränken möchte und in seiner künstlerischen Arbeit auf verschiedene Materialien setzt. Sein Anspruch? "Wenn ich Kunst sehe und in meinem Kopf eine weitere Türe geöffnet wird, die davor verschlossen war, dann hat der Künstler/die Künstlerin alles richtig gemacht." Wir sprechen über seine Begegnungen mit Schauspiellegende Elfriede Ott. "Mathias, aus dir wird was" hat sie ihm als Widmung in ihr Weihnachtsbuch geschrieben und sie sollte recht behalten. Seine Pläne für die Zukunft? Weiterhin erfolgreich scheitern! "Wenn du nur Ideen im Kopf hast und sie nicht umsetzt, wirst du die Erfahrung des Prozesses nicht machen. Aus dem Scheitern gewinnt und lernt man so viel Neues, das einen stärker macht für die nächsten Aufgaben im Leben."


    Foto: (c) Mafalda Rakos

    33 min

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In Pur und Ungesüßt - Der Künstler*innen Talk treffe ich spannende Persönlichkeiten aus der österreichischen Kunst- und Kulturbranche und spreche mit ihnen über ihr künstlerisches Schaffen, Höhen und…

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