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Warum werden Männer und Frauen so anders betrachtet? Warum werden ihren Körpern und ihren Wesen andere Eigenschaften zugeschrieben?
In ihren fotografischen Arbeiten beschäftigt sich Julia Fuchs mit Genderfragen, Nacktheit und Scham. In ihren Fotografien bricht sie ganz bewusst mit unseren Sehgewohnheiten und mit tradierten Rollenbildern und stellt dabei in Frage, ob das binäre System aus "männlich" und "weiblich" überhaupt noch zeitgemäß ist.
Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie, absolvierte sie ihre Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste und machte etliche Ausstellungen, u.a. Kunsthalle Exnergasse, MUMOK, Ateliertheater, Kunsthistorisches Museum Wien, Künstlerhaus Bregenz und Queer Art Spaces im Wiener WUK.
Julia ist seit vielen Jahren Mitglied des queer-feministischen NESTERVAL-Ensembles und hat sich zudem in der Wiener Drag- und Performance Szene einen Namen als "Frieda Boobs" gemacht.
photo credit (c) Julia Fuchs
"Dance roles do not equal gender roles". Für Sophie Augustin geht es beim Singen, wie auch beim Tanzen darum, Beziehungen aufzubauen. Ihr Tanz Event "Blues at Heart" ist von Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Alle tanzen mit allen - unabhängig von Gender, Herkunft oder sexueller Orientierung. Ein radikaler Ansatz mit subversivem Potential? "Ja, aber in meiner Vision ist das irgendwann ganz normal!"
Nach einer klassischen Gesangsausbildung hat die studierte Soziologin ihre Liebe zum Blues gefunden. "Singen ist etwas total Befreiendes, es kommt von innen". Bei ihren Konzerten spricht sie über Body Positivity, den Kampf um Gleichberechtigung und die Liebe zu sich selbst. Unterhaltung mit Haltung.
The Cooltrains:
Vocals – Sophie Augustin
Trumpet - Peter Dobiasch
Drums – Thomas Haberl
Guitar – Christoph Holzhauser
Saxophone - Noël Križnik
Harps – Helmut Neuber
Piano – Magdalena Plattner
Bass – Gerhard Wisshaupt
Instagram: @thecooltrains
Facebook: The Cooltrains
Blues-Tanz Abend „BLUES AT HEART“
Jede zweite Woche am Dienstag im Spitzer beim Odeon Theater
19-20 Uhr beginner-friendly Taster Class
20-23:30 Uhr Tanzen
Solidaritätsbeitrag 5 Euro
photo credit (c) Maximilian Fuchs
Dixi Glow und Karl Klit vom Wiener Drag Kollektiv Bro Homo sind politische Aktivist:innen ohne Scheu vor Konflikten. »Meine Figur Karl Klit hat sich ursprünglich aus purem Männerhass heraus entwickelt”, erzählt Karl im Gespräch.
Missstände, auch in der eigenen Community, werden schonungslos angeprangert. Zum ersten Mal sorgte das Kollektiv bei der Besetzung der Hauptuni Wien im Dezember 2022 für großes Aufsehen. Seitdem ist Bro Homo aus der Wiener Drag Szene nicht mehr wegzudenken.
Neben klassischen Drag Shows, liegen die Schwerpunkte auf Bildungsarbeit, Awareness und Repräsentation von Gender-Identitäten abseits von Cis-Männlichkeit.
Insta: @brohomo.drag, @dixi.glow, @karl.klit
Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin und Drehbuchautorin Anja Salomonowitz präsentiert mit ihrem neuesten Film "Mit einem Tiger schlafen" erneut ein Meisterwerk. Das Biopic über die berühmte österreichische Malerin Maria Lassnig begeistert durch technische Raffinesse und ganz viel Gefühl. In der Hauptrolle: Birgit Minichmayr. Kinostart in Wien ist am 12. April 2024.
Alles für die Kunst? Knochenbrüche und Schimpftiraden - das war in Jerômes Karriere als Musicaldarsteller Normalität. Inzwischen beobachtet er einen Wandel in der Unterhaltungsbranche und Regisseur:innen nehmen zunehmend Rücksicht auf die psychische und körperliche Unversehrtheit ihrer Darsteller:innen.
Jerômes unkonventionelle Choreografie der legendären Rocky Horror Show hat das Publikum begeistert. Zuletzt choreografierte er in Deutschland die Arena-Tour der Verdi-Oper "Aida" und die Nesterval-Produktion "Das Festbankett" im Wien Museum. Als nächstes geht's für ihn ins Salzkammergut: Im Rahmen der Kulturhauptstadt Bad Ischl/Salzkammergut 2024 feiert diesen Frühling das Musical "Wolf" auf der neu errichteten Bühne am Wolfgangsee Premiere.
Mit dem ersten queer-feministischem Neujahrskonzert hat der Schmusechor Anfang des Jahres für viel Aufsehen gesorgt. Die Schmusis begeistern ihr Publikum mit opulenten Kostümen, energiegeladenen Performances und stimmlicher Perfektion. Ihre Shows sind innerhalb weniger Minuten ausverkauft.
Neben musikalischer Brillanz, glänzt der 50-Personen-Chor auch als starke und unmissverständliche Stimme für Diversität, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Themen, die in der gesamten Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein sollten.
„Es braucht nicht immer ein radikales Neudenken oder das Verwerfen von Altem“, findet Schmusechor-Mitglied Lavinia Lanner. Aber Missstände und Ungerechtigkeiten müsse man immer ansprechen, auch wenn man damit aneckt.
Flowers -
Land Of All –
Sonatina BWV 106 – interpretiert von Martha und György Kurtág
CVNT –
Photo credit
„Die ganze Menschheit befindet sich immer im Wandel. Das ist ja nichts Neues. Jetzt sind aber große Umbrüche, die wir erleben!“ Sie ist promovierte Philosophin, Theatermacherin und Kulturmanagerin. 2024 sind Bad Ischl und die Region Salzkammergut europäische Kulturhauptstadt. Elisabeth Schweeger verantwortet als Intendantin das künstlerische Programm.
An der Region schätzt sie den Eigensinn und die Widerstandfähigkeit, auch wenn das ihre Arbeit als Intendantin nicht einfach macht. Diskussion und konstruktiven Streit sieht sie als elementare Pfeiler unserer Demokratie. Und welche Rolle spielt die Kunst dabei? „Ohne Kunst können wir keine zivilen Gesellschaften bauen“
Elisabeth Schweeger blickt auf eine lange Karriere zurück, zuletzt war sie Chefdramaturgin am Bayerischen Staatsschauspiel und Künstlerische Leiterin der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Ob sie sich und ihr Tun in dieser Zeit jemals fundamental
„Könnt ihr bitte alle mal die Fresse halten?“ Stand-up Comedian Steffi Stanković sagt ungefiltert, was sie sich denkt. So etwas wie eine innere Stimme hat sie eigenen Angaben zufolge nicht. Und das, was sie sagt, gefällt nicht immer allen.
„Fakt ist, dass viel zu viele Leute nichts zu sagen haben oder das, was sie sagen kompletter Müll ist“. Steffi ist zu einer Gallionsfigur der alternativen Stand-up Comedy Szene avanciert und in der österreichischen Öffentlichkeit eine der lautesten Stimmen gegen Hass
Ob ihre Comedy politisch ist? „Ich kann gar nicht nicht politisch sein. Alles an mir ist politisch!“ Und ihren Kritiker:innen richtet sie aus: „Ich wäre viel ruhiger und würde viel weniger meine Meinung sagen, würde es andere Meinungen nicht geben…“
Sie war die Gesangslehrerin von Wincent Weiss und hat mit Lady Gaga im berühmt-berüchtigten Berghain in Berlin gefeiert: Julia Kautz. Nach ihrem Germanistikstudium in Wien, ist sie als Chefreporterin des legendären Jugendmagazins BRAVO um die halbe Welt gereist, um Bruno Mars, Katy Perry und Justin Bieber zu interviewen.
Inzwischen hat Julia die Seiten gewechselt und steht nun selbst auf der Bühne. Dieses Jahr erscheinen ihre neuesten Songs "Bengalos", "Utopia" und "Kaputt", in denen sie über Gefühlschaos, Selbstsabotage und ihren großen Weltschmerz singt.
Als Songwriterin schreibt sie Songs für Max Mutzke, Tina Naderer oder Ina Regen. 2015 landet ihr Song "Music is my life" der koreanischen Boyband "My Name" auf Platz 1 der japanischen Charts. 2018 wird Julia mit Platin ausgezeichnet.
In ihren Songwriting Sessions mit Musiker:innen wird viel geweint: "Als Musikerin öffnest du dein Herz und gibst alles von dir". Diesen Prozess empfindet sie als kathartisch und heilsam. Kein Wunder also, dass Julia bei einigen in der Musikszene auch als "Therapeutin Kautz" bekannt ist.
photo credit (c) Steffen Wagner
Lotte de Beer ist aktuell eine der gefragtesten Opernregisseurinnen unserer Zeit. 2015 wird sie bei den International Opera Awards in der Kategorie Newcomer ausgezeichnet. Seit einem Jahr ist Lotte de Beer nun Direktorin der Wiener Volksoper und stellt dort so ziemlich alles auf den Kopf.
Das Regietheater hält Einzug in die Wiener Volksoper. Schmalzgetränkte Operetteninszenierungen? Nein danke! Lotte de Beer durchbricht eine lange Tradition der Wiener Operetteninszenierung, in der sexistische Rollenbilder, patriarchale Machstrukturen und veraltete Moralvorstellungen unreflektiert übernommen und auf der Bühne gezeigt werden.
Nicht allen war das anfangs recht. „Wenn man Sachen neu machen will, dann kommt da eine Menge Widerstand – besonders in Wien!“ Doch der Erfolg gibt ihr recht: Die Auslastung ist hoch, die Abo-Verkäufe nehmen zu und der Anteil des jungen Publikums ist auf 25% gestiegen. Darauf ist sie besonders stolz, denn das sei keine Selbstverständlichkeit für ein Musiktheater.
Diesen Erfolgsweg möchte Lotte auch in den kommenden Spielzeiten weitergehen, denn für sie bedeutet Theater konstante Erneuerung und Veränderung: „Wenn wir stehen bleiben und es wie ein Museum behandeln, dann stirbt das Theater!
photo credit (c) Andreas Jakwerth
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