Quatschbrötchen - Express

Quatschbrötchen - Express

By podcastlabel.de / Gregor BörnerComedy
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Quatschbrötchen - Express episodes

  • QBE: Vogel der Woche - Der Ixixellvogel

    Der Ixixellvogel (Avininus megalissimus)

    Ähnlich wie das Vögelchen ist auch der Ixixellvogel ein furchterregender Brocken Tier, der sich vor, hinter, neben – oder über Dir – um Dich herum – materialisiert, ohne dass Du irgend etwas gehört oder gesehen hast. Plötzlich glotzt Du auf Vogelfüße mit Vogelschuppen und Vogelzehen mit Vogelzehenkrallen, und Dein Gehirn weigert sich, den plötzlichen Schatten in dem Du Dich befindest, als Nicht-Baumkrone einzuordnen.

    Unter einem Ixixellvogel wehen dich spontan Gedanken an, die die Menschheit vorangetragen haben, so wie die Erkenntnisse eines Isaac Newton – runterfallende Dinge, Schwerkraft, und so Zeug – und Du wünschst Dir, in diesem Schatten befindlich, auf Augenhöhe mit den matt glänzenden Vogelfußschuppen, mit geradezu religiöser Inbrunst, dass dieser Baum gerade keinen Apfel abwerfen muss, oder was auch immer Bäume so von sich geben.

    Einen Ixixellvogel hat noch kein Mensch von oben gesehn, seine Vogelfüße sind hingegen sehr penibel beschrieben, sie weisen ihn als Gackerviech aus. Über den Durchmesser seines Schattens gehen die Meinungen der Experten weit auseinander, da es sehr schwierig ist, in Extremsituationen nicht in Einheiten der Internationalen Anglergeste zu messen.

    3 min
  • QBE: Vogel der Woche - Der Granufink

    Der Granufink (Fringilla cucurbita)

    Heute kommen wir zu einem besonders putzigen Vertreter der heimischen Fauna. Viele zucken zusammen, wenn sie seinen Namen öffentlich hören, meist zucken sie unangenehm berührt zusammen. Aber da kann doch der kleine Vogel nichts für, den ich Ihnen jetzt vorstellen werde.

    Der Granufink lebt im Sommer davon, dass er sich im Garten den dicksten, schönsten Kürbis sucht und draufsetzt. Nebenbei frisst er einige Kürbissamen und zieht auch noch eine ansehnliche Kinderschar damit groß. Darin unterscheidet er sich kaum bis gar nicht von anderen Vögeln.

    Er begibt sich allerdings sehr gerne in die unmittelbare Nähe von Wasseramsel-Revieren und lässt dort, auf seinem Kürbis sitzend, seinen perlend-plätschernden Gesang hören, und das ist schon deutlich interessanter. Denn die Wasseramseln fallen zu Scharen auf ihn herein und versuchen, in ihm zu landen, sobald sie das Plätschern hören. Der Fink flattert bei ihrem pfeilgeraden Anflug, ähnlich einem Torero, in allerletzter Sekunde beiseite, und – Schmopp! – steckt die Cinclus cinclus auch schon mit dem Schnabel im Kürbis, rudert verdutzt ein Weilchen mit ihren Flügeln und Beinen in der Luft, bis ihr einfällt, dass sie den Schnabel auch wieder rausziehen könnte, weil das Kopfstehen einfach nur dämlich und unproduktiv aussieht. Auf diese Weise überlässt der Granufink die schwere Arbeit, eine erste Bresche in den Kürbis zu meißeln, einfach der Wasseramsel, die dafür den viel besser geeigneten Schnabel hat. Nachdem er circa hundertmal die unfreiwilligen Helfer zur Fremdarbeit gefoppt hat, ist das entstandene Loch groß genug, so dass er nun eigenschnäbelig an die Innenausstattung, beziehungsweise die Innenausräumung seines Nistkürbisses gehen und nebst dazu nötiger Gattin die Produktion der bereits erwähnten Finkenkinderschar in Angriff nehmen kann.

    Nun könnte alles so schön sein, gäbe es für den Granufinken nicht noch ein kleines aber hartnäckiges Problem zu lösen. Nämlich das Problem der unmittelbaren Nachbarschaft zu den Wasseramseln, die sich nach Dutzenden von Sturzflügen in einen herrlich frisch klingenden „Gebirgsbach“, der sich als orangegelbe, pappige Täuschung herausstellte, durchaus zu fragen begonnen haben, was eigentlich das kleine Ding war, das jedesmal unmittelbar vor ihrer Pleite beiseite huschte. Zu Recht sind die ganz schön stinkig, wenn sie dann erkennen, dass es ein dreister kleiner dicklicher Fink ist, der sich von ihnen eine Haustür hat meißeln lassen!

    Tja, und nun sieht es schlecht aus für den gefiederten Held unserer kleinen Geschichte. Jedes Mal, wenn er vor die Tür geht, muss er nämlich damit rechnen, dass die Wasseramseln nun beim Heransausen gezielt seinen Bürzel anpeilen, um es ihm heimzuzahlen!

    Frau Granufink und die Kinderschar bleiben dabei unbelästigt, nur der lästerliche Bauherr ist beharrlich aufs Korn genommen. Und so kommt es, dass im Herbst ein einsamer Granufink, dessen Familie längst gen Süden geflogen ist, mit schmerzendem Pürzel in einem ausgehöhlten Kürbis sitzt, in den zu seiner allerletzten Schmach bei Helloween auch noch von unverständigen Gartenbesitzern eine Kerze hineingestellt wird, die ihm sämtliche nicht von den Wasseramseln gerupfte Pracht versengt.

    Denken Sie beim nächsten Mal an diese Geschichte, wenn Sie in einem Garten direkt an einem Bachlauf Kürbisse sehen.

    [Diesen Vogel gibt es in der Apotheke]

    5 min
  • QBE: Vogel der Woche - Die Feinstaube

    Die Feinstaube (Columba mykroparticlissima)

    Der kleine Tierpräparator saugt das Wissen darum, dass Tauben stauben wie blöde, ja schon mit der Muttermilch ein. Das haben die Tauben übrigens mit einigen anderen Vogelarten wie den Papageien und Hühnern gemein, die es lieber mit der mittelalterlichen als der üblichen Körperreinigungsmethode halten: Sie wissen schon, nach dem Motto: „An meinen Body lass ich nur Puderdunen, aber auf gar keinen Fall Seife und Wasser“.

    Trotzdem haben die Tauben es von allen Vogelordnungen übertrieben, als sie die Feinstaube hervorbrachten. Puderdunenevolution auf die Spitze getrieben. So was kann sich wirklich nur die Ordnung der Columbiformes, der Taubenförmigen, ausdenken.

    So eine Feinstaube staubt nicht nur beim Putzen und beim Gegen-die-Fensterscheibe-Fliegen, sondern sie staubt auch beim Atmen, sie staubt beim Fliegen, und bei der Nahrungsaufnahme staubt sie.

    Beim Klecksen übrigens auch. Andere Tauben bröckeln dabei höchstens ein bisschen, aber die Feinstaube staubt, dass es um sie herum eine Wolke aus feinsten Partikeln bildet. Sie muss sich zum Stauben nicht mal bewegen, wenn sie lange genug an einer Stelle gesessen und zum Beispiel geschlafen hat, ist sie am nächsten Morgen wie eingeschneit, und schaufelt sich beim Erwachen enthusiastisch hustend – nein, sie schaufelt kein Loch, denn sobald sie hustet, verteilt sich der Feinstaubenstaub in einer Art Explosion sofort über mehrere hundert Kubikmeter Luft –, die Feinstaube hüstelt noch mal, kleckst und staubt, und fliegt dann mikropartikelnd auf eigener Schwinge davon, dem Mittagessen entgegen.

    Feinstauben gibt es in verschiedenen Farben, die Staub-Ausbeute der schwarzen Variante wird gerne mit Laserdrucker­-Toner verwechselt oder mit Dieselruß, und die graue Variante gemahnt an einen Staubsaugerbeutelinhalt. Die gelblich bis bräunlich gefärbte Staubvariante wird unglaublich gerne mit Pollenflug verwechselt, und nein, es ist doch alles Feinstaubenstaub. Und ja, irgendwo haben die, die das vermuten mit den Pollen und dem Dieselruß, auch irgendwo recht, denn: Schwarze Feinstauben versammeln sich zum Essenfassen in den Copyhöllen der Städte, graue Exemplare delektieren sich an Vorwerk und Vampyrette, und die naturverbundeneren Farbschläge picken Pollen.

    Interessant ist die Mauser der Feinstaube, denn sie erfolgt nicht. Oder sagen wir es anders herum: sie erfolgt ständig, alles was am Gefieder der Feinstaube zu Feinstaub zerschilfert, wird in einer Art Dauerwachstum der Federn wieder wett gemacht. Genauso wie der Nagezahn der Ratte dauernd nachwächst, so benimmt sich die Befiederung der Feinstaube. Vorne abnutzen und hinten anbauen.

    Früher, da waren Feinstauben Kuriosa in zoologischen Gruselkabinetten, denn selbst bei brutalster Vergifterei des Balges mit Arsen und hermetischer Versiegelung des Präparates in einem Glaskasten hörten ihre Gefieder auch nach dem Tode nicht auf zu zerfallen. Da nach dem Tode das Gefieder aber logischerweise nicht mehr nachwächst, passierten halt komische Sachen.

    Man schob das Kahlwerden natürlich immer auf Motten und auf Milben, wenn plötzlich so ein Nackedei, linksguckend auf Ast mit Bauchnaht, der Gattung Columba zur unappetitlichsten Zierde gereichte.

    Und just solche Sammlungsexponate, die sich die Ehre der Blöße gaben, wurden dann natürlich umgehend entfernt.

    Aus diesem Grunde wurde die Feinstaube auch erst in diesem Jahr von dem Umweltforscher Luftmessamt als eigene Art beschrieben. Luftmessamt war misstrauisch geworden, als er in den Partikelfiltern seiner Luftmess-Stationen immer Taubeneier vorfand, die sich da offenbar von alleine bildeten. Er nahm einige dieser Objekte mit nach Hause, brütete sie selbst aus und sah sich ziemlich unvermittelt der Quelle allen Feinstaubes gegenüber, den er zu sammeln gedachte. Luftmessamt wiederbelebte mit seinen Feinstaubenversuchen auch die mittelalterliche Theorie der sogenannten Urzeugung aus Schlamm und Dreck, und wagte sogar Mutmaßungen über domestizierte Feinstauben, die mittelalterlichen Fein-Perückenstauben. Aufgrund einer persönlichen Feinstaub-Allergie musste er seine bahnbrechenden Forschungen allerdings abbrechen; heute forscht Luftmessamt an Staubmäusen.

    7 min
  • QBE: Reutlingen kannst du nicht mögen

    Die Stadt Reutlingen ist in letzter Zeit durch eine eigenartige Werbekampagne aufgefallen. In der Stadt hängen überall Schmähplakate die sich über Reutlingen lustig machen. Beispielsweise Sprüche wie: „Wir müssen dir leider mitteilen, du bist in Reutlingen“. Untertitel bei den Plakaten „Reutlingen kannst du nicht mögen“.

    Wir haben uns mit der Pressesprecherin der Stadt Reutlingen vor Ort zum Interview verabredet.

    5 min
  • QBE: Post darf künftig Briefe langsamer zustellen

    Der Deutsche Bundestag stimmte Anfang Juni einer Postreform zu. Die wesentlichste Änderung ist, dass Briefe künftig langsamer befördert werden dürfen. Bisher galtet, dass 80% aller Briefe, bei Einwurf vor der auf dem Briefkasten angebenden Leerungszeit, am nächsten Werktag zugestellt werden. Künftig haben Briefe bis zu drei Werktage Zeit.

    5 min
  • QBE: Kommentar zur UEFA-Europameisterschaft

    Warum wird ein Event wie die Fußballeuropameisterschaft oder die Weltmeisterschaft so gehyped?

    Nun, ums kurz zu sagen: Wir wissens auch nicht! Beim Fußball ist es doch eigentlich immer das Selbe: 22 Männer verfolgen einen Ball -ne wadde ma. Die Torwarte rennen ja in der Regel nicht mit, also 20 Männer – und versuchen ihn in ihr jeweiliges Netz zu schießen und dürfen um es anspruchsvoll zu machen ihre Hände nicht dazu benutzen. Möglicherweise kommt daher der Name „Fußball“, aber das ist Spekulation.

    Weil das Konzept immer das Gleiche ist: 90 Minuten langes dem-Ball-hinterherjagen, können wir nicht verstehen warum eine Europameisterschaft wichtiger ist als ein Spiel der Mannschaft des örtlichen Fußballvereins von Reutlingen-Orschel.

    Allein dieser Kommerz: In der Kreisliga gibt es den einen lokalen Sponsor – den Metzger von nebenan oder die örtliche Autowerkstatt. Bei der EM hingegen kleben die Logos von internationalen Konzernen auf jeder freien Fläche. Vom Spielball über die Bandenwerbung bis hin zur Unterwäsche der Spieler.

    Zum Beispiel der Bierpreis in Reutlingen-Orschel: 1 € pro 0,5 Liter Flasche und wenn man sich mit dem Getränkeverkäufer gut versteht, umsonst. Bierpreis bei der EM 7€ für 0,3 Liter. Ich meine, mal hochgerechnet auf den Literpreis, dann ist ja sogar die Maß auf dem Oktoberfest in München günstiger und das will was heißen!

    Und dann diese Profifußballer. Klar, sie sind athletisch, talentiert und verdienen Millionen. Doch wenn man genau hinschaut, sind sie doch auch nur wie die Kreisliga-Kicker. Statt in staubigen Trikots laufen sie in glitzernden Outfits von den besten Designern herum, die aussehen, als kämen sie direkt aus einer Modezeitschrift. Ihre Tricks und Taktiken? Gut, in der Kreisliga gibt es vielleicht mehr Stolperer und Eigentore, aber am Ende des Tages dreht sich alles um das runde Leder, das mehr oder weniger elegant ins Netz befördert werden soll. Die einzige wirkliche Differenz ist, dass die Kreisliga-Kicker nach dem Spiel in die nächste Dorfkneipe gehen, während die EM-Stars in ihre Millionen-Villen zurückkehren.

    Und gehen dann auch noch mit ca. 38 Jahren mit nem Haufen Kohle in Rente. Das kann sich Normalbürger ja nicht mal vorstellen.

    Außerdem würde ich vor Langeweile doch kaputt gehen mit dem Wissen, dass ich jetzt ungefähr 50 Jahre Rente vor mir hab. So viel Kreuzworträtsel gibts nicht auf dieser Welt um die Zeit rumzubringen…

    Dann das Publikum: Ob in der Kreisliga oder bei der EM, die Fans sind die gleichen. Der Unterschied? Bei der Kreisliga steht man am Rand eines matschigen Feldes und brüllt in ein Megafon, bei der EM sitzt man im teuren Stadion und wird von blinkenden Werbetafeln geblendet, die einem suggerieren, dass man ohne das neueste Smartphone oder die tollste Versicherungspolice nicht überleben kann. In der Kreisliga bringt man seinen eigenen Klappstuhl mit, bei der EM wird man von überteuerten Plastikstühlen empfangen und wird zur Belohnung bei einem Regenguss vom nicht ganz dichten Stadiondach noch völlig durchnässt wie letztens im Stadion von Dortmund.

    Zusammenfassend können wir nun also sagen: Alles ist markenrechtlich geschützt und wird vermarktet. Man hat fast das Gefühl, dass es weniger um den Sport und mehr um das große Geld geht. Spart euch den Kram! Der Sport bleibt der Selbe unterstützt euren örtlichen Verein und schmeißt euer Geld nicht der UEFA in den Rachen!

    5 min
  • QBE: Verschwörungstheorie des Monats: neue Weltordnung

    Herzlich willkommen zu einer weiteren Episode unseres urkomischen Ausflugs in die Welt der Verschwörungstheorien! Heute nehmen wir uns einer besonders schillernden Theorie an: die „Neue Weltordnung“ oder auch bekannt als NWO. Halten Sie Ihre Zylinderhüte bereit und schnallen Sie sich an, denn es wird wild!

    Die Theorie der Neuen Weltordnung besagt, dass eine geheime, supermächtige Elite hinter den Kulissen die Fäden zieht und darauf hinarbeitet, eine totalitäre Weltregierung zu etablieren. Diese Elite besteht aus einer illustren Gruppe von mächtigen Menschen, darunter Politiker, Industrielle, und natürlich die unvermeidlichen mysteriösen Gestalten, die in dunklen Ecken tuscheln. Kurz gesagt, sie sind die Marionettenspieler, und wir sind ihre kleinen Puppen.

    Laut den Verschwörungstheoretikern läuft diese gigantische Schachpartie schon seit Jahrhunderten. Sie behaupten, dass die Neue Weltordnung alles kontrolliert: von den Wirtschaftskrisen über das Wetter bis hin zu Ihrem Lieblingsessen. Haben Sie sich jemals gefragt, warum es ausgerechnet donnerstags keine Schokolade im Supermarkt gibt? Natürlich, weil die NWO beschlossen hat, dass Schokolade nur freitags ihre volle Wirkung entfaltet!

    Aber lassen Sie uns mal einen Schritt zurücktreten und das Ganze genauer betrachten. Wenn diese geheime Elite so unglaublich mächtig ist, wie die Verschwörungstheoretiker behaupten, warum haben sie sich dann nicht auf etwas Einfacheres konzentriert, wie zum Beispiel die weltweite Verbreitung von Einheitsgröße-Socken oder eine universelle Verpflichtung zum Tragen von Partyhüten?

    Stellen Sie sich das mal vor: Die mächtigsten Leute der Welt, die sich heimlich in einem unterirdischen Bunker treffen, um zu entscheiden, ob die Farbe des Jahres 2025 Pink oder doch eher Neon-Grün sein soll. „Herr Präsident, wir müssen dringend über die neue Farbe der Einweghandtücher diskutieren!“

    Und was ist mit den berühmten Symbolen der NWO, wie das Auge in der Pyramide auf dem Ein-Dollar-Schein? Glauben die Theoretiker wirklich, dass die mächtigste Geheimgesellschaft der Welt ihre Existenz durch Kunstwerke auf Währungen verraten würde? Das wäre so, als ob Superman seine wahre Identität auf seiner Unterwäsche sticken würde. „Keine Sorge, Lois, niemand wird es bemerken!“

    Natürlich darf in keiner guten Verschwörungstheorie die Kontrolle des Wetters fehlen. Ja, die NWO soll auch das Wetter manipulieren, um ihre finsteren Pläne durchzusetzen. An einem sonnigen Tag? Klar, weil die Elite beschlossen hat, dass heute alle einen guten Tag haben sollen. Hagelsturm im Sommer? Offensichtlich ein geheimer Plan, um die Eissalons zu ruinieren!

    Und wie kommunizieren diese Machthaber eigentlich? Nutzen sie geheime Botschaften in den Horoskopen? „Wenn der Saturn im dritten Haus steht, ziehen Sie in Erwägung, die Weltwirtschaft zu destabilisieren.“

    Während wir uns köstlich über diese abenteuerlichen Theorien amüsieren, sollten wir nicht vergessen, dass es in der echten Welt tatsächlich große Herausforderungen und Probleme gibt, die es zu lösen gilt. Aber keine Sorge, die Lösung liegt sicherlich nicht in einer geheimen Elite, die in einem Bunker aus Gold und Einhornstaub sitzt und darüber diskutiert, ob die nächste globale Krise ein Mangel an Avocados oder Einhornhaargel sein wird.

    Also, wenn Sie das nächste Mal jemanden treffen, der an die Neue Weltordnung glaubt, laden Sie ihn doch zu einem gemütlichen Brettspielabend ein. Vielleicht können Sie gemeinsam das Spiel „Monopoly“ spielen und herausfinden, wie schwer es wirklich ist, die Welt zu beherrschen – ganz ohne geheime Elite.

    5 min
  • QBE: Vogel der Woche - Die Aroma

    Die Aroma (Aroma sputinisa Nestlé)

    Meine erste Begegnung mit der Aroma war eine unschöne. Dieses Tier taucht beispielsweise auf Vegetarisch-Foods auf, welche Dich kackfrech anduzen und behaupten, „aus Zutaten“ zu sein „die du kennst“. Dort steht sie dann ganz klein in den Zutatenlisten: „Aroma“.

    Ich habe daraufhin mal bei der Marke „Garden Gourmet“ nachgefragt, was „Aroma“ denn für eine Zutat sei, ich würde die nicht kennen, und wurde in der Antwort kackfrech angekumpelt und vollgeschwurbelt, das sei „damit unsere Produkte noch besser schmecken.

    Aus Zutaten die Du kennst.“ Das war die inhaltliche Bekanntmachung meiner Konsumenten-Person mit der Zutat Aroma. Danke, Nestlé Kundenservice. Was haben wir gelacht.

    Denn damit war ich natürlich genau so schlau wie vorher mit dem dürren Wort in der Zutatenliste. Ich kannte die Zutat „Aroma“ danach auch nicht so viel besser, dass ich ab sofort hätte behaupten können, Aroma sei eine „Zutat die du kennst“1). Also habe ich im Internet recherchiert und bin schon bald darauf gestoßen, dass das ein Vogel sein soll.

    Die Aroma gehört zu den Salanganen. Salanganen, ja genau, das sind die, die ihr bestimmt schon mal im Fernsehen gesehen habt. Mit unserem heimischen Mauersegler verwandt, aber nicht berühmt für das „sriih sriih“ Geschrei, welches der Mauersegler beim mauersegeln veranstaltet, sondern für was anderes. Was ihr bestimmt auch schon mal im Fernsehen gesehen habt.

    Die Salanganen machen zur Brutzeit aus Eigenspucke Nestlés und kleben sie an Höhlenwände dran, solange bis menschliche Sammler kommen und die Rotzbalkone abkloppen, um sie zu Suppe zu verarbeiten. Klingt eklig? Isses auch.

    Bisher waren die Nester, euphemistisch Schwalbennester genannt, eine fernöstliche Spezialität.

    Aber mittlerweile sind sie auch in Europa angekommen. Und zwar in Form der Aroma. Dieser Vogel siedelt mittlerweile flächendeckend im Kanton Waadt in der Schweiz und tut dort fast das selbe wie die asiatischen Salanganen: Nestlés aus Chrotz bauen. Wo die Salangane sich aber ausschließlich auf das Produkt ihrer eigenen Speicheldrüse verlässt, da fährt die Aroma eine etwas andere Strategie. Sie schrubbelt mit einer stark verhornten Reibezunge an Lastwagenreifen, vorzugsweise welchen, die schon viele tausend Kilometer unterwegs waren und dabei regelmäßig landwirtschaftliche Betriebe wie z.B. Hühnerfabriken und Schlachthöfe anfuhren, Partikel ab, welche ihr Produkt, das Nestlé, einfach noch besser schmecken lassen.

    So, JETZT kann ich endlich beruhigt behaupten, die Zutat Aroma zu „kennen“. Guata Morga!

    4 min

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Das Quatschbrötchen bietet eine bunte Mischung aus Comedy, Satire, Spaß, Quatsch und Witz! Hier wird über aktuelle, politische und gesellschaftliche Themen humorvoll zugespitzt berichtet.  Moderiert wird die Sendung von Gregor Börner, Matthias Kreuzberger und Désirée Börner. Wer das Quatschbrötchen hört geht zum lachen nicht in den Keller.