Radio Lora München

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Radio Lora München episodes

  • Boris Akunin: „Ich möchte nicht in einer Welt leben, die Putin erfunden hat“

    Warum kehrt Russland nach Phasen der Öffnung immer wieder zu einem autoritären Staat zurück? Welche Zukunft hat das Land nach Putin? Und können Russland und Europa eines Tages wieder Partner werden?
    Darüber spricht der Schriftsteller Boris Akunin im Interview für die Sendereihe „Zwischen Russland und Deutschland – mit Marina Dorn“ auf Radio LORA München.

    Im Mittelpunkt stehen:

    • die Geschichte und politische Struktur Russlands,
    • der Krieg gegen die Ukraine,
    • Wladimir Putin,
    • die Krise der westlichen Demokratien und die Zukunft Europas,
    • aber auch Exil, Freiheit und Literatur.
    • Akunin erklärt, warum er in der russischen Geschichte ein wiederkehrendes Muster zwischen Öffnung und autoritärer Zentralisierung sieht und weshalb er eine grundlegende Dezentralisierung des Landes für notwendig hält.

      Im Juli 2026 erschien Akunins jüngstes Buch „Generation M“ – eine persönliche „Chronik vergangener Jahre“ über seine Generation und die Epoche, die sie geprägt hat.

      Beitrag zum Nachhören auf Deutsch:

      Interview mit Boris Akunin in Deutsch, 53:14 min

      Beitrag zum Nachhören auf Russisch:

      Interview mit Boris Akunin in Russisch, 42:40 min
      0 min
    • Radio LORA goes Corso Leopold

      Am kommenden Wochenende (12./13. September) findet der CORSO LEOPOLD statt. Radio LORA wird mit einem Infostand vertreten sein, um das Projekt LORA und vor allem die Musik-Redaktionen zu präsentieren. Der Stand wird sich in Höhe der Leopoldstraße 41–45 befinden.

      Veranstaltungszeiten:
      Samstag, 12. September:
      16:00 bis 23:00 Uhr
      Sonntag, 13. September:
      11.00 Uhr bis 21:00 Uhr

      Kommt vorbei!

      Hier findet Ihr uns.

      0 min
    • Externe Effekte
      Und? Wer zahlt’s?

      Eine Sendereihe von und mit Postwachstumsökonom Prof. Dr. Dr. Helge Peukert und Buchautor Ulrich Seibert
      Sendung am Mittwoch, 16.09.2026 um 21:00 Uhr.

      Wiederholungen: Do., 17.09., 06:00 Uhr und 15:00 Uhr (DAB+ und Livestream), Sa., 19.09., 20:00 Uhr und So., 20.09. um 11:00 Uhr (beide nur im Livestream)

      „Externe Effekte“ – das hört sich nach abstrakter Theorie an … und das ist es auch. Aber es ist wirtschaftswissenschaftliche Theorie mit Explosivkraft, Theorie, die man in der Praxis argumentativ insbesondere gegen Protagonisten des Kapitalismus selbst einsetzen kann. Worum geht es dabei?

      Von „externen Effekten“ spricht man dann, wenn jemand Schäden für die Allgemeinheit verursacht, um ein privates Ziel zu erreichen. Dieser „Jemand“ „externalisiert“ Kosten, die er nach dem Verursacherprinzip eigentlich tragen müsste, auf die Allgemeinheit, er lagert sie quasi aus – und kann so seine eigenen Profite meist massiv erhöhen … oder „im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben“, wie die Verursacher das so gerne framen. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Fabrik, die Schadstoffe ausstößt und mit diesen Mensch und Natur schädigt. Die gesundheitlichen „Kosten“ oder die Kosten der Beseitigung / Reparatur dieser Schädigung trägt jedoch die Allgemeinheit. Eben diese Fabrik bewirkt aber umgekehrt auch positive externe Effekte, indem sie Arbeitsplätze anbietet, die regional für Einkommen sorgen.

      Auch wenn der Begriff der externen Effekte erst von Arthur Cecil Pigou geprägt wurde, so wurde ihre Existenz bereits vom ersten Volkswirtschaftler überhaupt, Adam Smith (vergleiche dazu die Sendung vom 17.6.2026) erkannt und analysiert, aber auch beispielsweise von Karl Marx, der – ohne den Begriff, der, wie gesagt, erst hundert Jahre später geprägt wurde, zu verwenden – zu dem Ergebnis kam, dass externe Effekte dem Kapitalismus systemimmanent wären und dass dadurch überhaupt erst die hohen Profite ermöglicht werden würden.

      Interessant in diesem Zusammenhang sind die Fragen:

      • Sind externe Effekte ein Ausdruck von Marktversagen oder von Abwesenheit von Markt?
      • Wie kann man die nachteiligen Auswirkungen externer Effekte in den Markt einbringen und so dem Verursacherprinzip wieder Geltung verschaffen, ohne das Marktprinzip zu verletzen?
      • Die Antwort, die Pigou darauf gefunden hat, lautet: Die Pigou-Steuer. Das ist im Prinzip eine Steuer, die externe Effekte „internalisieren“ soll, indem die Kosten der Schädigung den Verursachern auferlegt werden. Beispielsweise umweltschädliches Verhalten würde damit die Produkte, die damit erzeugt werden, massiv verteuern, denn der Produzent muss diese Steuer nun in seine Preiskalkulation mit einbeziehen, wenn er keine Verluste machen möchte. Wenn diese Produkte dann neben billigeren, weil umweltschonend hergestellten und von der Pigou-Steuer nicht betroffenen Konkurrenzprodukten bestehen müssen, werden sie es schwer haben auf dem Markt. Oder umgekehrt würde damit ein Wettbewerbsvorteil, den ein Umweltschädiger im Gegensatz zu einem umweltbewusst arbeitenden Produzenten hätte, aufgehoben werden, mit der Konsequenz, dass das umweltfreundliche Produkt nunmehr konkurrenzfähig wäre. Klassische Beispiele für eine Pigou-Steuer sind (oder – genauer gesagt – könnten sein) Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Zuckersteuer etc.

        Ein schönes Beispiel dafür ist die Atomkraft, die von ihren Protagonisten künstlich billig gerechnet wurde, indem die externen Effekte (z.B. die immensen Kosten der Zwischen- und der – noch ungelösten – Endlagerung; oder auch die quasi unkalkulierbaren Kosten, die bei einem GAU anfallen) schlichtweg ganz bewusst außen vor gelassen wurden. Hier der Link zu einer Studie (aktualisierte Fassungzu den Kosten von Strom, der insofern nicht mehr ganz aktuell ist, als die Atomstromversorger mittlerweile (2017) 24,1 Mill. € in den staatlichen KENFO-Fonds einbezahlt haben, aus dem die „externen Effekte“ bezahlt werden sollen. Näheres dazu in der Sendung.

        Insbesondere der Postwachstumsökonom Prof. Dr. Dr. Helge Peukert, der diese Sendung mit betreut, geht in der Diskussion sogar noch einen Schritt weiter: Mit dem aus der gutbürgerlichen Ökonomie stammenden Konzept der „externen Effekte“ lässt sich mittlerweile sogar der immer weiter vorwärts stürmende Kapitalismus insgesamt infrage stellen, weil die Grundvoraussetzung dieses Systems ein ständiges Wachstum ist, mit systemimmanent kaum in den Griff zu bekommenden Umweltbelastungen und Ressourcenverzehr. Angesichts der fortschreitenden Zerstörung der lebensbedingenden Biosphäre bewegen sich die „externen“ Kosten des weltweiten Real-Kapitalismus in Richtung „unendlich“. Eine Internalisierung würde dann eine radikale Systemtransformation erfordern. Das ist der tabuisierte Hauptwiderspruch der Gegenwart.

        Podcast-Version (ohne Musik) der Sendung „Externe Effekte“ vom 16.9.2026; Laufzeit: 52 min.
        53 min
      • 12 Tage in Sachsen-Anhalt unterwegs – kurz vor der Landtagswahl

        Stimmung und Stimmen von einer AfD-Kundgebung in Magdeburg,
        Gespräche mit Jacqueline Bösicke, Mitbegründerin des Frauenzentrums Courage in Magdeburg-Buckau
        mit Jules Romeo über die Gefahren des Queerseins im öffentlichen Raum
        mit Angelika und Anne über ihre Wahrnehmungen im Wahlkampf
        Stimmen und Stimmung vom CSD in Magdeburg und eine kurze Zusammenfassung der taz-Podiumsgesprächs mit Vertretern der Zivilgesellschaft im Moritzhof Magdeburg „Wetten dass, —- die Demokratie gewinnt“

        ein Beitrag von Beate Stoelzel

        1 hr 1 min
      • Zu Besuch bei den Eine Welt-Tagen in Augsburg – „Von München soll kein Schaden ausgehen“ Teil 6/2026

        Für die sechste Sendung „Von München soll kein Schaden ausgehen – Fairer Handel – Solidarisches Wirtschaften und Entwicklungszusammenarbeit.“ waren wir auf den Eine Welt-Tagen in Augsburg unterwegs und haben folgende Themen vorbereitet:

        Was kommt nach den 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030? Antwort darauf gibt es von Gabriele Köhler von den Women Engage for a Common Future (WECF).

        Mit Rainer Putz vom Regenwaldinstitut und dem Regenwaldladen sprechen wir über die nachhaltige Nutzung von Nicht-Holzwaldprodukten im Amazonas-Gebiet

        Was die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes macht, erläutert Uwe Herrmann

        Mit drei Vertreter*innen des Arbeitskreis Südindien e.V. haben wir über die Unterstützung der Frauenkooperative Premalaya Handicrafts Trust gesprochen.

        Kooperation statt Konkurrenz: Dafür steht das alternative Wirtschaftsmodell Gemeinwohl-Ökonomie. Mehr dazu von Franz Kies.

        und Gabi Ludwig von der Firma Handtrade stellt das Frauenkollektiv Global Mamas vor.

        57 min
      • „Wehrdienst – Ja oder Nein?“ und bayerisches Bundeswehrgesetz

        Im vierten Beitrag der Reihe „Gegen Krieg, Militarisierung und Aufrüstung“ haben wir zwei Themen vorbereitet:

        Wir wollen von dem 18jährigen Schüler Leo wissen, warum er keinen Wehrdienst leisten will, wie er die aktuellen politischen Entwicklungen sieht und wie seine Erfahrungen mit den Schulstreiks waren.

        Mit Maria Feckl von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinte Kriegsdienstgegner*innen in Bayern sprechen wir über die teilweise erfolgreiche Klage gegen das bayerische Bundeswehrgesetz.


        24 min
      • Münchner Beirat für Bürgerschaftliches Engagement

        In dieser Sendung hören Sie ein Interview mit Norbert Huber
        von der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement in München.

        Der Beirat für Bürgerschaftliches Engagement ist eine Besonderheit in München. Seine Entstehung geht auf die große Welle spontaner Hilfsbereitschaft zurück, die sich bei der Bewältigung der Fluchtbewegung im Spätsommer 2015 gezeigt hat. München stand damals bundesweit besonders im Fokus: Als erste größere Anlaufstelle auf deutschem Boden kamen viele Flüchtlinge – insbesondere über die Balkanroute – mit dem Zug aus Wien nach München. Hier wurden sie zunächst versorgt und anschließend auf andere Orte in Deutschland verteilt.

        Im Gespräch vergleichen wir die Reaktionen der Münchner Bevölkerung auf die Fluchtbewegungen von 2015 und 2022:

        • 2015 kamen viele Menschen aus Syrien nach Deutschland. München war dabei ein wichtiger Anlaufpunkt und Knotenpunkt der Weiterreise.
        • 2022 prägte die Fluchtbewegung aus der Ukraine die Situation. Eine wichtige Rolle spielte dabei Warschau als einem der wichtigsten Migrationsknoten.
        • Ein besonderer Fokus liegt auf der Spontanhilfe der Bevölkerung: Wie haben sich Engagement, Hilfsbereitschaft und die Formen der Unterstützung in den beiden Situationen entwickelt?

          Das Interview mit Norbert Huber ist in vier Teile gegliedert.

          1. Teil – Vorstellung Beirat

          Interview mit Norbert Huber – Vorstellung Beirat, 08:41 min

          2. Teil – Rückblick 2015

          Interview mit Norbert Huber – Rückblick 2015, 10:44 min

          3. Teil – Rückblick 2022

          4. Teil – wie geht es weiter?

          Interview mit Norbert Huber – wie geht es weiter, 06:29 min

          0 min
        • Westend-Perspektiven: Weniger Autos, mehr Grün – macht das Westend mit?

          Westend, wohin mit Dir? – so lautete der Titel einer Podiumsdiskussion, die LORA München vor zwei Jahren veranstaltete. Was ist passiert seitdem? Ja, wohin geht es konkret mit dem Westend?

          In unserer Reihe „Westend-Perspektiven“ haben wir seit April dieses Jahres in sieben Beiträgen versucht herauszufinden, wie es Kindern und Jugendlichen im Viertel geht, dabei auf das Thema Bildung geschaut, dem migrantischen Leben nachgespürt, die Situation der Seniorinnen und Senioren, speziell was die Hitze anbelangt, in den Blick genommen und das Projekt Nachbarschaftsviertel beleuchtet.

          Ein Thema hat uns am meisten beschäftigt: die Mobilität. Wie soll künftig – wie es im Bürokratendeutsch heißt – mit dem motorisierten Individualverkehr umgegangen werden? Dazu haben wir Fachleute und Interessenvertreter aus Politik, Verwaltung und Verbänden befragt.

          Heute – in der achten und letzten Folge der „Westend-Perspektiven“ 2026 – sind wir im besten Sinne Bürgerinnen- und Bürger-Radio: Wir fragen die Menschen, die hier wohnen, ob und inwieweit sie den Weg zu einem autoreduzierten und deutlich grüneren Quartier mitgehen würden.

          Unsere Straßenumfrage beginnen wir am Georg-Freundorfer-Platz.

          Westend-Perspektiven. Folge 8: Mobilität – Länge: 9:52 Min.

          Unsere Umfrage im Westend mit der Frage: „Soll der Autoverkehr aus dem Viertel verdrängt und die verbleibenden Fahrzeuge in Tiefgaragen untergebracht werden?“ ist natürlich nicht repräsentativ. Sie vermittelt aber durchaus ein Stimmungsbild: Rund zwei Drittel der Befragten wünschen sich weniger Autos im Viertel eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs.

          Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit an Vorschlägen, ob und wie dieses Ziel umgesetzt werden kann. Der Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe hat sich bereits mehrheitlich für weniger Autos im Viertel ausgesprochen. Jetzt wartet man auf die Entscheidung des Stadtrats – und vor allem auf eine zügige Umsetzung.

          Damit endet unsere achte und letzte Folge der Reihe „Westend-Perspektiven“ 2026. Alle bisherigen Beiträge können Sie auf der Website von LORA München nachhören. Und im September folgt dann noch eine Zusammenfassung der gesamten Reihe.

          Alle weiteren Folgen der Westend-Perspektiven 2026 finden Sie hier:

          Folge 1: Wo Kinder und Jugendliche ihren Platz finden
          Folge 2: Was macht eigentlich ein Bildungslokal?
          Folge 3: Ist Migration überhaupt noch ein Thema?
          Folge 4: Wie das Griechische Haus Menschen zusammenbringt
          Folge 5: Wie seniorenfreundlich ist das Viertel?
          Folge 6: Auf dem Weg zum Nachbarschaftsviertel
          Folge 7: Wie verändert ein Nachbarschaftsviertel die Mobilität?

          10 min
        • Hiroshima-Gedenktag und Atomkriegsgefahr

          In unserer Reihe „Gegen Krieg, Militarisierung und Aufrüstung“ geht es heute um den Hiroshima-Gedenktag am 6. August 2026 in München, um den menschenverachtenden Irrsinn von Atomwaffen und wir schauen auf aktuelle bedrohliche Entwicklungen.

          0 min
        • DGB Demo „Sozialstaat retten“ am 26. September in Nürnberg

          Stabil bleiben – Sozial gestalten
          „Wie wir den Sozialstaat retten“

          So lautet das Motto von ver.di zu den geplanten Demonstrationen am 26. September, die in 15 Großstädten stattfinden sollen.
          Seit Monaten hören wir nahezu täglich dieselbe Geschichte:
          Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, der konservative Wirtschaftsflügel der CDU und Bundeskanzler Friedrich Merz behaupten in Interviews, Reden und Schlagzeilen, der Sozialstaat sei zu groß, zu teuer und eine Belastung für wirtschaftliches Wachstum. Gezimmert wurde ein riesiges Maßnahmenpaket, das sich gegen die Beschäftigten, Rentner, Studierende und die Ärmsten der Armen richtet.

          „Jetzt reicht’s!“ – hört man immer häufiger.

          Wir sprachen mit dem Pressesprecher von ver.di Bayern, Nils Schmidtbauer, über die geplante Kundgebung in Nürnberg und wollten wissen, worum es eigentlich genau bei der Kampagne zum Erhalt des Sozialstaats geht.

          Wer nach Nürnberg zur großen Protestkundgebung mitfahren möchte, kann sich im Internet anmelden. Einfach nach „Sozialstaat“ suchen oder auf die ver.di-Homepage gehen und anmelden. 

          Die Fahrt ist für alle Teilnehmer*innen kostenfrei.

          Auch in anderen Städten in Deutschland finden am 26. September Kundgebungen statt.
          Auf der DGB Kampagnenseite  sind alle Veranstaltungen und Fahrtmöglichkeiten aufgelistet.

          Magazinbeitrag vom 19.08.2026

          Interview mit Nils Schmidtbauer, 07:54 min
          0 min

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