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Eine spirituelle Erfahrung kann die Identifikation mit dem gewohnten Selbstbild auflösen und als befreiend erlebt werden. Doch was passiert, wenn an die Stelle der alten Ich-Identifikation eine neue Überzeugung tritt: Alles Veränderliche, der Körper und die Gefühle sind nur Illusion?
Dittmar und Bernd sprechen über spirituelle Gleichgültigkeit und Erfahrungen im Umfeld der Nondualität. Bernd beschreibt eine Phase, in der ihm alles gleichgültig erschien und die Distanz zu seinen Gefühlen zunächst Sicherheit versprach. Schließlich wurde gerade diese Unberührbarkeit schmerzhaft und führte zu einer neuen Öffnung für Berührtheit und unmittelbares Erleben.
Auch Dissoziation schafft Abstand zu Gefühlen und kann eine schützende Funktion haben. Doch wenn die Distanz zur dauerhaften Position wird, kann sie zugleich von Verbundenheit und Lebendigkeit abschneiden.
Leere, Einssein und reines Bewusstsein müssen dabei nicht gegen die Vielfalt des Lebens stehen. Vielleicht fällt nicht die Welt weg, sondern die Trennung zwischen Welt und Erleben. Aufmerksamkeit kann sich zwischen Leere und Fülle, Offenheit und sinnlichem Erleben bewegen – ohne dass eines das andere ausschließt.
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Was geschieht, wenn verschiedene Interessen in uns in unterschiedliche Richtungen ziehen?
Dittmar und Bernd sprechen über Widerstand als ein natürliches Phänomen und als Ausdruck innerer Konflikte. Oft identifizieren wir uns mit einer Seite und erleben die andere als störenden Widerstand. Unsere Energie zieht in verschiedene Richtungen – und es entsteht ein Gefühl von Zerrissenheit.
Was verändert sich, wenn wir beide Seiten gleichzeitig wahrnehmen? Statt eine davon zu unterdrücken, können wir erkunden, was beide für uns wollen und wie sie zusammenwirken können. So wird aus dem Entweder-oder ein Spielraum für neue Möglichkeiten, Entscheidungen und Entwicklung.
Dabei muss Widerstand nicht immer aufgelöst werden. Er kann helfen, Gewohnheiten zu verlassen, den eigenen Horizont zu erweitern und neue Möglichkeiten zu entdecken. Wie beim Spiel kann gerade der Widerstand eines Gegenübers Entwicklung ermöglichen. Was zunächst als Gegeneinander erscheint, lässt sich auch als Zusammenspiel erleben.
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Wonach richten wir uns: nach unserem Selbstbild oder dem Gefühl für den Moment?
Dittmar und Bernd sprechen darüber, wie Selbstbilder aus Erfahrungen und Erinnerungen entstehen. Wenn wir uns mit ihnen identifizieren, bestimmen sie unsere Erwartungen, unsere Selbstwahrnehmung und den Kontakt mit anderen. Ein Selbstbild kann Orientierung geben – es kann aber auch den Spielraum für Veränderung und Entwicklung einschränken.
Wie ist es, das Selbstbild für den Moment zu pausieren? Im direkten Erleben zeigt sich, was in der Beschreibung von uns nicht abgebildet ist: neue Möglichkeiten, Offenheit, Kreativität und Lebendigkeit. Dabei geht es nicht darum, das Selbstbild abzuschaffen. Manchmal kann es sinnvoll sein, ein negatives oder zu enges Selbstbild bewusst zu erweitern. Aber wesentlich ist, wahrzunehmen, was frei von Beschreibungen bleibt.
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Was geschieht, wenn Angst da ist – und wir die Gedanken und Befürchtungen, die mit ihr verbunden sind, für wahr halten?
Ausgehend von einem verletzten Kind sprechen Dittmar und Bernd darüber, Gefühlen Raum zu lassen, ohne deshalb jeden Gedanken für wahr oder wichtig zu halten. Dabei geht es um den Unterschied zwischen dem direkten Erleben und den Sorgen darüber, was als Nächstes passieren könnte.
Welche Rolle spielt die Sprache dabei? Eine Gefühl kann als Angst benannt werden – oder als Aufregung. Am Beispiel von Prüfungsangst zeigt sich, wie Aufmerksamkeit sich von Befürchtungen lösen und dem zuwenden kann, was gerade wirklich geschieht. So kann dieselbe Energie zu Wachheit und Klarheit beitragen – und neuer Spielraum entstehen.
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Warum vergleichen wir uns mit anderen? Was geschieht, wenn aus Orientierung ein Maßstab für den eigenen Wert wird?
Wenn wir auf Anerkennung und Bestätigung aus sind, sehen wir uns selbst oft mit den vermeintlich kritischen Augen anderer. Aber Wert und Können sind nicht dasselbe. Dittmar und Bernd sprechen über Einzigartigkeit: darüber, als Original hier zu sein statt als Kopie.
Was verändert sich, wenn wir das Korsett eigener und fremder Erwartungen ablegen? Dann geht es weniger darum, der Beste zu sein oder eine bestimmte Rolle zu erfüllen – und mehr um Präsenz, Kontakt und die Lebendigkeit des gegenwärtigen Moments.
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Wir denken oft, dass wir Potenzial „haben“: Talente, Fähigkeiten und Möglichkeiten, die wir entfalten können.
In diesem Gespräch erkunden wir Potenzial als Freiraum: als Lebendigkeit und Offenheit, die sich in jedem Moment verwirklicht. Dabei geht es um Aufmerksamkeit und Kontakt mit der Wirklichkeit – im Alltag ebenso wie im Beruf und in spontanen, ungeplanten Momenten.
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Was heißt es, lebendig zu sein – in der unfassbaren Weite des Kosmos? Seit Milliarden Jahren entwickelt und verwandelt sich das Universum. Und in ihm zeigt sich etwas sehr Seltenes: Leben. Die Fähigkeit zu erleben, wahrzunehmen und zu antworten.
Diese Erkundung beginnt mit einem spielerischen Perspektivwechsel: Wir sind nicht nur Beobachter des Kosmos, sondern Teil von ihm. Unser Erleben ist, wie der Kosmos sich selbst erfährt. Als Fühler des Kosmos verwandeln wir die Welt in sinnliches Erleben, in Bedeutung und Sinn.
Unser Wirklichkeitssinn erkundet, was ist, unser Möglichkeitssinn, was werden kann. Lebendig sein heißt Spielraum haben: Wir können wahrnehmen und antworten, spielen und lernen, verstehen und erschaffen und mit anderen Lebewesen zusammenwirken.
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Ist unser Lebensweg vorgezeichnet – oder entsteht er beim Gehen? Und können wir überhaupt von unserem Weg abkommen?
In diesem Gespräch erkunden wir verschiedene Möglichkeiten, die Metapher des Lebenswegs zu verstehen. Dabei ist der Richtungssinn wesentlich zur Orientierung: Wohin zieht es mein Herz? Was liebe ich? Hier zeigt sich der Lebensweg als die Richtung, in die sich unser Potenzial entfaltet.
Wo es noch keinen Weg gibt, beginnt Neuland: Wir können Wege nicht nur finden und ihnen folgen, sondern auch neue Wege erschaffen.
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Authentisch sein heißt für viele, eine Emotion ungefiltert auszuleben.
In diesem Gespräch unterscheiden wir zwischen dem Impuls einer Emotion und der Offenheit für den ganzen Moment. Dabei eröffnet sich ein weiter Spielraum – für Präsenz, Kontakt und Ausdruckweisen, die unserer Natur entsprechen.
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Viele Begegnungen werden von Erinnerungen, Erwartungen und früheren Erfahrungen geprägt. Das kann Verständnis schaffen – aber auch den Blick auf etwas Neues verstellen, was sich im Kontakt gerade zeigt.
In diesem Gespräch geht es darum, zwischen gemeinsamen Geschichten und dem unmittelbaren Jetzt-Erleben zu unterscheiden. Am Beispiel der Vergebung wird deutlich, wie Erinnerungen ihren Wert behalten können, ohne die Gegenwart zu bestimmen.
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