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Was versteht Mag. Christina Trappmaier unter dem Begriff Work-Life-Balance? Das erzählt sie uns in dieser Podcastfolge.
Wofür Mag. Christina Trappmaier brennt erzählt sie in diesem Podcast. Von Familienmensch bis hin zu Chief Happiness Officer im Büro erzählt sie von ihren Aufgaben im Alltag.
In diesem Podcast erzählt Mag. Bernd Trappmaier über die Rechtsstandpunkt Akademie und wie diese einem Unternehmer helfen kann sich zu verbessern.
In den 60-er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts herrschte zwischen den Vereinigten Staaten und der damaligen Sowjetunion der Kalte Krieg. Die Auseinandersetzung zwischen den USA und der UdSSR fand nicht nur militärisch, sondern auch noch in anderen Bereichen statt, etwa in der Wissenschaft. Und so begann ein Wettlauf ins All und später ein Wettlauf auf den Mond.
Mit der Mond-Mission schürte Kennedy den nationalen Stolzes der Amerikaner in einer Zeit sozialer und politischer Unruhen. Es ging nicht mehr um den Mond. Es ging um die Vereinigten Staaten von Amerika. Es ging um etwas, das größer war als jeder einzelne amerikanische Bürger.
Wenn du dein Unternehmen gründest oder entwickeln möchtest, hat nichts mehr Strahlkraft als eine große Mission. Die Mission deines Unternehmens ist der eigentliche Grund, warum dein Unternehmen existiert. Die Mission deines Unternehmens ist dein Vermächtnis, das du in der Welt hinterlassen willst. Dein Beitrag zu einer besseren Gesellschaft. Eine klare und starke Mission kann Kunden und Mitarbeiter magisch anziehen, ihnen Identität und Stolz geben. So wie die Mond-Mission der amerikanischen Nation in der Zeit des Kalten Krieges.
Warum gibt es dein Unternehmen überhaupt?
Wenn dein Unternehmen überleben soll, dann braucht es also eines: Kunden! Und die Kunden wiederum brauchen dein Unternehmen nur aus einem Grund: weil sie deine Produkte oder Dienstleistungen brauchen. Weil diese Produkte oder Dienstleistungen ihre Bedürfnisse befriedigen.
Der deutsche Unternehmercoach und Buchautor Stefan Merath drückt das so aus:
Wenn ich mit Unternehmern zusammenkomme, frage ich gern: Wer ist dein Lieblingskunde. Hast du schon einmal einen Kunden gehabt, bei dem es einfach gepasst hat? Er hat deine Dienstleistung oder dein Produkt wirklich gebraucht. Und auch wertgeschätzt. Er hat sich vielleicht sogar für deine Leistung bedankt. Jedenfalls darüber gefreut. Er hat deine Rechnung bezahlt. Sofort, ohne Abzug und ohne Murren. Vielleicht hat er dir dann noch eine gute Referenz auf Google gegeben und dich weiter empfohlen.
Und jetzt stell dir einmal vor: Wie wäre es, nur solche Kunden zu haben? Ja, das geht. Du kannst ausschließlich Lieblingskunden haben.
Du hast sicher schon vom so genannten „Pareto Prinzip“ gehört. Du kannst das Pareto-Prinzip auch so anwenden, dass du die These aufstellst, dass du mit 20 Prozent deiner Kunden 80 Prozent deines wirtschaftlichen Ergebnisses erzielst. Oder so, dass die schlechtesten 20 Prozent deiner Kunden 80 Prozent deiner Ressourcen binden. Ich habe das einmal für meine Kunden untersucht und war nicht schlecht überrascht, als ich festgestellt habe, dass das 80:20 Verhältnis in meinem Unternehmen tatsächlich gilt. Dann habe ich mir die Frage gestellt, was passieren würde, wenn ich den schlechtesten 20 Prozent meiner Kunden einfach kündige, sie nicht mehr bediene. Ich würde immer noch fast den gleichen Umsatz machen, weil ich ja mit den besten 20 Prozent schon 80 Prozent meines Umsatzes mache und ich dann ja immer noch die 60 Prozent der Kunden in der Mitte habe. Ich hätte also bei fast gleichem Umsatz auf einen Schlag 80 Prozent mehr Ressourcen!
Lass uns hier ein Gedankenexperiment machen: streiche einmal (gedanklich!) die „schlechtesten“ 20 Prozent deiner Kunden. Stell dir dann vor, du gewinnst 80 Prozent Zeit und Ressourcen. Und du verlierst vielleicht nur 5 Prozent Umsatz (und wahrscheinlich gar keinen Deckungsbeitrag). Würdest du dich trauen, eine „Nicht-Kunden-Liste“ zu erstellen und diese 20 Prozent zu kündigen? Oder zu verkaufen, denn es gibt immer jemand anderen aus deiner Branche, für den diese Kunden vielleicht wertvolle Lieblingskunden sind.
Konzentriere dich auf deine Lieblingskunden. Baue dein Unternehmen um deine Lieblingskunden auf. Gestalte dein Unternehmen so, dass deine Lieblingskunden, aber nur sie, im Zentrum stehen, wie die Sonne in unserem Sonnensystem. Jeder deiner Mitarbeiter muss deine Lieblingskunden genau kennen. Und jetzt gestalte deine Mission so, dass dein Unternehmen das Leben deiner Lieblingskunden so nachhaltig positiv beeinflusst, deinen Lieblingskunden so großen Nutzen bietet, dass sie nur bei dir und nicht bei deiner Konkurrenz kaufen wollen. Das sie so begeistert sind, dass sie nicht nur Fans sondern echte Botschafter deines Unternehmens sind. Dass sie dich gerne und oft weiter empfehlen. An weitere Lieblingskunden.
Wir sprechen über die Top 3 Fehler beim Unternehmensverkauf.
In dieser Episode erkunden wir die faszinierende Welt des Storytellings im Unternehmertum.
Für Unternehmer ist es entscheidend, die Kunst des Storytellings zu beherrschen, um ihre Marke zu festigen und eine loyale Kundenbasis aufzubauen. Eine gute Geschichte kann die Werte und die Identität einer Marke vermitteln und eine starke emotionale Verbindung mit dem Publikum herstellen. In dieser Episode diskutieren wir die Grundlagen des Storytellings, von der Struktur der Heldenreise bis hin zu verschiedenen Archetypen und ihrer Bedeutung in Geschichten.
Wir beleuchten auch, wie Unternehmen wie Apple, BMW und natürlich Red Bull Storytelling erfolgreich einsetzen, um ihre Marken zu stärken. Darüber hinaus sprechen wir über verschiedene Plattformen und Medien, die für das Erzählen von Geschichten genutzt werden können, von Blogs über Social Media bis hin zu Video.
Für alle, die sich weiter mit dem Thema Storytelling auseinandersetzen möchten, empfehlen wir den Artikel „Warum du als Unternehmer ein Meister im Erzählen von Geschichten sein musst – Ein Leitfaden zum Storytelling für Unternehmer“ auf der Website der Rechtsstandpunkt Akademie.
In diesem von Dipl.-Ing. Michael Prager von der CAMFIRE.media GmbH gehosteten Camfire.talk erklärt Rechtsanwalt Mag. Bernd Trappmaier den Unterschied zwischen Urheber- und Nutzungsrechten und wie man sich einerseits gegen die unberechtigte Verwendung eigener Materialien wehren kann und andererseits für eigene Produktionen rechtskonform fremdes Material verwendet.
Vielleicht hast du das selbst schon erlebt. Du hast ein Ziel. Du findest es großartig. Es entspricht auch deiner Leidenschaft. Es ist eben eine richtig gute Vision. Aber auch ganz schön groß. Du denkst dir, vielleicht ist deine Vision zu groß für dich. So groß, so gut, bin ich ja gar nicht. Sagst du dir.
Und wenn du anderen von deiner Vision erzählst, Freunden, Bekannten, deiner Familie, dann sind da vielleicht auch einige darunter, die das Ziel für zu groß für dich halten. Und damit dich im Grunde genommen für zu klein. Aber es wird auch andere geben. Andere, die dir zu deinem großen Ziel gratulieren. Die dich anfeuern, antreiben, in die Gänge zu kommen und den ersten Schritt zu deinem Ziel zu gehen.
Wem wirst du zuhören? Den Antreibern oder den Zweiflern? Viel öfter halten und unsere Zweifel davon ab, wirklich große Dinge zu vollbringen.
Aber eigentlich muss es ja so sein, dass ich am Anfang zu klein bin für meine Vision. Sonst wäre es ja keine richtige Vision. Du sollst ja auch nicht mit einem einzigen Schritt auf den Gipfel eines Berges springen.
Schau mal, ich bin ein leidenschaftlicher Hobbyläufer. Ich nehme auch gerne an Laufwettbewerben teil, von 10 Kilometer-Läufen bis hin zum Marathon. Irgendwann konnte ich mich nach einem Marathon nicht mehr zum Training motivieren. Ich war schon einige Marathons gelaufen, konnte aber meine Zeit nicht mehr wesentlich verbessern. Was mir fehlte, war ein neues Ziel. Etwas, das mich wieder richtig herausforderte und für das Training begeistern konnte. Und dann wurde ich eines Tages fündig. Und zwar beim Transalpine Run. Das ist ein hochalpiner Traillauf, der sieben Tagesetappen quer über die Alpen umfasst. Heuer, im Jahr 2023 wird dieser Lauf in Lech am Arlberg gestartet und führt über die Schweiz bis nach Südtirol. Die Strecke ist 268 Kilometer lang und die Läufer müssen 15 330 Höhenmeter überwinden.
Das nenne ich eine große Vision! Zumal für einen Hobbyläufer, der bis dahin nur Stadtmarathons gelaufen ist. Und ich war sofort Feuer und Flamme. Jetzt war ich wieder für mein Training motiviert. Ich fing an, auf Trails zu laufen. Ich dehnte die Trainingseinheiten aus. Denn mit einem Marathontraining kommt man bei dieser Herausforderung nicht weiter. Immerhin sind 268 Kilometer mehr als sechs Marathons – hintereinander. Und dann noch die Höhenmeter dazu.
Tatsächlich haben bis heute meine inneren Zweifler die Oberhand. Ich habe mir diesen Traum noch nicht erfüllt. Aber ich habe die Alpen als Trainingsgebiet entdeckt. Und meine Liebe zum Traillaufen. Heute laufe ich nicht mehr auf der Straße, sondern nur mehr im Gelände. Und ich bin auch schon einen Ultramarathon in den Alpen gelaufen.
Manchmal muss man nach dem Mond zielen, um zwischen den Sternen zu landen.
Der Transalpine Run steht immer noch auf meiner Bucket List. Aber worauf ich hier hinaus will ist: Für Unternehmer sind Zweifel und Ängste ein normaler Zustand. Wie oft stehen wir vor Herausforderungen, die uns so riesig erscheinen, dass wir uns davor wie Zwerge vorkommen. Immerhin gehen Unternehmer jeden Tag bewusst Risiken ein. Wir leben in einer Wettbewerbsgesellschaft. Keiner von uns ist doch alleine am Markt. Es gibt keine Monopolisten. Auch der größte Konzern hat immer noch Konkurrenten. Immer müssen wir fürchten, dass unsere Kunden morgen zur Konkurrenz abwandern. Und das ist auch gut so. Denn so sind wir gezwungen, unsere Produkte und Dienstleistungen immer weiter zu verbessern und unsere Kunden zu begeistern.
Die Psychologie sagt uns, dass wir im Grunde genommen nicht viel weiter entwickelt sind als unsere frühzeitlichen Vorgänger, die mit einem Tierfell um die Hüfte vor einer Höhle rund um das Feuer saßen. Angst war zu dieser Zeit allgegenwärtig. Aber auch notwendig, um zu überleben. Wann immer ein Schatten vor der Höhle auftauchte, war es wichtig zu wissen, ob das eine potenzielle Bedrohung für mein Leben sein kann. Auch wenn wir heute nicht mehr in Höhlen leben und Säbelzahntiger ausgestorben sind, haben wir immer noch Angst und das ist bei gesunden Menschen normal und gut. Angst macht uns wach und aufmerksam.
Und bei Unternehmern ist es meistens nicht die Todesangst vor dem Säbelzahtiger. Wir Unternehmer haben andere Ängste. Die häufigste Angst von Unternehmern ist die Angst vor dem finanziellen Scheitern. Ein Monat oder auch nur eine Woche mit weniger Einnahmen als geplant reicht da schon aus, um einen Unternehmer um seinen Schlaf zu bringen. Natürlich begeben sich Unternehmer, wenn sie Mitarbeiter haben, zu einem gewissen Grad auch in deren Abhängigkeit. Dann können Ängste entstehen, ob Mitarbeiter kündigen und dann möglicherweise Know-How oder Kunden verloren gehen.
Und Unternehmer haben neben Ängsten auch noch Zweifel. Bin ich gut genug als Unternehmer? Oder ist mein Unternehmen gut genug für den Markt? Sind vielleicht Konkurrenten oder deren Produkte besser?
Aber ganz ehrlich. So ist es ja auch. Es wird immer ein Unternehmen geben, dessen Produkte besser sind als deine. Na und? Kann dieses andere Unternehmen den Markt allein bedienen? Wahrscheinlich nicht. Werden Kunden trotzdem bei dir kaufen? Wahrscheinlich schon.
Es geht nicht darum, das beste Produkt zu haben, sondern ein gutes Produkt, das den Kunden Nutzen bietet, der nach der subjektiven Einschätzung des Kunden höher ist als der Preis des Produktes. Und du darfst dich ehrlich bemühen, dein Produkt ständig zu verbessern.
Bananen werden unreif geerntet und reifen erst auf dem Weg zum Konsumenten, oft sogar erst beim Konsumenten. Ist es dir auch schon so gegangen, dass du im Supermarkt Bananen gesehen hast, die teilweise noch grün waren? Die waren noch gar nicht reif. Und daneben lagen vielleicht Bananen, die schon ein paar braune Flecken hatten. Die waren reif und hätten viel besser geschmeckt, aber du hast die grünen genommen. Warum? Weil du die Bananen nicht auf einmal essen wolltest und du wusstest, dass sie bei dir zu Hause nachreifen werden.
Ich gebe dir noch ein Beispiel. J. K. Rowling trennte sich kurz nach der Geburt ihrer Tochter von ihrem gewalttätigen Mann. Sie war eine arbeitslose, alleinerziehende Mutter und lebte von der Sozialhilfe. In dieser Zeit schrieb sie das Buch „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Das Manuskript wurde von mehreren Verlagen abgelehnt, bevor es nach einem Jahr endlich von einem Verlag angenommen wurde. Die Startauflage waren gerade einmal 500 Exemplare.
In einer Rede vor Harvard-Absolventen erzählte sie: „Ich hatte keinen Job, war eine alleinerziehende Mutter und so arm, dass ich gerade noch über der Grenze zu Obdachlosen lag“. Als sie die ersten „Harry Potter“ Büchern schrieb, war sie Sozialhilfe-Empfängerin. Sie hatte als Schriftstellerin zuerst keinen Erfolg. Sie hatte nicht nur Selbstzweifel, sondern Depressionen, betrachtete sich als Versagerin und hatte sogar Selbstmordgedanken. In den „Harry-Potter“ Büchern gibt es magische Kreaturen, Dementoren, die jedes Glücksgefühl aus Menschen heraussaugen und ein Gefühl der Kälte und Leblosigkeit zurücklassen. Zu diesen Dementoren wurde J.K. Rowling durch ihre eigene Depression inspiriert.
2004 wurde ihr Vermögen von der Zeitschrift Forbes auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Sie ist die bestbezahlte Schriftstellerin der Welt.
Und da darf man sich wirklich ernsthaft fragen: Wie ist denn meine Situation angesichts der Lage, in der sich J.K. Rowling damals befunden hat? Und wenn sie es geschafft hat, ihre Selbstzweifel zu überwinden und einen derartigen Erfolg zu haben, dann kann auch ich meine Selbstzweifel überwinden und meine Vision verwirklichen.
Oprah Winfrey wurde 1954 in Mississippi als geboren. Ihre Eltern waren selbst minderjährig. Sie war ein uneheliches Kind und ihre Hautfarbe ist dir sicher bekannt. Kann man noch einen größeren Startnachteil in das Leben haben? Zudem wurde sie mit neun Jahren sexuell missbraucht. Mit vierzehn wurde sie schwanger aber das Kind starb kurz nach der Geburt. Ihre Jugend war von Armut geprägt. Heute ist sie Unternehmerin und Milliardärin.
Richard Branson ist Legastheniker und hatte in der Schule sehr schlechte Noten. Sein Schuldirektor sagt am letzten Schultag zu ihm, er wird entweder im Gefängnis enden oder als Millionär. Mit Letzterem hatte er Recht. Er hat die Virgin Group gegründet, zu der ein Plattenlabel, Telekommunikationsunternehmen, Virgin Atlantic Airways, die Virgin Rail Group und Virgin Galactic, ein Raumfahrtunternehmen, gehören. Sein Vermögen wurde 2019 auf vier Milliarden US-Dollar geschätzt.
Steve Jobs gründete 1976 die Apple Computer Company, aus der er 1985 rausgeworfen wurde. Dies war zweifellos ein tiefer Schlag für sein Selbstwertgefühl. Erst 1997 kehrte er wieder als Vorstandsmitglied in das von ihm selbst gegründete Unternehmen zurück.
Walt Disney wurde mehrmals gefeuert, darunter einmal, weil er „keine guten Ideen“ hatte. Auch sein erstes Unternehmen ging bankrott.
Was können wir aus all diesen Geschichten mitnehmen? Alle Menschen, jeder von uns, steht vor seinem persönlichen Berg von Problemen und Herausforderungen. Ängste und Selbstzweifel sind eine universelle menschliche Erfahrung. Aber egal wie groß die Probleme und Herausforderungen sind, sie können überwunden werden. Wenn ich mir noch einmal die Menschen anschaue, die wir gerade aufgezählt haben, dann fällt mir auf, dass alle diese Menschen Probleme hatten, die meiner Meinung nach deutlich größer sind als die Probleme der meisten anderen Menschen. Und ihre Erfolge sind auch wesentlich größer als die Erfolge der meisten Menschen.
Ich glaube, dass wir wirklich sagen können:
Je größer dein Problem ist, desto größer ist der Lohn, der auf dich wartet, wenn du das Problem gelöst hast.
In deiner Komfortzone gibt es keine Probleme. Da kennst du dich aus. Da fühlst du dich wohl. Deswegen heißt sie ja auch Komfortzone. Aber in der Komfortzone wirst du nicht wachsen. Weil es dort eben keine Probleme gibt. Aber ohne Probleme gibt es auch nichts zu gewinnen. In deiner Komfortzone gibt es logischerweise auch keine Selbstzweifel und keine Ängste. Aber auch keinen Erfolg. Wenn du Erfolg willst, dann musst du deine Komfortzone verlassen. Und zwar öfter und weiter, als du dir vielleicht jetzt vorstellen kannst. Denn mit jedem Verlassen der Komfortzone verschieben sich auch deren Grenzen. Und irgendwann ist etwas, das du dir niemals zugetraut hättest, plötzlich normal für dich. Eben zu meiner Komfortzone geworden.
Jedes Unternehmen hat genau eine einzige Aufgabe. Nämlich die Lebensvision des Unternehmers zu erfüllen. Es gibt nur einen einzigen vernünftigen Grund, ein Unternehmen überhaupt zu gründen. Nämlich, es zu verkaufen.
Natürlich geht es nach außen um den Kunden. Der Kunde kauft unsere Produkte und Dienstleistungen. Daher müssen wir danach trachten, die Wünsche und Bedürfnisse, oder die Needs und Wants unserer Kunden optimal zu erfüllen oder vielleicht sogar überzuerfüllen. Damit unsere Kunden kaufen. Und damit sie auch morgen noch kaufen. Und übermorgen. Und damit sie begeistert anderen potenziellen Kunden von unseren Produkten und Dienstleistungen erzählen, damit auch diese zu unseren Kunden werden.
Rudi: Dann verstehe ich aber nicht, wieso du jetzt sagst, dass die einzige Aufgabe des Unternehmens darin besteht, die Lebensvision des Unternehmers zu erfüllen.
Es ist nicht der tiefere Sinn, für ein Unternehmen zu arbeiten, das eine tolle Mission hat. Nichts gegen eine gute Mission, ganz im Gegenteil. Ohne eine gute Mission findest du weder die richtigen Mitarbeiter noch Kunden. Du brauchst eine starke unternehmerische Mission, keine Frage. Aber echt: glaubst du, dass nur ein einziger deiner Mitarbeiter bei dir arbeiten würde, nur weil deine Mission so großartig ist? Spätestens wenn nächsten Monat kein Gehalt am Konto deiner Mitarbeiter ist, wirst du sehen, warum sie wirklich bei dir sind.
Und gilt das denn nicht auch für dich? Solange wir im Supermarkt die Lebensmittel nicht einfach aus dem Regel nehmen und an der Kassa vorbei gehen können, sondern unser Essen auch wirklich bezahlen müssen, solange arbeiten wir für eine einzige Sache: Geld.
Es geht also immer um Geld.
Euros sind die roten Blutkörperchen, die über die Arterien unseres Finanzsystems den Organismus unserer Wirtschaft am Leben erhalten. Du kannst aus diesem System ausscheren. Sogar dafür ist gesorgt. Durch eine Mindestsicherung der Gesellschaft. Aber letztlich bekommst du auch durch diese Mindestsicherungssysteme eines: Geld.
Jedes Unternehmen hat für eine einzige Sache im Leben des Unternehmers zu sorgen: nämlich Geld.
Aus jedem Unternehmen muss beständig Geld in die Privatsphäre des Unternehmers fließen. In Form von Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, in Form von Geschäftsführerbezügen oder in Form von Gewinnausschüttungen. Die Art und Weise, wie das Geld zu dir kommt, ist im ersten Schritt egal. Hauptsache, es kommt. Natürlich wirst du irgendwann eine steueroptimale Form des Geldflusses finden. Aber darum geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass du mir zustimmst, dass Geld aus deinem Unternehmen in deine Privatsphäre fließen muss.
Dabei sollte es sich um eine Einbahn handeln. Normalerweise fließt das Geld aus dem Unternehmen zu dir. Nicht umgekehrt.
Es gibt doch immer auch Zeiten, wenn Geld in die andere Richtung fließt. Bei der Gründung etwa. Oder bei Kapitalerhöhungen wegen einer Geschäftserweiterung. Oder wenn einmal ein Liquiditätsengpass vorliegt.
Das darf aber nicht zu einem Dauerzustand werden. Dauerhaft muss es umgekehrt sein. Dauerhaft darf Geld nie von dir zum Unternehmen fließen.
Ein Unternehmen, das finanziell nicht vom Unternehmer unabhängig ist, hat keine Existenzberechtigung. Mach dir klar, dass so ein Unternehmen einem Menschen gleicht, der an der Herz- Lungenmaschine hängt und künstlich am Leben erhalten wird. Das darf deinem Unternehmen nie passieren. Und wenn doch, dann dreh die Maschine ab. Glaub mir, du wirst das Unternehmen nicht retten. Und am Ende bist du selbst auch pleite.
Deine Lebensvision ist nichts anderes als dein Plan, dein Entwurf für dein Leben. Deine Lebensvision sagt dir, wie du leben möchtest. Welchen Lebensstandard möchtest du gerne haben? Was möchtest du alles erleben? Was soll das Leben dir schenken? Was möchtest du alles haben, tun, geben?
Wenn dir das klar ist, dann nimm doch einmal ein Blatt Papier, einen Stift und einen Taschenrechner. Du wirst für die Verwirklichung deiner Träume und Wünsche, deiner Lebensvision, vor allem eines brauchen: Geld. Ja, so funktionieren unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft eben. Du kannst in deinem Leben alles tun und alles haben und erreichen, was du gerne möchtest. Aber alles in unserem Leben hat einen Preis. Und dieser Preis wird halt einmal in Geld ausgedrückt.
Und jetzt lass uns über dein Unternehmen reden. Welche Aufgabe hat dein Unternehmen? Vergiss die Kunden. Vergiss die Mitarbeiter. Vergiss die Gesellschaft, der du Nutzen stiften möchtest. Wenn dein Unternehmen nicht in erster Linie in der Lage ist, Cash zu produzieren und in deine Richtung zu lenken, hat dein Unternehmen keinen Sinn. Natürlich muss dein Unternehmen Kunden haben und Mitarbeiter. Es muss den Kunden einen einzigartigen Nutzen bieten, sonst kaufen sie nicht bei dir. Und natürlich musst du Mitarbeiter dafür begeistern, bei dir zu arbeiten. Deiner Mission zu folgen. Sonst werden sie den Nutzen, den du den Kunden bieten willst, nicht produzieren. Und dann wird dein Unternehmen keinen Gewinn machen. Aber bitte verstehe, dass es so einfach ist: dein Unternehmen muss Geld verdienen. Und zwar so viel, dass genau die Menge Geld in deine Richtung fließt, damit deine Lebensvision Wirklichkeit wird.
In Wahrheit ist das Arbeiten am Unternehmen im Allgemeinen ganz einfach. Aber in der konkreten Umsetzung meistens recht komplex.
Das Geheimnis ist, dass dein Unternehmen dein Produkt ist. Du erzeugst ein Unternehmen, das du verkaufst, wenn es fertig ist. Das Problem ist, dass die meisten Unternehmer nicht wissen, wann ihr Unternehmen fertig ist und an wen und zu welchem Preis sie es verkaufen sollen. Und dann kannst du gar nicht wissen, wie du konkret am Unternehmen arbeiten sollst.
Wenn dein Unternehmen dein Produkt ist, das du nur erzeugst, um es zu verkaufen, dann darfst du dein Unternehmen nicht nach deinen Wünschen und Vorstellungen aufbauen, sondern so, dass es möglichst viele potenzielle Käufer attraktiv und wertvoll finden.
Sagen wir einmal deine Lebensvision ist zehn Millionen Euro groß. Das kommt natürlich darauf an, wie deine Lebensvision tatsächlich aussieht. Lass uns für unser Beispiel bei zehn Millionen Euro bleiben.
Lass uns für unser Beispiel annehmen, du hast ein Privatvermögen von einer halben Million Euro. Das ist wirklich ordentlich. Aber dann fehlen dir zu deiner Lebensvision noch immer 9,5 Millionen Euro. Damit weißt du jetzt, dass du ein Unternehmen aufbauen musst, das du um 9,5 Millionen Euro verkaufen kannst.
Jetzt schau dir dein Unternehmen an. Und sei wieder ehrlich mit dir selbst. Wie schaut dein Unternehmen im Vergleich zu dem Unternehmen aus, das du um 9,5 Millionen Euro verkaufen kannst?
Eine Strategie auszuarbeiten und in der Folge umzusetzen, das bedeutet, am Unternehmen zu arbeiten.
Wenn du jetzt sagst, die Aufgabe, ein Unternehmen aufzubauen, das 9,5 Millionen Euro wert ist, ist groß, dann gebe ich dir Recht. Aber nur abhängig von der Zeit, in der du dieses Ziel erreichen willst. Wenn dir die Vision zu groß ist, dann mach sie eben kleiner. Wie wäre es mit einem Unternehmen, das du für drei Millionen Euro verkaufen kannst. Fühlst du dich mit dieser kleineren Vision wohler? Fein. Dann passe deine Strategie an die kleinere Vision an und setze sie um. Sobald dein Unternehmen dann deiner kleineren Vision entspricht, verkaufst du dein Unternehmen um die drei Millionen. Und baust ein neues Unternehmen auf. Mit einer neuen Vision. Denn am Ende brauchst du ja deine zehn Millionen Euro für deine Lebensvision.
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