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Heute haben wir Gerhard Kriszt im Interview.
Gerhard ist Executive Director von BNI Niederösterreich.
In unserem Interview erzählt uns Gerhard wie er BNI in Niederösterreich gegründet hat.
Völlig klar ist uns, was es bedeutet, im Unternehmen zu arbeiten. Das haben wir gelernt. Das haben wir lange gemacht. Das beherrschen wir. Und das macht uns Spaß. Da braucht uns keiner zu sagen, wie das geht.
Ich kenne ganz viele Unternehmer, die auch Fachkrafttätigkeiten im Unternehmen ausführen. Und da ist auch gar nichts dabei. Solange sie wissen, dass sie da jetzt Tätigkeiten ausführen, die eigentlich nichts mit dem Arbeiten am Unternehmen zu tun haben, dass sie also jetzt gerade nicht als Unternehmer arbeiten.
Was also arbeitet eigentlich ein Unternehmer?
Wer an seinem Unternehmen arbeitet, schafft etwas, das sich von den Produkten oder Dienstleistungen unterscheidet, die das Unternehmen verkauft. Das Unternehmen erzeugt und verkauft vielleicht Möbel, Bekleidung oder Lebensmittel. Oder es erbringt Dienstleistungen, wie zum Beispiel Finanzdienstleistungen oder Gesundheitsdienstleistungen.
Er erschafft das Unternehmen für seinen Nachfolger. Für denjenigen, der sein Unternehmen einmal kauft oder übernimmt. Daher muss ich mir als Unternehmer zuerst die Frage stellen: Was möchte mein Nachfolger? Welches Unternehmen will er übernehmen? Das sind die Fragen die ich mir stellen muss, wenn ich sage, ich arbeite am Unternehmen. Und dann muss ich die Antworten auf diese Fragen suchen.
Und dann muss ich mich fragen: Wie steht mein Unternehmen jetzt da? Damit meine ich zum einen die Bestandsanalyse. Ich muss dann aber den Vergleich des Ist-Standes mit dem Soll-Stand machen. Und der Soll-Stand ist eben das Unternehmen, das sich der Nachfolger wünscht.
Die Frage ist also, ob das Unternehmen schon so ist, wie der Nachfolger sich das wünscht oder ob es sich davon noch mehr oder weniger stark unterscheidet?
Und daraus ergeben sich dann die Handlungsfelder: Was muss ich tun, um mein Unternehmen von dem jetzigen Zustand in den Zustand zu bringen, den sich mein Nachfolger wünscht.
Arbeiten am Unternehmen ist daher zunächst einmal die Arbeit an der Frage, was will mein Nachfolger und dann die Analyse des derzeitigen Ist-Zustandes.
Und damit beginne ich auch, an der Unternehmenskultur zu arbeiten.
Auch die Schaffung einer Unternehmenskultur ist eine Unternehmeraufgabe.
Und das ist auch der Punkt, an dem die Unternehmer besonders viel falsch machen können. Wir haben ja gesagt, und das ist meine tiefste Überzeugung, dass es keinen anderen Grund gibt, ein Unternehmen zu gründen, als es zu verkaufen oder einem Nachfolger zu übergeben.
Das liegt ja daran, dass wir schon aus biologischen Gründen nicht ewig in unserem Unternehmen arbeiten können.
Und weil das so ist, sollten wir darauf schauen, dass wir so wenig wie möglich im Unternehmen und so viel wie möglich am Unternehmen arbeiten. Denn sonst werden wir kein Unternehmen aufbauen, das wir übergeben können. Wenn wir immer nur im Unternehmen arbeiten, bauen wir uns nicht mehr als einen Arbeitsplatz für uns selbst. Einen Arbeitsplatz, den mit Sicherheit keiner kaufen will. Damit erschaffe ich kein Unternehmen. Und damit kann ich am Ende auch nichts verkaufen. Ich kann dann irgendwann in Pension gehen und sagen, ich habe in meinem Leben viel gearbeitet. Und auch viel geleistet, das will ich gar nicht abstreiten. Und ich habe Werte geschaffen. Bei den und für die Kunden. Aber eben nicht für mich. In diesem Fall geht mein Unternehmen mit mir in Pension. Das ist leider eine Realität, die ich in der Praxis oft antreffe.
Und damit das Unternehmen nicht mit dem Unternehmer in Pension geht, muss am Unternehmen gearbeitet werden. Dann habe ich am Ende etwas, das ich verkaufen kann. Und von diesem Kaufpreis kann ich in der Pension mit Sicherheit besser leben als von einer höchst unsicheren staatlichen Pension.
Die Arbeit an der Unternehmenskultur ist deswegen essenziell, weil die Unternehmenskultur am allermeisten darüber entscheidet, ob du einen Nachfolger für dein Unternehmen findest. Und sie entscheidet darüber, wer dieser Nachfolger ist. Und sie entscheidet letztlich auch über den Kaufpreis für dein Unternehmen. Die Unternehmenskultur ist der zentrale Angelpunkt.
Es ist einfach, an der Unternehmenskultur zu arbeiten. Immer, wenn du in dein Unternehmen gehst, arbeitest du automatisch an der Unternehmenskultur. Und auch wenn du nicht in dein Unternehmen gehst, macht das etwas mit der Unternehmenskultur. Die knifflige Aufgabe ist, bewusst und absichtlich an der Unternehmenskultur zu arbeiten.
Dafür musst du nämlich wissen, welche Unternehmenskultur du haben möchtest. Oder genauer gesagt: welche Unternehmenskultur dein Nachfolger haben möchte. Das musst du jetzt einfach einmal mit dir selbst klären.
Und dann kommt der schwierigste Teil: konsistent sein. Du musst die im Klaren darüber sein, dass alles - wirklich alles - was du tust und auch das, was du nicht tust, eine Auswirkung auf die Unternehmenskultur hat.
Und die Unternehmenskultur wird maßgeblich durch die Werte geprägt, die wir alle im Unternehmen leben wollen, an denen wir das Unternehmen ausrichten wollen. Und hier ist jetzt das schöne. Du musst nicht in deiner eigenen Vergangenheit graben und den Werten deines Unternehmens nachspüren. Du kannst die Werte deines Unternehmens nämlich bewusst selber wählen.
Du kannst das alleine machen. Du kannst das mit einigen Führungskräften machen oder auch mit allen Mitarbeitern. Das liegt ganz bei dir.
Ich selber habe die Unternehmenswerte für meine Kanzlei mit meinem Team, also mit allen Mitarbeitern, erarbeitet. Natürlich kommen und gehen Teammitglieder. Dann ist es wichtig, die neuen Teammitglieder auf die Reise mitzunehmen, ins Boot zu holen oder auf neudeutsch: zu onboarden.
Ich mache mit allen neuen Mitarbeitern im ersten Monat einen Werteworkshop. Hier stelle ich die Unternehmenswerte vor und erkläre, wie wir zu diesen gekommen sind und was sie uns bedeuten. Ich frage aber auch die neuen Mitarbeiter, wie sie zu diesen Werten stehen. Wie sie sie interpretieren und was die Werte für sie bedeuten. Dabei kommen oft auch für mich und für die bestehenden Teammitglieder neue Einsichten heraus.
Dann machen wir einen gemeinsamen Teamworkshop und reden gemeinsam über diese Werte.
Werte können sich über die Zeit ändern. Manche Werte sind für dein Unternehmen vielleicht nicht mehr aktuell. Dafür erscheinen irgendwann andere vielleicht wichtiger.
Werte haben eine Dynamik. Werte geben deinem Unternehmen Leben. Werte haben aber auch ein eigenes Leben. Werte sind eben nicht in Stein gemeißelt.
Werte haben aber nicht nur ein eigenes Leben. Werte müssen gelebt werden.
Du wirst niemals an deinen Worten gemessen, sondern immer an deinen Taten. Achte daher auf deine Taten und darauf, dass sie konsistent mit den Unternehmenswerten sind. Das gilt auch für Taten deiner Mitarbeiter. Wenn dir ein Verhalten eines Mitarbeiters nicht gefällt, frage dich: stimmt das mit unseren Werten überein? Und wenn es das nicht tut, kannst du den Mitarbeiter darauf ansprechen und auf die Werte verweisen. Achte dabei aber besonders darauf, dass du nicht selbst vorher die Werte missachtet hast.
Viele fragen sich, wie diese Formen der künstlichen Intelligenz unser Schulsystem verändert. Wobei es derzeit eher um die Frage geht, wie das Schulsystem damit umgehen soll. Hier sehen wir Tendenzen, die eher in die Richtung gehen, den Einsatz künstlicher Intelligenz zu verbieten. Das halte ich für den falschen Zugang. Künstliche Intelligenz ist da und sie wird sich weiter ausbreiten. Es geht daher nicht mehr darum, ob wir das für gut oder schlecht halten oder wie wir den Einsatz von künstlicher Intelligenz in verschiedenen Lebensbereichen verhindern können oder ob wir das sollen. Vielmehr ist die Frage, wie wir die künstliche Intelligenz zu unserem Vorteil einsetzen können und wie die künstliche Intelligenz unser Leben und unsere Gesellschaft unterstützen und verbessern kann.
Künstliche Intelligenz bezieht sich auf die Schaffung von Systemen, die in der Lage sind, Aufgaben zu verstehen und auszuführen, die normalerweise erfordern, dass ein Mensch intelligent ist. Das beginnt beim Verstehen von natürlicher Sprache und geht über das Lernen aus Erfahrungen, das Problemlösen bis zum Entscheidungsfinden. Es gibt verschiedene Arten von künstlicher Intelligenz.
Einige der häufigsten Anwendungen ist die Verwendung von virtuellen Assistenten wie Alexa oder Siri, die Verwendung von künstlicher Intelligenz in der Autonomen Fahrzeugtechnologie, die Verwendung in der medizinischen Diagnose und in der Produktion von Waren und Dienstleistungen.
In den letzten Jahren hat es bemerkenswerte Fortschritte in der künstlichen Intelligenz gegeben, insbesondere in Bereichen wie maschinellem Lernen und neuronale Netze. Das hat dazu geführt, dass Systeme immer besser in der Lage sind, komplexe Aufgaben zu verstehen und auszuführen, die früher nur von Menschen erledigt werden konnten. Ein Beispiel hierfür ist die Spracherkennung, die in vielen modernen Geräten und Diensten verwendet wird.
Künstliche Intelligenz hat Auswirkungen auf fast alle Branchen. In der Medizin wird sie beispielsweise verwendet, um Diagnose- und Behandlungsoptionen zu verbessern, in der Finanzbranche wird sie verwendet, um Risiken besser einzuschätzen und in der Produktion wird sie verwendet, um Prozesse zu automatisieren und zu optimieren. Auch in der Landwirtschaft und im Transportwesen wird künstliche Intelligenz eingesetzt, um Effizienz und Nachhaltigkeit zu steigern.
In der Medizin kann künstliche Intelligenz dazu beitragen, Diagnosen schneller und genauer zu stellen, indem sie große Mengen an medizinischen Bildern und Patientendaten analysiert. Durch die Verwendung von künstlicher Intelligenz in der Bildgebung können Ärzte beispielsweise frühzeitig Tumoren entdecken, was die Überlebenschancen der Patienten erhöht. Künstliche Intelligenz kann auch dazu beitragen, Behandlungspläne zu optimieren und medizinische Prozesse zu automatisieren, wodurch die Effizienz erhöht wird. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, personalisierte Medikamente und Therapien zu entwickeln, indem Patientendaten verwendet werden, um die bestmögliche Behandlung für jeden einzelnen Patienten zu identifizieren. Außerdem kann die künstliche Intelligenz dazu beitragen, die Überwachung von Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu verbessern und Rückfälle zu verhindern.
Es ist unwahrscheinlich, dass künstliche Intelligenz in der Medizin menschliche Ärzte vollständig ablösen wird, weil sie nicht in der Lage ist, das klinische Urteilsvermögen und die Erfahrung von erfahrenen Ärzten zu ersetzen. KI-Systeme können jedoch eine wertvolle Unterstützung für Ärzte sein, indem sie ihnen helfen, große Mengen an medizinischen Daten schneller und genauer zu analysieren und bessere Diagnose- und Behandlungsentscheidungen zu treffen.
Es wird erwartet, dass künstliche Intelligenz in der Medizin in erster Linie als Assistenz- und Unterstützungstool für Ärzte eingesetzt wird, anstatt sie zu ersetzen. Sie kann dazu beitragen, die Effizienz von medizinischen Prozessen zu verbessern, die Genauigkeit von Diagnosen zu erhöhen und die Entwicklung personalisierter Medikamente und Therapien zu unterstützen.
Es gibt tatsächlich Branchen, in denen künstliche Intelligenz die menschliche Arbeitskraft verdrängen kann. Einige Beispiele sind:
Im Bereich Transport- und Logistikbranche: KI-Systeme können in der Lage sein, LKWs und Lieferfahrzeuge automatisch zu steuern und dadurch den Bedarf an menschlichen Fahrern reduzieren.
In der Produktion: Hier können KI-Systeme in der Lage sein, einfache und repetitive Aufgaben in Fabriken automatisch auszuführen, was den Bedarf an menschlichen Arbeitskräften reduzieren kann.
In der Finanzbranche können KI-Systeme Finanzdaten automatisch analysieren und Entscheidungen treffen, was den Bedarf an menschlichen Analysten und Investmentbankern reduzieren kann.
Im Einzelhandel können KI-Systeme automatisch Bestellungen aufgeben, Lagerbestände verwalten und Empfehlungen für Kunden geben, was den Bedarf an menschlichen Verkäufern und Lagerarbeitern reduzieren kann.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass künstliche Intelligenz nicht unbedingt Arbeitsplätze ersetzt, sondern eher die Art und Weise verändert, wie die Arbeit erledigt wird. Sie kann dazu beitragen, die Effizienz von Prozessen zu erhöhen und die Produktivität zu steigern, was wiederum neue Arbeitsplätze und Geschäftsmöglichkeiten schaffen kann.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft, die Regierungen und die Unternehmen die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Arbeitskräfte für die neue Welt der künstlichen Intelligenz vorzubereiten und sicherzustellen, dass es genügend neue Arbeitsplätze für diejenigen gibt, die von der Automatisierung betroffen sind.
Meiner Meinung nach gibt es mehrere große Herausforderungen bei der Anwendung von künstlicher Intelligenz:
Einmal bei der Datenbeschaffung und Datenqualität. Eine der größten Herausforderungen bei der Anwendung von künstlicher Intelligenz besteht darin, genügend qualitativ hochwertige Daten zu sammeln, um die KI-Systeme zu trainieren und zu validieren. Ohne ausreichende Daten kann die Leistung der KI-Systeme beeinträchtigt werden.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, die Verantwortung und Transparenz von KI-Systemen sicherzustellen, insbesondere wenn sie Entscheidungen treffen, die Auswirkungen auf Menschen haben können, beispielsweise in der Medizin.
Noch eine Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass KI-Systeme nicht von Vorurteilen oder Diskriminierung beeinflusst werden und dass sie fair und gerecht sind. Dies kann durch die Verwendung von diversen und repräsentativen Daten und durch die Überwachung und Überprüfung der Leistung der KI-Systeme erreicht werden.
Datenschutz und Sicherheit sind eine große Herausforderung für KI-Systeme. Hier geht es darum, den Datenschutz und die Sicherheit von personenbezogenen Daten zu respektieren und personenbezogene Daten gegen Angriffe zu schützen.
Eine weitere Herausforderung stellen die ethischen Aspekte der Anwendung von künstlicher Intelligenz dar. Hier ist sicherzustellen, dass die KI-Systeme in Übereinstimmung mit ethischen Standards und Regulierungen entwickelt werden.
Schließlich muss sicher gestellt werden, dass die Anwendung von künstlicher Intelligenz die Arbeitsplätze und die Arbeitsweise der Menschen nicht beeinträchtigt, sondern vielmehr die Arbeitsschritte unterstützt und erleichtert.
In den nächsten 10 Jahren wird sich die künstliche Intelligenz in vielen Bereichen weiter entwickeln. Einige der wichtigsten Trends und Entwicklungen, die man erwarten kann, sind die weitere Verbesserung in der Sprachverarbeitung. KI-Systeme werden immer besser darin werden, natürliche Sprache zu verstehen und zu generieren. Das wird es ermöglichen, KI-Systeme in immer mehr Anwendungen einzusetzen, beispielsweise in der Kundenbetreuung und im Marketing.
Weitere Fortschritte wird es in der Bild- und Videoanalyse geben. KI-Systeme werden immer besser darin werden, Bilder und Videos zu erkennen, zu analysieren und zu interpretieren. KI-Systeme werden dadurch in immer mehr Anwendungen eingesetzt werden, beispielsweise in der Medizin, in der Sicherheit und in der Überwachung.
KI-Systeme werden immer bessere autonome Entscheidungen treffen können und Aufgaben autonom ausführen können. Das wird es ermöglichen, KI-Systeme in immer mehr Anwendungen in der Produktion und im Transport einzusetzen.
KI-Systeme werden auch immer größere Datenmengen verarbeiten und analysieren können.
KI-Systeme werden auch besser darin werden, ihre Entscheidungen und ihr Verhalten zu erklären und zu verstehen.
Hinweis: Der Text dieses Podcasts wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt. Konkret habe ich dabei das Programm ChatGPT von Open AI verwendet. Ich muss also an dieser Stelle einen Disclaimer ansetzen. Die Antworten auf deine Fragen wurden von mir nicht recherchiert, sondern von ChatGPT automatisch generiert. Anders als sonst in meinen Podcasts übernehme ich daher keine Verantwortung für die Richtigkeit der Aussagen. Vielmehr war es meine Intention, unseren Hörerinnen und Hörern zu zeigen, was mittlerweile von künstlicher Intelligenz erwartet werden kann.
OpenAI ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich mit der Erforschung von künstlicher Intelligenz beschäftigt. Zentrale Geldgeber der Organisation sind Elon Musk und Microsoft. Das Ziel von OpenAI ist, künstliche Intelligenz auf Open-Source-Basis zu entwickeln und zu vermarkten. OpenAI beschäftigt sich mit der Frage der „existenziellen Bedrohung durch künstliche Intelligenz“ – also dem möglichen Übertreffen und Ersetzen der menschlichen durch künstliche Intelligenz. Die Organisation dient bis jetzt nur der Erforschung künstlicher Intelligenz.
Im Dezember 2022 stellte OpenAI die künstliche Intelligenz ChatGPT vor. Sie wurde entwickelt, um Benutzern das Erstellen von natürlich klingenden Konversationen in Echtzeit in Form eines Chatbots zu ermöglichen. Durch die Verwendung von maschinellem Lernen und natürlicher Sprachverarbeitung kann ChatGPT verstehen, was ein Benutzer schreibt und eine möglichst passende Antwort generieren.
Nachdem ChatGPT für die Öffentlichkeit frei zugänglich geworden war, meldeten sich innerhalb von fünf Tagen eine Million Nutzer an; verglichen damit hatte Instagram erst nach zweieinhalb Monaten und Spotify erst nach fünf Monaten eine Million Nutzer.
Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete ChatGPT als „bedenklich“, weil viele Internetnutzer dessen Antworten nicht hinterfragten und wegen fehlender Quellenangaben auch nicht in der Lage seien, sie auf Korrektheit zu prüfen.
Anfang Dezember 2022 verhängte die Frage-Antwort-Plattform Stack Overflow ein Verbot des Beantwortens von Fragen mithilfe von ChatGPT aufgrund der zweifelhaften Genauigkeit der Antworten.
Andererseits haben bereits die ersten Lehrkräfte an Schulen und Universitäten ChatGPT getestet. Sie kommen zum Ergebnis, dass ChatGPT „deutlich besser schreibt als die Mehrzahl der Studierenden in den letzten Jahren.“ Die Expertin für die KI-Disziplin „Natural Language Processing“ an der Fachhochschule Kiel Doris Weßels hält herkömmliche Hausarbeiten für obsolet: „Wenn es nur darum geht, Wissen zu reproduzieren und nett neu zu verpacken, ergeben Hausarbeiten keinen Sinn mehr.“
Der Präsident der Karlshochschule International University hat Tests an seiner Hochschule durchgeführt und sagt, die vom ChatGPT erzeugten Texte seien „qualitativ in den Sozialwissenschaften nicht unterscheidbar von der Arbeit der Studierenden.“
Buchwissenschaftler erwarten dass in naher Zukunft Bücher mit solchen Programmen verfasst werden, speziell bei Sparten, die Mustern folgen: Fachbücher wie auch Krimis und Liebesromane.
Es handelt sich um das Buch „Die stille Revolution“ von Bodo Janssen.
Bodo Janssen ist für mich ein sehr erstaunlicher Mensch und Unternehmer. Er wurde in Emden, das ist eine Stadt im Nordwesten von Niedersachsen und die größte Stadt Ostfrieslands geboren.
Sein Vater, Werner Hermann Janssen, hatte das Unternehmen gegründet. Eigentlich war das Unternehmen zu Beginn ein Bauträger. Das Unternehmen entwickelte und plante Hotels oder Ferienwohnungsanlagen. Die Häuser wurden an Investoren verkauft, bevor sie errichtet wurden. Den Investoren wurde einer Rendite versprochen und um die Attraktivität zu steigern, übernahm einer weitere Gesellschaft der Unternehmensgruppe das Management der Hotels. Diese Managementgesellschaft war die Upstalsboom Hotel + Freizeit GmbH & Co. KG. Heute ist das Unternehmen der führenden Ferienanbieter an der Nord- und Ostsee. Es betreibt rund 70 Hotels und Ferienwohnanlagen an 18 Standorten mit rund 650 Mitarbeitern. Das war aber nicht immer so.
Nach der Matura ging Bodo Janssen nach Hamburg um dort Betriebswirtschaft und Sinologie zu studieren. Mit dem Studium war das dann aber so eine Sache. Denn erst einmal in Hamburg angekommen, konnte er sich viel mehr für das Nachtleben und die Partys begeistern. Sehr bald begann er als Barkeeper zu arbeiten.
Eines Tages wurden für die Flyer zur Eröffnung eines neuen Clubs Fotos von den Mitarbeitern gemacht. Bodo Janssen reichte seine Fotos bei einem Modelwettbewerb ein und wurde prompt von der Modelagentur zu einem Interview eingeladen und in weiterer Folge auch engagiert.
In dieser Zeit lernte Bodo Janssen natürlich viele Menschen kennen, darunter auch eher zwielichtige Personen mit einem knallharten kriminellen Hintergrund. Dem hat er aber am Anfang nicht viel Bedeutung beigemessen.
Mit einem davon und dessen nicht minder kriminellen Freunden traf er sich eines Tages in einer Wohnung, um dort Party zu machen. Nur war das keine Party, sondern ein Hinterhalt. Kaum hatte er die Wohnung betreten, wurde er von drei bewaffneten und maskierten Männern überwältigt. Er wurde gefesselt und in weiterer Folge wurde sein Vater mit einer Lösegeldforderung von 10 Millionen D-Mark konfrontiert.
Acht Tage lang dauerte die Entführung. Dann wurde das Lösegeld bezahlt. Doch seine Entführer hätten ihn beinahe dennoch umgebracht, wenn nicht in letzter Sekunde das Mobile Einsatzkommando der Polizei die Wohnung stürmte und Bodo Janssen lettzlich befreite.
Nach seiner Befreiung blieb Bodo Janssen noch eine Zeit lang in Hamburg und arbeitete wieder als Barkeeper und Model. Ende des Jahres 2000 teilte ihm sein Vater mit, dass er die Sport- und Freizeitanlage, die das Unternehmen gebaut und verpachtet hatte, als Geschäftsführer betreiben könnte, weil der Pachtvertrag aufgelöst wurde. Bodo Janssen ging nach Emden zurück und übernahm tatsächlich die Geschäftsführung der Anlage.
Alles lief eigentlich ganz gut, dann erfuhr er, dass bei einem Bauprojekt seines Vaters in Berlin die Kosten so explodiert sind, dass das Bauunternehmen seiner Eltern Insolvenz anmelden musste.
Somit blieb nur die Hotelmanagementgesellschaft, eben Upstalsboom, übrig. Bodo Janssen beschloss dann, in das elterliche Unternehmen einzusteigen. Die Zeiten waren damals nicht einfach für das Unternehmen. Die Investoren pochten immer noch auf die Renditen, die ihnen Bodo Janssens Vater versprochen hatte, um ihnen die Häuser verkaufen zu können. Nur stellte sich heraus, dass diese Renditen nicht erwirtschaftet werden können. Das Ergebnis war, dass die Hotelbetriebe finanziell ausgeblutet wurden, damit die Investoren eine möglichst hohe Rendite bekommen. Nur so konnten die Betriebe nicht gesund geführt werden. Und das machte sich im Service und vor allem bei den Mitarbeitern stark bemerkbar.
Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, wollten Bodo Janssen und sein Vater die Häuser von den Investoren zurückkaufen. Zu den entsprechenden Verhandlungen mit den Investoren flog Bodo Janssens Vater, der selbst Pilot war, mit dem Privatflugzeug der Familie. Am 12. Mai 2007 stürzte er mit seiner Cessna ab und kam dabei ums Leben. Jetzt musste sich Bodo Janssen allein weiter um das Unternehmen kümmern.
Die Unruhe im Unternehmen wurde nicht zuletzt durch den Tod seines Vaters immer größer. Mitarbeiter kündigten oder wurden gekündigt. In den Hotels gab es eine hohe Fluktuation. Die Krankenstände gingen steil nach oben. Es kamen auch kaum noch Bewerbungen. Upstallsboom war als Arbeitgeber nicht sonderlich beliebt.
Um dem auf den Grund zu gehen, ließ Bodo Janssen 2010 durch einen ehemaligen Hoteldirektor eine Mitarbeiterbefragung durchführen. Das Ergebnis war vernichtend. Die Mitarbeiterkultur war angstgeprägt. Mitarbeiter hatten Angst, den Job zu verlieren. Aber auch Angst vor dem Chef Bodo Janssen und den anderen Führungskräften. Aber die Mitarbeiter hatten nicht nur Angst, sie waren demotiviert, machten nur Dienst nach Vorschrift und wünschten sich nichts mehr, als einen anderen Chef.
Bodo Janssen entschied sich dann aufgrund dieser Aussagen, in ein Benediktinerkloster zu gehen, um dort ein Führungsseminar bei Pater Anselm Grün zu besuchen. Anselm Grün ist Benediktinermönch, hat aber auch Betriebswirtschaft studiert und gibt Führungswissen in Seminaren weiter.
Eineinhalb Jahre lang ging Bodo Janssen immer wieder zu Seminaren in das Kloster. Die Erfahrungen in dem Kloster und der Austausch mit Pater Anselm Grün ließen ihn die Stille und Klarheit des Klosters kennen und schätzen lernen. Diese Erfahrung wollte er auch seine Führungskräfte machen lassen und er ließ auch diese zu den Seminaren in das Kloster gehen. Mit allerdings unterschiedlichen Ergebnissen. Einige der Führungskräfte konnten diesen Weg nicht mitgehen und kündigten.
Bodo Janssen beschäftigte sich zusätzlich zu den Führungsideen des Benediktinerpaters mit Neurobiologie und der so genannten positiven Psychologie. Am Ende entwickelte er für alle Mitarbeiter ein internes Curriculum mit dem Titel »Sich selbst und andere führen«. Die Mitarbeiter lernen dabei in drei Modulen zuerst, sich selbst zu führen, dann andere zu führen. Im dritten Modul geht es um die Sprache als Instrument wirksamer Führung.
In der Folge erarbeitete er mit den Mitarbeitern in einem Workshop die Unternehmenswerte und das Unternehmensleitbild.
Was dann folgte, war selbst für Bodo Janssen eine Überraschung. Nach dem großen Hochwasser in der Umgebung von Hamburg kamen Mitarbeiter zu Bodo Janssen und berichteten ihm von einem Elbfischer, der durch die Flutkatastrophe sein ganzes Hab und Gut verloren hat. Gemeinsam wurde eine Expedition zu diesem Fischer geplant und die Mitarbeiter schleppten Sandsäcke und halfen, die schwersten Trümmer des Fischerhauses abzutragen.
Dieses Erlebnis und der Sinn, der bei den Mitarbeitern dadurch gestiftet wurde, inspirierte Bodo Janssen dazu, dass jeder Mitarbeiter die Möglichkeit bekommt, sich mindestens einen bezahlten Tag pro Jahr freizunehmen, um sich sozial zu engagieren. Nach dem Motto »Der Norden tut Gutes«.
Nur acht Monate nach dem Leitbild-Workshop wurde das Unternehmen bei TOP JOB unter die Top 5 Arbeitgeber im Bereich Hotel & Gastronomie gewählt.
Ein weiteres Projekt war die Errichtung von Schulen in Afrika. 2016 wurde ein Schulgebäude einschließlich einer Wasserzisterne Zisterne eröffnet. Inzwischen wurden schon 6 Schulen errichtet. Diese und weitere Projekte kannst du auf der Webseite von Upstalsboom ansehen.
Ein weiteres Projekt nennt sich „Die Tour des Lebens“. Die Tour des Lebens gehört mittlerweile zum Ausbildungsprogramm für Lehrlinge bei Upstalsboom. Im Jahr 2016 fand die Tour das erste Mal statt. 10 Lehrlinge gingen mit Bodo Janssen auf den Kilimandscharo. Bei der zweiten Tour im Jahr 2018 gingen Lehrlinge auf den Gipfel des Newtontoppen in Spitzbergen.
Kann diese Art, zu führen auch betriebswirtschaftlich erfolgreich sein?
Bei Upstalsboom auf jeden Fall. Das Unternehmen steigerte die Zufriedenheit der Mitarbeitern auf 80%. Die durchschnittliche Krankenstandsquote wurde von 8% auf 3% gesenkt.
Über den Kulturwandel bei Umstallsboom wurde sogar ein Kinofilm gedreht, der ebenfalls den Titel „Die stille Revolution“ trägt.
Ich möchte gerne jedem Unternehmer und jeder Unternehmerin ans Herz legen, sich mit dem Upstalsboom-Weg zu beschäftigen. Das Buch „Die stille Revolution“ ist dabei ein guter Startpunkt und für mich unternehmerische Pflichtlektüre.
Heute haben wir Martin Zagler im Interview.
Martin ist Gründer und Geschäftsführer der Soluto Vertriebs GmbH in Korneuburg.
Die Soluto Vertriebs GmbH ist ein Franchisesystem das Brand- und Wasserschadensanierung, Kanal- und Abflussverstopfungsbehebungen, Leckortungen, Kanal-TV-Untersuchungen und zerstörungsfreie Rohr- und Kanalsysteme anbietet.
In unserem Interview erzählt uns Martin was das Soluto Franchise-System so besonders macht, wie er es geschafft hat nach einer Insolvenz wieder durchzustarten und was es Besonderes gibt als Franchise-Unternehmer.
Das Jahr ist bald zu Ende. Wir haben Advent. Die so genannte stille Zeit. Auch wenn viele Unternehmer das wahrscheinlich nicht so merken. Aber es ist auch eine Zeit, in der wir alle viel von den Kindern lernen können. Kinder können sich noch ehrlich auf Weihnachten freuen. Sie haben ihre Wünsche an das Christkind geschickt und können es nicht erwarten, jeden Tag aufzustehen und zu sehen, wie die Zeit vergeht, bis ihre Wünsche endlich erfüllt sind.
Wir Erwachsenen haben diese Vorfreude auf die Erfüllung unserer Wünsche verloren. Ich würde sogar sagen, viele von uns sind gar nicht mehr in der Lage, sich etwas so zu wünschen wie ein Kind.
Wann haben wir das eigentlich verloren?
Wir glauben immer, wir sind dazu da, anderen ihre Wünsche zu erfüllen. Und dabei vergessen wir ganz auf uns und auf unsere eigenen Wünsche.
Daher möchte ich heute über unsere Wünsche sprechen. Ich möchte, dass wir uns unsere Wünsche heute einmal ganz bewusst machen. Und dann würde ich mir persönlich wünschen, dass alle unsere Hörerinnen und Hörer hergehen und sich mit kindlicher Vorfreude ihre Wünsche auch erfüllen.
Viele von uns warten nämlich viel zu lang auf die Erfüllung unserer Wünsche. Da kommt jetzt erst einmal die Pflicht. Der Job oder unser Unternehmen. Für unsere Wünsche ist da wenig Zeit. Im Urlaub können wir gerade einmal kurz durchschnaufen. Also verschieben die meisten von uns die Erfüllung ihrer Wünsche auf die Pension. Warum eigentlich? Wir wissen doch gar nicht, wie es uns einmal geht, wenn wir in Pension sind. Vielleicht können wir uns dann unsere Wünsche gar nicht mehr erfüllen.
Was sind jetzt aber überhaupt unsere Wünsche? Viele von uns wissen das gar nicht mehr. Ein guter Freund, der Unternehmensberater Georg Fenzl hat mir einmal eine Übung gezeigt, die mir sehr gut gefällt. Sie lautet: mach eine 100 Wünsche Liste. Nimm zum Beispiel ein Flipchart oder ein großes Blatt Papier und schreib darauf deine Wünsche, die noch nicht erfüllt sind. Da werden gleich einmal ein paar Wünsche kommen. Meistens zuerst ökonomische Wünsche: ein größeres Haus, das besondere Auto zum Beispiel.
Wichtig ist, dass du wirklich 100 Wünsche aufschreibst. Du wirst sehen, das ist gar nicht so einfach. Nach 20 oder 30 Wünschen wirst du wahrscheinlich stocken und nicht mehr weiter wissen. Aber jetzt wird es erst spannend. Wenn du jetzt nicht aufgibst, sondern weiter machst und in dir selbst zu graben beginnst, dann kommen deine tiefer liegenden Wünsche zu Tage. Die haben dann ganz oft auch nichts mehr mit den oberflächlichen wirtschaftlichen Zielen zu tun. Da geht es dann mehr um Dinge, die du erleben möchtest oder um das, was ich dein Vermächtnis nenne. Also: was will ich auf diesem Planeten hinterlassen, wenn ich einmal nicht mehr da bin? Woran soll man sich im Zusammenhang mit mir erinnern? Welchen Fußabdruck will ich hinterlassen?
Wenn du es geschafft hast, wirklich 100 Wünsche aufzuschreiben, was sehr wahrscheinlich gar nicht in einer einzigen Sitzung möglich ist, sondern einen längeren Zeitraum dauern wird, dann kannst du deine Wünsche in vier Bereiche aufteilen.
Das sind die Bereiche Haben, Tun, Sein und Geben. Haben bezeichnet die ökonomischen Wünsche. Was will ich eines Tages alles haben? Tun sind die Dinge, die ich gerne einmal machen möchte, wie zum Beispiel Fallschirmspringen, einen Marathon laufen, den Kilimandscharo besteigen, ins Weltall fliegen oder eine Kreuzfahrt machen.
Sein bezeichnet, wie ich mich selbst sehen möchte. Wer will ich sein? Unternehmer, Ehemann oder Ehefrau, Vater, Mutter, Vortragsredner, Schachgroßmeister, was auch immer.
Und mit dem Geben meine ich die Wünsche, die darauf ausgerichtet sind, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Wenn du einmal deine 100 Wünsche Liste so sortiert hast, wirst du vielleicht merken, dass beim Haben und beim Tun viel mehr steht als beim Sein und beim Geben. Das ist auch in Ordnung, solange letztlich beim Geben etwas dabei steht.
Schau dir jetzt deine Liste noch einmal an. Passen alle Wünsche wirklich zu dir? Zu deinen Werten? Wie bist du denn überhaupt auf deine Wünsche gekommen? Wann hattest du diese Wünsche zum ersten Mal. Oft übernehmen wir einfach Wünsche von anderen. Von Freunden oder von der Familie. Wir finden zum Beispiel Wünsche gut, die uns ein Freund erzählt hat und denken: Das klingt gut, das will ich auch. Nur ist das dann eben nicht mein persönlicher Wunsch, sondern der Wunsch meines Freundes. Und dann sollte ich in mich hineinspüren und mich fragen, ob ich das wirklich auch selber will. Wenn ja, dann ist das ok und der Wunsch kann auf deiner Liste bleiben. Wenn du aber jetzt merkst, dass der Wunsch eigentlich gar nicht zu dir passt, dann streich ihn jetzt wieder von deiner Liste.
So gehst du mit allen Wünschen auf deiner Liste vor. Dadurch kürzt sich deine Liste wieder dramatisch. Und das ist auch gut. Denn 100 Wünsche wären eh viel zu viel gewesen.
Wichtig ist nur, dass du vor dem Wegstreichen wirklich 100 Wünsche hattest, damit eben auch die tiefer liegenden Wünsche dabei sind. Die Wünsche, die wahrscheinlich besser zu dir passen, als die ersten 20 oder 30.
Nach dem Wegstreichen kann es sein, dass nur mehr 20 Wünsche übrig bleiben. Das ist eine gut zu bewältigende Zahl. Hoffentlich ist dann auch aus allen Bereichen, also dem Haben, dem Sein, dem Tun und dem Geben was dabei.
Nimm jetzt die verbleibenden Wünsche. Jetzt kannst du aus deinen Wünschen Ziele formulieren. Du weißt schon: SMARTE Ziele. Also formuliere deine Wünsche spezifisch, also möglichst konkret. Kannst du irgendwie messen, ob du deinen Wunsch erfüllt hast? Wenn ja, dann schreib das Messkriterium auf und auch den Wert, den du anstrebst.
Attraktivität des Ziels sollte eigentlich nicht das Problem sein, wenn es sich wirklich um einen tiefen persönlichen Wunsch von dir handelt.
Ist das Ziel, also die Erfüllung deines Wunsches realistisch? Überprüfe das vor allem auch vor dem Zeithorizont der Terminierung. Denn viele Wünsche sind vielleicht kurzfristig unrealistisch, über einen längeren Zeitraum aber durchaus machbar. Ein Beispiel dafür ist es, wenn dein Wunsch darin besteht, einen Marathon zu laufen. Wenn du bisher nicht regelmäßig gelaufen bist, dann wird es nicht realistisch sein, im nächsten Monat einen Marathon zu laufen. Aber im nächsten Jahr, also in 12 Monaten, das geht auf alle Fälle.
Jetzt hast du also deine Wünsche zusammengestrichen und als SMARTE Ziele formuliert. Bringe deine Wünsche doch jetzt in eine Reihenfolge. Du setzt damit deine Prioritäten. Das kann sich einerseits schon aus dem Zeithorizont ergeben. Andererseits kann es aber auch Wünsche geben, die dir wichtiger sind als andere. Dann bringe deine Wünsche in diese Reihenfolge.
Und jetzt kommt der einfache und schöne Teil. Du brauchst jetzt deine Liste nur mehr abarbeiten und deine Wünsche beginnen, sich der Reihe nach zu erfüllen. Und du musst und solltest auf keinen Fall bis zur Pension warten. Beginne gleich mit der Erfüllung deiner Wünsche.
So hast du das schöne Gefühl, das Kinder zu Weihnachten haben, sogar öfter im Jahr. Und du findest deine kindliche Freude wieder.
Heute werden wir uns über Allgemeine Geschäftsbedingungen unterhalten.
Manchmal werde ich von Unternehmen gefragt: Brauche ich für mein Unternehmen Allgemeine Geschäftsbedingungen?
Meine Antwort dazu ist klar: Ich empfehle jedem Unternehmer ganz dringend die Verwendung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Es ist nur so, dass man sich davon keine Wunder erwarten darf. Nur weil ich Allgemeine Geschäftsbedingungen habe, heißt das nicht, dass ich zum Beispiel keine Kundenreklamationen mehr bekomme. Es heißt auch nicht automatisch, dass ich im Fall von Reklamationen immer Recht bekommen werde. Wenn meine Leistung einfach schlecht war, können mir die besten Allgemeinen Geschäftsbedingungen da nicht weiterhelfen.
Aber schauen wir uns die Sache systematisch an. Wozu braucht ein Unternehmen Allgemeine Geschäftsbedingungen?
Allgemeine Geschäftsbedingungen sind vorformulierte Vertragsbedingungen für alle Verträge, die ich mit meinen Kunden abschließe. Das ist auch gut so. Wenn ich keine Allgemeinen Geschäftsbedingungen hätte, müsste ich bei jedem einzelnen Geschäftsfall einen Vertrag einzeln ausverhandeln und abschließen.
Dass es mühsam wäre, für jeden einzelnen Kundenvertrag, jede einzelne Lieferung oder Dienstleistung, die von einem Unternehmen erbracht wird, einen eigenen Vertrag zu verhandeln, liegt auf der Hand. Daher bedienen sich viele Unternehmen allgemeiner Geschäftsbedingungen.
Also zusammengefasst lautet meine Antwort auf die Frage, „brauche ich Allgemeine Geschäftsbedingungen“ ganz klar: ja.
Das haben wie gesagt auch viele Unternehmen für sich erkannt, denn die meisten Unternehmen verwenden Allgemeine Geschäftsbedingungen.
Eine andere Sache ist aber, dass sehr viele vorgefertigte Geschäftsbedingungen verwenden, die sie aus dem Internet heruntergeladen haben.
Ist dagegen etwas einzuwenden?
Na ja, zunächst einmal ist es doch hoffentlich so, dass mein Unternehmen in gewisser Weise einzigartig ist, sich also von der Konkurrenz abhebt und irgendetwas Besonderes anbietet. Man nennt das auch den USP, also die Unique Selling Proposition oder auf Deutsch das Alleinstellungsmerkmal.
Wenn ich jetzt ein einzigartiges Unternehmen habe, wie sollen dann Standard-Geschäftsbedingungen passen, die für eine ganze Branche ausgearbeitet worden sind?
Dann sollte man aber unbedingt daran gehen, die Muster Geschäftsbedingungen an das eigenen Unterhemen anzupassen.
Man kann das auch mit der Kleidung vergleichen. Es gibt Kleidung von der Stange und dann kann man sich auch einen Maßanzug machen lassen.
Wenn ich den Vergleich jetzt auf Unternehmen anwende, dann ist das sicher so, dass der Maßanzug ein einzelner wichtiger Vertrag ist. Allgemeine Geschäftsbedingungen sollen für eine Vielzahl von Fällen gelten, sind also eher Stangenware.
Aber wie oft ist es dir schon passiert, dass die Stangenware doch nicht so richtig gepasst hat? Oder dass der neue Schuh, obwohl er deine Größe hat und du ihn im Geschäft kurz anprobiert hast, drückt und du beim Gehen Blasen bekommst?
Also lautet meine Empfehlung: Schau dir ruhig die Muster Geschäftsbedingungen an, die die Wirtschaftskammer für deine Branche ausgearbeitet hat. Aber nimm sie dann zur Hand und passe sie individuell auf dein Unternehmen, deine konkreten Leistungen, an.
Und ganz klar ist auch die Empfehlung: Lass die Finger von Geschäftsbedingungen, die du aus anderen Quellen im Internet herunterladen kannst. Du weißt nicht, welche Branche und welches Geschäftsmodell der Verfasser vor Augen hatte. Das können gute Geschäftsbedingungen sein, aber sie passen vielleicht gerade auf dein Unternehmen überhaupt nicht.
Und noch etwas: Allgemeine Geschäftsbedingungen werden laufend von dem Obersten Gerichtshof geprüft. Und dabei werden oft Klauseln beanstandet und vom OGH als unwirksam eingestuft. Außerdem ändern sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Bei den Geschäftsbedingungen der Wirtschaftskammer steht immer das Datum dabei, wann sie erstellt wurden. Außerdem werden diese Geschäftsbedingungen gut gewartet. Du kannst also von einer guten Aktualität ausgehen. Trotzdem solltest du diese Geschäftsbedingungen eben auf dein Unternehmen anpassen und auf Aktualität prüfen lassen.
Jetzt ist es dann noch so, dass man eben nie sicher sein kann, dass man dann, wenn man Geschäftsbedingungen individuell errichtet oder von einem Muster angepasst hat, keine Rechtsstreitigkeiten mehr haben wird oder jeden Rechtsstreit gewinnen wird.
Wie schon vorher gesagt, muss meine Leistung gut sein und dem Vertrag entsprechen.
Es kann dir immer passieren, dass ein Gericht deine Geschäftsbedingungen für unwirksam hält. Wie gesagt, ist hier viel im Fluss. Daher solltest du Geschäftsbedingungen auch als ein lebendes, sich entwickelndes System betrachten.
Also wir setzen uns mit unseren Mandanten einmal im Jahr zusammen und besprechen dabei unter anderem die AGB. Sind sie noch aktuell? Gab es Probleme, die nicht berücksichtigt waren? Sollen wir die AGB ändern?
Was sind nun die gesetzlichen Schranken für Allgemeine Geschäftsbedingungen?
Wenn eine Klausel einen ungewöhnlichen Inhalt hat, dann gilt die Klausel von vornherein nicht, wenn sie für den Kunden nachteilig ist und er mit der Klausel nicht zu rechnen brauchte. Eine Ausnahme gilt dann, wenn du den Kunden auf die Klausel besonders hingewiesen hast.
Für die Praxis ist daher zu empfehlen, eine klare Struktur mit deutlichen Überschriften zu wählen und Kunden zum Beispiel durch Fettdruck oder andere Hervorhebungen darauf hinzuweisem, wenn man von der gesetzlichen Rechtslage abweichen möchte.
Außerdem sind die Klauseln nicht wirksam, wenn die den Kunden gröblich benachteiligen. Das gilt aber nur für Klauseln, die nichts mit den beiderseitigen Hauptleistungen zu tun haben. Also Nebenbestimmungen des Vertrages betreffen.
Besonderheiten sind noch zu beachten, wenn meine Kunden Verbraucher im Sinn des Konsumentenschutzgesetztes sind.
Hier regelt das Konsumentenschutzgesetz einen Katalog an Klauseln, die jedenfalls unwirksam sind. Hier kann man in der Regel gar nichts machen. Jeder Versuch, eine Klausel anders zu formulieren, um das vom Gesetz verpönte Ziel doch zu erreichen, ist zum Scheitern verurteilt. Spätestens vor Gericht wird diese Klausel aufgehoben.
Es empfiehlt sich daher, bei der Gestaltung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch den Klauselkatalog des Konsumentenschutzgesetzes zu prüfen.
Also noch einmal alles kurz zusammengefasst:
Jedes Unternehmen sollte unbedingt Allgemeine Geschäftsbedingungen verwenden. Diese Geschäftsbedingungen sollten an das Unternehmen und seine Leistungen angepasst sein. Bei der Verwendung von Branchen-Mustern sollte auf die Aktualität geachtet werden. Wenn deine Kunden Verbraucher sind, sollte auch der Klauselkatalog des Konsumentenschutzgesetzes geprüft werden.
Geschäftsbedingungen sollten darüber hinaus einmal jährlich revidiert und bei Bedarf angepasst werden.
Heute haben wir Laurentius Mayrhofer im Interview.
Laurentius ist Geschäftsführer des Institutes Die Markenwertexperten in Loosdorf.
Die Markenwertexperten sind ein Institut für ganzheitliche Markenbewertungen.
In unserem Interview erzählt uns Laurentius was ein Markenwertexperte macht, wie es dazu gekommen ist, dass er ein Unternehmen gegründet hat und wer einen Markenwertexperten braucht.
Heute geht es um Kennzahlen. Also um die wichtigen Daten, die Unternehmer in regelmäßigen Abständen über ihr Unternehmen erheben müssen.
„Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken.“ Dieses Zitat wird dem US-amerikanischen Ökonom Peter Drucker zugeschrieben. Ob es tatsächlich von ihm stammt, ist zweifelhaft. Aber das ist auch egal. Denn richtig ist: wenn du deine Zahlen nicht kennst, kannst du nicht sagen, ob dein Unternehmen gerade erfolgreich ist oder nicht, ob du mit deinen Aktivitäten gerade Gewinn machst oder vielleicht sogar Verlust.
Was sind nun die Zahlen, die jeder Unternehmer über sein Unternehmen kennen sollte?
Wenn du beginnen möchtest, dich mit Kennzahlen für dein Unternehmen zu beschäftigen, dann wirst du gleich einmal ziemlich erschlagen von der schieren Menge von Kennzahlen.
Natürlich kennen wir als Unternehmer den Umsatz als eine Messgröße für den wirtschaftlichen Erfolg. Noch wichtiger ist der Gewinn, denn Umsatz alleine reicht nicht aus, um auf Dauer ein erfolgreiches Unternehmen zu haben. Weitere Kennzahlen für den wirtschaftlichen Erfolg sind der Rohertrag und der Deckungsbeitrag.
Jetzt ist sicherlich Gewinn immer eine schöne Sache, aber wie heißt es so schön: Cash is King. Was nützt mir der schönste Gewinn, wenn ich keine Liquidität habe. Daher gibt es auch Kennzahlen zur Messung der Liquidität, etwa das Working Capital oder Netto-Umlaufvermögen, bei dem vom Bank- und Kassaguthaben die kurzfristigen Verbindlichkeiten abgezogen werden.
Da wir in der Regel wollen, dass unser Unternehmen rentabel ist, gibt es auch Kennzahlen zur Messung der Rentabilität. Etwa die Umsatzrentabilität, die mir angibt, wieviel Prozent meines Umsatzes als Gewinn übrig bleiben. Oder der so genannte Return on Investment.
Weiters gibt es Kennzahlen zur Kapitalstruktur, etwa die Eigenkapitalquote oder die Fremdkapitalquote und der Verschuldungsgrad. Interessanterweise sind gerade dann, wenn die Liquidität ausgeht und frisches Kapital benötigt wird, für Banken gerade diese Zahlen wichtig.
Damit kommen wir dann auch schon zu Kennzahlen, die mir angeben, ob mein Unternehmen in Schieflage ist oder schon untergeht. Die so genannten Schuldenkennzahlen.
Sollte man als Unternehmer jetzt also wirklich Mathematiker werden und warum tut man sich das an?
Die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen regelmäßig zu berechnen und dann in einem zeitlichen Vergleich einander gegenüber zu stellen, kann mir Auskunft darüber geben, wie sich mein Unternehmen in der Vergangenheit entwickelt hat. Ich kann erkennen, ob die Tendenz wirtschaftlich positiv oder negativ ist. Und dann kann ich mich fragen, warum bestimmte Kennzahlen zu bestimmten Zeiten besser oder schlechter waren und damit das Unternehmen besser steuern.
Mit den Kennzahlen kann ich Probleme erkennen. Ich kann wirtschaftliche Stärken und Schwächen in meinem Unternehmen sichtbar machen. Natürlich kann ich Soll-Ist-Vergleiche anstellen.
Es gibt auch Branchenkennzahlen, die regelmäßig zum Beispiel von der Statistik Austria veröffentlicht werden. Hier kann ich mein Unternehmen mit meiner gesamten Branche vergleichen und nachsehen, in welchen Bereichen mein Unternehmen vielleicht besser oder schlechter da steht als die Branche. Daraus kann ich dann wieder Schlüsse ziehen und unternehmerische Entscheidungen ableiten.
Kennzahlensysteme können auch zur Umsetzung einer Vision oder einer Strategie verwendet werden, zum Beispiel mithilfe einer so genannten Balanced Scorecard.
Es ist auch möglich, die Leistung oder den Fortschritt im Hinblick auf meine unternehmerischen Ziele zu ermitteln. Solche Leistungskennzahlen werden als Key Performance Indicators oder kurz KPIs bezeichnet und viele Unternehmer schauen sich nur bestimmte KPIs an und leiten daraus ihre Entscheidungen ab. KPIs gibt es für die verschiedensten Unternehmensbereiche, zum Beispiel für die Produktivität, die Qualität, die Kunden- oder die Mitarbeiterzufriedenheit. Im Marketing misst man beispielsweise die Kosten pro Lead.
Key Performance Indicators können aber immer nur aus der Vergangenheit ermittelt werden. Zuerst einmal müssen ja die Daten für die KPIs da sein. Dann kann es aber für die Steuerung vielleicht schon zu spät sein. Einen anderen Ansatz schlägt der US-amerikanische Unternehmensberater und Autor Ronald J. Baker in seinem Buch „Measure what matters to customers“ – „Miss das, was für Kunden wirklich wichtig ist“ vor.
Er sagt, dass Berichte aus der Buchhaltung oder Kostenrechnung naturgemäß Indikatoren sind, die zeitlich nachgelagert sind. Seiner Meinung nach brauchen Unternehmen Frühindikatoren – Früherkennungssysteme, die es den Unternehmen ermöglichen, ihren ultimativen Zweck, nämlich der Schaffung von größtmöglichem Nutzen für die Kunden, zu erfüllen. Er nennt diese Indikatoren Key Predicitve Indicators, also Schlüsselindikatoren für die Voraussage der zukünftigen Leistung.
Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt, sagte schon Albert Einstein.
Was zählt nun oder welche Key Predicitive Indicators schlägt Ronald J. Baker vor?
Nach Ronald J. Baker sollte jedes Unternehmen seine eigenen KPIs entwickeln. Die Entwicklung von KPIs ist für ihn eine Metastrategie. Also eine Strategie für die Definition einer Strategie.
Ronald J. Baker beschreibt in seinem Buch einige KPIs für Beratungsunternehmen, wie Steuerberater, Unternehmensberater oder Rechtsanwälte. Mit etwas Fantasie ist es aber sicher möglich, für jedes Unternehmen eigene KPIs zu finden.
Zunächst einmal schaut er sich an, warum Beratungsunternehmen laut Studien Kunden verlieren. Die Gründe sind, dass Kunden sich vernachlässigt vorkommen. Sie fühlen sich ignoriert, das Unternehmen hält über den konkreten Auftrag hinaus keinen Kontakt und hält Kunden nicht auf dem Laufenden. Kunden erwarten von Beratungsunternehmen, dass die Unternehmen sich für die Kunden interessieren, sie so beraten, dass sie auch alles verstehen, was der Berater macht und warum er das macht. Sie erwarten, dass die Beratung einen wirklichen Effekt für das Geschäft hat.
Basierend auf diesen Aussagen empfiehlt Ronald J. Baker folgende KPIs für Beratungsunternehmen:
• Bearbeitungszeit. Unternehmen sollten sorgfältig verfolgen, wann jeder Auftrag eingeht, ein gewünschtes Fertigstellungsdatum festlegen und den Prozentsatz der pünktlichen Lieferung messen.
• Innovationsumsatz. Mit dieser Kennzahl misst man den Umsatz, der mit Dienstleistungen gemacht wird, die das z.B. im Vorjahr noch gar nicht angeboten hat. Diesen Innovationsumsatz kann man dann zum Gesamtumsatz in ein Verhältnis setzen und dann erhält man den Innovationsumsatz in Prozent. Dann könnte man als Key Predicitve Indicator festlegen, wie hoch dieser Prozentsatz sein soll. Bei Hewlett Packard soll etwa der Umsatz mit Produkten, die es vor 2 Jahren noch gar nicht gab, 50% des Gesamtumsatzes ausmachen. Auf alle Fälle kann diese Kennzahl angeben, ob ein Unternehmen innovativ ist und sich beim Dienstleistungsangebot weiter entwickelt oder ob jahrein jahraus die gleichen Dienstleistungen angeboten werden.
• Kundenzufriedenheit. Man nimmt an, dass Unternehmen, vor allem Dienstleistungsunternehmen, zwischen 80 und 95 Prozent ihres Umsatzes mit Bestandskunden machen. Dazu kommt, dass 4 bis 11 mal mehr kostet, einen neuen Kunden zu akquirieren als eine neue Transaktion mit einem Bestandskunden abzuschließen. Daher ist es verwunderlich, dass nur 20 Prozent der Unternehmen die Zufriedenheit ihrer Kunden messen.
• Kundenempfehlungen. Man darf annehmen, dass zufriedene Kunden ein Unternehmen an neue Kunden weiter empfehlen werden. Tatsächlich passiert das in der Regel aber nicht einfach so. Unternehmen würden besonders dann viel mehr Neukunden durch Empfehlung von zufriedenen Bestandskunden erhalten, wenn die Unternehmen einfach auf einer regelmäßigen Basis um solche Empfehlungen bitten würden. Wenn man Kunden durch Empfehlungen gewinnen möchte – und das ist mit Sicherheit eine der billigsten, wenn nicht die billigste Methode zur Neukundengewinnung, dann sollte man sich hier eine Kennzahl für die gewünschte Anzahl an Kundenempfehlungen pro Zeiteinheit festlegen und gezielt um Empfehlungen bitten.
• Anzahl und Qualität der Kundenkontakte pro Woche. Nach Ronald J. Baker verlieren Unternehmen zwei Drittel ihrer Kunden deswegen, weil die Kunden sich vernachlässigt fühlen. Daher hilft auch hier eine Kennzahl zu den gewünschten Kundenkontakten pro Woche. Damit bleibt das Unternehmen bei den Kunden am Radar, die Kunden fühlen sich nicht vernachlässigt und bleiben dem Unternehmen treu. Auch wenn bei einem Kauf oder bei einer Dienstleistung einmal etwas schief geht. Wenn ich zu meinen Kunden eine gute Beziehung habe, kann mir das eben auch bei dem einen oder anderen Problem helfen, den Kunden nicht zu verlieren.
Ronald J. Baker empfiehlt, dass Unternehmen drei bis höchstens fünf KPIs messen sollen, um eine gute Vorhersage für das Kundenverhalten zu bekommen. Wenn man versucht, zu viele KPIs zu messen, weiß man am Ende erst wieder nichts. Wichtig ist: Wenn man die KPIs für ein Unternehmen auswählt, sollte man den Prozess nicht zu verkopft angehen. Man kann und sollte dabei auch seiner Intuition und Empathie vertrauen und den Prozess kreativ anlegen. Letztlich sind KPIs nach Ronald J. Baker dadurch, dass sie in die Zukunft gerichtet sind, immer Theorien darüber, wie Kunden sich verhalten werden. Es gilt daher, diese Theorien intuitiv und mit einer empathischen Sicht auf den Kunden zu wählen und dann zu testen, ob die Theorie falsifiziert werden kann. In diesem Fall such ich dann nach anderen KPIs, also nach einer anderen Theorie für das Kundenverhalten. So nähere ich mich mit der Zeit einer guten Vorhersage an.
Mit diesen drei bis fünf Kennzahlen können sich Unternehmen ein Dashboard bauen und die wichtigen Vorlaufindikatoren und vielleicht den einen oder anderen Key Performance Indicator regelmäßig und zeitnah messen und überwachen.
Heute geht es um die legendären TED Talks und darüber, wie wir Unternehmer davon profitieren können.
Es ist ja eine besonders wichtige Tugend jedes Unternehmers, ständig zu lernen und sich persönlich weiter zu entwickeln. Zum lebenslangen Lernen gehört es, gute Bücher zu lesen und Seminare zu besuchen. Und da kommen die TED Talks ins Spiel.
Die Abkürzung TED steht für Technology, Entertainment und Design. TED ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Verbreitung von Ideen widmet. Das Motto von TED lautet „Ideas worth spreading“, auf Deutsch „Ideen, die es wert sind, verbreitet zu werden.
TED begann 1984 als alljährliche Innovations-Konferenz in Monterey, Kalifornien, auf der Technologie, Unterhaltung und Design zusammenkamen. Mittlerweile werden in den TED Talks, so werden die Vorträge auf den TED Konferenzen genannt, die vielfältigsten Themen behandelt: von Wissenschaft über Wirtschaft bis hin zu globalen Themen. Jeder Vortragende hat bei seinem TED Talk maximal 18 Minuten Zeit, seine Idee persönlich und ansprechend zu präsentieren.
Für mich sind die TED Talks eine äußerst ergiebige Quelle für mein Lernen und meine persönliche Entwicklung. Das geniale dabei ist die relativ kurze Dauer der Vorträge. Mit maximal 18 Minuten müssen die Vortragenden schon knackig auf den Punkt kommen. Und das tun sie in der Regel. Außerdem sind die Vorträge eine willkommene Abwechslung zu Büchern. Es gibt sogar eine eigene Smartphone App, sodass man die TED Talks zum Beispiel auch im Auto oder in der Bahn hören kann.
Auf der TED-Talks-Webseite finden sich aktuell über 4.100 TED Talks. Es gibt TED Talks in unzähligen Sprachen, sehr oft mit Untertiteln.
Einer der beliebtesten TED Talks, mit 59 Millionen Ansichten auf Platz 4, und auch einer meiner Favoriten, den ich gerne und sehr oft empfehle, ist von Simon Sinek. Er hat den Titel „How great leaders inspire to action”, auf Deutsch: “Wie großartige Führungskräfte zu Handlungen inspirieren“. In diesem TED Talk stellt Simon Sinek sein Konzept des Golden Circle dar. Es handelt sich um drei konzentrische Kreise, die darstellen, wie erfolgreiche Unternehmen mit Kunden kommunizieren. Ganz außen steht WAS das Unternehmen macht, also das Produkt oder die Dienstleistung. Im mittleren Kreis steht, WIE das Unternehmen das macht. Im Zentrum der Kommunikation aber steht WARUM das Unternehmen das macht, was es macht. Die zentrale Aussage in Simon Sineks TED Talk lautet: „People don't buy what you do; they buy why you do it. The goal is not to do business with everybody who needs what you have. The goal is to do business with people who believe what you believe.“ Die Menschen kaufen nicht, was du tust; Sie kaufen, warum du es tust. Das Ziel ist nicht, mit jedem Geschäfte zu machen, der das braucht, was du anbietest. Das Ziel ist es, mit Menschen Geschäfte zu machen, die das glauben, was du glaubst.“. Ich empfehle wirklich jedem Unternehmer, diesen sehr inspirierenden TED Talk anzusehen und zur weiteren Vertiefung das Buch „Frag immer erst: warum. Wie Top-Firmen und Führungskräfte zum Erfolg inspirieren“ von Simon Sinek zu lesen.
Mit über 44 Millionen Ansichten findet sich auf Platz 8 der meist angesehenen TED Talks übrigens ein Vortrag von Bill Gates aus dem Jahr 2015 mit dem Titel „The next outbreak? We’re not ready”. Er stellt in seinem TED Talk dar, dass die Welt 2014 einem globalen Ausbruch von Ebola nur knapp und mit sehr viel Glück entgangen ist. Und er warnte, dass die Welt für eine globale Pandemie nur dann bereit sei, wenn die vorhandenen Ideen von der Szenarioplanung über die Impfstoffforschung bis hin zur Schulung des Gesundheitspersonals in die Tat umgesetzt werden. Bill Gates sagte damals, "There's no need to panic … but we need to get going." “Es gibt keinen Grund zur Panik … aber wir müssen loslegen.“. Wie wir mittlerweile wissen, hat die Welt die Covid-19 Pandemie nicht abwenden können und der TED Talk von Bill Gates aus dem Jahr 2015 war einer der Ausgangspunkte für die bekannten Verschwörungstheorien.
Ein weiterer TED Talk, den ich gerne jedem Unternehmer empfehle, und der mit über 43 Millionen Ansichten auf Platz neun rangiert, stammt von Robert Waldinger, einem Psychiater am Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School. Der TED Talk hat den Titel “Was macht ein gutes Leben aus? Lehren aus der längsten Studie über Glück“.
Berühmte Vortragende sind neben dem erwähnten Bill Gates Elon Musk, Stephen Hawking, Jamie Oliver, Steve Jobs, Al Gore oder Bill Clinton.
TED hat von 2005 bis 2017 den TED Prize für besonders preiswürdige Ideen verliehen. Preisträger waren unter anderem Bono, der Sänger der irischen Band U2, Bill Clinton oder Jamie Oliver.
Zum Abschluss möchte ich hier noch einen meiner Lieblings TED Talks vorstellen. Er trägt den Titel „Death by Powerpoint“ also „Tod durch Powerpoint“. Der Vortragende ist David Phillips. Der TED Talk hat seit 2014 über 4 Millionen Aufrufe. Eigentlich ist das auch kein TED Talk, sondern ein TEDx Talk.
Seit 2009 ermöglicht die TED Foundation unabhängigen Organisatoren, eigene Konferenzen unter dem Namen TEDx zu veranstalten. Um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten, werden kostenlose Lizenzen vergeben. Zu den Vorgaben zählt beispielsweise die Gestaltung der Bühne sowie eine Veröffentlichung der Vorträge per Video.
In seinem TED Talk erklärt David Phillips wieso die üblichen Powerpoint Präsentationen so langweilig sind und wie man Powerpoint richtig einsetzt, um wirklich gute Präsentationen zu halten.
Natürlich sind die meisten TED Talks wirklich gute Vorträge. Das hat inzwischen auch einige Sachbuchautoren inspiriert, Bücher darüber zu schreiben, wie man Vorträge so ausarbeitet, dass sie auch auf TED gehalten werden können. Sehr gut ist zum Beispiel das Buch „How to design TED-worthy Presentation Slides“, also „Wie Sie TED-würdige Präsentationsfolien designen“. Im wesentlichen sind ähnliche Tipps enthalten wie im schon erwähnten TED Talk „Death by Powerpoint“ von David Phillips.
Ein anderes interessantes Buch in diesem Zusammenhang ist „TED Talks: The Official TED Guide to Public Speaking“. Das Buch ist ein NEW YORK TIMES Bestseller. Der Autor ist niemand geringerer als Chris Anderson, der Vorsitzende von TED. In dem Buch untersucht Chris Anderson TED Talks der inspirierendsten Vortragenden und erklärt, wie man den Vortrag inhaltlich richtig aufbaut und schlussendlich effektiv hält.
Auch wenn du nicht unbedingt vorhast, als Redner bei TED aufzutreten. Sich mit dem Thema auseinander zu setzen, ist für jeden Unternehmer extrem wichtig. Denn in unserem Unternehmerleben müssen wir täglich etwas präsentieren. Sei es vor Interessenten, Kunden oder Mitarbeitern. Je besser die Präsentation und je überzeugender wir sie halten können, umso effektiver sind wir als Unternehmer.
Also gibt es zwei gute Gründe, regelmäßig TED Talks anzusehen. Der eine Grund sind die vielen guten TED Talks, von denen wir sehr viel lernen können. Und andererseits ist es die Art der Präsentation von Ideen, die wir selbst in unserem Unternehmen einsetzen können.
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