Pompeji als Brennglas: Ausgrabungen, Sklavenalltag, Fresken und frühes Christentum – plus die Frage, wie viel Graben man verantworten kann.
In dieser Folge von RegalGeflüster führt dich die Buchempfehlung nach Pompeji – mitten hinein in Ausgrabungen, die bis heute neue Entdeckungen ans Licht bringen. „Pompejis letzter Sommer“ von Gabriel Zuchtriegel erzählt von einer Stadt, die nach dem Vesuv-Ausbruch wie eingefroren wirkt, deren Gesellschaft im Jahr 79 aber voller Spannungen steckt. Ein freigelegter Bäckereibetrieb macht den Alltag der rechtlosen Menschen greifbar: Sklaven mahlten Mehl, angekettet, und Leben, Schlafplatz und Latrine lagen am selben Ort.
Nur wenige Straßen weiter steht eine Villa mit großen Fresken, die wohl einen Mysterienkult zeigen – und damit die Sehnsucht nach persönlicher spiritueller Erfahrung. Das Buch verknüpft diese Spuren mit der Krise der antiken Götterverehrung, dem jungen Christentum und der Frage, wie Bewahren nach dem Ausgraben überhaupt gelingen kann.
RegalGeflüster findest Du auf allen gängigen Podcast-Portalen – inklusive YouTube.
Zum Buch: Pompejis letzter Sommer