RegalGeflüster

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RegalGeflüster episodes

  • Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle
    Zwei entfremdete Geschwister, ein Oligarch und ein Labor unter dem Lenin-Mausoleum: ein Roman voller Irrwitz und politischer Spannung.

    Zwei Geschwister, drei Städte und ein Forschungsinstitut tief unter dem Lenin-Mausoleum: Valeria Gordeevs Debütroman „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ erzählt eine Familiengeschichte in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Lada lebt in Berlin und kämpft mit einer Sanierung, die ihr Wohnhaus unbewohnbar macht. Ihr Bruder Konstantin ist in Moskau geblieben und arbeitet in einem Institut, das Lenins Leichnam konserviert. Den Kontakt zueinander haben die beiden verloren.

    Ihr Patenonkel Boris Bogdanov zieht beide in seine Geschäfte hinein. Der Oligarch verfolgt weitreichende Vorstellungen vom menschlichen Leben – und bringt Lada und Konstantin in Schwierigkeiten. In dieser Folge sprechen wir über die Geschwister, den Irrwitz des unterirdischen Instituts und die besondere Mischung aus Familienkonflikt, politischer Gegenwart und Farce. Der Roman steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 und empfiehlt sich für alle, die Freude an umfangreichen, ungewöhnlichen Erzählungen haben.

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    Zum Buch: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle

    5 min
  • Yade Yasemin Önder: Anti Müller
    Wie modern sind Liebe und Kulturbetrieb wirklich? Yade Yasemin Önder legt verborgene Machtstrukturen mit poetischer Präzision frei.

    Wie modern sind moderne Beziehungen wirklich? In „Anti Müller“ untersucht Yade Yasemin Önder die Machtstrukturen, die sich hinter fortschrittlichen Selbstbildern verbergen. Ihre Erzählerin richtet den Blick auf die Mechanismen von Liebe und Partnerschaft – und auf einen Kulturbetrieb, der sich feministisch präsentiert, Männern aber weiterhin die Regie über Bühnen und Körper überlässt.

    Der zweite Roman der vielfach ausgezeichneten Autorin verbindet poetische Präzision mit einer schonungslosen Analyse des Patriarchats. Dabei entsteht keine klassische Liebesgeschichte, sondern ein sprachlich widerständiges und unterhaltsames Debattenangebot. Daniela Dröscher prophezeit dem Buch sogar, ein feministischer Klassiker zu werden.

    Diese Folge stellt den Roman vor und fragt, wie Önder gesellschaftliche Kritik, literarischen Anspruch und eine kraftvolle, rotzige Sprache miteinander verbindet.

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    5 min
  • Elke Heidenreich: »Ach, eine Fanfare!«
    Elke Heidenreich erzählt von Büchern, die begleiten, trösten und prägen – eine persönliche Reise durch ein Leben mit Literatur.

    Kann Literatur ein Leben lang begleiten, trösten und Orientierung geben? In „Ach, eine Fanfare!“ versammelt Elke Heidenreich dreizehn Besprechungen, Vorworte, Porträts und weitere Texte, die seit den 1980er-Jahren in verschiedenen Zeitungen erschienen sind.

    Mit persönlichen Erinnerungen, biografischen Einschüben und zahlreichen Zitaten erzählt sie von prägenden Begegnungen mit Literatur. Dabei führt der Weg unter anderem zu Gottfried Benn, Simone de Beauvoir, Dylan Thomas, Hermann Hesse, Dorothy Parker, Dieter Forte und Ruth Klüger. Auch an ihren Freund Tomi Ungerer erinnert sie sich.

    Entstanden ist eine persönliche Rückschau, die zugleich Leseliste und Einladung zum Entdecken ist. Das Buch zeigt, wie Literatur Halt geben, durch schwierige Zeiten führen und neue Perspektiven eröffnen kann. Besonders geeignet ist es für alle, die Klassiker neu kennenlernen oder ihre eigene Lesebegeisterung auffrischen möchten.

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    5 min
  • Shida Bazyar: Die Lücken
    Ein Dorf verschweigt seine Geschichte. Shida Bazyar erzählt von Heimat, Flucht und den Leerstellen, die Generationen miteinander verbinden.

    Ein Dorf im Hunsrück, fünf Familien und neunzig Jahre deutscher Geschichte: In „Die Lücken“ legt Shida Bazyar die verborgenen Schichten von Heimesbach frei. Der Roman erzählt von jüdischen Familien, ihrer Vertreibung während der NS-Zeit und von Bewohnern, die sich später als harmlose Mitläufer darstellten. Jahrzehnte danach suchen zwei aus dem Iran geflüchtete Familien in derselben Gemeinde Schutz und Geborgenheit.

    Aus 46 Kapiteln und zahlreichen Perspektiven entsteht ein anspruchsvolles Erzählmosaik über Heimat, Migration und Erinnerung. Im Mittelpunkt stehen dabei auch die Leerstellen: das Verschwiegene, Verdrängte und Vergessene. Die Folge beleuchtet, wie Shida Bazyar historische Entwicklungen mit persönlichen Erfahrungen verbindet und weshalb die dichte Form des Romans besondere Aufmerksamkeit verlangt.

    „Die Lücken“ steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 und empfiehlt sich für ein politisch und historisch interessiertes Lesepublikum.

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    6 min
  • Heinz Strunk: Memories of Heidelberg
    Urlaub, Ehekrise und ein Restaurantschiff auf dem Neckar: Heinz Strunk lässt eine Ferienwoche herrlich düster aus der Form geraten.

    Ein Kurzurlaub in Heidelberg soll Bertram und Isolde eigentlich guttun. Das in die Jahre gekommene Paar aus Oldenburg hofft auf schöne gemeinsame Tage und vielleicht sogar darauf, den seelischen Smog über seiner Ehe etwas zu vertreiben. Doch das teure Boutiquehotel enttäuscht, und auch der neu entdeckte Stamm-Italiener auf einem alten Flussschiff im Neckar verliert zunehmend seinen Reiz.

    In „Memories of Heidelberg“ lässt Heinz Strunk eine Ferienwoche immer weiter aus der Form geraten. Aus Alltag, Urlaubserwartungen und Eheproblemen entwickelt sich eine schrecklich komische Geschichte, begleitet vom gleichnamigen Schlager-Oldie in Dauerschleife. Der Roman ist für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert.

    In dieser Folge von RegalGeflüster erfährst du, warum gerade die Verbindung aus genauer Figurenbeobachtung, schwarzem Humor und zunehmend abgründiger Urlaubsstimmung neugierig macht.

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    5 min
  • Freida McFadden: Die Psychiaterin - Wurde ihr der Job zum Verhängnis?
    Ein eingeschneites Haus, eine verschwundene Psychiaterin und geheimnisvolle Kassetten: Tricia hört sich Schritt für Schritt in tödliche Gefahr.

    Ein abgelegenes Anwesen könnte für das frisch verheiratete Paar Tricia und Ethan zum neuen Zuhause werden. Doch während Ethan begeistert ist, bleibt bei Tricia ein ungutes Gefühl. Denn früher lebte hier die Psychiaterin Dr. Adrienne Hale – bis sie vor drei Jahren plötzlich verschwand.

    Als ein Schneesturm die Straßen unpassierbar macht, müssen Tricia und Ethan im Haus bleiben. Dort entdeckt Tricia ein verborgenes Zimmer mit Kassetten, auf denen Patientensitzungen der verschwundenen Psychiaterin aufgenommen wurden. Je mehr sie hört, desto näher scheint sie der Wahrheit zu kommen – und desto bedrohlicher wird ihre eigene Situation.

    In dieser Folge von RegalGeflüster geht es um Freida McFaddens Thriller „Die Psychiaterin – Wurde ihr der Job zum Verhängnis?“, seine spannende Grundidee und das beklemmende Zusammenspiel aus abgeschiedenem Schauplatz, ungeklärtem Verschwinden und Stimmen aus der Vergangenheit.

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    5 min
  • Alisha Gamisch: Parasiti
    Drei Generationen, ein Familiengeheimnis und vieles, das unausgesprochen bleibt: „Parasiti“ erzählt von Herkunft, Nähe und Selbstbestimmung.

    Was tragen Familien über Generationen weiter – selbst dann, wenn darüber nicht gesprochen wird? In „Parasiti“ erzählt Alisha Gamisch von Rina, ihrer Tante Valli und ihrer Großmutter Lydia. Ein Brief bringt Unruhe in ihr vertrautes Leben, Lydia verstummt und Rina beginnt, Fragen zu stellen.

    Der Debütroman führt von Novosibirsk in den 1960er Jahren über Auffanglager für Aussiedler in den 1970ern bis ins Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen drei Generationen russlanddeutscher Frauen und Themen wie Ausgrenzung, Anpassung, Emanzipation, Sexualität und Abtreibung. Zugleich geht es um familiäre Bindungen, die Halt geben können, aber auch einengen.

    Eine besondere Empfehlung für alle, die generationenübergreifende Familienromane mögen und sich für Herkunft, Migration, Identität und Selbstbestimmung interessieren.

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    5 min
  • Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben
    Ein Leben zwischen Musik, Begabung, Druck und Unfreiheit: Helene Bukowski nähert sich behutsam der Geschichte einer jungen Pianistin.

    Wie lässt sich ein Leben erzählen, wenn sein tragisches Ende bereits feststeht? In „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ nähert sich Helene Bukowski der Geschichte der hochbegabten Pianistin Christina, die sich 1985 mit 25 Jahren in Neubrandenburg das Leben nahm.

    Mit historischer Recherche, Dokumentation und Dialog rekonstruiert der Roman Stationen ihres Lebens: die Familie, das Klavier in der elterlichen Wohnung, die Spezialschule für Musik in Berlin und schließlich das Studium am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium. Dabei geht es um Begabung und Glück, aber auch um Krankheit, Leistungsdruck, Perfektionismus und Unfreiheit.

    In dieser Folge von RegalGeflüster erfährst du, warum der 2026 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierte Roman trotz seines schweren Themas das Leben in den Mittelpunkt rückt und seiner Hauptfigur mit großer Behutsamkeit begegnet.

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    6 min
  • Dana Vowinckel: Anton und Alma
    Eine große Liebe unter Druck: Ein Roman über Zugehörigkeit, Glauben, Verlust und die Risse einer polarisierten Gegenwart.

    Eine große Liebe trifft auf eine zunehmend gespaltene Welt: In dieser Folge von RegalGeflüster geht es um „Anton und Alma“ von Dana Vowinckel, nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026.

    Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch kennen und begegnen sich Jahre später wieder. Obwohl sie aus sehr unterschiedlichen familiären und religiösen Lebenswelten stammen, verlieben sie sich und ziehen zusammen. Doch ihre Beziehung wird nicht nur durch persönliche Unterschiede herausgefordert. Die Ereignisse des 7. Oktober 2023, der Gaza-Krieg und eine polarisierte Stimmung auf dem Campus und in Antons Familie greifen tief in ihr Leben ein.

    Der Roman verbindet eine Liebesgeschichte mit Fragen nach Glauben, Zugehörigkeit, Trauer, Verlust und der Sehnsucht nach Geborgenheit. Die Folge stellt das Buch vor, ohne entscheidende Entwicklungen vorwegzunehmen, und fragt, was seine Verbindung von privater Nähe und gesellschaftlichen Konflikten besonders macht.

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    5 min
  • Nele Neuhaus: Alles wird Asche
    Eine Mordserie führt Pia Sander und Oliver von Bodenstein in ein Geflecht aus Tech-Konzern, Familie, Gier, Rache und KI.

    Zwei Todesfälle sehen zunächst wie Unfälle aus. Doch schon bald entdecken Pia Sander und Oliver von Bodenstein Hinweise auf eine brutal geplante Mordserie. Die Ermittlungen führen sie zur milliardenschweren Brinkhoff Group und in das Umfeld ihres verstorbenen Gründers Patrick Brinkhoff, Entwickler eines bahnbrechenden KI-Chatbots.

    In dieser Folge von RegalGeflüster geht es um „Alles wird Asche“, den zwölften Band der Taunuskrimi-Reihe von Nele Neuhaus. Der Kriminalroman verbindet eine komplexe Familiengeschichte mit dem Unternehmermilieu und dem Thema Künstliche Intelligenz. Gier, Rache und Loyalität spielen dabei ebenso eine Rolle wie alte Beziehungen und neue Abhängigkeiten.

    Wir schauen darauf, was den vielschichtigen Fall auszeichnet, warum Personenverzeichnis und Stammbaum hilfreich sind und weshalb auch Neueinsteiger der Handlung folgen können.

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    Zum Buch: Alles wird Asche

    6 min

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