RegalGeflüster

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RegalGeflüster episodes

  • Miriam Burdelski: Ist doch schön hier
    Eine Reise nach Ostpreußen führt tief in eine Familiengeschichte über Heimat, Erinnerung, Verlust und die Suche nach Antworten.

    Eine Reise nach Ostpreußen wird für Liesel zu einer Reise in die eigene Familiengeschichte. In Miriam Burdelskis Debütroman „Ist doch schön hier“ macht sie sich gemeinsam mit ihrer dementiell veränderten Großmutter Emmi und dem polnischen Altenpfleger Jascha auf den Weg. Emmi hat Liesel immer wieder von ihrer früheren Heimat erzählt. Nun führen Birkenalleen, alte Gutshäuser und das Rauschen der Ostsee die drei immer näher an Erinnerungen, offene Fragen und lange Bewahrtes heran.

    In dieser Folge von RegalGeflüster geht es um einen bewegenden und zugleich humorvollen Familienroman über Heimat, Verlust, Hoffnung, Schuld und Liebe. Im Mittelpunkt steht die Frage, was von Erinnerungen bleibt und wie sie zwischen Generationen weitergegeben werden.

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    Zum Buch: Ist doch schön hier

    5 min
  • Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens
    Freundschaft, Liebe und Loyalität im Schatten der DDR: Peggy Mädler erzählt große Geschichte durch persönliche Lebenswege.

    Wie verändern politische Systeme Freundschaften, Beziehungen und Lebensentwürfe? In „Selbstregulierung des Herzens“ erzählt Peggy Mädler von einer Gruppe, deren Wege sich über mehr als sechs Jahrzehnte verfolgen lassen.

    Ausgangspunkt ist Ostberlin Anfang der Sechzigerjahre. Georg und Roland studieren Wirtschaftswissenschaften und glauben zunächst an die Möglichkeiten des neuen Staates. Gemeinsam mit Helga, Marlies, Mona und Konrad gehören sie zu einem Freundeskreis, dessen Mitglieder ganz unterschiedliche Wege einschlagen.

    Der Roman führt durch Mauerbau, DDR-Diktatur, Wende und die Jahre danach. Dabei richtet Peggy Mädler den Blick nicht nur auf politische Entwicklungen, sondern auf deren Auswirkungen im Alltag, in der Arbeitswelt und vor allem in persönlichen Beziehungen.

    Eine vielschichtige Geschichte über Nähe und Entfremdung, Loyalität, Anpassung und den Verlust von Illusionen.

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    Zum Buch: Selbstregulierung des Herzens

    5 min
  • Franziska Gänsler: Orca
    Zugehörigkeit, Klimakrise und Radikalisierung: Coras Suche nach Anerkennung entwickelt eine gefährliche Eigendynamik.

    Wie weit kann der Wunsch nach Zugehörigkeit führen? In „Orca“ von Franziska Gänsler steht Cora im Mittelpunkt, eine junge Frau, die schon am Elitegymnasium Außenseiterin bleibt. Als sie ihre frühere Freundin Olympia wiedertrifft, scheint sich das zu ändern.

    Doch Olympia bewegt sich zunehmend in einer Aktivistengruppe, deren Angst vor der Klimakrise immer radikalere Formen annimmt. Cora möchte dazugehören und gerät tiefer in eine Dynamik aus Loyalität, Anpassung, extremen Überzeugungen und schließlich konkreten Aktionen.

    Der auf zwei Zeitebenen erzählte Roman verbindet Freundschaft und Identitätssuche mit Klima- und Chancengerechtigkeit, Gewalt und Radikalisierung. Eine eindringliche Geschichte darüber, wie der Wunsch nach Anerkennung Grenzen verschieben kann. „Orca“ ist für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert und richtet sich besonders an eine anspruchsvolle Leserschaft.

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    Zum Buch: Orca

    6 min
  • Ingo Schulze: Das Wasser im August
    Eine Reise nach Mecklenburg öffnet alte Wunden. Ingo Schulze erzählt von Erinnerung, Vergangenheit und einem Leben, das neu betrachtet wird.

    Eine Reise nach Mecklenburg wird zur Reise in die eigene Vergangenheit: In „Das Wasser im August“ erzählt Ingo Schulze von einem ostdeutschen Autor, der einer ungewöhnlichen Einladung folgt. Er soll zu Ehren eines früheren Schulkameraden aus einer noch unveröffentlichten Novelle lesen. Doch mit diesem Mann verbindet ihn eine belastete Geschichte: Einst hatte der Mitschüler ihn bei der Stasi verraten.

    Am Tollensesee holt den Erzähler noch mehr Vergangenheit ein. Auch eine frühere große Liebe tritt wieder in sein Leben. Vor der eindrucksvollen mecklenburgischen Seenlandschaft verbindet Schulze persönliche Erinnerungen mit ostdeutscher Geschichte und Fragen nach dem eigenen Lebensweg.

    In dieser Folge von RegalGeflüster geht es darum, wie der Roman Landschaft und Erinnerung miteinander verknüpft, weshalb sein melancholisches und selbstreflexives Erzählen überzeugt und für welches Lesepublikum sich das Buch besonders eignet.

    „Das Wasser im August“ steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2026.

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    5 min
  • Lilli Tollkien: Mit beiden Händen den Himmel stützen
    Eine Kindheit zwischen Freiheit und Vernachlässigung – und die Frage, wie Erzählen zum Weg in ein selbstbestimmtes Leben werden kann.

    Wie fühlt sich Freiheit an, wenn gleichzeitig Verlässlichkeit und Geborgenheit fehlen? In „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ erzählt Lilli Tollkien von Lale, die in den achtziger Jahren in einer Berliner Männer-Kommune aufwächst. Zwischen Partys, politischen Ideen und kaum vorhandenen Regeln erlebt sie eine Kindheit, in der persönliche Grenzen immer wieder überschritten werden.

    Der Debütroman verbindet schwierige Themen wie Sucht, sexualisierte Gewalt und Vernachlässigung mit einer bemerkenswert differenzierten Figurenzeichnung. Dabei bleibt trotz aller Belastungen Raum für Fürsorge, Unterstützung und Hoffnung. Besonders wichtig wird für Lale schließlich das Erzählen selbst: Im Schreiben findet sie einen Weg zu Ausdruck, Halt und Selbstbestimmung.

    In dieser Folge von RegalGeflüster geht es um einen intensiven Roman über Kindheit, Macht, Grenzüberschreitungen und die Möglichkeit, die eigene Geschichte selbst zu gestalten.

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    5 min
  • Eva Menasse: Alleinruhelage
    Ein Haus am See, eine zerbrochene Beziehung und Erinnerungen, die alles verändern: Eva Menasses kluger Roman über Abschied und Aufbruch.

    Ein Wochenendhaus am See sollte für die Familie ein Rückzugsort sein. Nach dem Ende ihrer Ehe steht die Erzählerin in Eva Menasses Roman „Alleinruhelage“ jedoch plötzlich allein mit diesem Ort da. Während Alla und Bolek bei Renovierungen helfen, sorgen geplatzte Wasserleitungen, eine zu kleine Sickergrube und schwierige Nachbarn dafür, dass die vermeintliche Idylle immer mehr Risse bekommt. Gleichzeitig öffnen sich Türen in die Vergangenheit.

    Erinnerungen an Familie und Kindheit erscheinen aus heutiger Sicht in einem neuen Licht. Als Wienerin begegnet die Erzählerin ihrer Umgebung zudem mit einem besonderen Blick auf Heimat, Fremdheit und deutsch-deutsche Geschichte. So wird aus der Geschichte eines Hauses eine vielschichtige Zwischenbilanz eines Lebens – über Beziehungen, Abschied und die Möglichkeit eines neuen Aufbruchs.

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    5 min
  • Leh-Wei Liao: Glaszeit
    Familie, neue Liebe und Taiwans unsichere Zukunft: Novanas Neuanfang wird durch eine unerwartete Begegnung erschüttert.

    Mitten in Taipei begegnet die junge Ärztin Novana ihrer Mutter wieder – allerdings zunächst nur als überlebensgroßem Bild auf einem Werbedisplay. Achtzehn Jahre zuvor hatte die taiwanische Künstlerin March ihre Tochter ohne Erklärung in Deutschland zurückgelassen. Nun gerät Novanas mühsam begonnener Neuanfang ins Wanken.

    In dieser Folge von RegalGeflüster geht es um „Glaszeit“, den Debütroman von Leh-Wei Liao, der für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert ist. Im Mittelpunkt stehen familiäre Verletzungen, die Sehnsucht nach Nähe und Novanas Begegnung mit der entschlossenen Aktivistin Sihan. Zugleich richtet der Roman den Blick auf die unsichere Zukunft Taiwans und verbindet persönliche Erfahrungen mit politischen Fragen.

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    5 min
  • Tomer Gardi: Liefern
    Lieferfahrer, sechs Städte, verbundene Schicksale: Tomer Gardi erzählt von Arbeit, Migration, Familie und Sehnsucht nach Nähe.

    Lieferdienste gehören längst zum Bild großer Städte. Doch welche Geschichten stecken hinter denen, die täglich mit Fahrrad oder Roller durch den Verkehr unterwegs sind? Tomer Gardi richtet in seinem Roman „Liefern“, nominiert für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2026, den Blick auf genau diese Lebenswelten.

    In sechs miteinander verbundenen Episoden führt der Roman unter anderem nach Tel Aviv, Berlin, Delhi, Istanbul und Buenos Aires. Figuren wie der aus Eritrea geflüchtete Lieferfahrer Filmon kämpfen mit unsicheren Arbeitsbedingungen und träumen zugleich von Familie, Nähe und einer besseren Zukunft. Gardi verbindet dabei Themen wie Migration, Rassismus und Ausbeutung mit Liebe, Humor und literarischen Anspielungen.

    In dieser Folge von RegalGeflüster erfährst du, wie der episodische Aufbau funktioniert, warum die verschiedenen Lebenswege miteinander verbunden sind und was den Roman besonders macht.

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    5 min
  • Karsten Dusse: Filmriss auf Immenhof
    Pony-Idylle trifft Filmriss: Sophia erwacht neben der Hand ihres Ex – und hatte selbst einen perfekten Mordplan.

    Ein Wochenende auf dem Immenhof soll Kriminalpsychologin Sophia zurück in die heile Welt ihrer Kindheit führen. Doch nach einer Retro-Party wacht sie mit einem Filmriss auf – und neben der abgetrennten Hand ihres Ex-Freundes. Besonders beunruhigend: Noch am Vortag hatte Sophia selbst einen perfekten Plan entwickelt, ihn spurlos zu ermorden.

    In dieser Folge von RegalGeflüster geht es um „Filmriss auf Immenhof“ von Karsten Dusse. Der Roman verbindet nostalgische Immenhof-Atmosphäre mit einer düsteren Krimigeschichte und einer Hauptfigur, die ihrer eigenen Erinnerung nicht trauen kann. Sophia versucht, die verlorenen Stunden zu rekonstruieren. Dabei bewegt sie sich zwischen Kindheitsidyll, Schuldgefühl und der Suche nach sich selbst.

    Eine ungewöhnliche Ausgangslage für alle, die Krimis mit schwarzem Humor, Erinnerungslücken und überraschenden Kontrasten mögen.

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    5 min
  • Muri Darida: King Cobra
    Ein verschwundenes Gewehr, verdrängte Familiengeschichte und die Suche nach Gerechtigkeit: Muri Daridas eindringliches Debüt.

    Eine Reise in die ungarische Familiengeschichte, ein verschwundenes Gewehr und viele Dinge, über die lieber geschwiegen wird: Muri Daridas Debütroman „King Cobra“ begleitet Lazi auf der Suche nach den Spuren des Großvaters András. Dessen Flucht nach dem Ungarnaufstand 1956 sollte eigentlich nach Argentinien führen, endete jedoch in Süddeutschland.

    Als Lazi nach Ungarn zurückkehrt, geht es nicht nur um das verschwundene Gewehr. Rache, Gerechtigkeit, Herkunft und die verdrängte Vergangenheit der Familie rücken immer stärker in den Mittelpunkt. Gleichzeitig erlebt Lazi Ablehnung wegen der eigenen queeren Lebensweise. Nur Tante Mónika bringt echtes Verständnis auf.

    „King Cobra“ verbindet Familiengeschichte mit Fragen nach Identität, Ausgrenzung und Gewalt. Der Roman wurde mit dem Robert-Walser-Preis 2026 ausgezeichnet und für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2026 nominiert.

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    Zum Buch: King Cobra

    5 min

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