Ein leiser Roman über Bo (89), Pflege, Familie und den Hund Sixten – und die Frage, wie Selbstbestimmung im Alter bleibt.
In dieser Folge von RegalGeflüster geht es um „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén. Im Mittelpunkt steht Bo, 89 Jahre alt, der nach einem arbeitsreichen Leben nun auf häusliche Pflege angewiesen ist. Seine Frau lebt dement in einem Pflegeheim und erkennt ihn nicht mehr. Halt gibt ihm vor allem sein Hund Sixten, der nachts auf der Küchenbank schläft.
Doch Sixten braucht Auslauf, und wenn Bo mit ihm in den Wald geht, stürzt er manchmal. Bos Sohn Hans will ihm deshalb den Hund wegnehmen – und genau daran entzündet sich ein Konflikt, der weit zurückreicht: Distanz, alte Verletzungen, Missverständnisse, aber auch verlässliche Fürsorge. In kurzen Kapiteln blickt der Roman auf die letzten sechs Monate in Bos Leben und verhandelt Themen wie Selbstbestimmung, Einsamkeit im Alter, Generationenbeziehungen, Loslassen sowie Schuld und Vergebung.
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Zum Buch: Wenn die Kraniche nach Süden ziehen