re:publica 18 - Politics & Society

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re:publica 18 - Politics & Society episodes

  • Uploadfilter: Nur die erste Schlacht von vielen
    John Weitzmann
    Die harte Lobby-Schlacht um den Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform bietet einen Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Jahren droht: Netzweite automatisierte Filterung von Content. Wo jetzt am Beispiel von Urheberrechten vorgeprescht wird, um ihre Durchsetzung mittels Automatisierung noch kostengünstiger zu machen, stehen die nächsten Vorhaben schon in der Schlange: Ausfilterung von "iilegalem Content" allgemein, egal ob im Dienste der Terrorbekämpfung oder des Zurückdrängens von Hatespeech. Das Missbrauchspotenzial solcher Filtersysteme ist atemberaubend, die stets tangierten Grundrechte sollen über Beschwerdefunktionen gewahrt bleiben. Wir geben einen Überblick, wie die Argumentationen funktionieren, was da noch alles zu erwarten ist und warum es so wichtig ist, diese erste Schlacht um Artikel 13 zu gewinnen.
    29 min
  • #Digitalcharta continued - Wir präsentieren die überarbeitete Fassung 2018
    Daniel Opper, Jeanette Hofmann, Götz Hamann, Johnny Haeusler, Malte Spitz
    2017 war der Entwurf einer "Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union" eines der großen Themen auf der re:publica17. Seitdem hat der Kreis der Initiatoren die Kritikpunkte und Anregungen an dem Charta-Entwurf gesammelt und nach ausführlichen Diskussionen eine zweite überarbeitete Fassung der DigitalCharta beschlossen. Diese wird auf der re:publica2018 vorgestellt und diskutiert. 
    Die Digital Charta versucht, Antworten zu geben auf die Frage, wie sich die Freiheit des Einzelnen im Zeitalter der Digitalisierung schützen lässt – gegenüber Staaten, aber auch gegenüber internationalen Großkonzernen.So unterbreitet der Entwurf unter anderem Vorschläge zur Autonomie und Freiheit des Einzelnen, zum Einsatz und zur Entwicklung künstlicher Intelligenz, zu informationeller Selbstbestimmung und Datensicherheit und zu weiteren wichtigen Aspekten wie dem Meinungsfreiheit im Netz.
    Zu den 27 Initiatoren der Digital Charta gehören Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Zivilgesellschaft wie Heinz Bude, Juli Zeh, Johnny Haeusler, Ulrich Wilhelm, Jeanette Hofmann, Sascha Lobo, Martin Schulz und Rebecca Casati. Etwa 50 prominente Persönlichkeiten unterstützen den Entwurf. Zu den Unterzeichnern gehören: Jürgen Habermas, Wolfgang Ischinger, Jaron Lanier, Miriam Meckel, Heribert Prantl und Norbert Röttgen.
    Auf die Erstveröffentlichung im Dezember 2016 folgte eine große öffentliche Debatte. Neben Zustimmung gab es eine ganze Reihe von Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen - diese wurden zum Gegenstand eines ausführlichen Überarbeitungsprozesses. Der überarbeitete Vorschlag wird auf der re:publica 2018 vorgestellt und ist ab dann auch im Netz abrufbar und weiter kommentierbar.
    Im Anschluss an die Präsentation und Kurzdiskussion auf Bühne 5 gibt es die Möglichkeit, mit den Panelisten im " POPup-Room" bei einem Getränk weiter zu diskutieren.
    32 min
  • No women, no web - Digital skills trainings in fragile contexts
    Eva Yayi Mawa Upele, Yine Yenki Nyika, Nayla Zreik Fahed, Iffat Gill
    Poverty, illiteracy as well as armed conflicts continue to be the everyday reality for much of the world's population. One could reckon that being online appears to be the least of a problem for people in places affected by conflict. Additionally, power outages, scarce infrastructure and a lack of digital skills make the online world appear even further out of reach for them. 
    Despite - or perhaps precisely because of these challenges, civil society organizations use digital skills trainings to engage, educate and empower women and girls in these contexts. What is their motivation? What challenges do they face? And why is it so important to empower innovative, independent and self-confident women and girls? How do digital skills shape their understanding of the web and their own future prospects? 
    The session explores the potentials and challenges of teaching digital skills to female users in fragile contexts. Projects from South Sudan, Lebanon and Pakistan will present their approaches of how they use digital skills trainings to empower girls and women.
    supported by BMZ
    1 hr 4 min
  • Freie Daten-Vorfahrt oder juristische Notbremse? Statusupdate Netzneutralität
    Thomas Lohninger
    In dieser Session soll es darum gehen, ein Statusupdate über wichtige Entwicklungen zur Netzneutralität zu geben. Wir sprechen über die aktuellen Fälle in Deutschland und verorten uns in der europäischen und weltweiten Debatte eines Themas, um das immer noch gestritten wird. Mit dem versprochenen Start von 5G gibt es neue Angriffe der Telekom Industrie auf das offene Internet und das obwohl der bestehende EU Rechtsrahmen zur Netzneutralität noch in keinem EU Land voll umgesetzt ist.
    28 min
  • Bürgerarbeit- Die Zukunft des Gemeinwohls
    Volker Hassemer, Mona Rübsamen, Wolfgang Kaschuba
    Es muss und wird um etwas zusätzliches gehen: Die Arbeit für das Gemeinsame, für Gemeinschaft und Gesellschaft: keine übliche "Erwerbsarbeit". "Erarbeitet" wird Gemeinwohl. Das tauchte bisher als eigenes Arbeitsfeld (und es ist natürlich deutlich mehr als das große Feld der sozialen Arbeit) nicht auf. Das war Sache von Politik und Verwaltung, war kein Arbeitsfeld der Bürgerinnen und Bürger.
    Inzwischen wird immer klarer, dass dieses Verständnis von Arbeit (wer diese Arbeit zu leisten hat) für das Gemeinsame nicht mehr ausreicht. Wir werden ein neues System der Arbeit für das Gemeinsame entwickeln müssen. Da werden wir nicht unsere demokratischen "Errungenschaften" vergessen, aber sie werden nicht ausreichen. Die Richtung geht in ein kooperatives Verhältnis von Bürgerinnen und Politik. Und das führt zu einem originären Arbeitsfeld für die, für uns Bürgerinnen. Ob das richtig ist, wie dieses Arbeitsfeld aussehen sollte - darüber sollte man sprechen.
    30 min
  • Feministische Memes?! Eine Untersuchung von #metoo
    Cora Czarnecki
    Die Motivation für die Auseinandersetzung mit den Funktionsweisen des Netzdiskurses ist die Beobachtung gewesen, dass regressive politische Bewegungen weltweit zunehmen. Diese neuen rechten Bewegungen fußen oft auf einer ausgeprägten Online-Community, in der ideologische Propaganda und Gruppenidentität hergestellt wird. In verschiedenen Online-Foren, Bulletin Boards und Gruppen, werden netzspezifische Praktiken entwickelt und eingesetzt, wie z.B. Memes über die "kulturelle und politische Identitäten kommuniziert und verhandelt werden" ( SHIFMAN 2014).
    Memes eignen sich um einfache Werte wie Tradition, Heimat und Sicherheit zu transportieren. Fraglich ist jedoch, inwiefern sie dazu in der Lage sind differenzierte Inhalte in Diskurse einzubringen. Die Fragestellung meines Talks lautet deshalb: was für eine Rolle spielen Memes für einen progressiven Feminismus?
    Um solch eine Wirkungsweise zu untersuchen, werde ich meine Analyse des Memes #metoo vorstellen. Bei der darauf folgenden Auswertung werde ich unter anderem exemplarisch die Auswirkung auf die beteiligten Nutzer*innen untersuchen und inwiefern sich sein feministisches Versprechen eingelöst hat. Zudem wird die Auswirkung auf gesellschaftliche Strukturen, sowie den entsprechenden Netzdiskurs ausgewertet.
    Neue Medien und insbesondere Social-Media-Platformen, gehören zum Alltag. Memes spielen darin eine wichtige Rolle. Sie sind Teil gesellschaftlicher Prozesse und beeinflussen Meinungsbildung und das Aushandeln von Normen. Es ist wichtig die damit zusammenhängenden Entwicklungen zu erkennen, zu untersuchen und zu reflektieren welche Bedeutung und Auswirkung sie auf die Gesellschaft haben.
    23 min
  • Building a sustainable information ecosystem for human rights and democracy
    Rebecca MacKinnon
    Events of the past two years - featuring online extremism, misinformation campaigns, the election of populists and demagogues - have unfortunately proven that we have much work to do if we want to ensure that the global information ecosystem can support democracy and not destroy it. Just as our physical economy's dependence on fossil fuels threatens the planet's survival, it is now becoming clear that our global information ecosystem's heavy dependence on advertising - and especially targeted advertising technology - poses a threat to the future of democracy. Everybody responsible for building, shaping, and governing global flows of information must commit to build alternative means of supporting a healthy and sustainable public sphere so that future generations can stand a chance of enjoying human rights and and accountable governance.
    In her 2012 book Consent of the Networked Rebecca MacKinnon argued that the internet would not automatically make the world more free and democratic. We must actively work to ensure that the products and services and communities that we use to communicate, organize, and share information are designed, managed, and governed in a way that actually enables human rights and strengthens democracy. 
    At re:publica 18 MacKinnon will challenge everybody who plays a role in shaping our information ecosystem - internet platforms, media companies, online communities, regulators, and individual users and citizens - to take responsibility for how we have contributed to or enabled the state of the world today. We need to take a hard and critical look not only at how we may be affecting other people’s online rights, but how we are helping or hurting the prospects for democracy’s survival.
    49 min
  • Fighting Hunger with Digital Innovations
    Sweta Banerjee, Tawanda Mthintwa Hove, Markus Matiaschek
    Believe it or not, for the first time in human history the eradication of hunger is within our grasp. Even though, statistically speaking, every 9th person on earth still goes to bed hungry. That means 815 million people suffer from hunger worldwide.
    Welthungerhilfe, one of the largest private aid organisations in Germany, has adopted UN Sustainable Development Goal 2 and aims to eradicate hunger wherever the organization works by 2030 (#ZeroHunger). In 2016, the organisation reached around 8.4 million people in 39 countries.
    However, to speed up progress to #Zerohunger and ensure the goal is actually reached, new approaches must be developed. Welthungerhilfe has been successfully testing the use of digital innovations for years. We show two promising examples that have recently been developed in an internal innovation camp and which are currently being tested in a pilot phase for their scaling potential.
    The Child Growth Monitor is an app that uses augmented reality to detect malnutrition in children. A 3D scan records height and weight to immediately determine if the child is malnourished. Machine learning improves results over time. Digital data collection saves time and money and shows immediately where action is required. Initial trials of the app were conducted in India in March, where malnutrition is widespread among children.
    The smartphone app AgriShare is intended to connect smallholder farmers with each other to enable collaboration based on the principle of the sharing economy. The project, which is to enter the pilot phase in Zimbabwe, has already won an award at the WFP Innovation Pitch Night.
     We present the digital innovations and want to report on the experiences and opportunities and discuss the limits and risks with you.
    1 hr 3 min
  • Mehr Sichtbarkeit für Minderheiten: ohne uns kein "wir"!
    Ferda Ataman, Dominik Wullers, Kijan Espahangizi
    Der Rechtsruck ist spürbar, die Debatten werden immer rauer. Und für Minderheiten und alle, die als "fremd" markiert werden, wird es immer schwerer, in den Diskussionen ihren Standpunkt zu vertreten. Meist geraten sie in eine Situation, in der sie sich für etwas rechtfertigen müssen. Umso wichtiger ist es, im Netz und in den Medien mehr Sichtbarkeit von People of Color zu erreichen und eigene Themen zu setzen. Aber wie? Und mit welchen Inhalten? In einer Podiumsdikussion, die auch die Situation in der Schweiz in den Blick nimmt, soll das diskutiert werden. Fragen aus dem Publikum sind erwünscht!
    1 hr 3 min

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Politik und Gesellschaft in all ihren Dimensionen sind mehr denn je ein Thema, dem wir uns auf der re:publica 2018 zuwenden wollen.