re:publica 18 - Politics & Society

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re:publica 18 - Politics & Society episodes

  • The Fairwork Foundation: strategies for online platform work
    Jamie Woodcock, Mark Graham
    As ever more people from low-income countries connect to the Internet, these workers are placed into fierce competition with one another. Lacking the ability to collectively bargain, these workers have little ability to negotiate wages or working conditions with their employers who are often on the other side of the world. Many workers have jobs characterized by long and irregular hours, low income, and high stress. The international nature of digital work means that it tends largely to be done outside of the purview of national governments, with very few employers paying attention to relevant existing regulation in either their home countries or the worker’s home country. International digital labour platforms threaten to undermine workers’ ability to defend existing jobs, liveable wages, and dignified working conditions, in both low- and high-income countries. In almost all types of platform-mediated work, workers themselves have found it extremely challenging to exert any sort of power to bargain with the platform.
    This workshop will present the Fairwork Foundation as a strategy to address the issue of fair work on online platforms. Taking inspiration from the Fairtrade movement, this approach involves a programme of innovative data collection alongside a certification of the quality of work on these platforms. 
    The German Ministry for Cooperation and Development supports the work of the Fairwork Foundation.
    58 min
  • Breaking the 4th Dimension: Gamers as Forces for Social Good
    Gwendelyn Foster, Vincent Frederick Dancel
    The session will be conducted as follows:
    Demographic of Gamer Population
    Case Studies of Commercially Successful and Critically Acclaimed Social Impact Games
    Democracy by Positech Studios
    This War of Mine by 11 bit Studios
    Mini Metro by Dinosaur Polo Club
    Papers, Please by Lucas Pope
    This is the Police by Weappy Studio
    Analysis on Player Behaviour and its social impact.
    Designing Games for Social Impact
    The JoomaJam Financial Literacy Arcade by Ritmo Learning Lab  
    Dugas, a game on Martial Law by Ritmo Learning Lab
    Breaking the 4th Dimension: How do you get players to care? 
    Presentation will be multi-media. 
    supported by BMZ
    34 min
  • Die Pop-Karriere der deutschen Netzpolitik: Eine Erfolgsgeschichte?
    Ronja Kniep, Jeanette Hofmann
    Was haben Punk, Techno und Internetpolitik gemeinsam? Alle drei wanderten aus der Nische in den Mainstream: Sie wurden Popkultur. Um zu verstehen, wie viel POP Internetpolitik braucht, blicken wir in die Geschichte der Internetpolitik in Deutschland. Unsere Entstehungsgeschichte des “Politikfelds Internet” entspringt einem gleichnamigen Forschungsprojekt am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Auf der re:publica 2018 wollen wir unsere Erkenntnisse mit euch teilen und diskutieren.
    Politikfelder kreisen um bestimmte Anliegen, die sie zu ihrem Schutzgut erklären. Wirtschaftspolitik schützt den Wettbewerb, Umweltpolitik die Umwelt – und Internetpolitik?  Internetpolitik dreht sich um das Internet selbst und erklärt spezifische Werte und Nutzungsweisen zum schützenswerten Gut. Bereits in den 80er Jahren entsteht eine eigene Subkultur um die Idee, dass unkontrollierte Computernutzung und vernetzte Kommunikation etwas Schützenswertes sind. In den 90er Jahren entdecken Behörden und staatliche Organisationen das Internet als neuen Regulierungsgegenstand. Das Internet ist kein Rundfunk, stellen sie fest. Es bietet “Datenautobahnen” für eine neue “Informationsgesellschaft”. Erste Verbände entstehen. Ab Mitte der 2000er sprechen wir von “Netzpolitik”: Das Politikfeld wird populär und professionell. Heute sagen viele “Digitalpolitik”. Die “Digitalisierung aller Lebensbereiche” macht es schwer zu beschreiben, was eigentlich nicht Digital- oder Internetpolitik ist. Ist “Digitalpolitik” noch ein eigenes Politikfeld mit einem schützenswerten Gut oder ein Unterthema von Wirtschafts- und Sicherheitspolitik? Und inwiefern ist Eigenständigkeit, und damit verbunden eigene Werte und Arbeitsweisen überhaupt wünschenswert? Darüber sollten wir nachdenken, weil davon abhängt, welche netzpolitischen Ziele es gibt und wer diese wie durchsetzen kann.
    29 min
  • Kinderrechte im/ins Netz! Lasst uns die Teilhabe von Kindern im Digitalen stärken
    Ingrid Stapf, Nele Heise, Martin Riemer
    Der Workshop fokussiert auf die Rechte und Beteiligung von Kindern im – und über das – Netz. Ziel ist es, neue Perspektiven auf Kinderrechte im Digitalen zu beleuchten und Ideen zusammenzutragen, wie es gelingen kann, Kindern bei der Gestaltung des Netzes eine stärkere (politische) Stimme zu geben.
    Als die UN-Kinderrechtskonvention 1989 etabliert wurde, hatte das Internet noch keine breite Massenwirkung. Zeit genug, sich zu fragen, was es konkret mit digitalen Kinderrechten auf sich hat. Denn heute ist die Situation eine völlig andere als vor 30 Jahren – Kinder nutzen das Netz als Spiel-, Bildungs- und Kommunikationsraum. Aber in welchen Raum wachsen Kinder digital hinein? Wie kommen sie im Netz vor – und werden ihre Stimmen und Wünsche darin hörbar? Dass sie dies bislang noch so wenig tun, liegt neben dem gesellschaftlichen Kindheitsbild, das den bewahrenden Schutzgedanken in den Vordergrund stellt, an der fehlenden Bekanntheit von Kinderrechten. Zugleich fordern Kinderrechte neben Schutz und Förderung auch die Beteiligung von Kindern. Doch inwieweit partizipieren Kinder am gesellschaftlichen (Netz-)Diskurs? Welche Mitwirkungsmöglichkeiten haben sie bei der Gestaltung des digitalen Gemeinwesens?
    Der Workshop blickt auf die Stimmen von Kindern in Form von demokratischer Teilhabe und Mitbestimmung. Mit kurzen Theorie- und Praxis-Impulsen werden Kinderrechte und Formate vorgestellt, in denen Kinder ihre Rechte mit digitalen Medien thematisieren (z.B. Podcasts). Anschließend möchten wir in einem interaktiven Ideenraum netzpolitische Visionen entwickeln, was digitale Kinderrechte sind bzw. sein könnten. Und gemeinsam mit euch herausfinden, welche Rolle wir als „Erwachsene“ dabei spielen (sollten), dass powerful POP-Kids im Netz mitbestimmen können.
    35 TeilnehmerInnen
    1 hr 3 min
  • The Web Women Want - How does tech fuel the feminist discourse worldwide?
    Dorothy Gordon, Robert Franken, Japleen Pasricha
    A broad range from health apps, such as ‘GiftedMom’ from Cameroon and ‘Ask without shame’ from Uganda, mobile educational solutions such as ‘Eneza’ from Kenya and career platforms such as ‘She leads Africa’ provide innovative solutions for women’s economic, social and political empowerment. Others address sexual harassment, such as the worldwide platform ‘Safecity’ and the SMS based reporting system ‘Harrassmap’.
    On the other hand, we see a gendered divide in terms of access to and use of digital technologies worldwide. Once online, many women suffer from attacks and hate speech and as a result, many of them shy away from participating in controversial online discourses. It sometimes seems as though the Internet reverses the achievements of feminism and female empowerment of the past decades.
    We want to hear from feminists from all around the world how digital tools help them to make their voices heard and to fight unequal gender relations. What backlashes do they face and what do they do to create safe spaces online? And how can tech promote an inclusive feminist dialogue that involves women and men from different margins of society?
    1 hr 5 min
  • State of the Open
    Arne Semsrott, Fiona Krakenbürger
    Am 2. Mai 2018 versammeln wir uns in Berlin-Kreuzberg, um die Offenheit der Regierung, Verwaltung und Behörden zu besprechen. Hunderte Aktivisten und Aktivistinnen engagieren sich täglich für eine offenere und transparentere Regierung. Während wir sprechen, sind sie mit Digitalen Agenden, PDFs und Gesetzesparagraphen konfrontiert - und doch war die Community noch nie so aktiv wie heute! In den vergangenen 12 Monaten wurden Kontakte geknüpft, Netzwerke aufgebaut, Open-Data-Portale gelauncht und zahlreiche Informationen befreit.
    Wir sehen, dass dies die entscheidende Dekade in der Geschichte der Transparenz ist und wir eine einzigartige Rolle in der Geschichte spielen. Wenn wir vor die Wahl gestellt werden, uns entweder der Tyrannei der Verschwiegenheit zu unterwerfen oder für mehr Transparenz zu kämpfen, wissen wir: Wir wählen die Transparenz!
    Das letzte Mal, als wir hier zur Lage der Offenheit und Transparenz gesprochen haben, haben wir über zarte Pflanzen der Verwaltungsöffnung gesprochen. Wir haben unsere Hoffnung geäußert, dass das Thema Open Government in ganz Deutschland fußt fasst. Manche dieser Träume sind in Erfüllung gegangen, andere werden niemals Realität werden. Und doch, tief in der Seele der Open-Knowledge-Aktivistin ist der Wille stärker als der Zynismus!
    Über die unermüdliche Arbeit der Community und die politischen Zusammenhänge, Strategien und Entwicklungen wollen wir in diesem Vortrag berichten!
    Themen u.a.
        - Die besten Klagen zu Informationsfreiheits- und Transparenzgesetzen
        - Open Government Partnership
        - OpenData-Vorhaben der neuen Bundesregierung
        - Der Staat fördert OpenSource-Projekte
    29 min
  • Wie man erfolgreich einen Geheimdienst verklagt
    Christian Mihr, Christof Elßner
    Geheimdienste sind ein Sonderfall im demokratischen System: Weil Ihr Tun naturgemäß nicht publik werden soll, greifen diverse Verpflichtungen für sie nicht. Sie haben Befugnisse, die in Gesetzen nur unscharf umschrieben werden; sie rechtfertigen Ihre Tätigkeiten nicht vor der Allgemeinheit, sondern (wenn überhaupt) gegenüber geheim tagenden Gremien; und wenn sie illegal handeln, erfährt die Allgemeinheit davon im Regelfall nichts. Einen Geheimdienst als Betroffener zu verklagen, ist dementsprechend kompliziert.
    Im Zuge des NSA-Skandals hat die Öffentlichkeit dank des Whistleblowers Edward Snowden ausnahmsweise Informationen erhalten, die auch den Bundesnachrichtendienst (BND) in Erklärungsnot brachten. Hat der deutsche Auslandsgeheimdienst Menschen illegal überwacht? Diese Frage wurde seit Sommer 2015 vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt, nachdem die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) und die Kanzlei des Berliner Rechtsanwalts Niko Härting den BND verklagt hatten. Es ging um die Frage, ob die Kommunikation von ROG und der Kanzlei in den Überwachungsprogrammen des BND illegal verarbeitet werden kann.
    Nach etlichen Schriftwechseln, einer Verhandlung Ende 2016 und einem Teilerfolg für den BND kam dann im Dezember 2017 das sensationelle Urteil aus Leipzig: Die Kläger erhielten Recht! Der BND darf Verbindungsdaten ihrer Telefonate in Zukunft nicht mehr verarbeiten. Das Urteil hat Signalwirkung, denn jeder Bürger kann sich darauf berufen und die BND-Überwachung zumindest teilweise stoppen. „Das Urteil ist die vielleicht schärfste juristische Folge des NSA-Skandals in Deutschland“, schrieb die taz.
    In ihrem Talk berichten der Anwalt Christof Elßner der Kanzlei Härting und ROG-Geschäftsführer Christian Mihr vom Projekt: Wieso waren sie überzeugt, den BND juristisch zu knacken? Wie sind sie vorgegangen? Was sind Strategien, um Geheimdienste vor Gericht zu bringen? Sie plädieren dafür, dass mehr Menschen und Organisationen solche strategischen Klagen umsetzen sollten – um damit die alle Menschen vor illegaler Überwachung zu schützen.
    31 min
  • Machines in war – why we need to regulate Autonomous Weapon Systems
    Marcel Dickow, Susanne Baumann
    At the United Nations in Geneva states discuss whether and how to regulate Lethal Autonomous Weapon Systems (LAWS). A Group of Governmental Experts (GGE) is meeting in February and April 2018 to debate the framework of an international regulation that makes sure, humans will always have meaningful control over the use of force with regard to these systems. Here civil society and some states including Germany have been playing an active role since 2014. But not everyone can agree to regulate future LAWS. Some states hope for military advantages through the use of autonomous technology and AI in warfare. We want to discuss with participants of the negotiations (state representatives), observers (civil society) and experts the progress in the UN. The following questions should be addressed:
    Is it ethical to kill people with autonomous weapons?
    What is the right approach for a regulation?
    How to convince sceptical states?
    What are implications of the use of LAWS to international security?
    1 hr 1 min
  • (Digital) Identity: The Haves and Have-Nots
    Karl Steinacker, Valerie Khan
    The discussions in the global North are often dominated by concerns of data overload and data privacy. This debate is conveniently overlooking the fact that some people do not have an identity at all and would benefit from having access to digital services. A balanced approach has to be found that assures every individual of a recognized identity opening the doors of empowerment and digital inclusion, which gives secure access to rights and services to all. The linkages between legal and digital identity, have to be re-explored so that digital identity can be a way to obtain a legal identity for those who need it. At the same time, this should enable every actor in the ecosystem to improve efficiency and effectiveness in their relationship with each other leading to a trusted system that is maintained with equanimity from everyone. Are user-centric and even self-sovereign ID systems realistic? Can every citizen be sufficiently motivated and incentivized to engage in such a solution without prioritizing short term revenue and/or control interests, and, thus, limit or balance the power of institutions and corporations that dominate the digital sphere?
    Karl Steinacker, Team Leader for Digital Identity with the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) and Valerie Khan, independent advisor on Digital Identity advocate for digital inclusion in this talk and animate a discussion with all participants.
    58 min
  • Nach Nizza und München - Anatomie eines Shit-Tsunamis
    Richard Gutjahr, Markus Kompa
    Es ist die Geschichte eines Sommers, der mein Leben und meinen Blick auf das Internet verändert hat. 
    Nach der Berichterstattung von dem LKW-Terroranschlag in Nizza sowie dem Amoklauf von München gerieten meine Familie und ich ins Visier von Verschwörungstheoretikern, Reichsbürgern und Neonazis.
    In diesem Talk werde ich versuchen, so akkurat wie möglich den Verlauf eines Shitstorms nachzuzeichnen, der nun bald ins dritte Jahr geht.
    59 min

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Politik und Gesellschaft in all ihren Dimensionen sind mehr denn je ein Thema, dem wir uns auf der re:publica 2018 zuwenden wollen.