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Die Themen: Diesmal Beiträge zur Atomenergie in Großbritannien und in Japan
Die britische Regierung ist weiter auf dem "Kernkraft"-Trip - eine Frage schon mal vorweg: Hat dies etwas mit dem Klima zu tun oder mit der Atombombe?
Weltweit ist die Zahl der Atom-Reaktoren rückläufig. In Großbritannien waren in den 1980er-Jahren einmal 40 Atom-Reaktoren in Betrieb. Seitdem sank deren Zahl kontinuierlich bis auf 9 mit einer Leistung von insgesamt rund 6 Gigawatt. Dennoch propagiert der britische Premierminister Rishi Sunak eine Vervierfachung auf 24 Gigawatt bis zum Jahr 2050.
Die Themen: Zum Start diesmal ein ausführlicher Bericht über den neu veröffentlichten World Nuclear Industry Status Report. Beim COP28 in Dubai wurde ja gerade erst wieder propagiert, Atomkraft sei ein Klimaretter. Da hilft ein Blick auf die Fakten.
Danach eine schlechte Nachricht: Der pseudo-grüne niedersächsische "Umwelt"-Minister Christian Meyer gab "grünes Licht" für den Weiterbau von Schacht Konrad. In dem ehemaligen Eisenerz-Bergwerk wurden bereits über 3,76 Milliarden Euro versenkt.
Wie kaum anders zu erwarten hat der pseudo-grüne niedersächsische "Umwelt"-Minister Christian Meyer den Weiterbau am umstrittenen Lager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll im ehemaligen Eisenerz-Bergwerk Schacht Konrad erlaubt.
Sie finden vielleicht, ich passe nicht hierher
da müsste ich sagen, das bedaure ich sehr
denn ich bin praktisch bei jedem Empfang
vielleicht nicht zuvorderst, eher hinten im Gang
da tauche ich auf, ohne Eile, ohne Hast
und stehe dann da wie der dreizehnte Gast
Meine Damen, meine Herren
wie geht es? Hallo!
Mir geht es gut, ich bin das Restrisiko.
Ich habe an alle von euch gedacht
und habe ein Köfferchen mitgebracht.
Auch in diesem Jahr gibt der von Fachleuten um Mycle Schneider veröffentlichte World Nuclear Industry Status Report einen Überblick über den weltweiten Stand der Atomindustrie. Die 549 Seiten umfassende Analyse ist das ausführlichste einschlägige Dokument, das jährlich publiziert wird. Die Fakten sprechen deutlich für einen weiteren Abstieg der Atomenergie und keineswegs für die in jüngster Zeit von einer lautstarken Lobby verkündete "Renaissance der Kernenergie".
Die Anti-Atom-Initiative Karlsruhe und der BUND berichten von desaströsen Zuständen im sogenannten JRC, dem "Joint Research Centrum Karlsruhe" auf dem Gelände des KIT Nord. Dabei handelt es sich um das frühere ITU, das "Institut für Transurane". Das JRC vereinigt am Standort Karlsruhe den größten Teil der atomaren Forschung im Europa der EU.
Als einer von wenigen neuen Atom-Reaktoren ging Olkiluoto III im April 2023 in Betrieb. Wegen konstruktionsbedingter massiver Vibrationen im Reaktordruckbehälter waren seit der ersten Netz-Kopplung über 13 Monate verstrichen. Nun überraschte eine automatische Schnellabschaltung den Betreiber-Konzern TVO.
Die Themen: Beginnen wir diesmal mit dem AKW Olkiluoto in Finnland. Neben zwei bestehenden Reaktoren wurde dort im Jahr 2005 mit dem Bau eines EPR-Atom-Reaktors begonnen, der im April dieses Jahres nach über 17 Jahren in Betrieb ging. Nun schalte er sich automatisch ab - was steckt dahinter?
Im ehemaligen Eisenerzbergwerk Schacht Konrad wurden bislang über 3,76 Milliarden Euro versenkt. Das Projekt hat frappierende Ähnlichkeit mit Stuttgart21. Mehr hierzu in unserem zweiten Beitrag.
Das seit 1982 verfolgte Projekt eines Lagers für schwach- und mittelradioaktiven Müll im ehemaligen Eisenerzbergwerk Schacht Konrad wird immer grotesker. Obwohl Schacht Konrad nach wissenschaftlichen Kriterien ungeeignet ist und in dieses Projekt schon über 3,76 Milliarden Euro versenkt wurden, sollen laut Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) weitere 2,64 Milliarden Euro fließen, so daß dieses Atommüll-Lager am Ende 6,4 Milliarden Euro teuer wäre. Zugleich wird das fiktive Datum der Inbetriebnahme von 2027 auf 2029 verschoben.
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