Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage

Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage

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Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage episodes

  • 16 - Spiegelsaal
    Der Spiegelsaal diente Maria Theresia für Festlichkeiten im Familienkreis, unter anderem für kleinere Konzerte. 1762 fand in diesem Raum das erste Konzert des erst 6-jährigen W. A. Mozart vor der Kaiserin statt. Nach dem Vorspielen – so schrieb der stolze Vater – ist „Wolferl Ihrer Majestät auf den Schoß gesprungen und hat sie an den Hals bekommen und rechtschaffen abgeküßt“.
    1 min
  • 17 - Rosa-Zimmer
    Dieses Zimmer wie auch die zwei folgenden sind nach Joseph Rosa benannt, dem Maler der Landschaftsgemälde. Das erste gleich links neben der Tür zeigt die Habichtsburg im schweizerischen Aargau - den Stammsitz der Habsburgerdynastie. Hier sehen Sie das Portrait Maria Theresias von Martin van Meytens. Maria Theresia war eine außergewöhnlich energische Frau – nach dem Tod ihres Vaters gelang es ihr, das habsburgische Erbe im Österreichischen Erbfolgekrieg gegen halb Europa zu verteidigen. Sie regierte die habsburgischen Erbländer, während ihr Gemahl, Franz Stephan von Lothringen, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Franz I. Stephan widmete sich seinen privaten Interessen - den Naturwissenschaften und den Finanzen, die politischen Geschäfte überließ er seiner Frau.
    2 min
  • 21 - Große und Kleine Galerie
    Die Große Galerie im Zentrum des Schlosses wurde von der kaiserlichen Familie für Bälle, Empfänge und Galadiners genützt. Mit einer Länge von über 40 Metern und einer Breite von fast zehn Metern bildete die Große Galerie den idealen Rahmen für höfische Veranstaltungen. Ausgestattet mit Kristallspiegeln, vergoldeten Stuckdekorationen und den Deckenfresken stellt sie ein Gesamtkunstwerk der Rokokozeit dar. Die Fresken, eine Lobpreisung der maria-theresianischen Herrschaft, stammen vom italienischen Maler Gregorio Guglielmi. Im mittleren Fresko thronen Franz Stephan und Maria Theresia, umringt von den personifizierten Herrschertugenden sowie den Allegorien der Kronländer der Monarchie. Die beiden großen holzgeschnitzten und vergoldeten Luster waren mit jeweils 70 Kerzen bestückt, bevor das Schloss 1901 elektrifiziert wurde. Seit dem Ende der Monarchie dient die Große Galerie auch für Konzertveranstaltungen; im Jahre 1961 fand hier auch die legendäre Begegnung der Präsidenten Kennedy und Chruschtschow statt. Die benachbarte Kleine Galerie liegt an der Gartenseite des Schlosses. Sie wurde für Namenstags- und Geburtstagsfeiern im Familienkreis genützt und bietet einen wunderbaren Ausblick auf den Schlosspark und auf die Gloriette, die noch zur Zeit Maria Theresias errichtet wurde. Bei der letzten Restaurierung erhielt die Kleine Galerie wieder ihre ursprüngliche glänzende Polierweißfassung des 19. Jh.
    3 min
  • 23 - Chinesisches Rund- und Ovalkabinett
    Auf beiden Seiten der Kleinen Galerie sehen Sie ein chinesisches Kabinett: Links das ovale, rechts das runde. Maria Theresia hatte eine große Vorliebe für die damals sehr in Mode gekommene chinesische und japanische Kunst. In beiden Kabinetten sind kostbarste chinesische Lacktafeln in die weiße Holzvertäfelung eingelassen, aus ihren vergoldeten Rahmen wachsen kleine Konsolen, auf denen blau-weißes Porzellan steht. Bemerkenswert sind hier auch die Parkettböden mit ihren kunstvollen Einlegearbeiten. Die beiden Kabinette dienten als Spiel- und Konferenzzimmer. Im runden Chinesischen Kabinett fanden die geheimen Staatskonferenzen und Besprechungen Maria Theresias mit ihrem Staatskanzler Fürst Kaunitz statt.
    1 min
  • 25 - Karussellzimmer
    Das Karussellzimmer verdankt seinen Namen dem linken der beiden großen Gemälde: Es zeigt ein Damenkarussell, das Maria Theresia 1743 in der Winterreitschule der Hofburg veranstaltete, um die Rückeroberung Prags im österreichischen Erbfolgekrieg zu feiern. In dieser Winterreitschule - der heutigen spanischen Reitschule - finden auch heute noch die berühmten Vorführungen der Lipizzaner statt; auch Maria Theresia reitet in der Mitte des Bildes ihren Hofdamen auf einem Lipizzaner voran. Links sehen sie das Portrait Karls VI., Vater der Kaiserin, im prunkvollen spanischen Mantelkleid.
    1 min
  • 26 - Zeremoniensaal
    Im Zeremoniensaal fanden zurzeit Maria Theresias kleinere zeremonielle Feierlichkeiten anlässlich von Taufen oder auch Hochzeiten statt. Die Gemäldeserie, die diesen Raum schmückt, zeigt die Hochzeitsfeierlichkeiten anlässlich der Vermählung des ältesten Sohnes und Nachfolgers Maria Theresias Joseph mit der bourbonischen Prinzessin Isabella von Parma. In diesen Gemäldezyklus eingefügt ist das wohl bekannteste aller Porträts der Monarchin, das sie als „erste Dame Europas“ in einem kostbaren Kleid aus Brabanter Klöppelspitze zeigt. Das größte dieser Gemälde gleich links zeigt den Brautzug Isabellas mit einem Gefolge von 98 Kutschen, wobei alle anwesenden Gäste – die gesamte Hocharistokratie Europas – an ihren Familienwappen an den Wägen erkennbar sind.
    2 min
  • 28 - Blauer Chinesischer Salon
    Der Blaue Chinesische Salon wurde zu Beginn des 19. Jh. mit den heutigen handbemalten Reispapiertapeten aus dem 18. Jh. geschmückt. Sie befinden sich hier auf historisch besonders bedeutsamen Boden: in diesem Raum fanden die Verhandlungen statt, die am 11. November 1918 zur Verzichtserklärung des letzten Kaisers Karl I auf die Regierungsgeschäfte führten. Am Tag darauf wurde die Republik Österreich proklamiert und somit das Ende der über 600 Jahre andauernden Herrschaft der Habsburger besiegelt. Karl wollte aber nicht abdanken und musste mit seiner Familie schließlich ins Exil gehen. Im Jahre 1922 starb er erst 35jährig auf Madeira; seine Frau Zita verstarb 1989 und wurde als letzte österreichische Kaiserin in der Kaisergruft bestattet.
    1 min
  • 29 - Vieux-Laque-Zimmer
    Das Vieux-Laque-Zimmer wurde von Maria Theresia nach dem plötzlichen Tod ihres geliebten Gatten Franz Stephan, der im Jahr 1765 starb, als Gedächtnisraum umgestaltet. Schwarze Lacktafeln, die aus Peking stammen, wurden in die Nussholzvertäfelung eingesetzt und mit vergoldeten Rahmen versehen. Maria Theresia legte nach dem Tod Franz Stephans die Witwentracht nie mehr ab. Im Gebetbuch der Kaiserin fand man nach ihrem Tod einen Zettel, auf dem sie die glückliche Zeit ihrer Ehe bis auf die Anzahl der Stunden genauestens notiert hatte. Sie gab für diesen Gedächtnisraum auch drei Gemälde in Auftrag: in der Mitte sehen Sie Franz I. Stephan von Pompeo Batoni, vom gleichen Maler stammt auch das Doppelbildnis Josephs II. und dessen Bruder Leopold, das 1769 in Rom entstand. Auf dem Tisch rechts von Joseph liegt ein Exemplar Montesquieus „Esprit des lois“, eines der wichtigsten Werke der Aufklärung. Das Gedankengut der Aufklärung durchzog alle Bestrebungen und Reformen des jungen Kaisers.
    2 min
  • 30 - Napoleonzimmer
    Das Napoleonzimmer erinnert an den Kaiser der Franzosen, der hier – im ehemaligen Schlafzimmer Maria Theresias - anlässlich seiner beiden Besetzungen Wiens im Jahre 1805 und 1809 residierte. Durch die Vermählung Napoleons mit Marie Louise, der Tochter des Kaisers Franz II./I., Enkelsohn Maria Theresias, im Jahre 1810, sollte der Friede zwischen den beiden Machthabern besiegelt werden. Nach dem Sturz Napoleons kehrte Marie Louise vorübergehend mit ihrem Sohn an den Wiener Hof zurück. Im Zuge des Wiener Kongresses 1814/15 erhielt sie schließlich das Herzogtum Parma zugesprochen – allerdings unter der Bedingung, ihren Sohn, den Herzog von Reichstadt, in Wien zurückzulassen. Der kleine „Prinz Franzi“, wie er am Hof genannt wurde, sollte als Sohn Napoleons auf Betreiben der europäischen Mächte politisch unbedeutend bleiben und am Wiener Hof unter der Obhut seines Großvaters isoliert aufwachsen. Wie alle männlichen Habsburger erlernte auch er - der Familientradition entsprechend - ein bürgerliches Handwerk, und so ist er auf einem der Gemälde als kleiner Gärtner porträtiert; die Haubenlerche auf dem Konsoltisch war sein geliebtes Haustier. Der Herzog starb 1832 im Alter von erst 21 Jahren an Tuberkulose, die Büste zeigt ihn auf dem Totenbett. Im nachfolgenden Porzellanzimmer (Raum 31) kehren wir wieder in die Zeit Maria Theresias zurück, die diesen kleinen Raum als Spiel- und Arbeitszimmer nutzte. Das blau-weiß bemalte, holzgeschnitzte Rahmenwerk, das Porzellan imitiert, überzieht den gesamten Raum bis zur Decke. Darin sind insgesamt 213 blaue Tuschzeichnungen eingefügt, die von Franz Stephan und einigen der Kinder ausgeführt und auch signiert wurden. Eine von ihnen, Marie Christine, ist auf einem der Portraitmedaillons wiedergegeben. Sie war die erklärte Lieblingstochter der Kaiserin und durfte als einzige den Mann heiraten, den sie liebte – den Herzog Albert von Sachsen-Teschen.
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  • 32 - Millionenzimmer
    Sie befinden sich nun in einem der kostbarsten Räume des Schlosses, dem so genannten Millionenzimmer. Es verdankt seinen Namen der Wandvertäfelung aus einer überaus seltenen Rosenholzart, in die indo-persische Miniaturen eingelassen sind. Diese Miniaturen zeigen Szenen aus dem Privat- und Hofleben der Mogulherrscher im Indien des 16. und 17. Jh. und wurden von den Mitgliedern der kaiserlichen Familie zerschnitten und in einer Art Collage zu neuen Bildern komponiert. Auf beiden Seiten des Raumes sind Kristallspiegel angebracht, die sich gegenseitig reflektieren und so die Illusion eines unendlichen Raumes erzeugen.
    1 min

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