Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage

Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage

By Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.Society & CultureEducationArtsHistory
Download on the App Store

Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage episodes

  • 33 - Gobelinsalon
    Nicht nur die Wände dieses Raumes, auch die Fauteuils sind mit Brüsseler Tapisserien aus dem 18. Jh. geschmückt. Die Tapisserien an den Wänden zeigen Markt- und Hafenszenen, die der Fauteuils Darstellungen der zwölf Monate des Jahres. Das nachfolgende Schreibzimmer der Erzherzogin Sophie (Raum 34) war Teil des Appartements der Eltern Franz Josephs, Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie, die im 19. Jh. hier residierten. Die ehrgeizige Mutter Sophie verfolgte nicht nur energisch und erfolgreich das Ziel, ihren Sohn auf den habsburgischen Thron zu setzen, sondern war auch wichtigste politische Ratgeberin - Zeitgenossen bezeichneten die Erzherzogin als den „einzigen Mann am Wiener Hof“. Zu ihrer Schwiegertochter, Kaiserin Elisabeth, deren Tante sie ja auch war, hatte sie ein sehr gespanntes Verhältnis und trug auch das ihre dazu bei, dass sich Sisi nie richtig wohl am Wiener Hof fühlen sollte. Elisabeth beklagte sich oft über die ständige Kontrolle und Bevormundung durch die Schwiegermutter.
    2 min
  • 35 - Roter Salon
    Die Porträts in diesem Raum zeigen die Kaiser ausgehend vom Ende des 18. Jh.: Maria Theresias Sohn Leopold II., der Joseph II. folgte; neben ihm sein Sohn Franz, letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Im Jahre 1806 sah dieser sich durch die napoleonischen Kriege gezwungen, das Heilige Römische Reich aufzulösen und proklamierte das Kaisertum Österreich. So wurde aus Franz II. der erste Österreichische Kaiser Franz I. Der habsburgischen Tradition folgend verheiratete Franz II./I. seine erste Tochter Marie Louise mit Napoleon, seine zweite Tochter Leopoldine mit dem Kaiser von Brasilien, deren Porträt Sie auf der Staffelei sehen. Die weiteren Porträts zeigen Kaiser Ferdinand und seine Gemahlin Maria Anna. Ferdinand war der älteste Sohn von Kaiser Franz und wurde im Volksmund liebevoll „Ferdinand der Gütige“ genannt – er war Epileptiker und regierungsunfähig. Der eigentliche Herrscher der österreichischen Monarchie in dieser Zeit war Staatskanzler Metternich, auch „der Kutscher Europas“ genannt, der mit viel Geschick und Diplomatie die europäische Politik lenkte.
    2 min
  • 37 - Reiches Zimmer
    Das „Reiche Zimmer“ ist nach dem einzig erhaltenen Paradebett des Wiener Hofes benannt. Es wurde zur Zeit der Vermählung Maria Theresias fertiggestellt und befand sich ursprünglich im privaten Appartement Maria Theresias in der Wiener Hofburg. Zu diesem Prunkbett aus rotem Samt mit kostbarster Gold-Silber-Stickerei gehören auch die Teile der ehemaligen Wandverkleidung mit gestickten architektonischen Elementen.
    1 min
  • 38 - Schreibzimmer Franz Karls
    Dieser Raum sowie der angrenzende Salon wurde im 19. Jh. von Erzherzog Franz Karl, dem Vater Franz Josephs, bewohnt. Die Gemälde bringen uns wieder in die Zeit Maria Theresias zurück. Das berühmte Familienporträt von Martin van Meytens zeigt Kaiser Franz I. Stephan und Maria Theresia von ihrer Kinderschar umgeben. Das Kaiserpaar hatte 16 Kinder (elf Töchter und fünf Söhne), von denen elf das Erwachsenenalter erreichten. Nicht auf dem Bild sind zwei später geborene, und drei bereits verstorbene Kinder. Es gehörte zur wichtigsten Aufgabe einer Herrscherfamilie, möglichst viele Thronerben in die Welt zu setzen, um den Fortbestand der Dynastie zu sichern. Dem Familienporträt gegenüber sind die Bildnisse jener Damen zu sehen, die im Leben Maria Theresias eine bedeutende Rolle spielten. Rechts vom Spiegel das ihrer Mutter Elisabeth Christine, links davon das der Gräfin Fuchs, einst Erzieherin und später enge Vertraute der Monarchin. Als Ausdruck ihrer Verbundenheit ließ sie Maria Theresia als einzige Nichthabsburgerin in der Kapuzinergruft beisetzen.
    2 min
  • 40 - Jagdzimmer
    Die Habsburger waren leidenschaftliche Jäger – so auch die Eltern Maria Theresias, Karl VI. und seine Gemahlin Elisabeth Christine, beide im Jagdkostüm dargestellt, zwischen ihnen Franz Stephan, der spätere Gemahl Maria Theresias, im Knabenalter. Auch Franz Joseph ist für seine Jagdleidenschaft berühmt, schon im Kindesalter erlegte er Spatzen und Tauben im Schönbrunner Park. Eines der Gemälde zeigt das ehemalige barocke Jagdschloss Schönbrunn von Johann Bernhard Fischer von Erlach im Hintergrund.
    2 min

About Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage

From the publisher's feed

Bereits im 17. Jh. besaßen die Habsburger an dieser Stelle ein Lustschloss, das 1683 im Zuge der zweiten Türkenbelagerung zerstört wurde. Nach dem Sieg über die Osmanen beauftragte Kaiser Leopold I.…