Schwarze Risse Buchladen

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Schwarze Risse Buchladen episodes

  • Klima-Special #3 Karin Zennig – Klima – Gerechtigkeit – Globaler Süden

    Auch nach der 29. Weltklimakonferenz ist ein Ende der rücksichtslosen Ressourcenausbeutung des Globalen Südens trotz katastrophaler Konsequenzen nicht in Sicht.

    Was aber bedeutet das für die Menschen und Gesellschaften des globalen Südens? Am Beispiel pakistanischer Bäuer*innen thematisiert Karin Zennig von medico international die Frage nach Folgen und Verantwortlichkeiten.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Wie kann der Druck auf große CO2-Emittenten ebenso wie auf politische Entscheidungsträger erhöht werden, die nötigen Veränderungen einzuleiten, für Schäden zu bezahlen und damit das Recht aller Menschen weltweit auf ein Leben in Würde erhalten zu können?“

    45 min
  • Klima-Special #2 Kristina Dietz – Energiewende und grüne Ausbeutung

    Energiewende und grüne Ausbeutung

    Kristina Dietz von der Uni Kassel erläutert, was unter „grünem Extraktivismus“ zu verstehen ist.

    Hauptaugenmerk dabei ist die Darstellung der sozial-ökologischen Folgen für die lokale Bevölkerung in den Ländern des Südens. Der gerade von der Ampelkoalition so favorisierte grüne Wasserstoff aus Sonnen- und Windenergie, als klimapolitisch sauberer Ausstieg aus der fossilen Energie, erweist sich als hoch- problematisch. Nicht von ungefähr formiert sich in Ländern wie Kolumbien oder Chile Widerstand gegen die

    geplanten Milliardeninvestition .

    1 hr 8 min
  • Klima-Special #1 Julius Eberhard – Auf dem Weg in eine Heißzeit? Wenn das Klima kippt

    Auf dem Weg in eine Heißzeit? Wenn das Klima kippt

    Die von Menschen verursachte Klimaerhitzung ist im Gange. Sie bedroht und zerstört ganze Ökosysteme sowie die Lebensgrundlagen vieler Menschen, besonders in den Armutsregionen der Erde. In ihrer prominenten Position liefert die Klimaforschung laufend neue Einsichten und Zukunftsprojektionen. Ihrer Natur nach nie ganz „sicher“, werden die Forschungsergebnisse in den aktuellen Auseinandersetzungen ums Klima unterschiedlich aufgenommen und verarbeitet.

    Julius Eberhard vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erläutert in seinem Vortrag die wichtigsten physikalischen Zusammenhänge des Klimageschehens. Er leitet daraus die Gründe für vergangene und aktuelle Veränderungen ab und geht detailliert auf die Debatte um bevorstehende Kipppunkte ein. Anliegen des Vortrags ist, entscheidende Begriffe, Methoden, Mechanismen und Zeitskalen zu klären und voneinander zu trennen. Was daraus für den Umgang mit der Krise folgt, wird der anschließenden Diskussion überlassen.

    1 hr 7 min
  • Folge #35 Rediker, Marcus: Das Sklavenschiff Eine Menschheitsgeschichte

    Veranstaltung im Rahmen der Linken Buchtage 2023

    Aus dem Englischen von Sabine Bartel

    Mehr als drei Jahrhunderte lang brachten Sklavenschiffe 14 Millionen Menschen von den Küsten Afrikas über den Atlantik in die Neue Welt. Etwa fünf Millionen sind in Afrika, auf den Schiffen und im ersten Jahr der Sklavenarbeit gestorben.

    Der preisgekrönte Historiker Marcus Rediker stützt sich bei seiner Untersuchung auf dreißig Jahre Forschung in Archiven, um eine so noch nie geschriebene Geschichte dieses menschlichen Dramas zu verfassen. Er rekonstruiert in erschütternden Details das Leben, den Tod und die Schrecken, die an Bord dieser schwimmenden Kerker herrschten.

    Das Buch berichtet von den elenden Lebensbedingungen der Sklaven, die mit Hunger, Krankheit und einer furchtbaren Zukunft konfrontiert waren, von der extremen Gewalt der Strafen und Folterungen und vom allgegenwärtigen Tod. Er erinnert an die Angst der an Bord dieser Pulverfässer eingesperrten Mannschaften, die extrem harten hierarchischen Beziehungen, die Beziehungen zwischen Seeleuten und Gefangenen. Schließlich widmet er den Kooperationsformen zwischen Sklaven, denen es gelang, sich über ethnische Grenzen hinweg zu organisieren, um Aufstände mit oft blutigem Ausgang zu führen, breiten Raum.

    »Das Sklavenschiff« ist eine Geschichte der Tragödie und des Schreckens, aber auch ein Epos der Widerstandsfähigkeit. Der Autor hat mit ihm ein Standardwerk über eines der erschütterndsten Kapitel des Kolonialismus und der Menschheitsgeschichte geschaffen, das in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

    

    56 min
  • Folge #34 Nihat Öztürk: Etappen, Konflikte und Anerkennungskämpfe der Migration

    Veranstaltung im Rahmen der Linken Buchtage 2023

    Das hier vorgestellte Buch ist Bestandteil eines multimedialen Projekts. Die Hardcover-Publikation ist das Begleitbuch einer Ausstellung, die unter dem Buchtitel am 26. August 2022 in Düsseldorf eröffnet wurde und bis zum 9. September 2022 zu sehen ist. Der Ausstellungskatalog enthält die Bilder, Grafiken und die Begleittexte zur Ausstellung. Im ersten Teil abgedruckt sind Geleitworte der Zweiten Vorsitzenden der IG Metall Christiane Benner und des Düsseldorfer Sozialwissenschaftlers Alexander Häusler, der an der Hochschule Düsseldorf zu Rechtsextremismus/Neonazismus forscht.

    Herausgeber des Buches ist Nihat Öztürk, der im Hauptbeitrag des Buches das Kernanliegen der Ausstellung formuliert. In kompakter Form arbeitet er heraus, wie Menschen mit ausländischen Wurzeln in den historisch aufeinanderfolgenden Phasen der (Arbeits-)Migration behandelt und welche Bilder über sie vermittelt wurden. Es wird deutlich, wie lange es dauerte, bis der ideologische Nachhall des deutschen Faschismus gebrochen werden konnte und welchen Anteil die Migrant*innen selbst hatten, dass dies möglich wurde. Deshalb schreibt Christiane Benner zu Recht, dass Einwanderungsgeschichte eine Erfolgsgeschichte sei, die fortgeschrieben werden müsse. Denn sie beinhaltet nicht nur die dunklen Seiten von Ausbeutung und Entwürdigung besonders verletzlicher Menschen, sondern zeigt, dass Migrant*innen einen großen Anteil daran haben, das gesellschaftliche Leben hier im Lande zu bereichern und auch das Selbstwertgefühl und die Solidaritätsfähigkeit der abhängig Beschäftigten im Lande zu stärken. Besonders profitiert haben davon die deutschen Gewerkschaften, vor allem die IG Metall, in der Nihat Öztürk seit Jahrzehnten engagiert ist.

    Unter den damals noch besonders belastenden Arbeitsbedingungen betrat er die deutsche Arbeitswelt als Gießereiarbeiter und fand dann über mehrere Stationen Zugang zu IG Metall-Kollegen, die ihm ein anderes Bild von seinen Rechten, von menschlicher Würde und der Möglichkeit zu solidarischem Handeln vermitteln konnten. Er wurde aktiver Gewerkschafter, den seine Kolleg*innen schließlich zum Bevollmächtigten der IG Metall in Düsseldorf wählten.

    Sein Buchbeitrag stellt auf einnehmende Weise unter Beweis, dass er dabei nicht verlernt hat, die Dinge beim Namen zu nennen, oder, um Rosa Luxemburg zu zitieren, „zu sagen was ist“.

    Die jetzige Ausstellung ist ein Versuch, die vor 20 Jahren gezeigte Ausstellung „Migration hat viele Gesichter“ kritisch fortzuschreiben. Im Mittelpunkt stehen Konflikte sowie Kämpfe um Anerkennung und Teilhabe. Gerade diese Kämpfe, die heute aufgrund der mehrfachen Prekarisierung und Ausbeutung notweniger denn je sind, betrachtet Nihat Öztürk als Motoren des sozialen Fortschritts. Konzipiert ist sie als Wanderausstellung, die ohne großen Aufwand transportiert und auf-und abgebaut werden kann. Es gibt bereits weitere Orte, an dem sie gezeigt werden soll. Eine Bewerbung für bisher noch nicht vorgesehene Stationen ist ausdrücklich erwünscht. Denn die solidarische Weiterentwicklung der postmigrantischen Gesellschaft bleibt eine der zentralen Herausforderungen, die darüber entscheidet, ob die Demokratie gegen faschistische Bedrohungen verteidigt werden kann oder nicht.

    Mehr Infos zu Nihat Öztürk finden Interessierte in einem Beitrag, der 2021 in dem Sammelband „Wie Deutschland zur Heimat wurde. 60 Jahre Deutsch-Türkisches Anwerbeabkommen“ beim Correctiv Verlag Essen veröffentlicht wurde:

    „Ohne Angst verschieden sein – das wurde mein kategorischer Imperativ“

    Biografische Daten des Herausgebers:

    Geb. 1955 in Antakya (Türkei), 1973 Einreise in die BRD im Rahmen des Anwerbeabkommes, 1973-78: Gießereiarbeiter und Elektroschweißer, 1978-83:

    1 hr 36 min
  • Folge #33 Slave Cubela: Wortergreifung, Worterstarrung, Wortverlust – Industrielle Leidarbeit und die Geschichte der modernen Arbeiterklassen

    Veranstaltung im Rahmen der Linken Buchtage 2023

    In Zeiten der ökologischen Krise wird die Geschichte der modernen Arbeiterklassen insofern wieder aktuell, da der Kampf für sozial kontrollierte Produktionsprozesse wesentlicher Teil dieser Geschichte war. Mit dem Konzept der industriellen Leidarbeit wirft das vorliegende Buch einen neuen Blick „von unten“ auf diese Kämpfe, indem es das Leiderleben in der Arbeit wie auch die sprachliche Verarbeitung dieses Leids durch die Arbeiter in den Mittelpunkt stellt. Dabei gelingt es dem Autor nicht nur, drei Epochen dieser Leidarbeit – Wortergreifung, Worterstarrung und Wortverlust – zu unterscheiden. Indem er zugleich den Hauptakzent seiner Darstellung auf die letzten beiden Epochen legt, wird die lange Lähmung der modernen Arbeiterklassen im 20.Jahrhundert sichtbar, die mit dem Aufstieg des Neoliberalismus und dem Niedergang dieser Klassen ab den 1970er Jahren endete. Dabei ist das Buch aber kein Abgesang auf die Möglichkeiten der sozialen Emanzipation und der menschlichen Produktion. Vielmehr sucht es durch das genaue Verständnis des historischen Niedergangs der modernen Arbeiterklassen einen neuen Anlauf zur Überwindung der bürgerlichen Gesellschaft denkbar zu machen, die gegenwärtig dringender denn je nötig geworden ist.

    51 min
  • Folge #32 Bernd Langer: Antifaschistische Aktion Geschichte einer linksradikalen Bewegung

    Veranstaltung im Rahmen der Linken Buchtage 2023

    Die Doppelfahnen der ›Antifaschistischen Aktion‹ sind heute eines der bekanntesten Symbole der linken Szene. Aber was ist ›die Antifa‹? Dieses Buch liefert den ersten umfassenden Überblick über ihre Entwicklung von der Weimarer Republik bis zur Bundesrepublik.

    Ein Grundlagenwerk für Aktivist*innen und all diejenigen, die erfahren wollen, in welcher Tradition Antifaschismus in Deutschland steht.

    52 min
  • Folge #31 Steffen Hänschen/Andreas Kahrs (Hrsg.) „Aktion Erntefest“. Berichte und Zeugnisse Überlebender

    Veranstaltung im Rahmen der Linken Buchtage 2023

    Hinter der Tarnbezeichnung „Aktion Erntefest“ verbirgt sich ein weitgehend unbekanntes Kapitel des Holocaust. In einer groß angelegten Aktion ermordeten deutsche SS- und Polizeiangehörige am 3. und 4. November 1943 im Konzentrationslager Majdanek und den Arbeitslagern Poniatowa und Trawniki mehr als 42 000 Jüdinnen und Juden. Nur wenigen gelang es, den Mördern zu entkommen. Dieser Band versammelt erstmals Zeugnisse Überlebender in deutscher Übersetzung. Einführende Texte geben einen Einblick in die Hintergründe der Mordaktion.

    1 hr 6 min
  • Folge #30 Die Linke in China. Buchvorstellung mit Ralf Ruckus

    Weltweit werden in der Linken unterschiedliche Positionen zur Volksrepublik China und zur dortigen Kommunistischen Partei diskutiert. Manche halten das heutige China noch für sozialistisch, andere erkennen die kapitalistische Ausbeutung und die Unterdrückung sozialer Kämpfe durch das jetzige Regime. Kaum diskutiert werden die linken oppositionellen Bewegungen, die es seit Gründung der Volksrepublik gegeben hat und bis heute gibt. Im Zentrum der revolutionären Umwälzung der 1950er-Jahre stand zwar der Versuch der Kommunistischen Partei, ein sozialistisches System aufzubauen. Ihr Sozialismus schuf jedoch neue Klassenspaltungen und in der Folge Wellen sozialer Proteste von Arbeiter:innen, Migrant:innen und Frauen*. Aus diesen Protesten gingen jeweils linke Gruppen und Bewegungen hervor, die sich gegen das Regime stellten. Diese Dialektik von sozialen Kämpfen und linken Oppositionsbewegungen prägte die Geschichte der Volksrepublik und bildet den roten Faden dieses Buches.

    1 hr 51 min
  • Folge #29 IM GLAUBEN AN DIE WELTREVOLUTION Die Märzrevolte 1921 – Buchvorstellung mit Bernd Langer

    Im März 1921 kam es zu einer bewaffneten kommunistischen Erhebung im mitteldeutschen Industrierevier, also dem Gebiet um Halle und Merseburg im heutigen Sachsen-Anhalt bis an die Landesgrenzen von Sachsen und Thüringen. Der Aufstand fand auf Geheiß der Bolschewiki in Moskau statt. Dass er von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hatte und überlegene Polizei- und Reichswehreinheiten ihn nach wenigen Tagen niederschlagen würden, spielte dabei keine Rolle. Es ging darum, von innenpolitischen Problemen in Russland abzulenken und einen Beleg für die Weiterführung der kommunistischen Weltrevolution zu erbringen.

    Geführt wurde die Konfrontation von der KPD und der, zu diesem Zeitpunkt noch stärkeren, KAPD. Legendäre Gestalten wie Max Hölz, Karl Plättner, Peter Utzelmann oder Franz Jung spielten eine Rolle.

    Das Buch Im Glauben an die Weltrevolution erzählt die Geschichte des Mitteldeutschen Aufstands und seine historische Betrachtung detailreich bis in die heutige Zeit. Unter anderem wird auch Auskunft über den Umgang mit den Denkmälern aus der DDR-Zeit gegeben.

    1 hr 20 min

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