Schwarze Risse Buchladen

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Schwarze Risse Buchladen episodes

  • Folge #28 Lesung ICH VERMISSE EUCH WIE SAU

    Ricardo ist 1986 in Dresden geboren. Er war unter anderem in der Grafitti-, HausbesetzerInnen- und Antifaszene aktiv. Dies führte zu ständiger staatlicher Repression und mehreren Knastaufenthalten. Als Schwarzer Mensch war er zusätzlich ständigem Rassismus ausgesetzt. Im Jahr 2014 entschloss er sich, um einer weiteren Haftstrafe zu entgehen, Deutschland zu verlassen. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2017 in Moçambique, anfangs in der Illegalität und später im Exil. Dieses Buch ist der Versuch von GefährtInnen und FreundInnen, eine Auseinandersetzung zum Thema Flucht, Exil und Illegalität zu führen.

    44 min
  • Folge #27 Jakarta Methode: Antikommunismus und Massenmord – Indonesien 1965/66 als Blaupause

    Eine Veranstaltung von: „Watch Indonesia!“, „FDCL“, „Brasilieninitiative Berlin“, „International People‘s Tribunal 1965“

    Mit Unterstützung von: Verlag Papyrossa, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Aquarium, Buchladen Schwarze Risse

    Über Ereignisse, die ‚unsere Welt bis heute prägen‘, berichtet Vicent Bevins, Autor der ‚Jakarta Methode‘

    1965/66 war Indonesien Schauplatz eines der brutalsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Teile des Militärs und speziell ausgebildete Milizen ermordeten mindestens eine Million Menschen. Hunderttausende weitere wurden verschleppt, gefoltert und ohne Verfahren oft jahrzehntelang eingesperrt. Die Brutalität und Systematik des US-gestützten antikommunistischen Massenmords machte Schule. Untermauert mit Zeitzeugeninterviews und neu veröffentlichten Dokumenten, zeigt der US-amerikanische Publizist Vincent Bevins auf: Unter der Chiffre ›Jakarta‹ diente Indonesien ’65 als Blaupause für Staatsstreiche v. a. in Lateinamerika. Bevins macht das Ausmaß der Gewalt deutlich, mit der der Kalte Krieg im globalen Süden geführt wurde. Ob in Indonesien, Brasilien, in Chile oder Argentinien: Revolutionäre Politiken wurden mit allen Mitteln vereitelt – auch unter bundesdeutscher Mitverantwortung.

    Auf dem Podium:

    Vincent Bevins, Südostasien-Korrespondent für die Washington Post, berichtete aus Brasilien u. a. für die Los Angeles Times

    Sri Tunruang, Mitbegründerin des International People‘s Tribunal 1965 (zur Aufarbeitung der Massaker in Indonesien)

    Luiz Ramalho, Brasilianischer Soziologe, kam als Geflüchteter in den 70ern nach Deutschland, Brasilieninitiative Berlin

    Camila de Abreu (Moderation), Advocacy und Politikdialog Brasilien-Deutschland bei FDCL

    Christine Holike (Moderation), Geschäftsführung & Referentin für Menschenrechte und Demokratie, Watch Indonesia! e.V.

    1 hr 42 min
  • Folge #26 Buchvorstellung „Kreolische Konstellationen“ von und mit der Jour Fixe Initiative Berlin

    Aller Siege der antikolonialen Befreiungskämpfe zum Trotz ist der Kolonialismus nicht beendet, die imperialistische Herrschaft dauert an. Wenn kreolisch meint, den gängigen Epistemologien zu misstrauen und deren binären Oppositionen, nicht zuletzt von Nord und Süd, zu unterwandern, dann stellt sich die Frage:

    Welche Konstellationen werden gebraucht, um eine weiterhin in Ausbeutung und Identitäten gefangene Welt zu kreolisieren?

    In diesem Band suchen wir Vorschläge für ein häretisches, vergessenes oder unterdrücktes Denken im Süden wie im Norden, das vielleicht die Niederlagen und das Scheitern der antikolonialen Befreiung hätte abwenden können. Denn es geht nach wie vor darum, Wege zu erkunden, wie die Herrschaft des Imperialismus überwunden werden kann.

    1 hr 29 min
  • Folge #25 „Was machen in dieser und kommenden Krisen“ Vortrag und Diskussion mit Tomasz Konicz

    Basta lädt ein: „Was machen in dieser und kommenden Krisen“ Vortrag und Diskussion mit Tomasz Konicz

    „Haben Sie sich in der Dauerkrise des kapitalistischen Weltsystems schon häuslich eingerichtet? Können Sie noch den Überblick behalten über all die Schuldenberge, die zusammenzubrechen drohen? Wie sortieren sich für Sie Klima-, Wirtschafts-, Schulden-, Klima-, Öko- und „Flüchtlingskrise“?

    Wo fängt die eine an, wo hört die andere auf? Für alle, die im Krisendickicht endlich durchblicken wollen: Tomasz Konicz beschreibt allgemeinverständlich Ursachen, Verlauf und Perspektiven der großen sozialen und ökologischen Systemkrise des Kapitals und entlarvt die häufigsten Krisenmythen. Danach kann Euch/Sie nichts mehr erschüttern. Mit Ausnahme des nächsten Krisenschubs, versteht sich.

    Tomasz Konicz, Jahrgang 1973, studierte Geschichte, Soziologie und Philosophie sowie Wirtschaftsgeschichte. Als wertkritischer Publizist und freier Journalist konzentriert er sich auf die Themen Krisenanalyse, Ideologiekritik und Faschismus – u. a. für „Konkret“, „analyse & kritik“ und „jungle World“. Veröffentlichungen, u.A.: „Klimakiller Kapital. Wie ein Wirtschaftssystem unsere Lebensgrundlagen zerstört“, „Kapitalkollaps. Die finale Krise der Weltwirtschaft“, „Faschismus im 21. Jahrhundert. Skizzen der drohenden Barbarei“.

    54 min
  • +++ Special #2 – Grit Lemke – Kinder von Hoy +++ content-warning in Show-notes

    Zweite Folge unseres Literaturpodcasts von „Schwarze Risse + Friends“ zu dem Buch „Kinder von Hoy“ von Grit Lemke.

    Content-Warning: Bei Minute 38:24 wird eine Kritik an der Verfasserin des Buches sowie auch des Verlags formuliert. Hierbei wird auf die Verwendung rassistischer Sprache im Buch verwiesen und aus dem Buch zitiert. Dabei wird das N-Wort verwendet.

    Weiterführende Links:

    https://pogrom91.tumblr.com/

    https://www.hoyerswerda-1991.de
    Manja Präkels – Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß
    Birgit Weiyhe – Madgermanes
    Geralf Pochop – Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression

    1 hr 6 min
  • Folge #24 Der Staatstrojaner – Weniger Sicherheit für alle

    In diesem Vortrag der cryptosprechstunde wird ein kurzer Überblick über den Einsatz von Trojanern durch deutsche Behörden und die politischen Entwicklungen der letzten Jahre gegeben. Außerdem wird es darum gehen wie ein Trojaner eigentlich auf einem Gerät landet und wie man sich dagegen schützen kann.

    Technisches Vorwissen ist nicht notwendig.

    Link zum Handout (gültig bis Februar 2024, damit hier keine veralteten Infos hängen bleiben)

    Die Präsentation zum Mitlesen

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    1 hr 9 min
  • Folge #23 Buchvorstellung mit der Übersetzerin Ingrid Scherf von ‚Dem Tod davongelaufen. Wie neun junge Frauen dem Konzentrationslager entkamen‘

    »Wir wollen leben und werden es wagen, weil wir dieses wunderbare, freie, abenteuerliche Leben zurückhaben wollen.« Diesen Satz schreibt unmittelbar nach Kriegsende Suzanne Maudet, eine französische Deportierte, der im April 1945 auf dem Todesmarsch zusammen mit acht Mitgefangenen die Flucht aus den Fängen der Nazis glückt.

    Die Übersetzerin Ingrid Scherf stellt die deutsche Erstausgabe des bereits 1945/46 von Suzanne Maudet verfassten Bericht über die abenteuerliche Geschichte der Flucht von neun jungen Frauen aus den Fängen der Nazis vor. Sie alle waren Mitglieder der französischen Résistance gewesen, wurden ins KZ Ravensbrück deportiert und mussten für den Rüstungskonzern HASAG in Leipzig Zwangsarbeit leisten. Auf dem Todesmarsch nach der Räumung des Lagers gelang ihnen die Flucht. Das Außergewöhnliche dieses Berichtes ist sein ganz besonderer Tonfall, voll jugendlichen Überschwangs, Lebenslust und Vorfreude auf die wiedereroberte Freiheit.

    1 hr 12 min
  • Folge #22 „AktenEinsicht – Geschichten von Frauen und Gewalt“ mit Christina Clemm im Gespräch mit Dorothea Zimmermann

    Gewalt gegen Frauen ist ein alltägliches Phänomen, auch wenn sie nur selten öffentlich wird. »AktenEinsicht« erzählt Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren, und vermittelt überraschende, teils erschreckende Einsichten in die Arbeit von Justiz und Polizei.

    Nach den neuesten Zahlen des BKA ist jede dritte Frau in Deutsch­land von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Welche Lebensgeschichten sich hinter dieser erschreckenden Zahl verbergen, davon erzählt die Strafrechtsanwältin Christina Clemm, empathisch und unpathetisch.

    Alina ist nach Deutschland gekommen, um Geld zu verdienen. Sie wusste, dass sie wahrscheinlich nur als Prostituierte wird arbeiten können, und kommt gut damit zurecht. Mit Vielem hat sie gerechnet, aber nicht damit, dass ein Bekannter ihres Bruders ihr nachstellt und – als sie ihn abweist – versucht, sie auf offener Straße zu töten. Eva verlässt ihren Freund, der sie in den Bauch tritt, als sie schwanger ist. Er verfolgt sie, schickt Morddrohungen. Siebzehn Mal hatte sie ihn vergeblich bei der Polizei angezeigt, als ihre Tochter sie tot in ihrer Wohnung findet. Faizah wird von ihrem deutschen Ehemann schwer misshandelt. Einmal gelingt es ihr, sich nach draußen zu retten. Er folgt ihr, prügelt weiter, würgt sie, bis Passanten ihn festhalten und die Polizei holen.

    Wie gewinnt man nach einer Gewalterfahrung die Selbstachtung zurück, die Selbstbestimmung über das eigene Leben? Wie geht man damit um, dass die Polizei einen angekündigten Mord nicht ernst nimmt? Dass man einem Richter gegenübersteht, der auf dem rechten Auge blind ist? Was macht es mit den Betroffenen, die Täter wiedersehen zu müssen und sich bohrenden Fragen zur Tat zu stellen?

    Christina Clemm nimmt uns mit auf eine Reise in die Gerichtssäle der Republik, an die Tatorte, in die Tatgeschehen. Es sind Geschichten, die man nicht mehr vergessen wird.

    1 hr 50 min
  • +++ SPECIAL-FOLGE #1 +++

    Mit Special-Folge #XY eröffnen wir an dieser Stelle nun zusätzlich zu den Mitschnitten der Veranstaltungen unsere selbst produzierten Podcast-Folgen. In diesen werden wir in unterschiedlichen Konstellationen Bücher vorstellen und gemeinsam diskutieren.

    In +++ SPECIAL-FOLGE #1 +++ diskutieren wir Das Ministerium für die Zukunft von Kim Stanley Robinson und Aussichten auf den Öko-Leviathan? von Alfred J. Noll und Nikolaus Dimmel.

    Klar freuen wir uns über feedback und wünschen euch viel Spaß beim Zuhören!

    29 min
  • Folge #21 Kathrin Zeiske: ‚Ciudad Juárez‘

    Kathrin Zeiske ist in Bonn geboren und hat dort Politikwissenschaften und praktischen Antifaschismus studiert. Friedensbrigaden und Rucksackreisen brachten sie nach Mexiko, wo sie einige Jahre in einer Migrant*innenherberge arbeitete. Heute verbringt sie große Teile des Jahres in der mexikanischen Grenzmetropole Ciudad Juárez. Von dort berichtet sie als freie Journalistin und organisiert politische Austauschreisen in die Stadt. In ihrer Freizeit versucht sie sich als Wrestlingstar.

    Ciudad Juárez ist eine Stadt, die man vor allem aus Netflix-Serien über Narcos kennt oder die in skandalträchtigen Pressemeldungen auftaucht: die meisten Frauenmorde Mexikos – eine der gefährlichsten Städte der Welt, von Drogenkartellen und Banden umkämpft – extreme Klimabedingungen mitten in der Wüste – Schichtarbeit zu Hungerlöhnen in Weltmarktfabriken – Migrant*innen an der Mauer zu den USA … Doch wie lebt es sich in dieser 1,5-Millionen-Stadt tatsächlich? Und warum finden Menschen Ciudad Juárez trotz allem lebenswert? Kathrin Zeiske, die als freie Journalistin große Teile des Jahres in der mexikanischen Grenzmetropole verbringt, führt uns an unterschiedlichste Schauplätze der Stadt und macht mit ihren fesselnden Beschreibungen Protagonist*innen greifbar und Begebenheiten nachvollziehbar. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen dieser Grenzstadt in der Wüste, hören Erzählungen von Menschen, die in den marginalisierten Vierteln leben – im Schatten der Mauer zu den USA –, begegnen Jugendlichen, die Menschen klandestin über die Grenze bringen, Frauen, die in Montagefabriken unsere Autositze fertigen, und Männern, die Bandenkriege im Gefängnis überlebt haben. Und wir lernen Aktivist*innen kennen, die unverdrossen Gerechtigkeit einfordern und versuchen, das Leben in der Stadt lebenswerter zu gestalten, Perspektiven abseits der Ausbeutung im Weltmarkt zu schaffen und eine kollektive Erinnerung zu erwirken.

    50 min

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