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Die Nase in die Angelegenheiten anderer Menschen zu stecken, gilt bei uns als verpönt. Ob eine solche Einstellung allerdings auch beim Thema Diskriminierung weiterhilft, ist mehr als fraglich. Denn wenn jemand wegen seiner Hautfarbe, Herkunft, Geschlechts, Alters oder sexuellen Orientierung benachteiligt und angefeindet wird, MUSS man sich sogar einmischen und diesen Menschen unterstützen. Wie sonst sollte sich in unserer Gesellschaft etwas zum Besseren verändern, wenn wir nicht aktiv dafür eintreten? Warum sie aber grundsätzlich lieber von einem ‚sich einlassen‘ als von einem ‚sich einmischen‘ sprechen wollen, erklären Florence und Marion in dieser Episode.
"Als ich klein war, haben wir das immer so gesagt. Und uns gar nichts dabei gedacht." Und genau da beginnt das Problem. Was früher "sagbar" gewesen ist, geht heute eben nicht mehr. Jedenfalls nicht, wenn es um Rassismus und Diskriminierung geht. Soll man es älteren Menschen trotzdem nachsehen, wenn sie in der Kommunikation zu diesen Themen begrifflich mal ‚daneben‘ greifen? Oder darf man auch ihnen ein solches Verhalten nicht "durchgehen" lassen? Eine schwierige Frage, über die Florence und Marion in dieser Episode nachdenken.
Wir erleben es aktuell im Gaza-Gebiet. Zwei Gegner, die nicht mehr mit Worten, sondern mit Waffen kämpfen. In einem Konflikt, der getragen ist von Hass und Feindschaft - und in dem die Kommunikation schon lange nicht mehr funktioniert. Bei Shai Hoffmann und Jouanna Hassoun ist das anders. Er, ein deutscher Jude, und sie, Tochter palästinensischer Flüchtlinge, gehen gemeinsam in Schulen und sprechen dort mit Kindern und Jugendlichen über diesen Krieg. Sie wollen informieren, aber auch zuhören - und vor allem wollen sie zeigen, wie man miteinander im Gespräch bleiben kann, auch wenn man in bestimmten Dingen ganz unterschiedlicher Meinung ist. Ein wichtiges Projekt, der Grundstein jedes friedlichen Miteinanders und das Thema in unserem Staffelfinale von Schwarzweiss.
Wenn christlich geprägte Eltern ihre Kinder in einen katholischen oder evangelischen Kindergarten schicken, gibt es darüber in der Regel keine großen Diskussionen. Steht aber die Öffnung eines muslimischen Kindergartens an, ist die Aufregung nicht selten groß. Warum eigentlich? Vor und nach dem Essen zu beten, auf Schweinefleisch in der Verpflegung zu verzichten, im Ramadan oder zum Opferfest mit den Kindern themenbezogen zu arbeiten und ihnen so den muslimischen Glauben näher zu bringen - was ist daran problematisch? Grundsätzlich erstmal nichts, finden Florence und Marion - und trotzdem hätten sie es anders lieber. Warum, hört Ihr in dieser Episode von Schwarzweiss.
„Du verstehst mich überhaupt nicht!“ – Ein Satz, der sicher in vielen Partnerschaften schon mal gefallen ist. Aber was, wenn dieser Satz dort fällt, wo die Partner aus verschiedenen Kulturkreisen kommen. Und der ‚weiße‘ Partner nicht oder nur sehr bedingt nachvollziehen kann, welchen Herausforderungen der andere in einer weißen Mehrheitsgesellschaft ausgesetzt ist. Was, wenn er rassistische Erfahrungen oder Diskriminierungen sogar herunterspielt? Oder im Gegenteil immer und überall versucht, seinen Partner davor zu schützen? Das kann beides schwierig sein – finden Florence und Marion in dieser Folge von Schwarzweiss.
Arztpraxen, Behandlungsmethoden, Altenpflege – das alles kann für Menschen, die nicht weiß sind, durchaus ein Problem sein. Und nicht nur, weil es vielleicht Schwierigkeiten mit der Verständigung geben könnte. Es geht auch um medizinische Unterschiede zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Und natürlich auch – vor allem in der Pflege – um die kulturellen Besonderheiten, um die man wissen und auf die man gegebenenfalls Rücksicht nehmen sollte. Wie divers muss Medizin gedacht werden? Ein komplexes Thema mit vielen Facetten – in dieser Episode von Schwarzweiss.
„Ich sehe Dich“ – „Dann existiere ich wohl für Dich“. Das ist die Grußformel der Menschen aus dem Volk der Zulu. Hinter diesen Worten steckt ein ganzes Wertesystem aus Respekt, Empathie und Einfühlungsvermögen. Wir alle wollen „gesehen“ werden. Und wahrgenommen werden als die, wir sind. Hier wird das sogar in der Alltagssprache zum Ausdruck gebracht. Wenn Sprache Lebenswirklichkeiten schafft, wo stehen wir als weiße Gesellschaft dann aktuell? Könnten wir vielleicht sogar viel mehr von anderen Kulturen lernen, als wir das zulassen? Eine spannende Frage und ein ebensolches Thema – in dieser Folge von Schwarzweiss.
Dem Mann die Hand geben und der Frau nicht? In manchen Kulturkreisen ist das so. Die Frage ist allerdings, inwieweit wir das in unserer westlichen Gesellschaft akzeptieren müssen bzw. wollen. Dürfen wir unsere Werte und Moralvorstellungen zur Grundlage des Umgangs mit Menschen, die andere Wurzeln haben, machen – oder nur bedingt? Wieviel Verständnis muss sein – und wo ist die Grenze. Wir machen uns Gedanken darüber in dieser Episode von Schwarzweiss.
Ein neuer Kollege oder eine Kollegin aus einem anderen Kulturkreis. „Ob die das wohl hinkriegen?“ Bei vielen ist das vielleicht der erste Gedanke. Aber muss das wirklich sein? Wie wäre es denn, wenn wir einfach mal anders an die Sache rangehen und stattdessen sagen würden: „Ach toll – mal gucken, was die ‚Neuen‘ alles mitbringen, das uns als Team und in unserer Arbeit weiterhelfen kann!“ Wo überall kulturelle Unterschiede tatsächlich ein Gewinn sein können – darüber reden wir in dieser Folge von Schwarzweiss.
Ein leerer Bus. Und nur zwei Frauen. Eine schwarze und eine weiße. Letztere bittet darum, sich direkt neben die schwarze Frau setzen zu dürfen, obwohl der ganze Bus voller freier Sitze ist. Eine berührende zwischenmenschliche Begegnung. Aber was, wenn die schwarze Frau ein schwarzer Mann gewesen wäre? Wie hätte sich die Begebenheit dann zugetragen? Hätte es ein weites Abrücken gegeben? Weil man ja nie weiß… Hat das Erleben von Rassismus auch mit dem Geschlecht zu tun? Spannender Gedanke in dieser Episode von Schwarzweiss.
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