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Darf eine weiße Musikerin Dreadlocks tragen? Oder ist das kulturelle Aneignung? Und wie ist das denn umgekehrt?
Warum verfallen viele von uns eigentlich in diesen merkwürdigen Slang, wenn sie mit Menschen sprechen, von denen sie glauben, dass sie kein Deutsch können? Wenn Sprache respektlos wird und wie wir diesem gedankenlosen Reflex begegnen können, darüber reden wir in dieser Folge.
‚Tut mir leid - keine Zeit, ich habe gleich einen Termin mit einer Bewerberin‘ – ‚Ich weiß, die Bewerberin bin ich‘ – so hat es Florence bei einem Vorstellungsgespräch erlebt. Weil man ihr offenbar nicht zugetraut hat, weiße Kinder im Fach Deutsch zu unterrichten. Wenn der erste Eindruck darüber entscheidet, in welche Schublade ein Mensch gesteckt wird und wie man in einer solchen Situation trotzdem souverän reagieren kann.
Wenn ukrainischen Flüchtlingen eine große Welle der Hilfsbereitschaft entgegenschlägt und Flüchtlinge mit einer anderen Hautfarbe und/oder anderen Wurzeln als die Mehrheitsgesellschaft vor Ort an der Grenze abgewiesen werden - obwohl sie genauso von den russischen Angriffen bedroht sind. Gibt es in unseren Köpfen etwa Flüchtlinge 1. und 2. Klasse? Das sind Bilder und Geschichten, die uns sprachlos machen und für die wir in dieser Folge kaum Worte finden.
Wenn die Hautfarbe darüber entscheidet, ob ein Mensch zur Zielscheibe von abwertendem Verhalten wird und wie man damit umgehen kann. Diskriminierungserfahrungen mit der Deutschen Bahn.
Wenn Karnevals-Kostüme Menschen anderer Herkunft auf Stereotype reduzieren - wo ist da die Grenze?
Unsere Sprache ist voll von Begriffen, die in der aktuellen Rassismus-Debatte immer mehr zum Problem werden. Besonders in der Diskussion: das Schwarzfahren. Sogar Verkehrsunternehmen sagen, sie wollen den Begriff nicht mehr verwenden. Auch "schwarzmalen" und "schwarzsehen" werden inzwischen von einigen vermieden. Was aber eigentlich gar nicht sein müsste, meint Florence. Und hat dafür eine verblüffend einfache Erklärung.
Florence und Marion holen das Thema Rassismus raus aus der Streitecke und rein in den gelebten Alltag. Konstruktiv und ohne ideologische Bretter vor dem Kopf.
Wir reden offen über unsere Unsicherheiten, unsere Irritationen und über unsere Fragen. Wir versuchen Antworten zu finden für einen besseren, weil entspannteren Umgang miteinander. Geprägt von Empathie, Toleranz und Verständnis und vor allem davon, dass wir miteinander reden und nicht übereinander.
Schreibt uns über eure Erfahrungen und auch darüber, wie ihr ins Gespräch kommt: [email protected].
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