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Live-Coaching (mit Nadine)
Literaturtipps
Klaus Eidenschink
Wolfgang Polt, Markus Rimser
Die Wunderfrage
Wie stellt man die Wunderfrage? (nach Steve de Shazer, „Mehr als ein Wunder“ S.76 ff.)
Anschließend lassen Sie Ihr Gegenüber die Einzelheiten des Wunders aufzählen und fragen interessiert nach: „Und was ist noch anders?“
Die Methode des Auftragskarussells
Wie funktioniert ein Auftragskarussell in der Praxis?
Die unterschiedlichen Aufträge werden visuell dargestellt: Jeder Auftrag wird auf ein Blatt Papier geschrieben und in einem Kreis um den Protagonisten angeordnet. Die anwesenden Gruppenmitglieder oder der Berater sprechen die einzelnen Aufträge der Reihe nach aus, was den Eindruck eines Karussells vermittelt.
Wenn die Aufträge wie ein Karussell im Kreis bewegt werden, ist es wichtig zu beachten, welche Aufträge beim Protagonisten Unstimmigkeiten oder Hindernisse hervorrufen. Diese Aufträge werden dann unter Anleitung entweder verhandelt, zurückgewiesen oder für eine spätere Bearbeitung vorgesehen.
Der Ablauf der Methode
Identifikation der Auftraggeber: Der Berater erfragt nach und nach die relevanten Auftraggeber und notiert jeden auf einem Blatt Papier. Der Protagonist formuliert den entsprechenden Auftrag für jeden Auftraggeber, wobei darauf geachtet wird, dass der Auftrag eine klare Erwartung enthält. Der Berater, die Beraterin kann auch nach weiteren relevanten Auftraggebern fragen.
Platzierung der Aufträge: Der Protagonist sitzt in der Mitte, und die Aufträge werden um ihn herum angeordnet.
Vorlesen der Aufträge: In einer Gruppen-Setting liest jedes Mitglied nacheinander einen Auftrag vor. Der Berater ermutigt den Protagonisten, darauf zu achten, bei welchen Aufträgen er Unstimmigkeiten verspürt. Nach einer angemessenen Zeit bringt der Berater das Karussell zum Stillstand.
Einzelne Bearbeitung: Falls keine Gruppe vorhanden ist, übernimmt der Berater das Vorlesen und bewegt sich um den Protagonisten.
Besprechung der Irritationen: Unter Anleitung des Beraters nennt der Protagonist den Auftrag, der die meisten Irritationen verursacht hat. Es wird diskutiert, was benötigt wird, um den Auftrag stimmiger zu gestalten, oder ob er zurückgewiesen werden sollte.
Rollenwechsel: Der Protagonist äußert konkret, was er als unstimmig empfindet. Ein Gruppenmitglied, das den entsprechenden Auftrag vorgelesen hat, kann in die Rolle des Auftraggebers schlüpfen. Bei fehlender Gruppe kann ein Anker, wie z.B. ein Stuhl, verwendet werden.
Auftragsformulierung: Der Protagonist formuliert den Auftrag um oder weist ihn zurück. Der Auftraggeber spricht den veränderten Auftrag aus, und der Protagonist lässt dies auf sich wirken.
Fortführung: Der Protagonist kehrt in den Kreis zurück und benennt mit Unterstützung des Beraters den nächsten Auftrag, der zu Irritationen geführt hat.
Abschlussgespräch: Es folgt ein kurzes Gespräch über die gemachten Erfahrungen und die veränderte Haltung des Protagonisten.
Die Psyche und soziale Systeme
Niklas Luhmann war ein deutscher Soziologe, der die Systemtheorie entscheidend geprägt hat. Sein Ansatz besagt, dass soziale Systeme (wie Organisationen) aus Kommunikationen bestehen und die individuelle Psyche lediglich eine Umwelt dieser Systeme darstellt. Dies bedeutet, dass das Verhalten und die Interaktionen von Individuen innerhalb einer Organisation nicht isoliert betrachtet werden können, sondern immer im Kontext des gesamten sozialen Systems zu verstehen sind.
Soziale Systeme: Luhmann definiert soziale Systeme als Netzwerke von Kommunikationen, die sich selbst reproduzieren. Sie existieren unabhängig von den Individuen, die sie bilden. Individuen sind Teil des Systems, aber das System selbst hat eigene Eigenschaften und Dynamiken.
Psyche als Umwelt: Die menschliche Psyche wird als eine Art von Umwelt für soziale Systeme betrachtet. Das bedeutet, dass die individuellen Erfahrungen, Gedanken und Emotionen der Mitglieder eines Systems nicht die primäre Basis für das Funktionieren des Systems sind, sondern dass die Kommunikationen innerhalb des Systems entscheidend sind.
Selbstreferentialität: Soziale Systeme sind selbstreferenziell, d.h., sie beziehen sich auf sich selbst und entwickeln eigene Regeln, Normen und Strukturen. Die Psyche spielt eine Rolle, aber sie beeinflusst das System nicht direkt, sondern über die Kommunikation der Individuen.
Die Auswirkungen dieser Überlegungen auf die Organisationsentwicklung und Beratung
Fokus auf Kommunikation: In der Organisationsentwicklung sollte der Fokus verstärkt auf den Kommunikationsprozessen innerhalb des Systems gelegt werden. Berater müssen die Kommunikationsstrukturen, -muster und -inhalte analysieren, um das System besser zu verstehen.
Systemische Sichtweise: Veränderungen sollten nicht nur auf individueller Ebene angestoßen werden, sondern auch auf der Ebene des gesamten Systems. Einzelne Schulungen oder Workshops könnten weniger wirksam sein, wenn sie nicht in die Kommunikationsdynamik des Systems eingebettet sind.
Wechselwirkungen verstehen: Berater sollten die Wechselwirkungen zwischen individueller Psyche und sozialen Systemen betrachten. Es ist wichtig zu verstehen, wie individuelle Einstellungen und Verhalten durch die Kommunikationskultur und -struktur der Organisation beeinflusst werden.
Interventionen gestalten: Interventionen sollten darauf abzielen, die Kommunikationsstrukturen zu verändern oder zu stärken. Beispielsweise könnten neue Kommunikationskanäle etabliert oder bestehende hierarchische Strukturen hinterfragt werden, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern.
Insgesamt fordert der Ansatz von Niklas Luhmann eine tiefere und differenzierte Betrachtung von Organisationen und deren Dynamiken. Die menschliche Psyche ist in diesen Überelgungen natürlich wichtig, aber sie ist nur ein Teil des komplexen Gefüges, das ein soziales System ausmacht.
Das SCARF-Modell
Das SCARF-Modell wurde von David Rock entwickelt und beschreibt fünf Bedürfnisse, die das menschliche Verhalten in sozialen Situationen beeinflussen. SCARF steht für:
Internet-Links
Hier sind einige nützliche Links, die weitere Informationen zum SCARF-Modell bieten:
In eigener Sache
Mehr zu unserer Coachingweiterbildung findest Du unter:
Mehr zu Nadine: https://www.sys-po.de/menschen-bei-syspo/
Mehr zu Jürgen: www.juergen-stock.de
Die Schritte der provokativen Operation (nach Dr. Edward de Bono)
1.) Was ist Dein Ziel, Deine Frage?
2.) Was sind Deine Vorannahmen in Bezug auf Dein Thema?
3.) Stelle dann einer Deiner Vorannahmen auf den Kopf:
4.) Nutze den kreativen Impuls dieser Provokation und setze Dich damit in Bewegung:
5.) Schaue anschließend darauf, welche Deiner „verrückten“ Ideen Potenzial hat, um weiter gedacht und verfeinert zu werden.
6.) Stelle eine weitere Vorannahme auf den Kopf
Der Transfer in der systemischen Beratung
Identifiziere eine Gewohnheit:
Ein Beispiel:
Gewohnheit: Regelmäßig Liegestützen machen
Die Methode des „Working out loud“
Working Out Loud“ (WOL) ist eine Methode, die darauf abzielt, die Zusammenarbeit und das Lernen in Organisationen zu fördern, indem Individuen ihre Arbeit und Gedanken sichtbar machen. Die Idee ist, den Austausch von Wissen und Erfahrungen zu erleichtern und dadurch persönliche und berufliche Netzwerke zu stärken.
Wesentliche Elemente der Methode:
Anwendung:
In eigener Sache
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Das Buch, das 2001 den Impuls zur Gründung des vermutlich ersten deutschen Denkclubs gab:
Dr. Edward de Bono
Hier eine sehr klare und knappe Zusammenfassung der 6-Hüte-Methode:
Die offizielle Internetseite von de Bono (der allerdings 2021 verstorben ist):
Und hier noch eine autorisierte Seite, die Trainings zu den Denkwerkzeugen von de Bono anbietet:
Last, but not least: Mein Buch „Das wäre doch gedacht!“ ist die Quintessenz meiner fast vierjährigen Reise im und mit dem Denkclub. Es ist ursprünglich im Kösel-Verlag erschienen und inzwischen bei mir direkt erhältlich.
Nähere Informationen rund um unsere Coaching-Ausbildung sind hier zu finden:
Liebe HörerInnen und Hörer,
im Folgenden ein paar Literaturhinweise, die aus unserer Sicht eine sehr lohnenswerte Lektüre darstellen.
Eine kurze Geschichte des Kosmos
The Miracle Of Mindfulness: The Classic Guide to Meditation by the World's Most Revered Master
Full Catastrophe Living: Using the Wisdom of Your Body and Mind to Face Stress, Pain, and Illness
„Full Catastrophe Living“ auf Deutsch:
Wherever You Go, There You Are: Mindfulness meditation for everyday life
Das weise Herz: Die universellen Prinzipien buddhistischer Psychologie
**Die Tiny Habits®-Methode: Kleine Schritte, große Wirkung **
Plum Village App
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Zwei Buchtipps zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen westlichen und buddhistischen psychologischen Konzepten:
Die Heilkraft buddhistischer Psychologie
Das weise Herz: Die universellen Prinzipien buddhistischer Psychologie
Ein sehr interessanter und differenzierter Artikel des Buchautors und Ken Wilber Schülers Wulf Mirko Weinreich zum Unterschied zwischen Prä- und Transrationalität:
Interdependenz & Transformational Leadership
(Mehr dazu bei Otto Scharmer, Essentials der Theorie U, Carl-Auer-Verlag)
Arbeit an eigenen Glaubenssätzen
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Muster des Gelingens
Im hypnosystemischen Arbeiten gibt es die folgende, zentrale Hypothese: „Erlebte Realität ist das Ergebnis von (willkürlicher und unwillkürlicher) Aufmerksamkeitsfokussierung.“
Auftragsklärung
Die im Podcast erwähnte Formel zur Auftragsklärung lautet:
Die Auftragsklärung spielt eine zentrale Rolle in der systemischen Beratung.
Sie ist oft der erste Schritt in der Beratung. Das Ziel ist es, eine kundenorientierte Arbeitsbeziehung, eine Problemdefinition und eine Wahl des Beratungsfokus zu erreichen.
Zunächst ist es wichtig, eine klare und präzise Frage zu stellen, um herauszufinden, worum es dem Kunden eigentlich geht. Dies kann oft dazu führen, dass der Kunde seine ursprünglichen Gedanken und Wünsche überdenkt und möglicherweise zu neuen Erkenntnissen kommt.
Pacing
Das Konzept des Pacing hat für die systemische Beratung große Relevanz. Es bezieht sich auf die Fähigkeit des Beraters, sich auf so vielen Ebenen wie möglich auf die Erlebnisprozesse der KlientInnen einzustellen und diese wertschätzend zu begleiten. Dies kann auf verschiedenen sinnlichen Ebenen geschehen und bezieht sich nicht nur auf die bewusst-willentliche Ebene, sondern auch auf nonverbale Prozesse.
In eigener Sache
Unter www.selten-so-gedacht.de oder ganz direkt per Mail ([email protected]) kannst Du mit uns in Kontakt treten, um uns Deine Themenwünsche, aber auch eigene Fragestellungen mitzuteilen. Wir freuen uns natürlich auch über Dein Feedback zu unseren bisherigen Folgen.
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