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In der heutigen Episode ist Mai My zu Gast, eine Stand-up-Comedienne aus Hamburg. Sie spricht über ein Bit über das besondere Verhältnis von Comedians zu ihren Zuschauer:innen. Schließlich muss erst einmal die Chemie stimmen, bevor gelacht werden kann. Des weiteren geht es in der Aufnahme dann um bescheuerte Anmachsprüche, die sich Mai My als Mensch aus einer Einwandererfamilie anhören muss.
Auch erklärt sie, wie es sich lebt, wenn von gleich zwei Seiten Erwartungshaltungen an einen herangetragen werden, nämlich von ihrer vietnamesischen Familie und vom gesellschaftlichen Umfeld in Deutschland. Wie sich diese Erfahrungen auf die Bühne übertragen lassen, sieht man schön an Mai Mys Bit. Außerdem geht es um die Frage: Darf man jetzt überhaupt noch Witze über Asiat:innen erzählen? Komplexe Frage! Viel gewonnen wäre auf jeden Fall schon in der Diskussion, wenn wenigstens mal die vermeintlich „asiatischen“ Laute aus der Comedy verschwinden würden.
Mai My auf Instagram
Mai Mys Facebook-Seite
Mai My im Podcast bei Rice and Shine
Englischer Auftritt von Mai My (nicht der in der Folge besprochene)
Carmen Chraim is a Lebanese-German comedienne who has been working as a business consultant in Berlin for about ten years. She also has been performing stand-up in English, Arabic, French and German all around Europe for about eight years. As a comedian she is very quick on her feet and constantly engaging the audience: If you imagine there are threads stretched from the comedian to each member of the audience, and given that the threads are strechted out every time the comedians looks or talks at a certain person – then at one of Carmen’s shows these invisible threads would form a hyper-tight spider’s web.
Carmen talks about a bit she played in February 2020, when she played her one hour solo show for the last time. In the bit she talks about German-Arabic relationships and how to improve them in the years to come. As a metaphor for cultures growing more and more accustomed to each other, she introduces the concept of little German-Arabic boy called Mahmudi Schmidt. (Or is it Schmitt? Who knows.) Besides, she explains how heckling at a comedy show made her try stand-up herself and what comedians can learn by hosting shows.
Carmen’s website (you can watch the bit there)
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Manuel Wolff ist Stand-up-Comedian, Musiker, Musikwissenschaftler, Impro-Schauspieler, Podcaster aus Köln. Er hat 2009 mit Comedy angefangen, wobei das nicht so genau einzugrenzen ist – lustige Dinge habe er schließlich schon vorher getan, sagt er, teils sogar schon in den 1990er Jahren. Manuel spricht über ein Bit, das er Anfang 2019 bei der Show I Love Stand-up in Krefeld zum ersten Mal aufgeführt hat und das von einer kafkaesken Auseinandersetzung mit einer Hotel-Klimaanlage handelt.
Außerdem geht es darum, dass Regeln in der Kunst eigentlich dazu da sind, um gebrochen zu werden. Und dass sie im künstlerischen Prozess trotzdem hilfreich sind: Denn sie geben einer Bühnennummer ein stabiles Gerüst. Und erst in der Auseinandersetzung mit Regeln zeigt sich auch, wozu ein Comedian imstande ist. Manuel erklärt, warum er Live-Stand-up (egal welcher Qualität) immer Stand-up auf Netflix vorzieht, und wie er einmal ein Jahr an dieselbe US-amerikanische Highschool ging wie der spätere Late-Night-Host Seth Meyers.
Link zu Manuels Bit bei I Love Stand-up in Krefeld
Link zu Manuels Homepage
Manuels Show Boing Comedy (samt Podcast)
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Kristina Bogansky wohnt in Berlin und macht seit etwa vier Jahren Stand-up-Comedy (inklusive Corona-Joker). Ursprünglich Sozialpädagogin, entschied sie sich dann vorerst für die Bühne. In der heutigen Episode spricht sie über ihr dreimonatiges Stand-up-Bootcamp, das sie mit sieben Minuten Set in die Welt entließ, und warum sie sich möglichst schnell auch dem kritischen Berliner Publikum aussetzte. Außerdem erklärt sie ihre persönliche Unterscheidung von Stand-up und Comedy.
Sie spricht über ein Bit, das sie noch im September 2020 bei Kusskuss Komedy in Berlin gespielt hat: wie sie eigentlich erst viel zu spät, also nach dem Ende der Party, nach Berlin kam, dann nach ihrem Umzug dort auch erst eher rau empfangen wurde, und warum einem das auf dem Land nicht passieren würde.
Homepage von Kristina Bogansky
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Kristinas Auftritt beim Nightwash Talent Award 2020
Martin Niemeyer ist Stand-up-Comedian und Showhost aus Hamburg. Er macht seit 2002 Stand-up-Comedy und ist damit der am längsten aktive Künstler, der bislang im Podcast zu Gast war. In der heutigen Episode geht es darum natürlich ein bisschen um die Vergangenheit: Wie war das damals v̶o̶r̶ ̶d̶e̶m̶ ̶K̶r̶i̶e̶g̶ vor dem Comedy-Boom? Als es eben noch keine mehr oder weniger definierte Stand-up-Szene in den Großstädten und keine Open-Mics in der Provinz gab? Als es wenige Auftrittsmöglichkeiten gab und noch weniger Comedians?
Außerdem spricht Martin über ein Bit, das er auch 2020 beim Hamburger Comedy Pokal 2020 gespielt hat: Was tun, wenn man Kleidermotten im Schrank hat? Und wie geht man vor, wenn man aus so einer kleinen Alltagsbeobachtung Bedeutung schöpfen und ein paar Minuten für die Bühne ziehen möchte? Wie kommt es, dass jeder Comedian im Laufe der Karriere mal ein Bit über die Deutsche Bahn oder Ikea im Programm hat? Und: warum Comedians manchmal ihr Set auf sich beruhen lassen und einfach mit den Menschen reden müssen.
Link zu Martins Set beim Hamburger Comedy Pokal 2020
Homepage von Martin Niemeyer
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Vicki Blau ist Stand-up-Comedienne, Schauspielerin und Synchronsprecherin. Sie wurde im nigerianischen Lagos geboren und lebt heute in Köln, wo sie auch studierte und ihre Schauspielausbildung absolvierte. Vicki hat unter anderem am Volkstheater Wien, am Theater der Keller in Köln und bei diversen Film- und Fernsehproduktionen gespielt. Seit 2017 macht sie auch Stand-up-Comedy.
In der heutigen Episode geht es um die Grundfesten von Stand-up-Comedy: Denn die Kunstform ist mit ihrer Kombination von Text und Aufführung zwar ungleich jeder anderen. Andererseits ist sie natürlich auch nicht vom Himmel gefallen. Es wäre sogar vermessen, zu sagen, dass sich Stand-up keine Anleihen bei anderen Formen genommen hat. Die Verwandtschaft zwischen Comedians und Schauspieler:innen ist heikel, beide Gruppen fremdeln damit. Und doch ist sie da. Was also tun? Darüber spricht Vicki im Podcast, und natürlich über ein Bit, nämlich eines über den Weltfrauentag und verschiedene Werbeaktionen, die den Tag gewöhnlich begleiten. Die sind zwar meistens gut gemeint, verfehlen ihr Ziel aber doch deutlich.
Link zu Vickis Set bei der Comedy Talent Show im SRF
Vickis Homepage
Vicki Blau auf Instagram
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Anuschey ist der Künstlername eines Comedians und Veranstalters aus München. Er hat Lehramt studiert, berichtet aber in der heutigen Episode von einer Erfahrung bei einem Nebenjob in einem Callcenter. Aufgrund der wenig originellen E-Mail-Adresse eines Anrufers denkt Anu auf der Bühne über Selbstdarstellung in der Gesellschaft und den Zwang zu Originalität nach. Und er kommt zum Schluss, dass es manchmal einfach lustiger sein kann, auf jemanden einzudreschen und kein Verständnis zu haben.
Anu zeichnet nach, wie sich ein Stand-up-Auftritt aus Comediansicht anfühlt. Außerdem spricht er über den Drang und das Bedürfnis von Menschen, die es mit glänzenden Augen immer wieder auf Bühnen zieht. Und es geht um den Schausteller im Künstler, der trotz allem künstlerischen Anspruch doch immer geliebt werden möchte.
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Anus Seite auf Facebook
Link zu Anus Show Kolibri Comedy
Filiz Tasdan ist Werbetexterin und Stand-up-Comedian, die in Berlin lebt. In dieser Folge spricht sie über ein Bit, in dem sie von ihren Erfahrungen mit Meditation berichtet. Sie erzählt, was sie einmal auf einem Meditations-Retreat erlebt hat und entdeckt, dass Spiritualität oft nicht das Tor zu Achtsamkeit und innerem Frieden ist, sondern vielmehr eine Maske, hinter der sich dieselbe abgründige Leere verbergen kann wie bei allen anderen Menschen auch.
Natürlich sind alle Menschen mit der Quelle verbunden, aber im täglichen Leben fällt es schwer, diesen Gedanken immer präsent zu haben. Außerdem erklärt Filiz, warum die Werbeindustrie ein perfektes Bootcamp für Stand-up darstellt. Und anhand von einem Bit von Comedian Louis CK zeigt sie, warum Stand-up-Comedy gar nicht unbedingt geschrieben sein muss, um Lacher auszulösen. Manchmal kann sie auch „bloß“ aus absurden Gedanken bestehen – klingt so einfach, dabei ist es doch das Allerschwierigste.
Link zu Filiz‘ Bit bei Späti Comedy
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Filiz‘ Homepage
Mathias Haze ist Stand-up-Comedian und stammt aus der Nähe von Mannheim. Dort hat er Kommunikationsdesign studiert, also im Grunde alles, was mit Foto- und Videogestaltung, Illustration und Design zusammenhängt. Als Abschlussarbeit hat er die Stand-up-Show Fun’s Not Dead produziert. Mathias ist auch Mitgründer der Veranstaltungsreihe Chaos Comedy Club, deren Veranstaltungen vor allem im Südwesten Deutschlands, in der Gegend um Karlsruhe und Mannheim, stattfinden.
In dieser Folge spricht Mathias über ein Bit, in dem er davon erzählt, wie er einmal 44 Chicken-Nuggets aß – und vor allem, wie das eigentlich passieren konnte: Schließlich ist er ein Gegner von Massentierhaltung und würde eigentlich gerne weniger Fleisch essen. Mathias beleuchtet das merkwürdige Verhältnis der Gesellschaft zu Tieren, die sie isst und verachtet, und Tieren, die sie nicht isst und bewundert. Er stellt ein Gedankenexperiment an: Wie könnte nachhaltiger Fleischkonsum eigentlich aussehen? Im Podcast zeichnet er die Entwicklung des Bits nach und spricht ferner über ein besonderes Merkmal der Kunstform Stand-up: Künstler:innen sind natürlich die, die auf der Bühne stehen. Aber auch das Publikum ist wichtig, und zwar oft entscheidender als in einem Kino- oder Theatersaal.
Link zu Mathias‘ Bit
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Homepage des Chaos Comedy Club
Doro Fesel ist Stand-up-Comedienne und Autorin aus Berlin. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Darmstadt. Sie hat in Hildesheim Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus studiert. Durch ihre Erfahrung als Sketch- und Comedyautorin hat sie auch Einblick in verschiedenste writers‘ rooms in der Film- und Ferndsehindustrie.
In dieser Folge spricht Doro über ein Bit über das Kinderhaben, -kriegen und -erziehen in Berlin. Wie reagiert man, wenn man zum x-ten Mal ein Babyfoto aus dem Freundeskreis kommentieren muss? Was passiert, wenn sich Babyfotos und Dickpics immer mehr ähneln? Und sie breitet ihre Enttäuschung darüber aus, dass der Spruch „Fick deine Mutter“ so gut wie nie ernst gemeint ist. Außerdem gehen wir den Fragen nach, warum eine lustige Geschichte allein sich selten für die Stand-up-Bühne eignet und warum Stand-up trotz aller Faszination und Sakralisierung des Alltags eigentlich eine sehr politische Kunstform ist.
Link zu Doros Bit bei Späti Comedy
Link zu Doros Homepage
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