Simple Smart Buildings

Simple Smart Buildings

By Friedrich Idam und Günther KainSociety & CultureScienceNaturePhysics
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Simple Smart Buildings episodes

  • Zen-View
    Das Fenster des Mönches (Muster Nr. 134)

    Mit dem Muster "Zen-View" beschreibt Christopher Alexander in seiner Mustersprache des Bauens das Phänomen eines kurzen, eingeschränkten Blicks in eine großartige Landschaft. Als Gegenentwurf zur vollverglasten Wand, zum Panoramafenster bietet der Blick durch eine schmale Öffnung das Aufblitzen des Unerwarteten.

    9 min
  • Paradigmenwechsel in der Architekturausbildung
    Vom Wettbewerbsdenken zur Kooperation
    Zur Bewältigung der Klimakrise werden auch Architekt*innen gebraucht, die Problemstellungen in der hochkomplexen Struktur des Bauens kooperativ lösen können. Der Architekt Gernot Mittersteiner erzählt von der bestechender Methodik des Mathematiker und Architekt Christopher Alexander, der an der University of California in Berkley "Eine Muster - Sprache" des Bauens entwickelt hat. Dieses System fasst alle Themenfelder von der Regionalentwicklung bis zu den Detailaufgaben der Innenarchitektur in einem großen, übersichtliches System zusammen.
    29 min
  • Baukultur im ländlichen Raum
    Muster-Sprachen der lokalen Baukultur
    Der Architekt Gernot Mittersteiner erzählt von der Möglichkeit netzartige Muster-Sprachen zur Entwicklung einer lokalen Baukultur zu entwickeln. Dabei spielt das lokal vorhandene Erfahrungswissen und offene Bürger*innen-Beteiligungsprozesse die tragende Rolle. Auf diese Weise kann eine nachhaltige Baukultur der lokalen Kreisläufe mit hoher Gestaltungsqualität entstehen. Im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt ist ein solches Pilotprojekt für die Gemeinde Grundlsee geplant.
    27 min
  • Eine Muster-Sprache des Bauens
    Die Ordnung des Komplexen

    Die "Pattern Language" Alexanders schreitet von den größeren Mustern zu den kleineren, von jenen, die Strukturen schaffen, zu jenen, die diese Strukturen verfeinern, und dann zu jenen, die die Verfeinerungen verfeinern. Die Reihenfolge erfasst jedoch den großen Schwung des ganzen Netzes; dabei folgt sie einer Linie, taucht unter und taucht wieder auf, folgt einem spezifischen Weg, wie etwa eine Nadel in einer Tapisserie.

    Die Mustersprache Christopher Alexanders ist auch in weiteren Episoden thematisiert.

    40 min
  • Meine Werkzeuge
    Wechselwirkung zwischen Werkzeug und Mensch
    Werkzeuge prägen das Berufsleben. Von der schwierigen Handhabung beim ersten Kontakt über den virtuosem Umgang im aktiven Beruf bis hin zur nachlassenden Geschicklichkeit im Alter spannt sich der Bogen. Es entsteht eine Wechselwirkung zwischen Werkzeug und Mensch, die sich gegenseitig formen. Die Werkzeugpflege optimiert die Verwendbarkeit, doch jahrelanges Schärfen verkleinert das Werkzeug bis letztlich zur Unbrauchbarkeit.
    17 min
  • Gedanken zum Wohnkomfort
    Die Jahreszeiten in ihrer Authentizität erleben
    Das Leitbild des Wachstums treibt auf die Ansprüche an den Wohnkomfort laufend nach oben. Der individuelle Anspruch an Wohnfläche wächst so wie der Energieverbrauch für Heizung und Klimatisierung. Die globale Krise der Klimaveränderung werden wir nur durch Komfortverzicht bremsen können. Aber das hört niemand gern. Vielleicht gelingt die Veränderung durch ein neues Wording besser: Wir müssen wieder bereit werden, die Jahreszeiten in ihrer Authentizität auch in den Innenräumen zu erleben.
    10 min
  • Gedanken zum gemeinschaftlichen Bauen
    Netzwerke der Kooperation
    Kleine, selbstorganisierte soziale Netzwerke vervielfachen effizient die Leistungsfähigkeit Einzelner. Weltweit finden seit der neolithischen Revolution Menschen zusammen um gemeinsam Häuser zu bauen. Dieses archetypische Modell der Arbeitsteilung erwacht unter dem Druck krisenhafter Situationen immer wieder neu. So entstand in den Wirren nach dem ersten Weltkrieg die Siedlerbewegung in Wien, wo Wohnungssuchende freie Grundstücke besetzten und dort gemeinschaftlich mit einfachen Materialien kleine Häuser bauten. Die kleinen Gärten mit der Möglichkeit zur Selbstversorgung festigten die Unabhängigkeitsbestrebungen der Siedler. Die dieser Form gemeinschaftlicher Arbeit wirkt soziale Motivation stärker als monetärer Anreiz. Aus Zweckgemeinschaften können stabile soziale Netzwerke entstehen, die sich auch lange nach der Fertigstellung des Bauwerks tragfähig sind.
    8 min
  • Torfmoos (Sphagnum) als Dämmstoff
    Ein nachhaltiger feuchtetoleranter Dämmstoff

    Literatur

    Erste Ergebnisse zum bauphysikalischen Verhalten von Torfmoos wurden in der deutschen Fachzeitschrift Bauphysik publiziert.

    Weiterführende Informationen zur Torfmoosverwendung finden Sie auf der website von Friedrich Idam

    Im Jahrbuch der Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege OÖ ist ein Beitrag zur historischen Verwendung von Torfmoos erschienen

    23 min
  • Gedanken zur Exnovation
    Rückschritt als Überlebensstrategie
    Mit den Bemühungen, den globalen Klimawandel abzufedern, ist auch die gegenwärtige Ausprägung von Baukultur in Frage gestellt. Der ungezügelte Ressourcenverbrauch zur Herstellung kurzlebiger Bauten wird uns bereits in naher Zukunft teuer zu stehen kommen. Die erfolgsversprechende Lösungsstrategie für diese Problemstellung scheint in technischen Innovationen bis hin zu "Smart Buildings" zu liegen. Die Zukunft scheint Gebäuden zu gehören, die mit hochkomplexen technischen Systemen ausgestattet sind. Dabei wird aber durch mangelnde Technikfolgenabschätzung übersehen, dass gerade technische Innovationen den Ressourcenverbrauch in Summe steigern können. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das sogenannte Jevons-Paradoxon formuliert, wonach technische Innovationen, die eine effizientere Nutzung von Ressourcen erlauben, in weiterer Folge zu einer erhöhten Nutzung dieser Ressourcen führen, anstatt den Verbrauch zu senken. Dieses Paradoxon wird auch als Rebound-Effekt bezeichnet. So üben sich die Gesellschaften der entwickelten Welt seit den Ölpreiskrisen der 1970er Jahre im Energiesparen und steigern dennoch Jahr für Jahr Ihren Verbrauch.
    Wenn also Innovation in Verbindung mit mangelnder Technikfolgenabschätzung keinen erfolgsversprechenden Lösungsansatz darstellt, kann sich gezielte Exnovationen, in Form von Reimplementierungen historisch bewährter Technologien, deren langfristige Folgen als realer Befund vorliegen, als erfolgreich erweisen.
    13 min
  • Gebäudesoftskills
    Bauen in menschlichen Dimensionen
    Es geht um viel mehr, als nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Was braucht es, damit wir uns in Räumen langfristig wohl fühlen? Ob ein Gebäude heute auf allen Ebenen „erfolgreich“ ist, ob es langfristig funktioniert und von den Menschen angenommen wird, hängt nicht nur von dessen energetischer Performance, seiner leichten Erreichbarkeit oder finanziellen Leistbarkeit ab, sondern in zunehmendem Maße von der Erfüllung jener Kriterien, die es zu einem an den Menschen angepassten Ort des Wohlbefindens machen – und der Grundstein dafür wird bereits im Planungsprozess gelegt.
    Geruch, Farbe und Klang von Räumen sind Themenfelder dieses Gesprächs mit der Architektin und Color Designerin Pia Buxbaum.
    1 hr 4 min

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Simple Smart Buildings steht für Gebäude die einfach und dauerhaft gebaut sind. Für die Generationen vor uns war es ganz normal mit einfachen Mitteln dauerhafte Gebäude zu errichten. Diese Art zu bauen hat sich über Jahrhunderte bewährt und wir können daraus lernen. In den verschiedenen Regionen entwickelten sich aus lokal vorhandenen Baustoffen resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten. Dieser Podcast erzählt von Möglichkeiten einfach gut zu bauen.