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Es stellt sich die Frage, mit wieviel Abweichung diese Idee in der gebauten Wirklichkeit noch eindeutig erkennbar ist, welchen Toleranzbereich unser Auge hat und ob diese Toleranz historischen und kulturellen Veränderungen unterliegt. Spannend ist auch die Entwicklung des ebenen rechten Winkels zum räumlich dreifach orthogonalen kartesischen System. Der rechte Winkel dient der normierten industriellen Fertigung von Bauteilen die zusammenpassen, exakt kubische Möbel passen gut in exakt kubische Räume.
Luftbrunnenanlage
Das Wiener Burgtheater wird nach wie vor über eine hochkomplexe Luftbrunnenanlage mit konditionierter Frischluft versorgt. Dieses Belüftungssystem, das in seinen wesentlichen Teilen seit dem 19. Jh. unverändert erhalten geblieben ist, belegt, wie Gebäudekonditionierung über einen langen Zeitraum hinweg energieeffizient bewerkstelligt werden kann.
Hier geht's zu SSB Episode 79 Windfänger "Badgir's" und zu SSB Episode Orient meets Occident
Hier geht's zur SSB Episode Mittlere Technologien
Lufthygiene
Die Thematik einer hygienisch notwendigen und krankheitspräventiven Lüftungs- und Heizungstechnik hat im 19. Jh. vom (Militär-)Spitalswesen ihren Ausgang genommen.
Weiterführende Forschung
Eine Publikation zu diesem Thema ist im Februar 2021 im Fachperiodikum "Bauphysik" erschienen. Schwerpunktmäßig sind darin die bauphysikalische Aspekte alternative Gebäudekühlung dieser Luftbrunnenanlage behandelt.
Weiterführende Literatur zu den Badgir's und zu Viktor Schauberger
Mit der Veränderung des globalen Klimas wandeln sich auch globale gesellschaftliche Werte. Nach dem berühmten Ausspruch Albert Einsteins, dass Probleme nicht mit den Strategien gelöst werden können, die genau zu diesen Problemen geführt haben, wird sich früher oder später die Erkenntnis durchsetzen, dass im Bereich der Gebäudekühlung nicht mit hochtechnisierten, energieintensiven Kühlsystemen der globalen Erwärmung nachhaltig entgegengewirkt werden kann.
Historische Gebäude-Betriebssysteme haben sich über lange Zeiträume bewährt. Sie besitzen interessantes Lösungspotenzial für die auf uns zukommenden Anforderungen durch die globale Erwärmung. Auf der Basis von historischen Erfahrungswissen können hocheffiziente alternative Systeme zur Gebäudekühlung entwickelt werden, die sich durch lange Nutzungszyklen und geringe Betriebskosten auszeichnen.
Simple Smart Buildings sind Gebäude aus einfachen, natürlichen Materialien die intelligent auf wechselnde Anforderungen reagieren und sich so über Jahrhunderte bewährt haben.
Und hier die im Vortrag erwähnten links zum Schulbau von Anna Heringer und zur Mustersprache von Christopher Alexander.
Auch die Bildpräsentation zum Vortrag ist zum download bereitgestellt.
Man erkennt im Grundriss intuitiv Raumgrößen, funktionale Zusammenhänge, Erschließung und Belichtung eines Gebäudes. Grundrisse, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, sind oft das gute Ergebnis eines komplexen Entwurfsprozesses, in dem Funktionalität und Raumerlebnis optimiert worden sind. Im besten Fall genial einfache Muster, mit anderen Worten: Simple Smart Patterns. Modulare Grundrissstrukturen, deren Raumgruppen im Laufe der Zeit ohne großen Umbauaufwand mit neuen Funktionen besetzt werden können, begründen den langfristigen Bestand eines Gebäudes.
Der Materialwissenschaftler Günther Kain erzählt von der Entwicklung einer natürlich gebundenen Rindendämmplatte und deren bauphysikalischen Eigenschaften.
Fachartikel Baumrinde als Wärmedämmstoff
Ein Praxisbeispiel für den Einsatz von Rindendämmplatten
Bezugsquelle Firma barkinsulation
Die Episode zu Tannin
Die Episode zur Wärmediffusivität
Kontakt Günther Kain
In dieser Episode werden Themen wie Baumaterialien, ökologisches und nachhaltiges Bauen sowie die Weitergabe von Erfahrungswissen im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 diskutiert.
Bauen ist eine teure und ressourcenfressende Angelegenheit. Am besten also gar nicht neu bauen, sondern den Bestand möglichst unverändert weiternutzten oder mit geringen Eingriffen umbauen.
Lernen aus unserem baukulturellen Erbe
In vielen alten Häusern, unserem baukulturellen Erbe, steckt ein Schatz an Erfahrungswissen, der zur Zeit ungenutzt brach liegt. Für die Generationen vor uns war es ganz normal mit einfachen Mitteln dauerhafte Gebäude zu schaffen. Diese Art zu bauen hat sich oft über Jahrhunderte bewährt und wir können daraus lernen. Die erhaltene, nach wie vor bewohnte Bausubstanz, stellt eine Auslese dar: es sind die besten Häuser, es sind diejenigen, die einen harten Evolutionsprozess überstanden haben.
Smart Buildings
Diese hervorragenden Häuser kann man durchaus als "Smart Buildings" bezeichnen, denn sie haben ohne weiteres Zutun einfach lange und gut funktioniert. In den verschiedenen Regionen entwickelten sich aus lokal vorhandenen Baustoffen resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten.
Erfahrungswissen
Die Sendungsmacher beschäftigen sich nicht nur wissenschaftlich mit dem Bauen, sie kommen aus dem Handwerk und besitzen handwerkliche Bauerfahrung. Diese Sendung ist kein Fachjournal, das alles Aspekte des Bauens abdeckt, sondern hier wird anhand konkreter Beispiele erzählt, wie Ideen zum einfachen Bauen in die Realität umgesetzt worden sind.
Bauen in der Krise
Auch in Krisenzeiten wird gebaut. Aber anders als in Zeiten des Überflusses. Gerade jetzt gilt es sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen. Denn die finanziellen Rahmenbedingungen werden enger und auch die Belastbarkeit unseres Planeten hat ihre Grenzen erreicht. Die weltweit laufenden klimatischen Veränderungen und die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19 Krise erfordern die Entwicklung einfacher, resilienter, vor allen Dingen aber billiger Bautechniken, Gebäudetypen und Gebäudebetriebssysteme, wie etwa alternative Gebäudekühlsysteme. Diese einfachen und dennoch intelligenten Techniken und Systeme sind für breite Kreisen der Weltbevölkerung zugänglich, während kurzlebige, teure High-Tech Systeme diese Forderung nicht erfüllen. Die Zukunft wird Häusern gehören, die aus dem Grundsatz des achtsamen, wissensbasierten Umgangs mit lokal vorhanden Baustoffen und Erfahrungswissen gebaut werden.
Auch in Krisenzeiten wird gebaut. Aber anders als in Zeiten des Überflusses. Gerade jetzt gilt es sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen. Denn die finanziellen Rahmenbedingungen werden enger und auch die Belastbarkeit unseres Planeten hat ihre Grenzen erreicht. Die weltweit laufenden klimatischen Veränderungen und die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19 Krise erfordern die Entwicklung einfacher, resilienter, vor allen Dingen aber billiger Bautechniken, Gebäudetypen und Gebäudebetriebssysteme, wie etwa alternative Gebäudekühlsysteme. Diese einfachen und dennoch intelligenten Techniken und Systeme sind für breite Kreisen der Weltbevölkerung zugänglich, während kurzlebige, teure High-Tech Systeme diese Forderung nicht erfüllen. Die Zukunft wird Häusern gehören, die aus dem Grundsatz des achtsamen, wissensbasierten Umgangs mit lokal vorhanden Baustoffen und Erfahrungswissen gebaut werden.
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