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New York City. 1. Juli 2026. Es ist kurz nach zwölf Uhr mittags, als Passanten in Midtown Manhattan den Blick heben und etwas sehen, das nicht da sein sollte. Ganz oben auf der Antenne des Empire State Buildings, 443 Meter über der Straße, über den Taxis, über dem Lärm stehen zwei Gestalten. Sie tragen schwarze Kleidung und schwarze Masken. Sie haben ein Banner in den Händen, das sie entrollen. Auf dem Banner steht ein Satz: „When the power of love beats the love of power, the world knows peace.” Das New Yorker Polizeidepartment beobachtet das Ganze über Hubschrauber und Kameras. Und dann, auf einer Plattform unterhalb der Antenne, immer noch in schwindelerregender Höhe, geht der Mann auf die Knie. Er hält etwas in der Hand. Einen Ring. Und macht der Frau an der Spitze des Empire State Buildings einen Heiratsantrag. Das Video geht viral, Fernsehsender auf der ganzen Welt berichten über die außergewöhnliche Szene und über Nacht sind die beiden schwarz gekleideten Personen auf dem Empire State Building berühmt. Aber wer verbirgt sich hinter den schwarzen Masken und welche außergewöhnliche Story hat sie auf das Empire State Building geführt?
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Eine junge Frau sitzt vor der Kamera. Eigentlich eine Situation, wie wir sie jeden Tag bei Instagram oder Tik Tok sehen. Jemand macht ein Selfie-Video, spricht in die Kamera. Erzählt vom eigenen Leben. Meistens von den positiven Momenten. Doch dieses Video ist anders. Anastasia ist blass, sie hat dunkle Haare und müde Augen. Ihre Stimme ist ruhig, als sie zu sprechen beginnt. Sie nennt sie ein Datum und auch den Namen eines Mannes.
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Im hügeligen Südosten des US-Bundesstaates Ohio, tief in der Region Appalachia, liegt Vinton County. Dichte Wälder, schmale Landstraßen und historische, überdachte Holzbrücken prägen das Bild einer Gegend, die friedlich und abgeschieden wirkt. Gleichzeitig gehört der Landkreis zu den ärmsten und am dünnsten besiedelten Regionen des Bundesstaates – ein Ort, an dem sich die Welt ein wenig langsamer zu drehen scheint.
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Es ist der 9. Oktober 2020, ein ganz normaler Freitagvormittag in New Boston, Texas. Jessica sitzt bei der Arbeit, als ihr Handy klingelt. Ihr Schwiegersohn ist dran, er klingt beunruhigt. Irgendetwas stimmt nicht mit Reagan, sie geht nicht ans Telefon, und die dreijährige Enkelin wurde heute nicht in den Kindergarten gebracht.
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Es ist 1:47 Uhr morgens am 1. Februar diesen Jahres. Eine ruhige Wohnstraße in Tucson, Arizona in den USA. Die meisten Menschen schlafen längst. Doch die Überwachungskamera an der Haustür eines großen Einfamilienhauses zeichnet etwas auf, das später Millionen Menschen beschäftigen wird. Eine vermummte Gestalt tritt aus der Dunkelheit. Schwarze Kleidung. Handschuhe. Ein Rucksack. An der Hüfte eine Waffe. Der Mann bemerkt die Kamera sofort. Er hebt die Hand, versucht die Linse zu verdecken. Als das nicht gelingt, nimmt er Äste und Blätter und stopft sie vor das Objektiv. Kurz darauf bricht das Bild ab. Wenige Stunden später ist klar: Die Bewohnerin des Hauses, Nancy Guthrie, ist verschwunden. Die 84-jährige hat ihr Handy, ihre Medikamente und andere persönliche Gegenstände zurückgelassen. Vor ihrer Haustür finden Ermittler Blut – später bestätigt sich, dass das Blut von Nancy ist. Alles deutet darauf hin, dass sie ihr Zuhause nicht freiwillig verlassen hat. Das FBI spricht von einer mutmaßlichen Entführung. Es gehen Lösegeldforderungen ein. Manche entpuppen sich als Fälschung, andere werden überprüft. Doch Nancy Guthrie bleibt verschwunden. Jetzt wendet sich Nancys Tochter Savannah – eine der bekanntesten Morningshow-Moderatorinnen Amerikas – erneut an die Öffentlichkeit. Und diese Woche hat sich ein Mann schuldig bekannt, gefälschte Lösegeldforderungen verschickt zu haben. Ein Rückschlag für die Ermittler.
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Der Pazifik, eine unendliche Weite. Tiefblaues Wasser. Hier segelt eine Familie, die sich mit ihrer Weltreise einen Lebenstraum erfüllt. Fernab der Zivilisation. Frei. Gemeinsam. 17 Monate lang scheint sich dieser Traum zu erfüllen. Bis sich – etliche Kilometer vor den Galapagos-Inseln – plötzlich etwas unter ihrem Boot bewegt. Ein dumpfer Schlag. Dann noch einer. Und noch einer. Orcas, auch Killerwale genannt, rammen das hölzerne Segelschiff immer wieder – bis der Rumpf aufreißt. Innerhalb weniger Minuten beginnt die „Lucette“ zu sinken. Die Familie hat keine Wahl und muss sich retten. Fortan treibt sie auf einem kleinen Schlauchfloß und einem winzigen Beiboot mitten auf dem Pazifik. Was folgt, ist kein Abenteuer mehr. Es ist ein Kampf ums Überleben. 38 Tage lang kämpfen sie gegen Durst, Hunger, die knallende Sonne und ihre eigene Angst und Verzweiflung. Sie müssen mit bloßen Händen Fische fangen, Regenwasser trinken und Entscheidungen treffen, die niemand treffen möchte - während unter ihnen der tiefe Ozean liegt. Das ist die Geschichte der Familie Robertson. Eine Geschichte über Hoffnung und Überlebenswillen und über 38 Tage, die länger erscheinen, als ein ganzes Leben.
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Eine ruhig Straße, ein unscheinbares Haus in der idyllischen Stadt Alba in Texas. Nichts deutet darauf hin, dass sich hinter der Fassade eines der erschütterndsten Familiendramen der jüngeren US-Geschichte abspielt: Mitten in der Nacht wird die Stille von Schüssen durchbrochen. Kurz darauf steht das Gebäude in Flammen. Als die Feuerwehr eintrifft, bietet sich den Einsatzkräften ein Bild des Grauens: Eine Mutter und ihre beiden kleinen Söhne sind tot. Von mehreren Kugeln und der scharfen Kante eines Schwerts getroffen. Der Familienvater wird angeschossen, schafft es aber trotzdem, sich schwer verletzt aus dem brennenden Haus zu retten – und er ahnt nicht, dass ihm das Schlimmste erst noch bevorsteht. Zunächst wirkt es wie ein brutaler Überfall, doch je tiefer die Ermittler graben, desto unfassbarer wird die Wahrheit. Denn hinter den brutalen Morden stecken keine Unbekannten. Die Täter haben gewusst, wer sich in dem Haus befindet. Sie kannten die Familie und ihre Gewohnheiten. Und sie hatten Hilfe von innen. Was verrät dieser Fall über Liebe? Über Manipulation, Glauben und die dunkelsten Abgründe menschlicher Beziehungen. Ein Fall über das Böse, das manchmal dort entsteht, wo man sich eigentlich am sichersten fühlt. Jule und Karo sprechen über den Fall und ordnen die Hintergründe mit Strafverteidigerin Pantea Farazahdi und Psychologe Christian Lüdke ein.
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Es ist Montag, der 29. Juni 2026 in Stade, einer Hansestadt in Niedersachsen. Mitten in einer ruhigen Wohngegend mit Einfamilienhäusern aus rotem Backstein befindet sich eine Mutter-Kind-Wohngruppe. Ein Haus, in das Menschen kommen, weil sie Hilfe und Schutz suchen. An diesem Mittag sind mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort zu einem Termin zusammengekommen. Ein sogenanntes Hilfeplangespräch. Es geht um ein Baby. Um das Sorgerecht für ein drei Monate altes Mädchen. Auch der Vater dieses Kindes kommt an diesem Tag. Ein 45 Jahre alter Mann. Er gilt als schwierig, als auffällig, und genau deshalb ist dieses Gespräch bewusst mit mehreren Menschen angesetzt, damit niemand ihm allein gegenübersitzen muss. Und irgendwann an diesem Mittag ändert sich alles. Hilfeschreie ertönen aus dem Haus, etliche Schüsse. Was genau sich im Haus abspielt, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand. In der Kita nebenan spielen die Kinder, in den Vorgärten ist es still. Aber als diese Minuten vorbei sind, sind sechs Menschen tot. Vier Frauen und zwei Männer. Alle sechs Mitarbeitende, Menschen, deren Beruf es war, anderen zu helfen und sie zu schützen. Und die Frage ist: Wie kann ein Streit um das Sorgerecht für ein Baby zu einem der schwersten Gewaltverbrechen führen, das Niedersachsen seit Langem erlebt hat? Was in diesem Haus geschah, und was wir bisher wirklich wissen, das erzählen wir euch jetzt.
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Für die Mutter von Jennifer Scharinger ist es ein ganz normaler Tag – doch normal ist an dem, was sie tut eigentlich gar nichts: Fast täglich läuft sie durch den Hollabrunner Wald in Österreich. In der Hand hat sie einen Spaten – sie gräbt das Gebiet ab, Stück für Stück. Denn sie ist überzeugt davon, dass ihre Tochter hier irgendwo von ihrem Ex-Freund vergraben wurde. Weil sein Handy in dieser Gegend eingeloggt war, ist sich Brigitta Scharinger sicher: Ihre Tochter wurde hier verscharrt. Daher sucht sie nach den sterblichen Überresten ihrer Tochter. Kraftvoll drückt sie den Spaten mit dem Fuß in den Boden. Der Untergrund ist hart. Es scheint nicht so, als hätte hier jemand den Boden jemals aufgelockert, um eine Leiche zu vergraben. Systematisch sucht Brigitta weiter. Immer wieder. Gräbt und gräbt und gräbt. Doch an diesem Tag findet sie nichts. Acht Jahre lang sucht Brigitta nach ihrer verschwundenen Tochter – ihr ist klar, Jennifer ist Opfer einer Gewalttat geworden, sie wurde brutal getötet. Doch die Polizei kann sie nicht finden. Bis jetzt: Nun hat die Polizei die sterblichen Überreste der Studentin entdeckt. An einem Truppenübungsplatz in Allentsteig – rund 90 Kilometer nordwestlich von Wien. Wie es dazu kam und ob der Ex-Freund tatsächlich dahinter steckt, erfahrt ihr in Eurem True Crime Briefing. Jule und Karolin erzählen den Fall und sprechen mit Rechtsmediziner Thomas Kamphausen, Psychologe Christian Lüdke, Strafverteidigerin Pantea Farazahdi und Kriminologe Manuel Heinemann.
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Triggerwarnung: In diesem Fall geht es um sexuelle Gewalt an Kindern.
Es ist mitten in der Nacht in Goodyear, Arizona, einer Vorstadt von Phoenix. Die meisten Menschen schlafen längst. Aber auf einem Handy leuchtet der Bildschirm immer wieder auf. Sie schreibt: OMG, ich liebe dich. Er schreibt zurück: Ich dich auch. Sie schreibt: Omg, du bist so süß, Baby. Ich wünschte, du wärst noch bei mir geblieben. Er schreibt: Ich auch. Ich wünschte, wir könnten abhängen, wann immer wir wollen. Und dann, irgendwann in dieser Nacht, schreibt sie einen Satz, der später vor Gericht verlesen wird. Einen Satz, der alles verändert: Ich will dich jeden Tag, ohne Limit. Es klingt nach zwei Liebenden, die nicht voneinander lassen können. Nach Leidenschaft, nach Heimlichkeit, nach einem Geheimnis, das niemand erfahren darf. Die Nachrichten springen von Instagram zu Snapchat, von einem Schul-Chat zurück aufs Handy. Mal zärtlich, mal unmissverständlich sexuell. Es werden Fotos verschickt. Nacktfotos. Und während die beiden sich schreiben, ahnt niemand, was wirklich passiert. Es klingt wie eine Liebesgeschichte. Aber es ist keine.
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Sisters in Crime auf Joyn:
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