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Eine ruhig Straße, ein unscheinbares Haus in der idyllischen Stadt Alba in Texas. Nichts deutet darauf hin, dass sich hinter der Fassade eines der erschütterndsten Familiendramen der jüngeren US-Geschichte abspielt: Mitten in der Nacht wird die Stille von Schüssen durchbrochen. Kurz darauf steht das Gebäude in Flammen. Als die Feuerwehr eintrifft, bietet sich den Einsatzkräften ein Bild des Grauens: Eine Mutter und ihre beiden kleinen Söhne sind tot. Von mehreren Kugeln und der scharfen Kante eines Schwerts getroffen. Der Familienvater wird angeschossen, schafft es aber trotzdem, sich schwer verletzt aus dem brennenden Haus zu retten – und er ahnt nicht, dass ihm das Schlimmste erst noch bevorsteht. Zunächst wirkt es wie ein brutaler Überfall, doch je tiefer die Ermittler graben, desto unfassbarer wird die Wahrheit. Denn hinter den brutalen Morden stecken keine Unbekannten. Die Täter haben gewusst, wer sich in dem Haus befindet. Sie kannten die Familie und ihre Gewohnheiten. Und sie hatten Hilfe von innen. Was verrät dieser Fall über Liebe? Über Manipulation, Glauben und die dunkelsten Abgründe menschlicher Beziehungen. Ein Fall über das Böse, das manchmal dort entsteht, wo man sich eigentlich am sichersten fühlt. Jule und Karo sprechen über den Fall und ordnen die Hintergründe mit Strafverteidigerin Pantea Farazahdi und Psychologe Christian Lüdke ein.
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Es ist Montag, der 29. Juni 2026 in Stade, einer Hansestadt in Niedersachsen. Mitten in einer ruhigen Wohngegend mit Einfamilienhäusern aus rotem Backstein befindet sich eine Mutter-Kind-Wohngruppe. Ein Haus, in das Menschen kommen, weil sie Hilfe und Schutz suchen. An diesem Mittag sind mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort zu einem Termin zusammengekommen. Ein sogenanntes Hilfeplangespräch. Es geht um ein Baby. Um das Sorgerecht für ein drei Monate altes Mädchen. Auch der Vater dieses Kindes kommt an diesem Tag. Ein 45 Jahre alter Mann. Er gilt als schwierig, als auffällig, und genau deshalb ist dieses Gespräch bewusst mit mehreren Menschen angesetzt, damit niemand ihm allein gegenübersitzen muss. Und irgendwann an diesem Mittag ändert sich alles. Hilfeschreie ertönen aus dem Haus, etliche Schüsse. Was genau sich im Haus abspielt, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand. In der Kita nebenan spielen die Kinder, in den Vorgärten ist es still. Aber als diese Minuten vorbei sind, sind sechs Menschen tot. Vier Frauen und zwei Männer. Alle sechs Mitarbeitende, Menschen, deren Beruf es war, anderen zu helfen und sie zu schützen. Und die Frage ist: Wie kann ein Streit um das Sorgerecht für ein Baby zu einem der schwersten Gewaltverbrechen führen, das Niedersachsen seit Langem erlebt hat? Was in diesem Haus geschah, und was wir bisher wirklich wissen, das erzählen wir euch jetzt.
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Für die Mutter von Jennifer Scharinger ist es ein ganz normaler Tag – doch normal ist an dem, was sie tut eigentlich gar nichts: Fast täglich läuft sie durch den Hollabrunner Wald in Österreich. In der Hand hat sie einen Spaten – sie gräbt das Gebiet ab, Stück für Stück. Denn sie ist überzeugt davon, dass ihre Tochter hier irgendwo von ihrem Ex-Freund vergraben wurde. Weil sein Handy in dieser Gegend eingeloggt war, ist sich Brigitta Scharinger sicher: Ihre Tochter wurde hier verscharrt. Daher sucht sie nach den sterblichen Überresten ihrer Tochter. Kraftvoll drückt sie den Spaten mit dem Fuß in den Boden. Der Untergrund ist hart. Es scheint nicht so, als hätte hier jemand den Boden jemals aufgelockert, um eine Leiche zu vergraben. Systematisch sucht Brigitta weiter. Immer wieder. Gräbt und gräbt und gräbt. Doch an diesem Tag findet sie nichts. Acht Jahre lang sucht Brigitta nach ihrer verschwundenen Tochter – ihr ist klar, Jennifer ist Opfer einer Gewalttat geworden, sie wurde brutal getötet. Doch die Polizei kann sie nicht finden. Bis jetzt: Nun hat die Polizei die sterblichen Überreste der Studentin entdeckt. An einem Truppenübungsplatz in Allentsteig – rund 90 Kilometer nordwestlich von Wien. Wie es dazu kam und ob der Ex-Freund tatsächlich dahinter steckt, erfahrt ihr in Eurem True Crime Briefing. Jule und Karolin erzählen den Fall und sprechen mit Rechtsmediziner Thomas Kamphausen, Psychologe Christian Lüdke, Strafverteidigerin Pantea Farazahdi und Kriminologe Manuel Heinemann.
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Triggerwarnung: In diesem Fall geht es um sexuelle Gewalt an Kindern.
Es ist mitten in der Nacht in Goodyear, Arizona, einer Vorstadt von Phoenix. Die meisten Menschen schlafen längst. Aber auf einem Handy leuchtet der Bildschirm immer wieder auf. Sie schreibt: OMG, ich liebe dich. Er schreibt zurück: Ich dich auch. Sie schreibt: Omg, du bist so süß, Baby. Ich wünschte, du wärst noch bei mir geblieben. Er schreibt: Ich auch. Ich wünschte, wir könnten abhängen, wann immer wir wollen. Und dann, irgendwann in dieser Nacht, schreibt sie einen Satz, der später vor Gericht verlesen wird. Einen Satz, der alles verändert: Ich will dich jeden Tag, ohne Limit. Es klingt nach zwei Liebenden, die nicht voneinander lassen können. Nach Leidenschaft, nach Heimlichkeit, nach einem Geheimnis, das niemand erfahren darf. Die Nachrichten springen von Instagram zu Snapchat, von einem Schul-Chat zurück aufs Handy. Mal zärtlich, mal unmissverständlich sexuell. Es werden Fotos verschickt. Nacktfotos. Und während die beiden sich schreiben, ahnt niemand, was wirklich passiert. Es klingt wie eine Liebesgeschichte. Aber es ist keine.
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Es ist der 13. Juni 2026. Ein bewölkter Tag im brasilianischen Bundesstaat Sao Paolo. Wir sind an der stillgelegten Brücke Ponte do Esqueleto. Dort steht ein Warnschild mit der Aufschrift „Gefahr – Todesrisiko“. Die 21-jährige Maria möchte an diesem Tag ein Abenteuer erleben. Einen Rope-Jump von der Brücke, einen Sprung mit einem Kletterseil, das kaum elastisch ist und das zu einem längeren freien Fall und atemberaubenden Schwüngen führt. Maria will diese Mutprobe bestehen. Vielleicht auch, um sich selbst zu motivieren, kündigt sie das Vorhaben auf Instagram an: „Wer war der Verrückte, der mich dazu gebracht hat, von einer Brücke zu springen?“, fragt sie zu ihrem Post. Maria ist nicht die einzige mit einem Hang zum Abenteuer. An diesen Tag wollen etliche Leute den Sprung wagen. Von dem Steg, von dem die Menschen in die Tiefe geworfen werden, hängt ein Werbebanner: Cordas , der Name der Firma, Entre Cordas bietet solche Sprünge an. Die Brücke ist voll, alle schauen gebannt zu, als Maria endlich an der Reihe ist. Drei Männer schnappen sich die sportliche 21-jährige und heben sie hoch. Ale drei sind mit Seilen gesichert. Auch Maria trägt einen Helm und ein Geschirr. Sie streckt die Arme aus. Un der sogenannten Flugzeug-Pose tragen die Männer sie nach vorne ans Ende des Stegs. 40 Meter geht es von hier aus in die Tiefe. Und wer ein Video von dieser Szene sieht, dem fällt sofort auf: Da ist kein Seil. Maria trägt zwar das Geschirr, doch der Karabinerhaken mit dem Seil ist nicht eingehakt.
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Wir befinden uns in Caroline County, Virginia. Es ist der 11. Juli 1958, kurz vor zwei Uhr nachts.
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Mitte Februar 2008 – ein ganz normaler Tag in Barcelona. Touristen schlendern durch die Straßen, besuchen Sehenswürdigkeiten wie die berühmte Sagrada Familia, gehen shoppen oder trinken in einem der vielen Cafés einen Cortado, den spanischen Espresso mit Milch. Im Stadtteil Gracia liegt eine Ferienwohnung, die immer wieder tage- oder wochenweise vermietet wird. Kurz nach der regulären Checkout-Zeit macht eine Reinigungskraft eine schreckliche Entdeckung: In der Wohnung liegt eine tote Frau. Sie ist nackt und hat eine Plastiktüte über dem Kopf. Daneben liegen ein Paar Lederstiefel und eine Perücke. Wer ist die Frau? Und was ist hier passiert? Und warum ist sie gestorben? War es ein Sexualverbrechen oder ein sadistisches Spiel, das schief gelaufen ist? Ein Unfall? Oder doch vorsätzlicher Mord? Schnell nehmen die Ermittlungen einen unerwartete Wendung. Ein komplexer Justizfall, der die 2000er Jahre in Spanien entscheidend geprägt hat. Eine Geschichte um einen Todesfall in Barcelona, eine trübe Vergangenheit und das Vorspielen falscher Tatsachen. Rechtsmediziner Thomas Kamphausen und Psychologe Christian Lüdke ordnen die Hintergründe im Gespräch mit Karolin und Jule ein.
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Der 10-jährige Jonathan Coulom befindet sich auf Klassenfahrt. Gemeinsam mit fünf anderen Jungen übernachtet er in einem Zimmer eines Ferienheims nahe der Atlantikküste. Doch als die anderen Kinder am nächsten Morgen aufwachen, ist Jonathan verschwunden. Sofort beginnen Suchmaßnahmen, doch es findet sich keine Spur des kleinen Jungen. Wochenlang bleibt sein Schicksal ungeklärt, bis es im Mai 2004 traurige Gewissheit gibt. In einem privaten Teich wird Jonathans Leiche entdeckt. Die Umstände des Fundes erschüttern selbst erfahrene Ermittler. Der Körper des Kindes ist nackt, in Fötusstellung zusammengebunden und mit einem etwa 20 Kilogramm schweren Betonklotz beschwert. Über Jahre hinweg bleibt der Täter unerkannt. Grund dafür ist, dass den deutschen Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung ähnlicher Verbrechen schwerwiegende Fehler unterlaufen sind. Was zunächst wie ein rätselhafter Vermisstenfall beginnt, entwickelt sich im Laufe der Jahre zu einem der aufwendigsten grenzüberschreitenden Kriminalfälle Europas und wird Ermittler so-wie Justizbehörden über mehr als zwei Jahrzehnte beschäftigen.Jetzt wird ein deutscher Serienmörder für den Mord verantwortlich gemacht. Der Maskenmann wurde wieder verurteilt.
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Triggerwarnung: In diesem Fall geht es um Gewalt an Kindern.
Es ist der 21. Oktober 2009, ein Mittwochabend in St. Martins, Missouri. St. Martins ist ein kleiner Ort, ein paar Kilometer westlich von Jefferson City, der Hauptstadt des Bundesstaates. Gut tausend Einwohner leben hier, es gibt viel Wald, ruhige Straßen und Nachbarn, die sich kennen. An diesem Abend klingelt es an der Tür eines Hauses. Draußen steht ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft. Sie fragt, ob Elizabeth zum Spielen rauskommen darf. Elizabeth ist neun. Sie ist das jüngste von fünf Geschwistern, eine Viertklässlerin an der Pioneer Trails Elementary School. Sie ist ein fröhliches Kind, liebt Tiere, vor allem Pferde und Hunde, sie verkleidet sich gern, backt Kekse mit ihrer Mutter Patty und liebt es zu puzzeln. Außerdem schaut Elizabeth gern Hannah Montana und hört Taylor Swift.
Was in den nächsten achtundvierzig Stunden passiert, wird diesen kleinen Ort für immer verändern. Und was danach ans Licht kommt, gehört zu den verstörendsten Kapiteln der amerikanischen Kriminalgeschichte.
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Es ist der 14. Dezember 2024, ein Samstagmorgen in der Nähe von Barcelona. Zwei Männer brechen auf in die Berge. Vater und Sohn, auf einem Wanderweg im Montserrat Gebirge. Ein Weg, den Familien an Wochenenden gerne gehen, der teilweise aber auch schwer zugänglich und mit Geländern gesichert ist. Für trittsichere Wanderer ist die Route gut machbar. Allerdings zeigen Fotos, dass auf einigen Abschnitten lockeres Geröll liegt und es seitlich 150 Meter tief fast senkrecht bergab geht. Der Vater ist 71 Jahre alt. Er ist einer der reichsten Männer Spaniens, der reichste in ganz Katalonien. Sein Vermögen wird auf 4,5 Milliarden Euro geschätzt. Er hat das Mode-Imperium Mango aufgebaut. Der Sohn ist 45 Jahre alt. Er ist das älteste von drei Kindern und Vizepräsident im Vorstand des Unternehmens. Sie sind allein auf dem Weg. Kein anderer Zeuge weit und breit.
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