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Es ist der 13. Juni 2026. Ein bewölkter Tag im brasilianischen Bundesstaat Sao Paolo. Wir sind an der stillgelegten Brücke Ponte do Esqueleto. Dort steht ein Warnschild mit der Aufschrift „Gefahr – Todesrisiko“. Die 21-jährige Maria möchte an diesem Tag ein Abenteuer erleben. Einen Rope-Jump von der Brücke, einen Sprung mit einem Kletterseil, das kaum elastisch ist und das zu einem längeren freien Fall und atemberaubenden Schwüngen führt. Maria will diese Mutprobe bestehen. Vielleicht auch, um sich selbst zu motivieren, kündigt sie das Vorhaben auf Instagram an: „Wer war der Verrückte, der mich dazu gebracht hat, von einer Brücke zu springen?“, fragt sie zu ihrem Post. Maria ist nicht die einzige mit einem Hang zum Abenteuer. An diesen Tag wollen etliche Leute den Sprung wagen. Von dem Steg, von dem die Menschen in die Tiefe geworfen werden, hängt ein Werbebanner: Cordas , der Name der Firma, Entre Cordas bietet solche Sprünge an. Die Brücke ist voll, alle schauen gebannt zu, als Maria endlich an der Reihe ist. Drei Männer schnappen sich die sportliche 21-jährige und heben sie hoch. Ale drei sind mit Seilen gesichert. Auch Maria trägt einen Helm und ein Geschirr. Sie streckt die Arme aus. Un der sogenannten Flugzeug-Pose tragen die Männer sie nach vorne ans Ende des Stegs. 40 Meter geht es von hier aus in die Tiefe. Und wer ein Video von dieser Szene sieht, dem fällt sofort auf: Da ist kein Seil. Maria trägt zwar das Geschirr, doch der Karabinerhaken mit dem Seil ist nicht eingehakt.
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Wir befinden uns in Caroline County, Virginia. Es ist der 11. Juli 1958, kurz vor zwei Uhr nachts.
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Mitte Februar 2008 – ein ganz normaler Tag in Barcelona. Touristen schlendern durch die Straßen, besuchen Sehenswürdigkeiten wie die berühmte Sagrada Familia, gehen shoppen oder trinken in einem der vielen Cafés einen Cortado, den spanischen Espresso mit Milch. Im Stadtteil Gracia liegt eine Ferienwohnung, die immer wieder tage- oder wochenweise vermietet wird. Kurz nach der regulären Checkout-Zeit macht eine Reinigungskraft eine schreckliche Entdeckung: In der Wohnung liegt eine tote Frau. Sie ist nackt und hat eine Plastiktüte über dem Kopf. Daneben liegen ein Paar Lederstiefel und eine Perücke. Wer ist die Frau? Und was ist hier passiert? Und warum ist sie gestorben? War es ein Sexualverbrechen oder ein sadistisches Spiel, das schief gelaufen ist? Ein Unfall? Oder doch vorsätzlicher Mord? Schnell nehmen die Ermittlungen einen unerwartete Wendung. Ein komplexer Justizfall, der die 2000er Jahre in Spanien entscheidend geprägt hat. Eine Geschichte um einen Todesfall in Barcelona, eine trübe Vergangenheit und das Vorspielen falscher Tatsachen. Rechtsmediziner Thomas Kamphausen und Psychologe Christian Lüdke ordnen die Hintergründe im Gespräch mit Karolin und Jule ein.
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Der 10-jährige Jonathan Coulom befindet sich auf Klassenfahrt. Gemeinsam mit fünf anderen Jungen übernachtet er in einem Zimmer eines Ferienheims nahe der Atlantikküste. Doch als die anderen Kinder am nächsten Morgen aufwachen, ist Jonathan verschwunden. Sofort beginnen Suchmaßnahmen, doch es findet sich keine Spur des kleinen Jungen. Wochenlang bleibt sein Schicksal ungeklärt, bis es im Mai 2004 traurige Gewissheit gibt. In einem privaten Teich wird Jonathans Leiche entdeckt. Die Umstände des Fundes erschüttern selbst erfahrene Ermittler. Der Körper des Kindes ist nackt, in Fötusstellung zusammengebunden und mit einem etwa 20 Kilogramm schweren Betonklotz beschwert. Über Jahre hinweg bleibt der Täter unerkannt. Grund dafür ist, dass den deutschen Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung ähnlicher Verbrechen schwerwiegende Fehler unterlaufen sind. Was zunächst wie ein rätselhafter Vermisstenfall beginnt, entwickelt sich im Laufe der Jahre zu einem der aufwendigsten grenzüberschreitenden Kriminalfälle Europas und wird Ermittler so-wie Justizbehörden über mehr als zwei Jahrzehnte beschäftigen.Jetzt wird ein deutscher Serienmörder für den Mord verantwortlich gemacht. Der Maskenmann wurde wieder verurteilt.
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Triggerwarnung: In diesem Fall geht es um Gewalt an Kindern.
Es ist der 21. Oktober 2009, ein Mittwochabend in St. Martins, Missouri. St. Martins ist ein kleiner Ort, ein paar Kilometer westlich von Jefferson City, der Hauptstadt des Bundesstaates. Gut tausend Einwohner leben hier, es gibt viel Wald, ruhige Straßen und Nachbarn, die sich kennen. An diesem Abend klingelt es an der Tür eines Hauses. Draußen steht ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft. Sie fragt, ob Elizabeth zum Spielen rauskommen darf. Elizabeth ist neun. Sie ist das jüngste von fünf Geschwistern, eine Viertklässlerin an der Pioneer Trails Elementary School. Sie ist ein fröhliches Kind, liebt Tiere, vor allem Pferde und Hunde, sie verkleidet sich gern, backt Kekse mit ihrer Mutter Patty und liebt es zu puzzeln. Außerdem schaut Elizabeth gern Hannah Montana und hört Taylor Swift.
Was in den nächsten achtundvierzig Stunden passiert, wird diesen kleinen Ort für immer verändern. Und was danach ans Licht kommt, gehört zu den verstörendsten Kapiteln der amerikanischen Kriminalgeschichte.
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Es ist der 14. Dezember 2024, ein Samstagmorgen in der Nähe von Barcelona. Zwei Männer brechen auf in die Berge. Vater und Sohn, auf einem Wanderweg im Montserrat Gebirge. Ein Weg, den Familien an Wochenenden gerne gehen, der teilweise aber auch schwer zugänglich und mit Geländern gesichert ist. Für trittsichere Wanderer ist die Route gut machbar. Allerdings zeigen Fotos, dass auf einigen Abschnitten lockeres Geröll liegt und es seitlich 150 Meter tief fast senkrecht bergab geht. Der Vater ist 71 Jahre alt. Er ist einer der reichsten Männer Spaniens, der reichste in ganz Katalonien. Sein Vermögen wird auf 4,5 Milliarden Euro geschätzt. Er hat das Mode-Imperium Mango aufgebaut. Der Sohn ist 45 Jahre alt. Er ist das älteste von drei Kindern und Vizepräsident im Vorstand des Unternehmens. Sie sind allein auf dem Weg. Kein anderer Zeuge weit und breit.
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Für den 23-jährigen Nando Parrado ist zuächst alles schwarz. Er sieht nichts, er fühlt nichts, er erinnert sich an nichts. Doch irgendwann hört er Stimmen und spürt, dass sich um ihn herum etwas bewegt. Er merkt, dass sich jemand über ihn beugt und fragt: Geht es dir gut? Doch er kann nicht antworten. Fragt sich nur: Warum ist es so kalt? Und warum tut mein Kopf so weh? Wieder beugt sich jemand herunter und flüstert: Wir sind abgestürzt. Das Flugzeug ist abgestürzt. In den Bergen. Nando schwebt noch stundenlang im Nebel, als wäre er in einem Traum gefangen, doch irgendwann schärfen sich die Sinne, die Erinnerung kommt zurück. Er merkt, dass er in der Passagierkabine eines Flugzeugs auf dem Boden liegt. Von der beschädigten Decke hängen Kabel und Schläuche, aus den kaputten Bordwänden quillt Isoliermaterial. Der Fußboden ist von Trümmern übersät. Er spürt Schmerzen in jeder Körperzelle. Und es ist eisig kalt. Einer seiner Rugby-Kumpel erklärt ihm: Du warst drei Tage bewusstlos. Wir hatten dich schon aufgegeben. Doch Nando hat überlebt – und langsam begreift er, was passiert ist. Im Oktober 1972 besteigt Nando mit seinen Freunden ein Flugzeug – doch ihr Ziel werden sie nie erreichen, denn das Flugzeug stürzt fern von jeglicher Zivilisation in den argentinischen Anden ab und zerschellt an einem Gletscher. Und jetzt beginnt ein Kampf ums Überleben – ein Kampf gegen den Tod, die Kälte, Hunger und Durst – um der Hölle aus Schnee und Eis zu entkommen – und das 72 Tage lang.
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März 2022 – ein Kameramann hat eine junge Frau im Bild. Sie lächelt, sieht zufrieden aus. „Ich bin bereit“, sagt sie. „Ich freue mich so sehr, hier zu sein, es fühlt sich an, wie das erste große Rennen des Jahres. Ich kann immer noch besser werden, es ist so eine aufregende Zeit, ich lerne immer noch hinzu“. Wenn man sie anschaut, sieht man keinerlei Erschöpfung, man sieht eine Athletin, die gerade anfängt. Eine Radsportlerin voller Tatendrang. Ihr Name ist Anna Mariah Wilson – aber alle nennen sie Mo. Sie ist 25 Jahre alt und gerade auf dem Weg nach ganz oben. Doch zwei Monate später ist sie tot. Eine junge Frau wird brutal ermordet – getroffen von drei Kugeln – eine davon mitten ins Herz. Doch wer hat einen Grund, das Leben dieser sympathischen und aufstrebenden Sportlerin zu beenden? Diese Folge führt uns nach Austin, Texas, doch die Suche nach dem Täter läuft über Staatsgrenzen hinweg – es geht um Eifersucht, eine spektakuläre Flucht und natürlich Mord. Jule und Karolin sprechen über den Fall und schätzen die Hintergründe mit Rechtsmediziner Thomas Kamphausen und Psychologe Christian Lüdke ein.
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Es ist Donnerstag, der 21. Mai 2026 – an diesem Tag öffnet der 26-jährige Jack Avery – Sänger und ehemaliges Mitglied der Boyband „Why don´t we“ – seine Instagram-App, um einen Beitrag zu erstellen. Doch diesmal geht es nicht um seine Musik. Er postet ein Foto von sich und seiner 7-jährigen Tochter Lavender, die er auf dem Bild auf dem Arm hat – beide sind von hinten zu sehen. Und Avery schreibt dazu: „Vor ein paar Tagen wurden drei Personen im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Plan festgenommen, mich zu töten. Eine dieser Personen ist die Mutter meiner Tochter.“ Ehrliche Worte, die er nun endlich aussprechen kann. Harte Worte, die man erstmal begreifen muss. Die Mutter seiner Tochter will ihn umbringen bzw. umbringen lassen. Davon erfährt er durch einen schockierenden Besuch des FBI. Jack steht zu diesem Zeitpunkt in seiner Küche, spielt seiner eigenen Mutter gerade einen Song auf der Gitarre vor. Da klingelt es an der Tür. Als er öffnet, stehen dort zwei FBI-Agenten, die mit ihm sprechen wollen. Und die ihm erklären, dass es da Menschen gibt, die ihn töten lassen wollen. Weil er unbequem geworden ist. Zu unbequem. Ein Fall um zwei Celebrities , bei denen aus Liebe Hass wird, ein Streit um Sorgerecht, Verstrickungen ins Darknet und fatale Fehlentscheidungen.
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Es ist der 19. Februar 2024, ein Montagabend in Saldanha Bay, einer kleinen Fischerstadt an der Westküste Südafrikas. Der Atlantik liegt ruhig hinter den Dünen und in Middelpos, einer der ärmsten Siedlungen der Stadt, geht der Tag langsam zu ende. Blechhütten stehen dicht an dicht. Die Wege sind unbefestigt, Kinder spielen draußen, bis die Sonne untergeht. Hier in dieser Siedlung lebt ein Mädchen. Es ist sechs Jahre alt und geht in die erste Klasse. Ihre Großmutter beschreibt sie als sanft und freundlich, als das Kind, das Familienfeiern mit seinem Lachen erhellt. Sie hat braune Haare und auffällig helle grüne Augen. Ihr Name ist Joshlin Smith. An diesem Abend, dem 19. Februar 2024, verschwindet sie. Was in den folgenden Monaten ans Licht kommt, erschüttert nicht nur Südafrika, sondern die ganze Welt. Dass Kinder, gerade in ärmeren Gegenden, verschwinden, das passiert leider oft. Aber dieser Fall stellt eine andere Frage: Wer steckt dahinter - und warum?
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