Sitzfleisch - werbefrei

Sitzfleisch - werbefrei

By Christoph Strasser, Florian Kraschitzer & PodcastwerkstattSportsLeisureWilderness
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Sitzfleisch - werbefrei episodes

  • #302 - Bright Midnight (2/2): Der Sturz, die Mitternachtssonne und das wichtigste Finish

    Vier Tage. 1.100 Kilometer. Mehr als 20.000 Höhenmeter. Und ein Rennen, das von der ersten Minute an alles fordert.

    Im zweiten Teil der Bright Midnight-Story nimmt Florian Kraschitzer uns mit auf die entscheidenden Tage seines Rennens durch Norwegen. Zwischen Regen, Kälte und der Mitternachtssonne wird schnell klar: Dieses Rennen gewinnt man nicht mit Bestzeiten, sondern mit Geduld, klugen Entscheidungen und der Fähigkeit, Rückschläge anzunehmen.

    Nach den Problemen zu Beginn beruhigt sich der Magen, die Beine finden ihren Rhythmus – doch Norwegen bleibt unberechenbar. Wetterwechsel im Minutentakt, endlose Schotterstraßen, spektakuläre Fjorde und die besondere Magie einer Nacht, die niemals wirklich dunkel wird, prägen das Rennen.

    Doch mit jedem Kilometer entstehen neue Herausforderungen: Atemprobleme zwingen Flo immer wieder vom Rad, Schlaf wird zur strategischen Entscheidung und ein Hotelzimmer mit warmer Dusche und heißem Essen wird zum vielleicht wichtigsten Wendepunkt des gesamten Rennens.

    Als der Körper langsam wieder mitspielt, schlägt das Rennen erneut zurück. Ein Sturz in einer nächtlichen Abfahrt stellt plötzlich die Frage, ob das Ziel überhaupt noch erreichbar ist. Warum Flo sich trotz Verletzungen bewusst fürs Weiterfahren entscheidet und weshalb dieses Finish heute zu seinen wichtigsten überhaupt zählt, erzählt er in dieser Episode.

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    1 hr 18 min
  • Die 95 Regeln der Radsportjünger: Flo und Straps über die Velominati
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    Heute gibt es zusätzlichen Content! Diese Episode wurde bereits am 29.11.2024 veröffentlicht. Jeden zweiten Montag wird eine zeitlose und ausgewählte Episode noch einmal veröffentlicht. Du hast diese Episode schon gehört und keine Lust drauf? Dann ist es natürlich okay, wenn du sie ignorierst und dich auf die neue Episode am Donnerstag um 15:30 freust!

    Wer kennt sie nicht, oder hat schon mal davon gehört? Die berühmten 95 Regeln des Rennradfahrens sind Kult! Flo und Straps nehmen sie unter die Lupe, diskutieren, interpretieren und hinterfragen sie, oder können sie mit eigenen Anekdoten bestätigen.

    In der heutigen Episode darf man aber nicht alles ganz ernst nehmen, was besprochen wird, denn es geht um die Velominati, und deren bedingungslose Liebe für das schnelle Radfahren – nicht einfach nur als Freizeitvergnügen oder als Art der Fortbewegung, sondern als Ausdruck einer eigenen Lebensart. Sie haben sich formiert, um das kulturelle Erbe des Straßenradsports zu feiern und zu wahren, samt dem steten Streben nach sportlicher Höchstleistung im Sattel und absoluter Eleganz im Auftreten.

    Markenzeichen und Erfolgsgeheimnis der Velominati ist eine unvergleichlich trockene Mischung aus echter Passion für den Radsport, enormem Fachwissen, großer Klappe und viel Sinn für Humor. Wie eine Art Fight Club auf zwei schmalen Reifen treten sie an, um ihre Leser in die Etikette und geheimen Rituale des Radsports einzuweihen und die frohe Botschaft zu verkünden, was guten Stil beim Rennradfahren ausmacht.

    Nicht nur unser Sitzfleisch Team sondern auch die Medien sind von den „keepers of the cog“ begeistert: „Der Humor der Verfasser ist so staubtrocken wie der Mont Ventoux jenseits der Baumgrenze, ihre Großmäuligkeit manchmal so dreist wie Mark Cavendish im Sprint.“

    Das deutschsprachige Buch der Velominati, neue Sitzfleisch Beanies und #weitradlfoan Langarmshirts findet ihr unter www.ultracyclingshop.com

    Link: die 95 Regeln – Velominati, keepers of the cog: www.velominati.com

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    1 hr 14 min
  • #301 - Bright Midnight (1/2): Wenn die Schaltung am Start streikt und Alufolie zum Retter wird

    Diese Folge steht im Zeichen zweier großer Rennen. Straps sitzt im Grazer Studio, Flo schaltet aus Norwegen zu, wo hinter ihm ein See, ein Bergpanorama und ein ganzer Moskitoschwarm auf ihn warten. Er hat gerade das Bright Midnight gefinisht, ein 1.100-Kilometer-Ultra durch die norwegischen Fjälls, und nimmt uns in diesem ersten von zwei Teilen mit auf die erste Rennhälfte. Straps wiederum steht kurz vor dem Absprung: Wenn diese Episode erscheint, ist er schon auf dem Weg zum Transcontinental Race.

    Deshalb beginnt die Folge mit einer TCR-Vorschau. Straps wagt sich erstmals mit Tubeless-Reifen an ein großes Rennen, eine Umstellung, vor der er lange Respekt hatte. Ausgerechnet beim Fotoshooting steckt plötzlich eine vier Zentimeter lange Schraube senkrecht im Reifen, und die Dichtmilch hält dicht. Eine unfreiwillige Generalprobe, die ihn im letzten Moment bestärkt. Dazu blicken die beiden auf ein brutal stark besetztes Starterfeld mit Robin Gemperle als großem Favoriten und Jana Kesenheimer als bekanntestem Namen im Frauenfeld, und Straps legt ein Tool ans Herz: routevalidator.com, das ein Fan namens Vincent aus purer Begeisterung programmiert hat, um Routen gegen die Banned Roads zu prüfen.
    Dann übernimmt Flo, und seine Bright-Midnight-Vorgeschichte ist eine einzige Pannenserie. Erst kommt die falsche Schuhschachtel mit dem falschen Modell, dann klappt am Wohnmobil der Radträger auf der Fahrt zum Supermarkt herunter, und Lenker samt teurem elektronischem Schalthebel schleifen kilometerweit über den Asphalt. Straps kontert mit seiner eigenen Horrorgeschichte vom Rad, das einst senkrecht schwebend vom Radträger hing. Trotz allem bleibt Flos Rad der Hingucker der Veranstaltung, so sehr, dass Straps kurzerhand die neue Kategorie "Rad des Monats" ausruft.
    Der eigentliche Wahnsinn beginnt aber am Renntag. Nach einer durchfallgeplagten Nacht, einem im Halbschlaf durchgeführten Firmware-Update und einem umgekippten Rad steht Flo am Start, tritt in den ersten Anstieg und die komplett elektronische Schaltung ist tot. Kein Licht, keine Reaktion, das ganze Feld rollt vorbei. Er dreht um, schiebt zurück zum Basecamp, und ausgerechnet Rennorganisator Justinas Leveika höchstpersönlich fixt das Problem mit einer Kugel Alufolie zwischen den Kontakten. Ein Provisorium, das tatsächlich das ganze Rennen hält. Die Szene löst eine kluge Debatte darüber aus, wo beim Unsupported-Racing eigentlich die Grenze verläuft und warum Flo die klar formulierten Regeln des TCR am Ende doch zu schätzen weiß.
    Von da an geht es ums nackte Durchbeißen: Magenkrämpfe, eine volle Blase, stundenlang nichts essen können, bis nach sechs Stunden ein Hotelrestaurant die Wende bringt. Flo erzählt vom ungewohnten Erlebnis, plötzlich unter ganz anderen Leuten zu fahren, die mit Brotmesser und Speck am Aussichtspunkt picknicken, von den fast schon magischen norwegischen 24-Stunden-Supermärkten, in denen man allein wie ein Kind durch die hell beleuchteten Gänge streift, und von seiner obersten Regel bei einstelligen Temperaturen: bloß nicht nass werden, koste es noch so viele Regenjacken-Stopps. Am Checkpoint 1, wo halb Norwegen das WM-Spiel gegen Brasilien verfolgt, endet dieser erste Teil. Wie es weitergeht, hört ihr in einer Woche in Teil 2, während Straps längst selbst beim Transcontinental unterwegs ist.

    GPS-Tracking TCRNo12: https://www2.followmychallenge.com/live/tcrno12/

    Banned roads: https://www.google.com/maps/d/u/0/viewer?mid=1kGsSeXJEoxSe1-JXMqRrHSqgPkXlWc0I&ll=48.30221875576889%2C12.032001315884646&z=4
    Routevalidator: https://routevalidator.com/
    Brightmidnight Replay: https://www.followmychallenge.com/live/bright-midnight-2026

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    1 hr 25 min
  • #300 Auf den Hund gekommen - Hannes Pöhl über Hundebegegnungen beim Radfahren

    Für viele Ultra-Radfahrer gehören Hundebegegnungen zu den prägendsten – und manchmal beängstigendsten – Erfahrungen auf langen Rennabenteuern. Gemeinsam mit Hannes Pöhl tauchen Straps und Flo deshalb tief in die Welt der Hunde ein. Hannes ist nicht nur mehrfacher Finisher des Race Around Austria und erfahrener Ultraradfahrer, sondern hat über viele Jahre sogenannte Problemhunde aus Südosteuropa aufgenommen, resozialisiert und ihnen ein neues Zuhause gegeben.

    Im Gespräch erzählt er von Tierschutzprojekten in Bosnien, Rumänien und Kroatien, von Straßenhunden, Tötungsstationen und den oft schwierigen Lebensrealitäten hinter dem Thema. Vor allem aber erklärt er, wie Hunde denken, warum sie Radfahrer verfolgen, was in ihrem Kopf passiert, wenn plötzlich jemand durch ihr Revier fährt – und wie man in kritischen Situationen richtig reagiert.

    Straps berichtet von eigenen Begegnungen mit Hütehunden in Rumänien und der Türkei, Flo spricht offen über seine Angst vor Hunden, und gemeinsam versuchen sie zu verstehen, wie man gefährliche Situationen entschärfen kann. Warum Wegfahren oft die schlechteste Idee ist, weshalb Ruhe und Geduld so wichtig sind und was Hunde tatsächlich von uns wollen, wird dabei ebenso diskutiert wie die größten Irrtümer rund um Bellen, Schwanzwedeln und vermeintlich aggressives Verhalten.

    Zum Abschluss gibt es noch einen kurzen Abstecher in Hannes’ eigene Radsportgeschichte – von Alpaka-Socken über Race Around Austria bis zum Abschied von den ganz langen Rennen. Eine Folge über Hunde, die weit mehr erzählt als nur, wie man sicher an ihnen vorbeikommt.

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    1 hr 39 min
  • Unsere Anfänge im Ultracycling
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    Heute gibt es zusätzlichen Content! Diese Episode wurde bereits am 25.10.2024 veröffentlicht. Jeden zweiten Montag wird eine zeitlose und ausgewählte Episode noch einmal veröffentlicht. Du hast diese Episode schon gehört und keine Lust drauf? Dann ist es natürlich okay, wenn du sie ignorierst und dich auf die neue Episode am Donnerstag um 15:30 freust!

    Unsere Anfänge im Ultracycling

    Straps und Flo blicken in der neuen Folge von Sitzfleisch auf ihre ersten 24-Stunden-Rennen und Radmarathons zurück – und wie alles angefangen hat. Sie erzählen von den Hürden, die sie am Anfang meistern mussten, was sie angetrieben hat und wie sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben. Natürlich dürfen Anekdoten aus den ersten Rennen nicht fehlen! Von abenteuerlichen Trainingsmethoden bis hin zu den Veränderungen in Sachen Radtechnik wird alles besprochen. Wattmesser, der Einstieg in den Sport und die gute alte Zeit des Radfahrens kommen dabei auch nicht zu kurz. Am Ende bleibt klar: Egal welches Setup – der Spaß am Radfahren steht immer im Vordergrund!

    Nachtrag: 
    Diese Episode lässt auch das Bikeboard wieder aufleben: https://bikeboard.at/forum/topic/248206-podcast-sitzfleisch/#comment-3085758

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    1 hr 1 min
  • #299 Ausblick auf Bright Midnight und TCR mit Peter Kronberger

    Als Peter Kronberger vor sieben Jahren eigentlich nur für ein Jahr nach Norwegen übersiedelte, ahnte er wohl nicht, dass daraus ein neues Zuhause werden würde. Zwischen den Fjorden rund um Stavanger fand er nicht nur einen Lebensmittelpunkt, sondern auch die perfekten Bedingungen, um sich Schritt für Schritt zu einem der stärksten österreichischen Ultra Radsportler zu entwickeln.

    Im Gespräch mit Straps und Flo erzählt Peter von seinen Anfängen auf den Trails rund um den Grünberg, von den ersten Triathlon-Jahren und den frühen Abenteuern beim Race Around Austria. Der große Durchbruch kam schließlich beim Transcontinental Race 2024. Mit viel Vorbereitung, aber ohne große Rennerfahrung auf internationaler Bühne, mischte er von Beginn an vorne mit. Doch das TCR zeigte auch seine gnadenlose Seite: Auf einer berüchtigten Gravel-Passage in Albanien zerstörten mehrere Defekte sämtliche Pläne. Mit leerem Ersatzteillager, improvisierten Reparaturen und einer gehörigen Portion Frust kämpfte sich Peter trotzdem weiter durchs Rennen.

    Dass er nicht nur stark fahren, sondern auch strategisch denken kann, bewies er wenig später beim Race Across East Germany. Dort gewann er mit akribischer Vorbereitung, perfekter Materialplanung und einer beeindruckenden Effizienz, die selbst Veranstalter und Konkurrenten staunen ließ.

    Natürlich geht es auch um Norwegen: um endlose Sommertage, dunkle Winter, raues Wetter, hervorragenden Gravel und die Besonderheiten, die Teilnehmende beim diesjährigen Transcontinental Race erwarten. Dabei gibt Peter spannende Einblicke in sein neues „Heimatland“ und verrät, warum man dort lieber ein paar Gramm mehr an warmer Kleidung einpacken sollte. Und wie motiviert er für seine zweite Teilnahme am TCR ist.

    Peter Kronberger auf Instagram: https://www.instagram.com/peter_kronberger/

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    1 hr 26 min
  • #298 - RAAM 2026 Spezial: Philipp Kaider und die 8er Teams

    Das RAAM ist zurück – und mit ihm die österreichische Vormachtstellung. Diesmal melden sich Straps und Flo ganz frisch direkt nach dem Zieleinlauf, live aufgenommen, kaum dass Philipp Keider in Atlantic City angekommen ist. Philipp gewinnt das Race Across America 2026 zum zweiten Mal in Folge, in 8 Tagen, 18 Stunden und 58 Minuten, und damit deutlich schneller als im Vorjahr.

    In dieser Folge erzählen die beiden von den schönsten und wildesten Geschichten des heurigen Rennens, von 5.000 Kilometern nonstop quer durch die USA, von der Wüstenhitze über den 3.300 Meter hohen Wolf Creek Pass bis in die steilen Appalachen. Vor allem aber davon, warum sich ein scheinbar klarer Vorsprung im Sattel niemals locker anfühlt – auch nicht mit 20 Stunden Polster. Straps und Flo, die das Rennen selbst gefahren sind bzw. jahrelang im Betreuerteam erlebt haben, kennen das Gefühl, dass das Fertigfahren bis zwei Kilometer vor der Ziellinie zach bleibt.

    Ein großes Thema ist Philipp Kaiders mentale Entwicklung: vom selbst gemachten Druck, an dem er früher oft gescheitert ist, hin zum befreiten Drauflosfahren. Ausgerechnet als er den Vorsprung auf seine Vorjahreszeit fast eingebüßt hatte, scheint ihn das Loslassen wieder schneller gemacht zu haben. Dazu gibt es die Sprachnachrichten, die Straps mit Philipp während des Rennens hin und her geschickt hat, inklusive Sattelkondom, Windeleimer-Talk und reichlich Schmäh.

    Mindestens genauso beeindruckend ist das Comeback von Thomas Mauerhofer. 2018 wurde er beim RAAM von einem Auto erfasst und zog sich schwere Halswirbelverletzungen zu, nur Minuten entschieden über eine mögliche Querschnittslähmung. 2019 brach er nach kurzer Zeit ab, weil das nächtliche Radfahren psychisch noch nicht möglich war. Sieben Jahre später steht er wieder am Start, fährt lange ganz vorne mit und nimmt seine offene Rechnung in Angriff. Für ihn geht es aber nicht um den Sieg, sondern ums Finishen.

    Dazu gibt es die ganzen Geschichten am Rande: warum Elena Roch heuer nicht starten konnte und schon voll am Comeback arbeitet, ein kleines Solo-Feld von nur 18 Starter:innen, Veteran Valerio Zamboni und die ewige Frage der richtigen Schlafstrategie, ein frühes DNF nach Sturz auf der tückischen Glass-Elevator-Abfahrt, und ein Blick auf die Tour Divide, wo zur gleichen Zeit Streckenrekorde purzeln.

    Spannend wird es auch bei den Teams: Zwei deutsche 8er-Teams am Start, beide völlig unterschiedlich unterwegs. Die SV Enge-Sande jagt mit perfekter Aero-Position und durchorganisierten fliegenden Nachtwechseln den Streckenrekord, kassiert dafür aber eine umstrittene Stunde Penalty und verpasst die 5-Tage-Marke am Ende hauchdünn. Auf der anderen Seite Team No Limits rund um Joey Kelly, Fritz Meinecke, Rick Zabel, Robert Förstemann und Sebastian Trimborn, die vor allem eine starke Show abliefern. Und mittendrin Carlotta Schumacher mit ihrem Vier-Frauen-Team, das ordentlich Tempo macht und Spenden für misshandelte Frauen und Kinder sammelt.

    Zum Feedback der Woche passt das perfekt: Auf YouTube surde gefragt, ob das RAAM zu sehr zum Influencer-Hype-Event wird, und Nina hat darauf geantwortet. Straps und Flo nehmen sich beide Sichtweisen ehrlich vor, zwischen dem Aufwand der ernsthaften Solofahrer:innen und der Frage, warum mehr Aufmerksamkeit für den Radsport letztlich etwas Gutes ist.

    Schaut in die Shownotes, dort sind ein paar Links, um das RAAM weiter mitzuverfolgen – es sind noch einige Fahrer:innen auf der Strecke!

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    RAAM Live Tracking: https://trackleaders.com/raam26

    die Protagonisten auf Instagram:

    Philipp Kaider: https://www.instagram.com/philipp_kaider_cycling/
    Thomas Mauerhofer: https://www.instagram.com/tom.mauerhofer.ultracycling/
    Team SV Enge Sande: https://www.instagram.com/sve_ultracycling/
    Team Four Women/Carlotta Schumacher: https://www.instagram.com/lottipower/
    Team No Limits: https://www.instagram.com/p/DZ_snUTldbO/?img_index=1

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    1 hr 25 min
  • #History - Das Great American Bike Race 1982 und die frühen RAAM Jahre
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    Heute gibt es zusätzlichen Content! Diese Episode wurde bereits am 12.04.2024 veröffentlicht. Jeden zweiten Montag wird eine zeitlose und ausgewählte Episode noch einmal veröffentlicht. Du hast diese Episode schon gehört und keine Lust drauf? Dann ist es natürlich okay, wenn du sie ignorierst und dich auf die neue Episode am Donnerstag um 15:30 freust!

    #History - Das Great American Bike Race 1982 und die frühen RAAM Jahre

    Endlich ist es soweit und wir blicken mit der History-Reihe auf die Ursprünge des Ultracycling, und in dieser Ausgabe speziell auf die Anfänge des RAAM, zurück.

    Santa Monica Pier, 1982: Vier Männer trafen sich auf ihren Stahlrädern, um einmal quer durch die USA zu radeln. Drei davon hatten schon ihre eigenen Erfahrungen auf der Langstrecke bis hin zu Kontinental-Durchquerungen gemacht, ein anderer war ehemaliger Radprofi, mehrfacher Olympia-Teilnehmer und Ironman-Weltmeister. Doch ein Rennen dieser Dimension gab es noch nicht. Das war die erste Austragung des „Great American Bike Race“, die Strecke führte bis zum 5000 Kilometer entfernten Ziel beim Empire State Building in New York. Es war ein wilder Ritt, keiner der Athleten wusste so wirklich, worauf er sich da einließ - ein Abenteuer konnte beginnen, allerdings eines mit Renncharakter.

    Im Jahr darauf wurde die Mutter aller Ultracycling Rennen in „Race Across America“ umbenannt, nun standen bereits 12 Namen – darunter die erste weibliche Teilnehmerin – auf der Startliste. In den Folgejahren entwickelte sich das Rennen weiter, es wurde bekannter und zog immer mehr Menschen in seinen Bann.

    Warum machen wir das überhaupt und widmen uns „alten Geschichten“? Weil wir die Leistungen gar nicht genug würdigen und respektieren können, aber auch um die Entwicklung unseres Lieblingssports besser zu verstehen. Und natürlich auch um von den Pionieren des #weitradlfoan zu lernen. Und: manchmal ist es gut, heutige Leistungen mit damals zu vergleichen. Das relativiert vieles und hält uns am Boden. Man sieht, dass vor über vier Jahrzehnten die Leute schon ähnlich gut waren, natürlich gab es im Bereich der Ausrüstung – Stichwort dünne Reifen, schmale Lenker ohne Aufleger, brutal harte Übersetzung, keine Funkverbindung, kein klimatisiertes Begleitfahrzeug – komplett andere Voraussetzungen. Sind heute alle fitter? Nein. War früher alles besser? Nein. Es war anders.

    Vergleicht man zum Beispiel die Durchschnittsgeschwindigkeit von Lon Haldeman, dem Sieger von 1983, mit aktuellen Zeiten, wäre er im Jahr 2019 Dritter geworden, und 2023 hätte er bei den Männern sogar gewonnen – ja, das war das grandiose Jahr, in dem die Schweizerin Isabelle Pulver Gesamtsiegerin wurde. Auch die Rekordfahrt von Pete Penseyres aus 1986 wurde erst 28 Jahre später von Christoph Strasser verbessert, und bei den Frauen ist Seana Hogans schnellstes RAAM aus 1995 sogar noch heute unübertroffen.

    Wir widmen uns aber nicht nur den ersten Jahren des RAAM, sondern portraitieren auch die Persönlichkeiten, die diese Ära prägten, und haben auch einige kuriose Geschichten und absurde Rekorde aus ihren Biografien in der "Hall of Fame der Ultracycling Association" entdeckt.

    Wir freuen uns über Rückmeldungen und Feedback! Wie hat euch diese History Episode gefallen? Sollten wir solche Themen in Zukunft öfters besprechen? Welche historischen Ereignisse in Bezug auf „weitradlfoan“ interessieren euch?

    Youtube Video vom GABR 1982: https://www.youtube.com/watch?v=kNrzfZSY8Vs

    Youtube Video – John Haldeman Interview zur RAAM Entwicklung: https://www.youtube.com/watch?v=4cUbdtsUEfE

    Youtube Video – Lon and Susan's 1986 Transcontinental Tandem Record: https://www.youtube.com/watch?v=kICztnbd8Pc

    RAAM Ergebnisse der 80er Jahre: https://www.raceacrossamerica.org/history/rec1982.htm

    Ultracycling Hall of Fame: https://ultracycling.com/hall-of-fame/

    John Howards Speed Rekord: https://www.youtube.com/watch?v=HeYaSvB-pnw

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    1 hr 18 min
  • #297 Conny Schlosser: Von der Hantelstange zur Europameisterin

    Manche Menschen brauchen ein Leben lang, um ihren Sport zu finden, andere wechseln ihn einfach und werden trotzdem Europameisterin. Conny Schlosser kommt vom olympischen Gewichtheben, hielt dort sogar den österreichischen Rekord im Reißen in ihrer Gewichtsklasse, und stieg erst mit 33 aufs Rennrad um. Drei Jahre später, mit drei Töchtern, einem Umzug ins Burgenland und einer ordentlichen Portion Ehrgeiz im Gepäck, hat sie gerade die 24-Stunden-Europameisterschaft in Kroatien gewonnen.

    In dieser Folge erzählt Conny bei Straps und Flo von ihrem Weg von der Hantelstange aufs Zeitfahrrad, von der ersten ernüchternden Ausfahrt über 25 Kilometer bis zu 714 Kilometern am Stück in Kroatien. Sie spricht über die mentale Schlacht, so lange am Zeitfahrrad zu sitzen, über das Nervensystem, das nach zwei Großereignissen in kurzer Zeit einfach nicht mehr frisch war, und über den Biss, der sie die selbst gesetzten 700 Kilometer trotzdem durchziehen ließ.

    Ein großes Thema ist das Wetter, vor allem beim Race Around Niederösterreich, das Conny bislang nur im Regen kennt. Dauergegenwind, ein Höllental, das seinem Namen alle Ehre macht, und die hart erkaufte Lektion über trockene Hände und das richtige Maß an Kleidung am Semmering, wo zu viel Regenjacke fast zum Verhängnis wurde. Dazwischen klären Straps und Flo mit Conny die Parallelen und die Gegensätze zwischen Gewichtheben und Ultracycling, von explosiver Maximalkraft in Sekundenbruchteilen bis zur Kunst, über 24 Stunden hinweg einfach nicht nachzugeben.

    Am Ende geht es um das, was wirklich zählt: nicht der Pokal im Regal, sondern das Verschieben der eigenen Grenzen, der Zusammenhalt im Team und Menschen, die ohne jeden Bezug zum Radsport plötzlich mitfiebern. Conny erzählt vom Vertrauen ins eigene Bauchgefühl und davon, wie viel der Sport in den ganz normalen Alltag mit Familie und Job zurückgibt.

    Dazu gibt es ein Feedback der Woche von Martin und Manfred über ein gebrochenes Kurbelblatt, einen Asfinag-Stützpunkt und einen Mechaniker, der aus reiner Begeisterung half.

    Conny Schlosser auf Instagram: https://www.instagram.com/liv_love_cycling/

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    1 hr 5 min
  • #296 Franz-Josef Lässer über den verrücktesten Versuch seines Lebens

    Manchmal beginnt eine große Geschichte mit einem zufälligen Gespräch und ein paar fehlenden Fingern. Franz-Josef Lässer, von allen nur FJ genannt, kam 2001 mit einer Beeinträchtigung an der linken Hand zur Welt und hat sich davon nie ausbremsen lassen. Vom Handstand quer durch den Turnsaal über die Mountainbike-Strecke des Bike Clubs Stattegg bis in die Weltspitze des Paracyclings führte ihn ein Weg, den er selbst vor fünf Jahren für undenkbar gehalten hätte. Heute trägt er das Weltmeistertrikot und arbeitet an einem Projekt, das ihn an seine absoluten Grenzen bringt.

    In dieser Folge sitzt FJ bei Straps und Flo im Studio der Podcastwerkstatt und nimmt uns mit hinter die Kulissen seines bislang verrücktesten Vorhabens: dem Stundenrekord auf der Bahn. Eine Stunde, Runde um Runde, 17,3 Sekunden pro 250 Meter, immer exakt an der Schwelle. Position, Linie, Leistung, alles muss stimmen, 208 Mal hintereinander. Wir reden über das gnadenlose Bahntraining, über die geheime Waffe Hitzetraining statt Höhenluft, über Aerodynamik im Windtunnel und darüber, warum heiße Luft am Ende über Weltrekorde entscheidet.

    FJ erklärt das vielschichtige Klassifizierungssystem im Paracycling, von C über H bis T, und spricht offen über eine Sportförderung, die in Wahrheit eher Belohnung als Förderung ist und bei der am Ende kein einziger Euro auf dem eigenen Konto landet. Genau deshalb finanziert er seinen Rekordversuch zu einem Großteil aus dem eigenen Förderbudget und über Crowdfunding, begleitet von einem cineastischen Filmprojekt.

    Dazwischen gibt es ein berührendes Hörerfeedback von Ordensbruder Stefan, der über einen Zufall am Jakobsweg und beim Start des Transcontinental Race zum treuen Sitzfleisch-Hörer wurde. Und natürlich klären Straps und FJ am Ende noch das Versprechen aus dem Intro: Wie brutal fühlt sich eine Stunde am absoluten Limit wirklich an? Selten unter fünf von zehn, oft eher zwölf von zehn.

    Den Trailer, alle Infos und das Crowdfunding findet ihr unter https://franzjoseflässer.at/ sowie auf Instagram und GoFundMe.

    FJ auf Instagram: www.instagram.com/franzjosef.laesser

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    1 hr 38 min

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Ultracycling-Profi Christoph Strasser und sein ehemaliger Betreuer Florian Kraschitzer, der mittlerweile selbst erfolgreich an Ultracycling-Events teilnimmt, geben in „Sitzfleisch“ spannende Einblicke in die Welt des Radsports. Von aktuellen Rennen bis hin zu neuesten Trends im supported und unsupported „Weitradlfoan“ – die beiden sprechen über Training, Taktik und das Leben auf dem Rad.