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Heute gibt es zusätzlichen Content! Diese Episode wurde bereits am 19.01.2024 veröffentlicht und wir versuchen ab sofort etwas Neues. Jeden zweiten Montag wird eine zeitlose und ausgewählte Episode noch einmal veröffentlicht. Du hast diese Episode schon gehört und keine Lust drauf? Dann ist es natürlich okay, wenn du sie ignorierst und dich auf die neue Episode am Donnerstag um 15:30 freust!
Der Moment, wo man aufgeben muss, sich unlösbare Probleme einstellen, oder man aus Vernunft aussteigt, ist immer sehr bitter. Es gibt aber unterschiedlichste Gründe, warum jemand das Ziel nicht erreicht. Und vor allem gibt es auch viele verschiedene Gründe, warum jemand überhaupt an den Start eines Ultra Radrennens geht.
Wo ist die Grenze? Auf welcher Basis entscheidet man, ob man weiterfährt oder nicht? Bereut man im Nachhinein, ausgestiegen zu sein? Oder bereut man es vielleicht sogar, wenn man um jeden Preis das Ziel erreichen will und sich damit langfristig gesundheitliche Probleme einhandelt?
Ist das vermeintliche Warnzeichen des Körpers nur der innere Schweinehund, der getarnt als „Stimme der Vernunft“ durch die getrübte Wahrnehmung und die mentale Müdigkeit ein körperliches Problem als Ausrede vorschiebt?
Diese Fragen beschäftigen uns immer wieder, und daher haben wir heute Ulrich aka UBA zu uns eingeladen, der beide Seiten kennt: Einerseits hat er überragende Erfolge auf unterschiedlichen Terrains gefeiert, gehört seit Jahren zur absoluten Spitze im unsupported Ultracycling, musste aber auch schon Rückschläge einstecken. In der Saison 2023 erlebte er nach dem DNF beim Race Around Rwanda, worüber auch sein Film „Dirt, Sweat, Fever.“ erzählt, seinen bisher größten Erfolg, als er die Tour Divide gewann.
Flo Kraschitzer und Christoph Strasser sind auch selbst schon gescheitert, im Endeffekt kann man daraus aber die wichtigsten Lernerfahrungen ziehen – wenn man selbstkritisch analysieren kann und ehrlich zu sich selbst ist.
Der legendäre Mike Hall hat es mit diesen Worten gesagt: „Never scratch at night“. Denn nachts trifft man in scheinbarer Aussichtslosigkeit meist keine guten Entscheidungen.
Wenn man trotzdem am Punkt angelangt ist, wo man entscheiden muss, sollte man sich selbst fragen: „Kann ich mir im Nachhinein etwas vorwerfen? Fahre ich, um ein Abenteuer zu erleben, um zu finishen, oder um zu gewinnen? Will ich das selbst, oder lasse ich mich von außen unter Druck setzen?“
Das Fazit der heutigen Sitzfleisch Episode:
Am schönsten sind Erfolge dann, wenn es mehrere Anläufe braucht.
Geht etwas beim ersten Mal superglatt, ist die Genugtuung nicht so groß.
Auszusteigen ist keine Schande. Das Einzige, was man wirklich bereut, ist es nie versucht zu haben.
Ulrich Bartholmös auf Instagram: https://www.instagram.com/ubartholmoes
Dirt, Sweat, Fever. auf Youtube: www.youtube.com/watch?v=OJENkJNL4XY
Round Table „Scratching from Ultracycling Races” auf dotwatcher.cc: https://dotwatcher.cc/feature/roundtable-scratching-from-ultra-distance-races-part-1
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Eine Nacht, ein Landstrich und ganz viel „Sitzfleisch“: In Teil 2 von „Rund um Sachsen“ geht es für Straps richtig zur Sache. Nach Leipzig wird’s hügelig – und im Vogtland nicht nur landschaftlich spannend, sondern auch sprachlich. Zwischen improvisierten Reparaturen am Flaschenhalter, cleverem (und manchmal weniger cleverem) Materialmanagement und der Suche nach Wasser kämpft sich Straps durch die Nacht Richtung Fichtelberg.
Mit wenig Licht, und überraschend knappen Versorgungsmöglichkeiten wird das Rennen zur mentalen Herausforderung. Der Sonnenaufgang bringt zwar neue Energie, doch Hitze, Dehydrierung und sinkender Appetit fordern ihren Tribut. Ein Liter Tankstellen-Kaffee wird zum Gamechanger, bevor es auf die letzten flachen, aber zermürbenden Kilometer geht.
Am Ende steht eine starke Zeit, ein unsupported Streckenrekord und die Erkenntnis: Perfekt läuft’s nie – aber genau das macht Ultra-Cycling aus. Zwischen Schrauben, Kabelbindern und Koffein entsteht eine Reise, die weit über Leistung hinausgeht. Trotzdem ist die Freude groß, dass Straps bis auf Sebastian Mayr alle aus der Kategorie "supported" hinter sich lassen konnte. Das gibt Selbstvertrauen für das nahende Transcontinental Race.
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Replay und GPS Tracking zum Nachsehen: https://racemap.com/player/rund-um-sachsen-2026
In dieser Episode steigen Straps und Flo in den ersten Teil der Nachbesprechung zu Rund um Sachsen ein – ein 900 Kilometer langes Unsupported-Rennen mit 9.000 Höhenmetern, das Straps gezielt als Vorbereitungsrennen für das Transcontinental gewählt hat. Sie sprechen über die Saisonplanung und warum zwei kleinere Rennen vor dem Saisonhöhepunkt aus seiner Sicht besser funktionieren als ein einziges langes, sowie darüber, wie wichtig die Auswahl des richtigen Rennens jenseits von Instagram-Marketing ist.
Links:
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In dieser Folge von Sitzfleisch geht’s zurück zu einem Aufruf aus dem letzten Jahr: Wer aus Österreich – idealerweise Frauen – stellt sich der Herausforderung der Transcontinental Race? Eine davon hat sich gemeldet: Susi. Und jetzt, wenige Monate vor dem Start, ist sie zu Gast im Podcast.
Susi erzählt, wie aus anfänglichem Dotwatching und dem Gefühl „nichts für mich“ plötzlich ein konkreter Plan wurde. Mit Rückendeckung aus der Familie meldet sie sich an – trotz technischer Hürden beim Bewerbungsprozess und Respekt vor der eigenen Entscheidung. Die anfängliche Euphorie weicht langsam einem Wechselbad aus Vorfreude und wachsender Nervosität. 5000 Kilometer quer durch Europa sind kein kleines Projekt.
Ihre bisherigen Erfahrungen zeigen: Ganz neu ist das Abenteuer nicht. Von selbstorganisierten Touren nach Innsbruck über Gravel-Events bis zu Solo-Trips quer durch die Alpen hat sie sich Schritt für Schritt an längere Distanzen herangetastet. Trotzdem ist das TCR eine andere Liga – vor allem was Dauer, Eigenverantwortung und mentale Belastung betrifft.
Besonders spannend sind ihre ehrlichen Einblicke in die Gedankenwelt kurz vor dem Start: die Angst vor Pannen, Respekt vor Hunden, Unsicherheit bei technischen Problemen – und gleichzeitig die Vorfreude auf neue Länder, Landschaften und Begegnungen. Polen, Balkan, Griechenland: Für vieles ist es ihr erstes Mal.
Auch strategisch hat sie klare Vorstellungen: kein Durchfahren der Nächte, stattdessen ein stabiler Rhythmus mit ausreichend Schlaf, um innerhalb der Cut-Off-Zeiten zu bleiben.
Zum Schluss bringt sie ihr persönliches Mantra auf den Punkt: „If you want to finish first, you first have to finish.“
Neue Website mit Ultracycling Kalender: https://ultracyclingraces.com
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In dieser Folge von Sitzfleisch starten Straps und Flo mit viel Schmäh, Rasierpannen und Alltagsfailures. Sie erzählen von Ultra-Rennen und akuter Vorfreude auf kommende Abenteuer, bevor es ernst und tiefgründig wird.
Zu Gast ist heute Kurt Matzler, RAAM‑Finisher und Autor, der offen über sein zweites Race Across America als Solo Teilnehmer spricht – über Corona-Folgen, Nackenprobleme, Shermer's Neck, mentale Tiefpunkte und die brutale Realität eines Rennens, das bei jeder weiteren Teilnahme neue Probleme mit sich bringt. Aus diesen Erfahrungen leitet er zentrale Lebens- und Führungsprinzipien ab: Warum Planung vor allem psychologisch wirkt, weshalb man nie am Tiefpunkt aufgeben sollte, warum aufkommende Probleme gelöst werden sollten solange sie noch klein sind, wie Vertrauen im Team entsteht und wieso Erfolg kein Ziel, sondern ein Ergebnis ist.
Gewinnspiel:
Wieviele Finisher gibt es in der Geschichte des RAAM seit 1982?
Das Gewinnspiel läuft bis 24.5. um 23:59 Uhr!
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Diese Folge ist anders. Nach einer kurzen Nachbesprechung der Ultracycling Events der letzten Woche (Traka, Race Across East Germany und Race Across Italy) schalten Straps und Flo nach Niedersachsen zu Schwester Kerstin-Marie, die im Dominikanerkloster lebt und Bikepacking-Touren, Orbits und Ultra-Events fährt. Eine Hörerempfehlung, die endlich Realität wird.
Kerstin-Marie räumt mit Klischees auf: Ordensleben gründet nicht auf Verzicht, sondern auf etwas Großartigem. Den Weg ins Kloster beschreibt sie wie eine Beziehung – vom Kennenlernen über erstes Date bis hin zu "fix zammen" nennt es sich hier Postulat, Noviziat und Profess.
Schwester Kerstin-Marie als Coach und Begleiterin: www.suchen-finden-gehen.com
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Diese Woche sind Straps und Flo zwischen Verkühlung, Vulkanen und gewagten Vorhersagen unterwegs.
Übersicht über die Ultracycling Rekorde: https://ultracycling.com/highest-weekly-mileage-records/
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Christoph hat gewonnen. Flo war beim Dotwatchen. Wie sich die Geschichte entwickelt hat, besprechen die beiden in einer der dichtesten Rennerzählungen, die Sitzfleisch je produziert hat.
Die erste Nacht gehört aber dem Checkpoint 3B. Mitten im Wald, 50 Meter von der Straße entfernt, unsichtbar im Stockdunkeln. Christoph klettert über Zäune, sucht auf eingezäunten Wiesenstücken nach einem Schild das nicht dort ist wo alle es erwarten – und ist damit nicht allein. Fast das gesamte Feld hat das gleiche Problem.
Danach: Checkpoint 4, Schneesturm. Die Rennleitung ruft persönlich an. Kurswechsel per WhatsApp. Und hier passiert Robert Müller das, was beim Dotwatchen niemand verstehen konnte: Er fährt 80 Kilometer in die falsche Richtung. Der Grund ist so simpel wie brutal – ein fehlendes Minuszeichen bei den Koordinaten. Wer in WhatsApp auf eine Zahl tippt, kopiert sie wie eine Telefonnummer. Das Vorzeichen bleibt auf der Strecke. Statt 20 Kilometer westlich des Nullmeridians landet man 20 Kilometer östlich davon. Zwei Punkte, die geografisch vertretbar nah klingen – und trotzdem eine Katastrophe bedeuten.
Checkpoint 6B endet nicht besser: Christoph steht am Fuß eines 1.400-Meter-Anstiegs, der Wind schmeißt ihn fast vom Rad. Er schickt der Rennleitung ein Video. Checkpoint gestrichen. Direkt zum Finishparcours. Was das bedeutet: Die Fahrer hinter ihm sparen sich 60 bis 70 Kilometer. Ergebnis ohne Zeitkorrektur, ohne faire Lösung – weil es bei diesem Format keine gibt.
946 Kilometer, 16.600 Höhenmeter, 43 Stunden 40 Minuten. Zwei Stunden 50 Minuten Stehzeit laut Strava. Zielankunft kurz vor fünf Uhr morgens, zu dritt auf einem leeren Hauptplatz in Reus.
Das Unknown Race im Replay: https://www.followmychallenge.com/live/turno4/
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Bevor es nach zum Unknown Race nach Spanien geht, gibt es eine kurze Bestandsaufnahme. Flos Hand – ein Küchenmesser, ein Kabelbinder, eine vermeidbare Wunde – hat ihn nach 94 von 150 Kilometern beim Wörthersee Gravel zur Aufgabe gezwungen. Die Quali zur WM in Australien, mit der er kurz geliebäugelt hatte, ist damit aus mehreren Gründen kein Thema.
Aber jetzt zum Rennen: Startort Reus, eine Stunde südlich von Barcelona, direkt hinter der Küste in einer Gegend, die aussieht wie eine Mischung aus Colorado und Katalonien. Das Unknown Race 2025 findet zum ersten Mal in Spanien statt – und damit endlich bei Bedingungen, die der Community jahrelang gefehlt haben. Keine Schneefahrbahn auf Alpenpässen, kein Hagel in den Bergen, kein Dauerregen in der Nacht. Dafür: Wind. Brutaler, anhaltender Wind, der Christoph auf dem Weg zum ersten Checkpoint an seine Grenzen bringt.
Christoph erzählt von seiner Vorbereitung: radikal weniger Gepäck als in den Jahren zuvor, ein neu montierter Flaschenhalter aus dem Triathlon-Bereich, den er bewusst bisher nicht öffentlich gezeigt hat und der eine mit Kohlehydrat Pulver gefüllte Flasche trägt.
Die Episode endet kurz vor Checkpoint 2 – mitten in einer bilderbuchhaften Tallandschaft mit Serpentinen, Stausee und irrem Gegenwind. Was danach passiert, folgt nächste Woche.
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner und Termine erfahren? Hier findest du alle Infos, Rabatte & Tickets: https://linktr.ee/sitzfleischpodcast
Christoph Strasser sitzt diesmal nicht im Studio, sondern direkt am Zielort des Unknown Race in Reus – und hat gleich zwei Überraschungsgäste im Gepäck: Elodie Robert, Zweitplatzierte und schnellste Frau, und Johannes Keller, Drittplatzierter – und zufällig auch ihr Partner.
Elodie kommt ursprünglich aus Frankreich, wohnt in Freiburg, und kam über eine Laufverletzung zum Radfahren. Inspiriert von Jana Kesenheimer wagte sie sich vor drei Jahren ins Ultra-Cycling – und ist seither nicht mehr aufzuhalten. Johannes hingegen kommt vom Fechten und Kampfsport, hat erst 2022 ernsthaft mit dem Radfahren begonnen – hat sich bald bei MTB Rennen in der Spitze etabliert und legt beim ersten Ultra-Cycling-Rennen seines Lebens gleich einen Podestplatz hin.
Die drei reden über Ernährungsstrategien auf über 900 Kilometern (Johannes hatte drei Kilo selbstgemischtes Kohlenhydratpulver im Rahmen), über Windböen die einen buchstäblich vom Rad schmeißen, über eiskalte Nächte auf 1.400 Meter hohen Pässen – und über den Moment, als Checkpoint 6B wegen Sturmgefahr gestrichen wurde. Dazu: Wie man gemeinsam an einer Startlinie steht, privat in einer Beziehung ist und trotzdem komplett alleine fährt.
Elodie Robert auf Instagram: https://www.instagram.com/melodieohnem/
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