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Auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände nahe dem Duisburger Hauptbahnhof war ein großes Designer Outlet Center (DOC) geplant. Der Rat der Stadt Duisburg fasste am 1. Februar 2017 einen Grundsatzbeschluss zur Realisierung des Projekts und begründete dies mit erhoffter Kaufkraftbindung und neuen Arbeitsplätzen. Kritiker befürchteten negative Folgen für den Einzelhandel in der Innenstadt und benachbarten Zentren sowie mehr Leerstände und Wertverluste bei Immobilien.
Bürgerinitiative und Bürgerentscheid
Gegen das Projekt formierte sich die Bürgerinitiative „Ja zu Duisburg – kein DOC“. Ziel war es, den Ratsbeschluss zu stoppen und eine alternative Stadtentwicklung zu ermöglichen. Die Initiative sammelte Unterschriften, reichte rund 22.500 Unterstützungsunterschriften ein und erreichte damit deutlich mehr als die erforderliche Zahl. Der Bürgerentscheid fand am 24. September 2017 zeitgleich mit Bundestagswahl und Oberbürgermeisterwahl statt. 51,1 Prozent stimmten mit Ja, also gegen das DOC; die Planung wurde damit gestoppt.
Bewertung des Projekts
Im Gespräch ereifern sich Mais und Oberpichler darüber inwiefern das DOC als möglicher Magnet für Besucherinnen und Besucher aus dem Umland hätte dienen können. Oberpichler betont, dass ein Outlet-Center aus heutiger Sicht keine moderne Stadtplanung sei. Mais präsentiert die Auffassung, dass ein solches Projekt Menschen nach Duisburg hätte holen können, die sonst nicht in die Stadt gekommen wären.
Innenstadt und Stadtentwicklung
Ein zentrales Thema ist der aktuelle Zustand der Duisburger Innenstadt. Es wird beklagt, dass trotz verschiedener Maßnahmen, Umbauten und neuer Stellen im Stadtmarketing wenig spürbare Entwicklung zu sehen sei. Genannt werden unter anderem Leerstände, die veränderte Lage einzelner Einkaufsschwerpunkte und fehlende Impulse für eine nachhaltige Belebung.
Verpasste Chancen und fehlende Visionen
Im Gespräch wird zudem eine Option für das Gelände erwähnt: ein Wohnquartier, das von externen Investoren angedacht gewesen sei, aber nicht zustande kam, weil der mögliche Investor durch unprofessionelles Verhalten seitens Verantwortlicher der Liegenschaft abgeschreckt wurde.
Weitere Informationen
www.jazuduisburg.de/
Chapters
0:13 DOC und Innenstadtdebatte
In dieser Folge spricht Robert Bogs über sein LoRaWAN-Projekt „Keiner funkt“. Er zeigt, wie Bürgerinnen und Bürger ihre Gemeinde selbst digitalisieren – mit Sensoren, Netzwerken, Open-Source-Technologie und viel Engagement. Ein Vorbild für jedes Smart Village!
Kayna funkt
Kayna ist ein Ortsteil der Stadt Zeitz in Sachsen-Anhalt. Robert Bogs arbeitet im IoT-Bereich. Er lebt also „auf dem Land“. Robert sieht, dass dort oft Funkstille herrscht – im wörtlichen wie im digitalen Sinn. Also gründet er die Plattform „Kayna funkt“.
Wie Digitalisierung im Kleinen beginnt
Robert startet mit dem Ziel, den ländlichen Raum nicht zurücklassen. Er will zeigen, wie Digitalisierung auch ohne Fördermillionen gelingt. So installiert er in seiner Gemeinde Sensoren:
Klimawandel, Katastrophen, Community
Ein Teil des Gesprächs dreht sich um die Zukunftssicherheit ländlicher Räume. Robert spricht über Projekte zur Klimaanpassung und Katastrophenprävention. Seine Idee: Ein energieautarkes Mesh-Netzwerk, gekoppelt mit einem Katastrophenschutz-Leuchtturm.
Technik braucht Menschen
Robert macht klar: Sensoren und Netzwerke sind nur ein Teil der Lösung.
Hürden und Hoffnung
Natürlich gibt es Gegenwind: Skepsis gegenüber neuen Technologien.
Modellprojekt für andere Gemeinden?
„Kayna Funkt“ ist mehr als ein cleverer Name. Es ist ein Prototyp.
Warum man diese Folge hören sollte
• Interesse an Smart City und Smart Village-Projekten?
Chapters
0:13 Einführung in den Smart City Podcast
Weitere Info
https://kayna-funkt.de/
Die Digitalisierung der Stadt Ahaus wird schwerpunktmäßig von Tobit Laboratories AG betrieben. So ist sie auch Ausrichter des Smart City Festival in Ahaus, das vom 4. bis 6. September stattfand. Es bot ein Fest der Digitalisierung mit zahlreichen Fachvorträgen, Workshops, Erlebnistouren und einem Expo Bereich, in dem unterschiedliche Unternehmen und Dienstleister ihre digitalen Anwendungen sowie Services präsentierten. Ich war mit dem Smartcity Podcast "Smart and the City" vor Ort und habe zahlreiche Stimmen eingefangen. Diese Folge bietet einen bunten Zusammenschnitt aus Wissenswertem, Empfehlungen, Forderungen, kernigen Aussagen und Lösungsmöglichkeiten. Here weg go:
Erwartungshaltungen und Herausforderungen
Dieter van Acken berichtet von der hohen Erwartungshaltung, Kommunen und Fachleute zusammenzubringen, um wirklich innovative Lösungen zu diskutieren. Karola Voß, Bürgermeisterin von Ahaus spricht zu den Herausforderungen und Chancen, die für Kommunen bestehen, wenn sie Städte attraktiv und zukunftsorientiert gestalten müssen. Dabei betont sie die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den Unternehmen, um eine positive Veränderung zu bewirken.
Bedeutung der Digitalisierung
Daniel Sieveke, Staatssekretär des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW, thematisiert die Bedeutung der Digitalisierung und Innovationsförderung. Er spricht die Probleme an, die bei der Umsetzung von Digitalisierung in der Verwaltung entstehen und verweist auf die Notwendigkeit einer gelebten Fehlerkultur.
Reise- und Parkplatzmanagement
Im Expo Bereich spreche ich mit Lukas, d.velop & optiGov, über Verwaltungsdigitalisierung. Hierbei liegt der Fokus seiner Arbeit auf den direkten Ansätzen, die Kommunen zur Effizienzsteigerung ihrer organisatorischen Prozesse nutzen können. Zudem tauschen wir uns über Technologien aus, die Reise- und Parkplatzmanagement durch digitale Lösungen optimieren und somit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger steigern sollen.
Smart Cities zu Wise Cities
In der Präsentation von Steffen Hess, Fraunhofer-Institut, fällt der Satz: „Smart Cities müssen zu Wise Cities werden.“ Eine Transformation, die über die reine Technologie hinausgeht und darauf abzielt, das Leben der Bürgerinnen und Bürger durch intelligente Datenanwendung und ganzheitliches Denken zu verbessern. Hess unterstreicht, dass Technologien nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern im Zusammenspiel mit den Bedürfnissen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger priorisiert werden müssen.
Identifizierung praktischer Ansätze
Im Laufe der Episode wird deutlich, wie wichtig die Verbindung zwischen Theorie und Praxis ist. Die unterschiedlichen Experten betonen, dass die Identifizierung praktischer Ansätze und die Schaffung von Netzwerken zwischen Kommunen, Unternehmen und Forschungsinstituten entscheidend sind, um dem zunehmenden Fachkräftemangel und den Herausforderungen im Bereich der digitalen Transformation zu begegnen.
Die Städte von morgen gestalten
Zusammengefasst bietet dieses Festival eine spannende Plattform, um innovative Ideen zu entwickeln und den Dialog zwischen verschiedenen Akteuren zu fördern, die das städtische Leben in Zukunft smarter und lebenswerter gestalten wollen. Die Vielzahl an Präsentationen und Gesprächen zeigt deutlich, dass alle Beteiligten – von der Verwaltung über Dienstleister bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern – sich aktiv in den Prozess einbringen müssen, um die Städte von morgen zu gestalten.
Die Experten und Akteure
Dieter von Acken, Tobit Laboratories AG
Weitere Info
https://tobit.com/town
In dieser Episode des Smart City Podcasts unterhalte ich mich mit Dieter van Acken von der Firma Tobit Laboratories AG, über das das Smart City Festival in Ahaus, das vom 4. bis 6. September stattfindet. Das Festival zielt darauf ab, die Digitalisierung zu feiern und das Konzept der „smarten Kommune“ zu präsentieren, für das Ahaus sogar einen Preis gewonnen hat. Wir tauchen ein in die verschiedenen digitalen Anwendungen, die in der Stadt zu finden sind, und besprechen, wie diese die Verbindung zwischen Bürgern, Dienstleistungen und der städtischen Infrastruktur verbessern.
Mehr als 150 digitale Anwendungen
Ein zentraler Punkt unserer Diskussion ist die Idee der Vernetzung. Ahaus hat laut Dieter mehr als 150 digitale Anwendungen entwickelt, die alle miteinander verbunden sind. Dies umfasst nicht nur Angebote in der Gastronomie, sondern auch Möglichkeiten zur Ausleihe von Fahrzeugen oder Spielgeräten. Ein besonderes Highlight ist die Super-App, die als zentrale Plattform dient, um verschiedene städtische Dienstleistungen und Erlebnisse zu nutzen und die Interaktion mit der Stadt zu fördern.
Vorträge, Workshops und Networking
Das Festival ist nicht nur auf die Konferenz im Tobit-Stammhaus beschränkt, sondern erstreckt sich über die gesamte Stadt. Am ersten und zweiten Tag stehen Vorträge, Workshops und Networking im Vordergrund, während der dritte Tag den Bürgern gewidmet ist. Hier wird die Stadt als offenes Labor präsentiert, in dem jede Besucherin und jeder Besucher die digitalen Fortschritte und deren Auswirkungen auf das Stadtleben hautnah erleben kann. Dieter erläutert, dass die Konferenzgestaltungen darauf abzielen, Fachleute aus Verwaltung, Stadtmarketing und Technologie zusammenzubringen, um voneinander zu lernen und Ideen auszutauschen.
Experten aus verschiedenen Städten
Wir sprechen auch über die Referenten, die am Festival teilnehmen werden. Darunter sind Vertreter des NRW-Ministeriums für Digitalisierung, die über staatliche Fördermaßnahmen informieren werden, sowie Experten aus verschiedenen Städten, die ihre praktischen Erfahrungen teilen. Themen wie Stadtmarketing und die Nutzung von sozialen Medien zur Förderung der Stadt stehen ebenso auf der Agenda wie die Herausforderungen bei der Umsetzung smarter Lösungen und durch welche Mechanismen diese bewältigt werden können.
Nicht nur technologische Umsetzung
Dieter betont die Bedeutung eines engen Kontakts zwischen Technologieanbietern und Bürgern. Dabei wird deutlich, dass es nicht nur um die technologische Umsetzung geht, sondern auch um die Akzeptanz dieser Lösungen in der Bevölkerung. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Feedback zu geben und an den verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen, während gleichzeitig auch eine Plattform geschaffen wird, um Netzwerke zu bilden, die zukünftige Projekte und Innovationen unterstützen können.
Die Rolle der Künstlichen Intelligenz
Ein zentrales Thema, das während unserer Unterhaltung immer wieder aufkommt, ist die Rolle der Künstlichen Intelligenz im Bereich Smart City. Dieter erwähnt, dass KI sowohl in der Kommunikation als auch in der Analyse von Daten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese Technologien bieten nicht nur Effizienzgewinne, sondern zwingen auch dazu, ethische Fragen und Datenschutzaspekte zu berücksichtigen, die in den Diskussionen während des Festivals behandelt werden.
Bewusstsein für digitale Lösungen schärfen
Das Smart City Festival stellt nicht nur eine einmalige Veranstaltung dar, sondern eine Möglichkeit, das Bewusstsein für digitale Lösungen in der Stadt zu schärfen. Dieter und ich sind uns einig, dass es entscheidend ist, diese Formate spannend und praxisnah zu gestalten, um das Interesse von Bürgerinnen, Bürgern und Fachleuten gleichermaßen zu wecken. Das Ziel ist es, innovative Ideen zu fördern und Erfahrungen auszutauschen, die den Weg für eine smartere und vernetzte Zukunft ebnen.
Weitere Info
https://tobit.com/town
Die Citizen Archive Platform (CAP) stellt einen faszinierenden Ansatz in der Archivierung dar. Amelie stellt vor, wie das Stadtarchiv Graz neuartige Ansätze zur digitalen Archivierung implementiert. Sie erläutert, dass ihre Arbeit im Rahmen des EU-Projekts Dialog City besonders darauf abzielt, persönliche digitale Archive anzulegen, was im österreichischen Archivwesen bislang wenig verbreitet ist. Der Fokus liegt darauf, nicht nur historische Bestände zu bewahren, sondern auch aktiv digitale Daten der Stadtbevölkerung zu sammeln.
Neuer Archivierungsansatz mit CAP
David ergänzt, wie seine Aufgaben und die seines Archivs im Kontext des gleichen EU-Projektes stehen. Er stellt uns die Citizen Archive Plattform vor, die konkret darauf ausgelegt ist, dass Bürgerinnen und Bürger ihre digitalen Unterlagen wie Fotos, Videos und Dokumente einfach und sicher abgeben können. Diese Plattform öffnet die Tore zu einem neuen Archivierungsansatz, der es erlaubt, persönliche und alltägliche Dokumente dauerhaft zu speichern und der Stadtgeschichte einen individuellen und authentischen Gesichtspunkt zu geben.
Verantwortungsvolles Verwalten der Daten
Zusätzliche Aspekte der Digitalisierung von Archiven werden besprochen. Zudem wird die Notwendigkeit erläutert, ein Gleichgewicht zwischen analogen und digitalen Beständen herzustellen. David verdeutlicht, dass die Archivarbeit nicht nur das Sammeln und Konservieren, sondern auch das verantwortungsvolle Verwalten der Daten umfasst. Dabei ist der persönliche Kontakt mit der Bevölkerung entscheidend, denn durch Workshops und Informationsabende wird das Wissen über digitale Archivierung in der Stadtgesellschaft verbreitet. Auch Amelie betont die Wichtigkeit der Sensibilisierung, um den Bürgern die Nutzung der Plattform nahezubringen und deren Engagement zu fördern.
Herausforderung ist die Schnellebigkeit des Digitalen
Mit der Schnelllebigkeit des Digitalen gehen allerdings auch Herausforderungen an das zukünftige Archivieren von Daten einher, wie Amelie herausstellt. Es wird erörtert, wie wichtig es ist, private Daten der Bevölkerung langfristig zu speichern und gleichzeitig das Qualitätsmanagement zu wahren. Darüber hinaus sind persönliche Datenhoheit und die Wahrung von Persönlichkeitsrechten essentielle Themen, wie beide Experten klarstellen. Zudem geben sie Einblicke in die praktischen Vorgehensweisen, wie archivierte Daten erschlossen und für die Forschung und Ausstellungen nutzbar gemacht werden.
Weitreichendes digitales Gedächtnis
Diese Folge stellt insbesondere die Rolle der Citizen Archive Plattform im Kontext einer Smart City Strategie heraus. Es wird klar, dass diese digitale Lösung nicht nur ein technisches Werkzeug ist, sondern einen integrativen Prozess darstellt, der den Dialog zwischen Stadtverwaltung und Bürgern fördert. David und Amelie heben hervor, wie wichtig es ist, dass diese digitalen Angebote nicht in Konkurrenz zu persönlichen Kontakten stehen, sondern diese vielmehr ergänzen. Mit Blick in die Zukunft wird das Potenzial diskutiert, die Plattform auch anderen Städten zugänglich zu machen, um so ein weitreichendes digitales Gedächtnis zu schaffen.
Gibt es ein „smartes“ Stadt-Gedächtnis?
Schließlich wird die Bedeutung der Integration persönlicher Erinnerungen in die Stadtgeschichte thematisiert. Amelie und David sprechen Herausforderungen an, die eine digitale Archivierung mit sich bringt. Das CAP wird als Tool für verantwortungsvolle Archivierung verstanden. David sagt: „Wir wollen den Dialog mit den Menschen der Stadt.“ Bei der Frage, ob es ein smartes Stadt-Gedächtnis gebe, weist Amelie darauf hin, dass es zunächst wichtig sei, die digitalen Daten zu bekommen. Wir lernen: Die Zukunft der Stadtarchivtätigkeit wird in Zukunft auch die Stadt-Gesellschaft mitprägen.
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https://aschaffenburg.de
Teil zwei der kleinen Podcastserie über die Stadtdigitalisierungsprozesse in Aschaffenburg bietet das Gespräch mit der Künstlerin in Residenz, Lisa Maria Bayer und Markus Schmitt, Mitarbeiter des Stadtarchivs Aschaffenburg. Der Fokus liegt auf dem Future Festival in Aschaffenburg, einer Veranstaltung, die den Abschluss des umfangreichen EU-Projektes „Dialog City“ zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit darstellt.
Künstlerresidenz in Aschaffenburg
Lisa berichtet, wie sie auf die Künstlerresidenz in Aschaffenburg durch einen Open Call aufmerksam wurde, der sich durch seine detaillierte Ausschreibung von anderen abhob. Dieser tiefgehende Bewerbungsprozess spiegelt sich auch in ihrem Arbeitsansatz wider, indem sie sich mit lokalen Geschichten und städtischen Archiven auseinandersetzt. Sie zeigt auf, wie eng ihre künstlerische Arbeit mit dem Dialog City Projekt verknüpft ist. Markus ergänzt, dass Lisas künstlerische Arbeitsweise nicht nur für das Stadtarchiv von Bedeutung ist, sondern auch als ein wichtiger Bestandteil von Stadtentwicklung angesehen werden sollte.
Arbeitergeschichte von Städten
Im Verlauf des Gesprächs analysieren Lisa und Markus die kulturellen Leerstellen, die sich in Archiven befinden, insbesondere in Bezug auf die Darstellung von Frauen in der Arbeitergeschichte von Städten. Lisa nutzt eigentrainierte KIs, um diese Leerstellen visuell zu füllen und gibt Einblicke, wie sie mit digitaler Kunst die Sichtbarkeit dieser oft übersehenen Perspektiven steigert. Markus verweist auf die Archivarbeit als wesentlichen Bestandteil von Geschichtsvermittlung und demokratischer Teilhabe, betont jedoch auch, dass es oft an einer Vielzahl von Bildern und Quellen mangelt, die die Realität von weiblicher Arbeitskraft widerspiegelt.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Ein weiterer Aspekt der Diskussion ist die Frage nach einem Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Lisa erklärt, dass ihre künstlerische Praxis digital ist, sie mit digitalen Medien und KI arbeitet, sich jedoch der Herausforderungen bezüglich des Energieverbrauchs, der mit der Nutzung dieser Technologien einhergeht, bewusst ist. Markus stellt fest, dass Archivarbeit heutzutage zunehmend digitalisiert wird, was sowohl Herausforderungen als auch Möglichkeiten für ein effizienteres Ressourcenmanagement bietet.
Bild der städtischen Identität
Aus dem Gespräch wird deutlich, dass Stadtarchive nicht nur Geschichten der Vergangenheit bewahren, sondern auch als lebendige Orte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung fungieren. Daher wird Wert darauf gelegt auch gegenwärtige Themen in Archive zu integrieren, um somit eine Plattform für eine breite Perspektivvielfalt zu bieten. Nicht zuletzt laden Lisa und Markus das Publikum ein, ihre eigene Geschichte und – wenn möglich – Film- und Fotomaterial beizusteuern, um ein vollständigeres Bild der städtischen Identität zu schaffen und gemeinsam an einer demokratischen Zukunft zu arbeiten.
Ein lebhaftes Gespräch, bei dem verschiedene Facetten von Kunst, Archivarbeit und Stadtentwicklung skizziert werden und das aufzeigt, wie sich diese Aspekte gegenseitig beeinflussen und bereichern können.
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https://aschaffenburg.de
In dieser Episode des Smart City Podcasts "Smart and the City" diskutieren wir mit Eric Leiderer, dem Bürgermeister der Stadt Aschaffenburg, über das »Future Festival«, das im Juli 2025 als Höhepunkt und Abschluss des EU-Projekts »Dialog City« dient. Dialog City ist ein von der EU gefördertes Projekt zur Verbindung von digitaler Innovation mit kultureller Teilhabe. Im Fokus stand dabei, europäische Städte nachhaltig und bürgernah zu gestalten, um eine umweltfreundliche und digitale Umgebung zu schaffen, die soziale Inklusion bietet. Zudem soll Dialog City dazu beitragen, den Zugang zur Kultur durch einen dialogischen Ansatz zu verbessern.
Bedeutung des Festivals für die Stadt
Leiderer erklärt die Bedeutung des Festivals für die Stadt und hebt hervor, dass es eine Plattform für Bürgerbeteiligung biete, um Kunst, Geschichte und digitale Innovationen miteinander zu verknüpfen. Der Bürgermeister ist stolz darauf, dass Aschaffenburg dieses Festival ausrichte und die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Dialog über die digitale Zukunft der Stadt einbezogen würden.
Digitalisierung mit dem analogen Leben verbinden
Wir tauchen tiefer in die Digitalstrategie von Aschaffenburg ein. Diese Strategie zielt darauf ab, auf kreative Weise die Digitalisierung mit dem analogen Leben zu verbinden und die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Leiderer beschreibt die Rolle der digitalen Ideenmanufaktur DIMA, die Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gebe, ihre Ideen zur Stadtentwicklung einzubringen. Diese Ideen würden anschließend mithilfe von Künstlicher Intelligenz analysiert und auf Machbarkeit hin überprüft, bevor sie in der realen Welt umgesetzt würden. Anfang Juli seien bereits mehr als 30 Ideen eingegangen, die vor allem den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legten.
Kulturelle Vielfalt sichtbar machen
Ein konkretes Beispiel einer eingereichten Idee sei die „Integrationswand“, die darauf abziele, kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen. Leiderer erläutert, wie wichtig es sei, die Bürgerbeteiligung in alle Dimensionen des Projekts einzubinden und wie Workshops und Diskussionsveranstaltungen das Community-Engagement fördern. Diese Form der Partizipation sei entscheidend, um eine nachhaltige digitale Transformation in Aschaffenburg zu ermöglichen.
Austausch von Erfahrungen im Netzwerk
Darüber hinaus berichtet Leiderer über die Partnerschaften mit anderen Städten, die an dem EU-Projekt beteiligt sind, wie zum Beispiel die mit dem Stadtarchiv Graz. Er beschreibt, wie durch den Austausch von Erfahrungen aus verschiedenen Ländern ein wertvolles Netzwerk entstehe, das für die Entwicklung künftiger Stadtstrategien genutzt werden könne. Die Lehren aus der Vergangenheit sollen dazu dienen, Konzepte für eine bessere Zukunft zu entwickeln.
Neuer Anfang für zahlreiche Initiativen
Abschließend spricht Leiderer über die Nachhaltigkeit des Projekts und die Notwendigkeit, die durch das Festival und die Digitalstrategie gewonnenen Erkenntnisse in die zukünftige Stadtentwicklung einfließen zu lassen. Das Future Festival sei nicht nur ein Abschluss des aktuellen Projekts, sondern auch ein neuer Anfang für zahlreiche Initiativen, die darauf abzielen, Aschaffenburg als Vorreiter im Bereich smarter Städte zu positionieren.
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In dieser Episode des Smart City Podcasts "Smart and the City" sprechen wir mit Professor Bernd-Claas Gesterkamp, einem erfahrenen Architekten aus Recklinghausen, über das innovative Projekt des Marktquartiers. Gesterkamp teilt seine Erfahrungen als Teil des Entwicklungsteams, das seit 2017 an der Revitalisierung dieses bedeutenden Stadtgebäudes arbeitet, dem ehemaligen Karstadt-Warenhaus, das seit 2015 leer steht. Er erklärt, wie sie es geschafft haben, das über 90 Jahre alte Gebäude in ein modernes Mixed-Use-Quartier umzuwandeln und dabei die historische Fassade zu bewahren.
Eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten
Das Marktquartier umfasst eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt sind. Gesterkamp hebt hervor, dass das Herzstück des neuen Projekts die Integration von 85 seniorengerechten Apartments, einem Holiday Inn Express Hotel mit 155 Betten, Büroflächen sowie einem umfangreichen Gastronomieangebot ist. Diese vielfältige Nutzung soll nicht nur die Innenstadt von Recklinghausen beleben, sondern auch als Vorbild für andere Städte dienen, die ähnliche Herausforderungen im Einzelhandel und der Stadtentwicklung zu bewältigen haben.
Rückgang traditioneller Einzelhandelsformate
Wir erfahren, dass Recklinghausen nicht allein mit den Schwierigkeiten konfrontiert ist, die durch den Rückgang traditioneller Einzelhandelsformate entstehen. Bernd reflektiert darüber, wie sich die Innenstadtentwicklung verändern muss, um mit der Konkurrenz des Internets, insbesondere großen Online-Händler wie Amazon, Schritt zu halten. Eine Schlüsselfunktion spielt dabei die Schaffung von Begegnungsorten, die den Menschen die Möglichkeit bieten, miteinander zu interagieren, ein Bedürfnis, das auch in der modernen Zeit von großer Bedeutung bleibt.
Historische Bedeutung von Städten
Professor Gesterkamp spricht ebenfalls über die historische Bedeutung von Städten als Handelszentren, die nicht nur für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch als Orte der Kommunikation und sozialen Interaktion wichtig sind. Mit einer nostalgischen Perspektive erklärt er, wie diese traditionellen Funktionen auch heute noch relevant sind und wie das Marktquartier Recklinghausen ein neues Zuhause für alte und neue Werte bieten soll.
Notwendigkeit neuer Ideen und Innovationen
Zudem diskutieren wir die Notwendigkeit neuer Ideen und Innovationen in den Innenstädten. Gesterkamp hebt hervor, dass es wichtig ist, digitale Lösungen und kreative Konzepte zu entwickeln, um das Stadtleben attraktiv zu gestalten. Die Transformation des Marktquartiers zeigt, dass eine Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den Projektentwicklern entscheidend ist, um langfristig erfolgreiche Lösungen zu finden.
Das Marktquartier Recklinghausen als lebendiger Ort
Abschließend wünscht sich Gesterkamp, dass das Marktquartier Recklinghausen nicht nur voll vermietet wird, sondern auch ein lebendiger Ort bleibt, der den Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern gleichermaßen Freude bereitet. Dieses Gespräch bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der modernen Stadtentwicklung und wie wir gemeinsam lebenswerte Innenstädte gestalten können.
Weitere Info
https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/_details.asp?form=detail&db=513&id=24896
In dieser Episode des Smart City Podcasts, live von der Smart Country Convention 2024 in Berlin, bespricht Podcast-Host Frank „Zepp“ Oberpichler mit Gregor Spanke und Dr. Christian Klicki die Fortschritte und Herausforderungen, die Lünen auf dem Weg zur smarten Stadt begegnen.
Transformation seit zwei Jahren
Herausforderungen für die ehemalige Bergbaustadt
Förderung des sozialen Miteinanders
Das Bikesharing System
Interkommunale Zusammenarbeit
Smarte Stadtgestaltung
Weitere Info
Fernab pulsierender Metropolen, forschen, entwickeln, und experimentieren die Digitalexperten und Expertinnen der Tobit Laboratories AG in der Ruhe und Abgeschiedenheit des westlichen Münsterlandes an Technologien, Plattformen und Systemen für Digitalisierung.
Entwicklung der Digitalstadt Ahaus
In dieser Episode des Smart and the City Podcasts sprechen wir mit Dieter von Acken über die spannende Entwicklung der Digitalstadt Ahaus. Wir beleuchten, wie Ahaus als Reallabor agiert, um digitale Anwendungen in der Stadt zu implementieren und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger durch innovative Lösungen zu adressieren. Van Acken erklärt, dass das Unternehmen Tobit Software, zu dem er gehört, seit fast 40 Jahren in der Digitalisierung tätig ist und eine Vielzahl von Anwendungen entwickelt, die nun in Ahaus zum Einsatz kommen.
Vielfalt der digitalen Anwendungen
Ein zentrales Thema unserer Diskussion ist die Definition von Smart City. Van Acken erläutert, dass es nicht nur um die Implementierung von Technologien wie LoRaWAN geht, sondern auch um die Optimierung lokaler Verwaltungsprozesse und die Schaffung einer attraktiven Stadt durch digitales Stadtmarketing. Bei unserem Rundgang durch Ahaus bekommen wir beispielsweise ein vollständig digitales Hotel, einen Shop ohne Personal und einen digital gesteuerten E-Bike-Verleih zu sehen. Diese und weitere Beispiele demonstrieren die Vielfalt der digitalen Anwendungen, die das Leben der Bürger bereichern können.
Digitalisierung, um Angebote aufrechtzuerhalten
Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, digitale Dienstleistungen zu schaffen, die ohne Personal auskommen. Damit wird die Digitalisierung nicht nur zur Effizienzsteigerung genutzt, sondern ermöglicht es auch, Angebote aufrechtzuerhalten, die sonst vielleicht nicht mehr verfügbar wären. Van Acken betont, dass vor allem in der Gastronomie digitale Lösungen wie Selbstbestellung und Bezahlung den Betrieb erleichtern können.
Macher sind notwendig
Die Herausforderungen, die mit der Einführung digitaler Lösungen einhergehen, sind neben technischen Hürden insbesondere anfängliche Bedenken der Geschäftsinhaber. Van Acken erklärt, dass oft ein Macher notwendig ist, der innovative Ideen fördert und den Marktteilnehmern zeigt, dass digitale Lösungen funktionieren. Das Beispiel einer Börsenkneipe, die in Ahaus eröffnet wird, verdeutlicht, wie digitale Angebote auch soziale Interaktionen fördern können.
Prozess des Ausprobierens
Zusammenfassend beschreibt van Acken die Zukunft von Städten, die sich digital transformieren wollen, als einen Prozess des Ausprobierens und der Zusammenarbeit. Der Schlüssel liege darin, einfache, digitalbasierte Lösungen zu schaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern einen tatsächlichen Mehrwert bieten.
Smart Country Convention
Abschließend wird auf die Smart Country Convention hingewiesen, wo Innovationsideen und Lösungen aus der digitalen Welt präsentiert werden und Tobit mit einem eigenen Stand umfangreich vertreten ist. Die Smart Country Convention ist das führende Event für den digitalen Staat und öffentliche Dienste und findet vom 15. Bis zum 17. Oktober in der Messe Berlin statt.
Van Acken ermutigt alle Interessierten, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und bestehende digitale Konzepte zu adaptieren, anstatt das Rad neu zu erfinden.
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