Smart and the City – der SmartCity-Podcast.de

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Smart and the City – der SmartCity-Podcast.de episodes

  • Smart and the City – „Ja zu Duisburg, kein DOC" – 9 Jahre später
    Im Gespräch mit Mario Mais, Befürworter des geplanten Duisburger Design-Outlet-Centers in 2017.

    Auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände nahe dem Duisburger Hauptbahnhof war ein großes Designer Outlet Center (DOC) geplant. Der Rat der Stadt Duisburg fasste am 1. Februar 2017 einen Grundsatzbeschluss zur Realisierung des Projekts und begründete dies mit erhoffter Kaufkraftbindung und neuen Arbeitsplätzen. Kritiker befürchteten negative Folgen für den Einzelhandel in der Innenstadt und benachbarten Zentren sowie mehr Leerstände und Wertverluste bei Immobilien.

    Bürgerinitiative und Bürgerentscheid

    Gegen das Projekt formierte sich die Bürgerinitiative „Ja zu Duisburg – kein DOC“. Ziel war es, den Ratsbeschluss zu stoppen und eine alternative Stadtentwicklung zu ermöglichen. Die Initiative sammelte Unterschriften, reichte rund 22.500 Unterstützungsunterschriften ein und erreichte damit deutlich mehr als die erforderliche Zahl. Der Bürgerentscheid fand am 24. September 2017 zeitgleich mit Bundestagswahl und Oberbürgermeisterwahl statt. 51,1 Prozent stimmten mit Ja, also gegen das DOC; die Planung wurde damit gestoppt.

    Bewertung des Projekts

    Im Gespräch ereifern sich Mais und Oberpichler darüber inwiefern das DOC als möglicher Magnet für Besucherinnen und Besucher aus dem Umland hätte dienen können. Oberpichler betont, dass ein Outlet-Center aus heutiger Sicht keine moderne Stadtplanung sei. Mais präsentiert die Auffassung, dass ein solches Projekt Menschen nach Duisburg hätte holen können, die sonst nicht in die Stadt gekommen wären.

    Innenstadt und Stadtentwicklung

    Ein zentrales Thema ist der aktuelle Zustand der Duisburger Innenstadt. Es wird beklagt, dass trotz verschiedener Maßnahmen, Umbauten und neuer Stellen im Stadtmarketing wenig spürbare Entwicklung zu sehen sei. Genannt werden unter anderem Leerstände, die veränderte Lage einzelner Einkaufsschwerpunkte und fehlende Impulse für eine nachhaltige Belebung.

    Verpasste Chancen und fehlende Visionen

    Im Gespräch wird zudem eine Option für das Gelände erwähnt: ein Wohnquartier, das von externen Investoren angedacht gewesen sei, aber nicht zustande kam, weil der mögliche Investor durch unprofessionelles Verhalten seitens Verantwortlicher der Liegenschaft abgeschreckt wurde.

    Insgesamt wird kritisiert, dass Duisburg zwar über Strukturen wie DBI und City Management verfüge, aber zu wenig konkrete, sichtbare Entwicklungen erzeuge. Als Gegenbeispiel nennt Mais einen früheren Oberbürgermeister, dem er Projekte wie dem Forum, das Citypalais und die Stadtbücherei zuschreibt.
    Was fehlt sei eine klarere Vision für die Innenstadt.

    Weitere Informationen

    www.jazuduisburg.de/

    www.smartcity-podcast.de
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    www.durian-pr.de

    Chapters

    0:13 DOC und Innenstadtdebatte

    4:00 Bürgerentscheid und Folgen
    7:24 Neue Pläne fürs Gelände
    12:13 Wohnquartier statt Outlet
    14:33 Kaufkraft und Stadtimage
    19:13 Verpasste Chancen
    25:15 Visionen für Duisburg
    28:48 Magnet für die Innenstadt
    31:44 Leere trotz Events
    35:45 Neue Ideen gefragt
    37:45 Einigung ohne Lösung

    40 min
  • Smart and the City – Digitale Selbstermächtigung im Dorf
    Im Gespräch mit Robert Bogs, LoRaWAN-Spezialist aus Kayna

    In dieser Folge spricht Robert Bogs über sein LoRaWAN-Projekt „Keiner funkt“. Er zeigt, wie Bürgerinnen und Bürger ihre Gemeinde selbst digitalisieren – mit Sensoren, Netzwerken, Open-Source-Technologie und viel Engagement. Ein Vorbild für jedes Smart Village!

    Kayna funkt

    Kayna ist ein Ortsteil der Stadt Zeitz in Sachsen-Anhalt. Robert Bogs arbeitet im IoT-Bereich. Er lebt also „auf dem Land“. Robert sieht, dass dort oft Funkstille herrscht – im wörtlichen wie im digitalen Sinn. Also gründet er die Plattform „Kayna funkt“.

    Er baut mit Gleichgesinnten ein eigenes LoRaWAN-Netzwerk auf. Komplett ehrenamtlich, auf Basis von Open Source. Unabhängig.
    Frei nach der Devise: „Nicht lange planen, einfach machen. Und das vor Ort.

    Wie Digitalisierung im Kleinen beginnt

    Robert startet mit dem Ziel, den ländlichen Raum nicht zurücklassen. Er will zeigen, wie Digitalisierung auch ohne Fördermillionen gelingt. So installiert er in seiner Gemeinde Sensoren:

    • im Waldbad zur Besucherzählung
    • zur Pegelstandmessung
    • zur Wassertemperaturüberwachung
    • zur Vandalismusprävention
    Er zeigt: Digitalisierung ist nicht abstrakt. Sie bietet einen konkreten Nutzen.
    Sie schützt vor Vandalismus. Sie informiert über Pegelstände und Temperatur.
    Schließlich spart Digitalisierung – in dieser Form genutzt – zudem auch Kosten.

    Klimawandel, Katastrophen, Community

    Ein Teil des Gesprächs dreht sich um die Zukunftssicherheit ländlicher Räume. Robert spricht über Projekte zur Klimaanpassung und Katastrophenprävention. Seine Idee: Ein energieautarkes Mesh-Netzwerk, gekoppelt mit einem Katastrophenschutz-Leuchtturm.

    Im Fall eines Stromausfalls bliebe somit das Dorf vernetzt und der Notruf würde weiterhin funktionieren. Die Bewohnerinnen und Bewohner würden weiterhin wichtige Informationen erhalten – ohne Internet, ohne Mobilfunk.

    Technik braucht Menschen

    Robert macht klar: Sensoren und Netzwerke sind nur ein Teil der Lösung.

    Der andere Teil besteht aus den Menschen vor Ort. Robert ist sich sicher, dass ohne Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kein Smart Village funktioniert.
    Er fordert daher möglichst große Transparenz, Mitgestaltung und Aufklärung.
    Die Menschen sollen nicht nur Technik nutzen, sondern sie verstehen. Sein Ansatz: Digitalisierung darf nicht über die Köpfe hinweg passieren. Sie muss aus der Mitte der Gesellschaft kommen.

    Hürden und Hoffnung

    Natürlich gibt es Gegenwind: Skepsis gegenüber neuen Technologien.

    Wenig Unterstützung durch Institutionen. Manchmal auch Frust über politische Blockaden. Trotzdem bleibt Robert dran und macht weiter – mit kleinen Schritten und großer Wirkung. Sein Ziel ist klar: Ein lebenswerter, zukunftsfähiger Ort, in dem Teilhabe, Technologie und Zusammenhalt kein Widerspruch sind.

    Modellprojekt für andere Gemeinden?

    „Kayna Funkt“ ist mehr als ein cleverer Name. Es ist ein Prototyp.

    Ein Beispiel dafür, wie Bottom-up-Digitalisierung gelingen kann. Robert will nicht das eine Vorzeigedorf bleiben. Er hofft, dass viele ländliche Orte sich trauen, den digitalen Wandel selbst anzustoßen. Nicht warten. Einfach machen.

    Warum man diese Folge hören sollte

    • Interesse an Smart City und Smart Village-Projekten?

    • Interesse daran, wie digitale Infrastruktur ohne riesiges Budget möglich ist?
    • Interesse an Beispielen für Bürgerengagement und Eigeninitiative im digitalen Wandel?
    Dann bitte diese Folge hören.
    Inspirierend. Praktisch. Mutmachend.

    Chapters

    0:13 Einführung in den Smart City Podcast

    2:24 Ehrenamtliches Engagement und Unterstützung
    4:01 Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Dorf
    6:07 Bedeutung von Katastrophenschutzsystemen
    13:41 Herausforderungen der Digitalisierung im Dorf
    15:05 Vision für eine Smart Village
    15:36 Konkrete Anwendungen und Projekte
    22:00 Katastrophenschutzleuchtturm und Kommunikation
    25:34 Wissensteilung und Bürgerkommunikation
    31:15 Mobiles Fahrradkino und lokale Projekte
    33:11 Ausblick auf die Zukunft von Kayna

    Weitere Info

    https://kayna-funkt.de/

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    34 min
  • Smart and the City – So war das Smart City Festival in Ahaus
    Im Gespräch mit zahlreichen Vortragenden, Ausstellenden und Interessierten auf dem Smart City Festival 2025 in Ahaus.

    Die Digitalisierung der Stadt Ahaus wird schwerpunktmäßig von Tobit Laboratories AG betrieben. So ist sie auch Ausrichter des Smart City Festival in Ahaus, das vom 4. bis 6. September stattfand. Es bot ein Fest der Digitalisierung mit zahlreichen Fachvorträgen, Workshops, Erlebnistouren und einem Expo Bereich, in dem unterschiedliche Unternehmen und Dienstleister ihre digitalen Anwendungen sowie Services präsentierten. Ich war mit dem Smartcity Podcast "Smart and the City" vor Ort und habe zahlreiche Stimmen eingefangen. Diese Folge bietet einen bunten Zusammenschnitt aus Wissenswertem, Empfehlungen, Forderungen, kernigen Aussagen und Lösungsmöglichkeiten. Here weg go:

    Erwartungshaltungen und Herausforderungen

    Dieter van Acken berichtet von der hohen Erwartungshaltung, Kommunen und Fachleute zusammenzubringen, um wirklich innovative Lösungen zu diskutieren. Karola Voß, Bürgermeisterin von Ahaus spricht zu den Herausforderungen und Chancen, die für Kommunen bestehen, wenn sie Städte attraktiv und zukunftsorientiert gestalten müssen. Dabei betont sie die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den Unternehmen, um eine positive Veränderung zu bewirken.

    Bedeutung der Digitalisierung

    Daniel Sieveke, Staatssekretär des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW, thematisiert die Bedeutung der Digitalisierung und Innovationsförderung. Er spricht die Probleme an, die bei der Umsetzung von Digitalisierung in der Verwaltung entstehen und verweist auf die Notwendigkeit einer gelebten Fehlerkultur.

    Reise- und Parkplatzmanagement

    Im Expo Bereich spreche ich mit Lukas, d.velop & optiGov, über Verwaltungsdigitalisierung. Hierbei liegt der Fokus seiner Arbeit auf den direkten Ansätzen, die Kommunen zur Effizienzsteigerung ihrer organisatorischen Prozesse nutzen können. Zudem tauschen wir uns über Technologien aus, die Reise- und Parkplatzmanagement durch digitale Lösungen optimieren und somit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger steigern sollen.

    Smart Cities zu Wise Cities

    In der Präsentation von Steffen Hess, Fraunhofer-Institut, fällt der Satz: „Smart Cities müssen zu Wise Cities werden.“ Eine Transformation, die über die reine Technologie hinausgeht und darauf abzielt, das Leben der Bürgerinnen und Bürger durch intelligente Datenanwendung und ganzheitliches Denken zu verbessern. Hess unterstreicht, dass Technologien nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern im Zusammenspiel mit den Bedürfnissen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger priorisiert werden müssen.

    Identifizierung praktischer Ansätze

    Im Laufe der Episode wird deutlich, wie wichtig die Verbindung zwischen Theorie und Praxis ist. Die unterschiedlichen Experten betonen, dass die Identifizierung praktischer Ansätze und die Schaffung von Netzwerken zwischen Kommunen, Unternehmen und Forschungsinstituten entscheidend sind, um dem zunehmenden Fachkräftemangel und den Herausforderungen im Bereich der digitalen Transformation zu begegnen.

    Die Städte von morgen gestalten

    Zusammengefasst bietet dieses Festival eine spannende Plattform, um innovative Ideen zu entwickeln und den Dialog zwischen verschiedenen Akteuren zu fördern, die das städtische Leben in Zukunft smarter und lebenswerter gestalten wollen. Die Vielzahl an Präsentationen und Gesprächen zeigt deutlich, dass alle Beteiligten – von der Verwaltung über Dienstleister bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern – sich aktiv in den Prozess einbringen müssen, um die Städte von morgen zu gestalten.

    Die Experten und Akteure

    Dieter von Acken, Tobit Laboratories AG

    Markus Hartmann, Moderator
    Karola Voß, Bürgermeisterin Ahaus
    Daniel Sieveke, Staatssekretär des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW
    Lukas, d.velop & optiGov
    Steffen Hess, Division Manager Digital Innovation & Smart City, Fraunhofer IESE
    Kevin Visse, KAAW
    Robert Bogs, LoRaWANFLUENCER
    Sebastian, Smart City System
    Sven Butler, Leiter Gigabitbüro des Bundes
    Lea Sophie Michel + Jan-Bernd Röllmann, Stadtmarketing Marburg
    Inu Heinemann, Teneo IoT
    Victor, Spot Ar
    Stefan Postert, Gesellschaft für Stadtentwicklung und Stadtmanagement mbH

    Weitere Info

    https://tobit.com/town

    https://digitalstadt-ahaus.de/scf
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    40 min
  • Smart and the City – Das Smartcity Festival in Ahaus
    Im Gespräch mit Dieter van Acken, Smart City Experte und Botschafter Tobit Laboratories AG, Ahaus

    In dieser Episode des Smart City Podcasts unterhalte ich mich mit Dieter van Acken von der Firma Tobit Laboratories AG, über das das Smart City Festival in Ahaus, das vom 4. bis 6. September stattfindet. Das Festival zielt darauf ab, die Digitalisierung zu feiern und das Konzept der „smarten Kommune“ zu präsentieren, für das Ahaus sogar einen Preis gewonnen hat. Wir tauchen ein in die verschiedenen digitalen Anwendungen, die in der Stadt zu finden sind, und besprechen, wie diese die Verbindung zwischen Bürgern, Dienstleistungen und der städtischen Infrastruktur verbessern.

    Mehr als 150 digitale Anwendungen

    Ein zentraler Punkt unserer Diskussion ist die Idee der Vernetzung. Ahaus hat laut Dieter mehr als 150 digitale Anwendungen entwickelt, die alle miteinander verbunden sind. Dies umfasst nicht nur Angebote in der Gastronomie, sondern auch Möglichkeiten zur Ausleihe von Fahrzeugen oder Spielgeräten. Ein besonderes Highlight ist die Super-App, die als zentrale Plattform dient, um verschiedene städtische Dienstleistungen und Erlebnisse zu nutzen und die Interaktion mit der Stadt zu fördern.

    Vorträge, Workshops und Networking

    Das Festival ist nicht nur auf die Konferenz im Tobit-Stammhaus beschränkt, sondern erstreckt sich über die gesamte Stadt. Am ersten und zweiten Tag stehen Vorträge, Workshops und Networking im Vordergrund, während der dritte Tag den Bürgern gewidmet ist. Hier wird die Stadt als offenes Labor präsentiert, in dem jede Besucherin und jeder Besucher die digitalen Fortschritte und deren Auswirkungen auf das Stadtleben hautnah erleben kann. Dieter erläutert, dass die Konferenzgestaltungen darauf abzielen, Fachleute aus Verwaltung, Stadtmarketing und Technologie zusammenzubringen, um voneinander zu lernen und Ideen auszutauschen.

    Experten aus verschiedenen Städten

    Wir sprechen auch über die Referenten, die am Festival teilnehmen werden. Darunter sind Vertreter des NRW-Ministeriums für Digitalisierung, die über staatliche Fördermaßnahmen informieren werden, sowie Experten aus verschiedenen Städten, die ihre praktischen Erfahrungen teilen. Themen wie Stadtmarketing und die Nutzung von sozialen Medien zur Förderung der Stadt stehen ebenso auf der Agenda wie die Herausforderungen bei der Umsetzung smarter Lösungen und durch welche Mechanismen diese bewältigt werden können.

    Nicht nur technologische Umsetzung

    Dieter betont die Bedeutung eines engen Kontakts zwischen Technologieanbietern und Bürgern. Dabei wird deutlich, dass es nicht nur um die technologische Umsetzung geht, sondern auch um die Akzeptanz dieser Lösungen in der Bevölkerung. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Feedback zu geben und an den verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen, während gleichzeitig auch eine Plattform geschaffen wird, um Netzwerke zu bilden, die zukünftige Projekte und Innovationen unterstützen können.

    Die Rolle der Künstlichen Intelligenz

    Ein zentrales Thema, das während unserer Unterhaltung immer wieder aufkommt, ist die Rolle der Künstlichen Intelligenz im Bereich Smart City. Dieter erwähnt, dass KI sowohl in der Kommunikation als auch in der Analyse von Daten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese Technologien bieten nicht nur Effizienzgewinne, sondern zwingen auch dazu, ethische Fragen und Datenschutzaspekte zu berücksichtigen, die in den Diskussionen während des Festivals behandelt werden.

    Bewusstsein für digitale Lösungen schärfen

    Das Smart City Festival stellt nicht nur eine einmalige Veranstaltung dar, sondern eine Möglichkeit, das Bewusstsein für digitale Lösungen in der Stadt zu schärfen. Dieter und ich sind uns einig, dass es entscheidend ist, diese Formate spannend und praxisnah zu gestalten, um das Interesse von Bürgerinnen, Bürgern und Fachleuten gleichermaßen zu wecken. Das Ziel ist es, innovative Ideen zu fördern und Erfahrungen auszutauschen, die den Weg für eine smartere und vernetzte Zukunft ebnen.

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    22 min
  • Smart and the City – Die Citizen Archive Platform
    Im Gespräch mit Amelie Rakar, Stadtarchiv Graz und David Reis, Stadtarchiv Aschaffenburg

    Die Citizen Archive Platform (CAP) stellt einen faszinierenden Ansatz in der Archivierung dar. Amelie stellt vor, wie das Stadtarchiv Graz neuartige Ansätze zur digitalen Archivierung implementiert. Sie erläutert, dass ihre Arbeit im Rahmen des EU-Projekts Dialog City besonders darauf abzielt, persönliche digitale Archive anzulegen, was im österreichischen Archivwesen bislang wenig verbreitet ist. Der Fokus liegt darauf, nicht nur historische Bestände zu bewahren, sondern auch aktiv digitale Daten der Stadtbevölkerung zu sammeln.

    Neuer Archivierungsansatz mit CAP

    David ergänzt, wie seine Aufgaben und die seines Archivs im Kontext des gleichen EU-Projektes stehen. Er stellt uns die Citizen Archive Plattform vor, die konkret darauf ausgelegt ist, dass Bürgerinnen und Bürger ihre digitalen Unterlagen wie Fotos, Videos und Dokumente einfach und sicher abgeben können. Diese Plattform öffnet die Tore zu einem neuen Archivierungsansatz, der es erlaubt, persönliche und alltägliche Dokumente dauerhaft zu speichern und der Stadtgeschichte einen individuellen und authentischen Gesichtspunkt zu geben.

    Verantwortungsvolles Verwalten der Daten

    Zusätzliche Aspekte der Digitalisierung von Archiven werden besprochen. Zudem wird die Notwendigkeit erläutert, ein Gleichgewicht zwischen analogen und digitalen Beständen herzustellen. David verdeutlicht, dass die Archivarbeit nicht nur das Sammeln und Konservieren, sondern auch das verantwortungsvolle Verwalten der Daten umfasst. Dabei ist der persönliche Kontakt mit der Bevölkerung entscheidend, denn durch Workshops und Informationsabende wird das Wissen über digitale Archivierung in der Stadtgesellschaft verbreitet. Auch Amelie betont die Wichtigkeit der Sensibilisierung, um den Bürgern die Nutzung der Plattform nahezubringen und deren Engagement zu fördern.

    Herausforderung ist die Schnellebigkeit des Digitalen

    Mit der Schnelllebigkeit des Digitalen gehen allerdings auch Herausforderungen an das zukünftige Archivieren von Daten einher, wie Amelie herausstellt. Es wird erörtert, wie wichtig es ist, private Daten der Bevölkerung langfristig zu speichern und gleichzeitig das Qualitätsmanagement zu wahren. Darüber hinaus sind persönliche Datenhoheit und die Wahrung von Persönlichkeitsrechten essentielle Themen, wie beide Experten klarstellen. Zudem geben sie Einblicke in die praktischen Vorgehensweisen, wie archivierte Daten erschlossen und für die Forschung und Ausstellungen nutzbar gemacht werden.

    Weitreichendes digitales Gedächtnis

    Diese Folge stellt insbesondere die Rolle der Citizen Archive Plattform im Kontext einer Smart City Strategie heraus. Es wird klar, dass diese digitale Lösung nicht nur ein technisches Werkzeug ist, sondern einen integrativen Prozess darstellt, der den Dialog zwischen Stadtverwaltung und Bürgern fördert. David und Amelie heben hervor, wie wichtig es ist, dass diese digitalen Angebote nicht in Konkurrenz zu persönlichen Kontakten stehen, sondern diese vielmehr ergänzen. Mit Blick in die Zukunft wird das Potenzial diskutiert, die Plattform auch anderen Städten zugänglich zu machen, um so ein weitreichendes digitales Gedächtnis zu schaffen.

    Gibt es ein „smartes“ Stadt-Gedächtnis?

    Schließlich wird die Bedeutung der Integration persönlicher Erinnerungen in die Stadtgeschichte thematisiert. Amelie und David sprechen Herausforderungen an, die eine digitale Archivierung mit sich bringt. Das CAP wird als Tool für verantwortungsvolle Archivierung verstanden. David sagt: „Wir wollen den Dialog mit den Menschen der Stadt.“ Bei der Frage, ob es ein smartes Stadt-Gedächtnis gebe, weist Amelie darauf hin, dass es zunächst wichtig sei, die digitalen Daten zu bekommen. Wir lernen: Die Zukunft der Stadtarchivtätigkeit wird in Zukunft auch die Stadt-Gesellschaft mitprägen.

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    https://aschaffenburg.de

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    32 min
  • Smart and the City – Das Future Festival in Aschaffenburg
    Im Gespräch mit Lisa Maria Bayer, Künstlerin in Residenz und Markus Schmitt, Stadtarchiv Aschaffenburg

    Teil zwei der kleinen Podcastserie über die Stadtdigitalisierungsprozesse in Aschaffenburg bietet das Gespräch mit der Künstlerin in Residenz, Lisa Maria Bayer und Markus Schmitt, Mitarbeiter des Stadtarchivs Aschaffenburg. Der Fokus liegt auf dem Future Festival in Aschaffenburg, einer Veranstaltung, die den Abschluss des umfangreichen EU-Projektes „Dialog City“ zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit darstellt.

    Künstlerresidenz in Aschaffenburg

    Lisa berichtet, wie sie auf die Künstlerresidenz in Aschaffenburg durch einen Open Call aufmerksam wurde, der sich durch seine detaillierte Ausschreibung von anderen abhob. Dieser tiefgehende Bewerbungsprozess spiegelt sich auch in ihrem Arbeitsansatz wider, indem sie sich mit lokalen Geschichten und städtischen Archiven auseinandersetzt. Sie zeigt auf, wie eng ihre künstlerische Arbeit mit dem Dialog City Projekt verknüpft ist. Markus ergänzt, dass Lisas künstlerische Arbeitsweise nicht nur für das Stadtarchiv von Bedeutung ist, sondern auch als ein wichtiger Bestandteil von Stadtentwicklung angesehen werden sollte.

    Arbeitergeschichte von Städten

    Im Verlauf des Gesprächs analysieren Lisa und Markus die kulturellen Leerstellen, die sich in Archiven befinden, insbesondere in Bezug auf die Darstellung von Frauen in der Arbeitergeschichte von Städten. Lisa nutzt eigentrainierte KIs, um diese Leerstellen visuell zu füllen und gibt Einblicke, wie sie mit digitaler Kunst die Sichtbarkeit dieser oft übersehenen Perspektiven steigert. Markus verweist auf die Archivarbeit als wesentlichen Bestandteil von Geschichtsvermittlung und demokratischer Teilhabe, betont jedoch auch, dass es oft an einer Vielzahl von Bildern und Quellen mangelt, die die Realität von weiblicher Arbeitskraft widerspiegelt.

    Digitalisierung und Nachhaltigkeit

    Ein weiterer Aspekt der Diskussion ist die Frage nach einem Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Lisa erklärt, dass ihre künstlerische Praxis digital ist, sie mit digitalen Medien und KI arbeitet, sich jedoch der Herausforderungen bezüglich des Energieverbrauchs, der mit der Nutzung dieser Technologien einhergeht, bewusst ist. Markus stellt fest, dass Archivarbeit heutzutage zunehmend digitalisiert wird, was sowohl Herausforderungen als auch Möglichkeiten für ein effizienteres Ressourcenmanagement bietet.

    Bild der städtischen Identität

    Aus dem Gespräch wird deutlich, dass Stadtarchive nicht nur Geschichten der Vergangenheit bewahren, sondern auch als lebendige Orte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung fungieren. Daher wird Wert darauf gelegt auch gegenwärtige Themen in Archive zu integrieren, um somit eine Plattform für eine breite Perspektivvielfalt zu bieten. Nicht zuletzt laden Lisa und Markus das Publikum ein, ihre eigene Geschichte und – wenn möglich – Film- und Fotomaterial beizusteuern, um ein vollständigeres Bild der städtischen Identität zu schaffen und gemeinsam an einer demokratischen Zukunft zu arbeiten.

    Ein lebhaftes Gespräch, bei dem verschiedene Facetten von Kunst, Archivarbeit und Stadtentwicklung skizziert werden und das aufzeigt, wie sich diese Aspekte gegenseitig beeinflussen und bereichern können.

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    29 min
  • Smart and the City – Dialog City Aschaffenburg
    Im Gespräch mit Eric Leiderer, Bürgermeister und Digitalreferent in Aschaffenburg

    In dieser Episode des Smart City Podcasts "Smart and the City" diskutieren wir mit Eric Leiderer, dem Bürgermeister der Stadt Aschaffenburg, über das »Future Festival«, das im Juli 2025 als Höhepunkt und Abschluss des EU-Projekts »Dialog City« dient. Dialog City ist ein von der EU gefördertes Projekt zur Verbindung von digitaler Innovation mit kultureller Teilhabe. Im Fokus stand dabei, europäische Städte nachhaltig und bürgernah zu gestalten, um eine umweltfreundliche und digitale Umgebung zu schaffen, die soziale Inklusion bietet. Zudem soll Dialog City dazu beitragen, den Zugang zur Kultur durch einen dialogischen Ansatz zu verbessern.

    Bedeutung des Festivals für die Stadt

    Leiderer erklärt die Bedeutung des Festivals für die Stadt und hebt hervor, dass es eine Plattform für Bürgerbeteiligung biete, um Kunst, Geschichte und digitale Innovationen miteinander zu verknüpfen. Der Bürgermeister ist stolz darauf, dass Aschaffenburg dieses Festival ausrichte und die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Dialog über die digitale Zukunft der Stadt einbezogen würden.

    Digitalisierung mit dem analogen Leben verbinden

    Wir tauchen tiefer in die Digitalstrategie von Aschaffenburg ein. Diese Strategie zielt darauf ab, auf kreative Weise die Digitalisierung mit dem analogen Leben zu verbinden und die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Leiderer beschreibt die Rolle der digitalen Ideenmanufaktur DIMA, die Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gebe, ihre Ideen zur Stadtentwicklung einzubringen. Diese Ideen würden anschließend mithilfe von Künstlicher Intelligenz analysiert und auf Machbarkeit hin überprüft, bevor sie in der realen Welt umgesetzt würden. Anfang Juli seien bereits mehr als 30 Ideen eingegangen, die vor allem den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legten.

    Kulturelle Vielfalt sichtbar machen

    Ein konkretes Beispiel einer eingereichten Idee sei die „Integrationswand“, die darauf abziele, kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen. Leiderer erläutert, wie wichtig es sei, die Bürgerbeteiligung in alle Dimensionen des Projekts einzubinden und wie Workshops und Diskussionsveranstaltungen das Community-Engagement fördern. Diese Form der Partizipation sei entscheidend, um eine nachhaltige digitale Transformation in Aschaffenburg zu ermöglichen.

    Austausch von Erfahrungen im Netzwerk

    Darüber hinaus berichtet Leiderer über die Partnerschaften mit anderen Städten, die an dem EU-Projekt beteiligt sind, wie zum Beispiel die mit dem Stadtarchiv Graz. Er beschreibt, wie durch den Austausch von Erfahrungen aus verschiedenen Ländern ein wertvolles Netzwerk entstehe, das für die Entwicklung künftiger Stadtstrategien genutzt werden könne. Die Lehren aus der Vergangenheit sollen dazu dienen, Konzepte für eine bessere Zukunft zu entwickeln.

    Neuer Anfang für zahlreiche Initiativen

    Abschließend spricht Leiderer über die Nachhaltigkeit des Projekts und die Notwendigkeit, die durch das Festival und die Digitalstrategie gewonnenen Erkenntnisse in die zukünftige Stadtentwicklung einfließen zu lassen. Das Future Festival sei nicht nur ein Abschluss des aktuellen Projekts, sondern auch ein neuer Anfang für zahlreiche Initiativen, die darauf abzielen, Aschaffenburg als Vorreiter im Bereich smarter Städte zu positionieren.

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    https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/
    https://stadtarchiv-digital.de/
    https://aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de/
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    15 min
  • Smart and the City – Das Marktquartier in Recklinghausen
    Im Gespräch mit Prof. Bernd-Claas Gesterkamp, Architekt aus Recklinghausen.

    In dieser Episode des Smart City Podcasts "Smart and the City" sprechen wir mit Professor Bernd-Claas Gesterkamp, einem erfahrenen Architekten aus Recklinghausen, über das innovative Projekt des Marktquartiers. Gesterkamp teilt seine Erfahrungen als Teil des Entwicklungsteams, das seit 2017 an der Revitalisierung dieses bedeutenden Stadtgebäudes arbeitet, dem ehemaligen Karstadt-Warenhaus, das seit 2015 leer steht. Er erklärt, wie sie es geschafft haben, das über 90 Jahre alte Gebäude in ein modernes Mixed-Use-Quartier umzuwandeln und dabei die historische Fassade zu bewahren.

    Eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten

    Das Marktquartier umfasst eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt sind. Gesterkamp hebt hervor, dass das Herzstück des neuen Projekts die Integration von 85 seniorengerechten Apartments, einem Holiday Inn Express Hotel mit 155 Betten, Büroflächen sowie einem umfangreichen Gastronomieangebot ist. Diese vielfältige Nutzung soll nicht nur die Innenstadt von Recklinghausen beleben, sondern auch als Vorbild für andere Städte dienen, die ähnliche Herausforderungen im Einzelhandel und der Stadtentwicklung zu bewältigen haben.

    Rückgang traditioneller Einzelhandelsformate

    Wir erfahren, dass Recklinghausen nicht allein mit den Schwierigkeiten konfrontiert ist, die durch den Rückgang traditioneller Einzelhandelsformate entstehen. Bernd reflektiert darüber, wie sich die Innenstadtentwicklung verändern muss, um mit der Konkurrenz des Internets, insbesondere großen Online-Händler wie Amazon, Schritt zu halten. Eine Schlüsselfunktion spielt dabei die Schaffung von Begegnungsorten, die den Menschen die Möglichkeit bieten, miteinander zu interagieren, ein Bedürfnis, das auch in der modernen Zeit von großer Bedeutung bleibt.

    Historische Bedeutung von Städten

    Professor Gesterkamp spricht ebenfalls über die historische Bedeutung von Städten als Handelszentren, die nicht nur für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch als Orte der Kommunikation und sozialen Interaktion wichtig sind. Mit einer nostalgischen Perspektive erklärt er, wie diese traditionellen Funktionen auch heute noch relevant sind und wie das Marktquartier Recklinghausen ein neues Zuhause für alte und neue Werte bieten soll.

    Notwendigkeit neuer Ideen und Innovationen

    Zudem diskutieren wir die Notwendigkeit neuer Ideen und Innovationen in den Innenstädten. Gesterkamp hebt hervor, dass es wichtig ist, digitale Lösungen und kreative Konzepte zu entwickeln, um das Stadtleben attraktiv zu gestalten. Die Transformation des Marktquartiers zeigt, dass eine Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den Projektentwicklern entscheidend ist, um langfristig erfolgreiche Lösungen zu finden.

    Das Marktquartier Recklinghausen als lebendiger Ort

    Abschließend wünscht sich Gesterkamp, dass das Marktquartier Recklinghausen nicht nur voll vermietet wird, sondern auch ein lebendiger Ort bleibt, der den Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern gleichermaßen Freude bereitet. Dieses Gespräch bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der modernen Stadtentwicklung und wie wir gemeinsam lebenswerte Innenstädte gestalten können.

    Weitere Info

    https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/_details.asp?form=detail&db=513&id=24896

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    34 min
  • Smart and the City – Lünen wird ein Begriff!
    Im Gespräch mit Gregor Spanke, Smart City Koordinator und Dr. Christian Klicki, Beigeordneter der Stadt Lünen.

    In dieser Episode des Smart City Podcasts, live von der Smart Country Convention 2024 in Berlin, bespricht Podcast-Host Frank „Zepp“ Oberpichler mit Gregor Spanke und Dr. Christian Klicki die Fortschritte und Herausforderungen, die Lünen auf dem Weg zur smarten Stadt begegnen.

    Transformation seit zwei Jahren

    Gregor Spanke eröffnet das Gespräch mit einem Einblick in die Transformation seiner Stadt, die vor etwa zwei Jahren begann. Mit einem „weißen Blatt Papier“ und dem Ziel, eine umfassende Smart-City-Strategie zu entwickeln, richtet Lünen seinen Fokus auf die Einbindung der Stadtgesellschaft. Der Beteiligungsprozess umfasste Workshops, in denen über 100 Akteure aus verschiedenen Bereichen Ideen und Konzepte zur digitalen Transformation einbrachten. Die frühe Entscheidung, den Prozess mit konkreten, sichtbaren Maßnahmen zu beginnen, hat dazu beigetragen, die Bevölkerung aktiv einzubeziehen und das abstrakte Konzept der Smart City greifbar zu machen.

    Herausforderungen für die ehemalige Bergbaustadt

    Dr. Christian Klicki erklärt, dass Lünen als ehemalige Bergbaustadt mit den Herausforderungen der industriellen Transformation konfrontiert ist. Seine Vision für die innovative Stadt umfasst den Einklang von Ökologie und Ökonomie sowie die Verbindung der digitalen mit der analogen Welt. Dabei wird klar, dass die Stadt unter Berücksichtigung ihrer Geschichte bestrebt ist, die moderne Technologie so zu integrieren, dass sie den Bürgern zugutekommt. Die Schaffung von Erlebnissen in der Innenstadt steht dabei im Vordergrund, um den Herausforderungen des Online-Handels entgegenzutreten und den urbanen Raum als attraktiven Lebensort zu erhalten.

    Förderung des sozialen Miteinanders

    Als konkretes Beispiel wird neben anderen das „Stadtlabor“ genannt, in dem unter anderem verschiedene Workshops zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung für alle Altersgruppen angeboten. Besondere Projekte, wie der Spieleverleihschrank und die Entwicklung höherer Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch Veranstaltungen, zeigen, wie analoges und digitales Leben zusammengeführt werden kann. Die Umsetzung von smarten Möbeln, die multifunktionale Nutzung ermöglichen, wird als kreativer Ansatz hervorgehoben, der das soziale Miteinander in der Stadt fördert.

    Das Bikesharing System

    Ein bedeutendes Projekt ist das Bikesharing System, das in Partnerschaft mit lokalen Unternehmen erfolgreich etabliert wurde und den Bürgern eine nachhaltige Mobilitätsoption bietet. Das System hat nicht nur positive Rückmeldungen erzielt, sondern auch zur digitalen Kompetenzerweiterung bei vielen Nutzern geführt. In dem Zusammenhang werden auch weitere Herausforderungen der Digitalisierung und die Notwendigkeit, gesammelte Daten zur Verkehrsinfrastruktur sinnvoll zu nutzen, angesprochen.

    Interkommunale Zusammenarbeit

    Ein zentraler Punkt der Diskussion betrifft die interkommunale Zusammenarbeit. Christian beschreibt, dass die Stadt Lünen aktiv mit anderen Kommunen im Ruhrgebiet zusammenarbeitet, um Synergien zu schaffen und voneinander zu lernen. Die Herausforderungen bei der Integration von digitaler und analoger Infrastruktur sind groß, besonders in kleineren Städten, die möglicherweise nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen.

    Smarte Stadtgestaltung

    Abschließend werden Handlungsfelder von Mobilität über Umwelt bis hin zu Kultur und Teilhabe angesprochen. Der Fokus auf soziale Medien und digitale Teilhabe bei Kulturveranstaltungen zeigt, wie Lünen versucht, die Bürger aktiv in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Die Kombination aus innovativen Ideen und praktischen Umsetzungen sind Ziele in der smarten Stadtgestaltung.

    Weitere Info

    https://www.luenen.de/de/mein-luenen/smartcity/
    https://www.smartcountry.berlin
    https://smartcity-podcast.de/
    www.ruhrpodcast.de
    www.durian-pr.de

    39 min
  • Smart and the City – Die Digitalstadt Ahaus
    Im Gespräch mit Dieter van Acken, Smart City Experte und Botschafter Tobit Laboratories AG, Ahaus.

    Fernab pulsierender Metropolen, forschen, entwickeln, und experimentieren die Digitalexperten und Expertinnen der Tobit Laboratories AG in der Ruhe und Abgeschiedenheit des westlichen Münsterlandes an Technologien, Plattformen und Systemen für Digitalisierung.

    Ahaus wird in diesem Zusammenhang als offenes Reallabor verstanden. Tag für Tag zieht es verschiedenste Besuchergruppen aus der ganzen Republik an die niederländische Grenze, um sich inspirieren zu lassen, Ideen zu bekommen und Erfolgsrezepte kennenzulernen.

    Entwicklung der Digitalstadt Ahaus

    In dieser Episode des Smart and the City Podcasts sprechen wir mit Dieter von Acken über die spannende Entwicklung der Digitalstadt Ahaus. Wir beleuchten, wie Ahaus als Reallabor agiert, um digitale Anwendungen in der Stadt zu implementieren und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger durch innovative Lösungen zu adressieren. Van Acken erklärt, dass das Unternehmen Tobit Software, zu dem er gehört, seit fast 40 Jahren in der Digitalisierung tätig ist und eine Vielzahl von Anwendungen entwickelt, die nun in Ahaus zum Einsatz kommen.

    Vielfalt der digitalen Anwendungen

    Ein zentrales Thema unserer Diskussion ist die Definition von Smart City. Van Acken erläutert, dass es nicht nur um die Implementierung von Technologien wie LoRaWAN geht, sondern auch um die Optimierung lokaler Verwaltungsprozesse und die Schaffung einer attraktiven Stadt durch digitales Stadtmarketing. Bei unserem Rundgang durch Ahaus bekommen wir beispielsweise ein vollständig digitales Hotel, einen Shop ohne Personal und einen digital gesteuerten E-Bike-Verleih zu sehen. Diese und weitere Beispiele demonstrieren die Vielfalt der digitalen Anwendungen, die das Leben der Bürger bereichern können.

    Digitalisierung, um Angebote aufrechtzuerhalten

    Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, digitale Dienstleistungen zu schaffen, die ohne Personal auskommen. Damit wird die Digitalisierung nicht nur zur Effizienzsteigerung genutzt, sondern ermöglicht es auch, Angebote aufrechtzuerhalten, die sonst vielleicht nicht mehr verfügbar wären. Van Acken betont, dass vor allem in der Gastronomie digitale Lösungen wie Selbstbestellung und Bezahlung den Betrieb erleichtern können.

    Macher sind notwendig

    Die Herausforderungen, die mit der Einführung digitaler Lösungen einhergehen, sind neben technischen Hürden insbesondere anfängliche Bedenken der Geschäftsinhaber. Van Acken erklärt, dass oft ein Macher notwendig ist, der innovative Ideen fördert und den Marktteilnehmern zeigt, dass digitale Lösungen funktionieren. Das Beispiel einer Börsenkneipe, die in Ahaus eröffnet wird, verdeutlicht, wie digitale Angebote auch soziale Interaktionen fördern können.

    Prozess des Ausprobierens

    Zusammenfassend beschreibt van Acken die Zukunft von Städten, die sich digital transformieren wollen, als einen Prozess des Ausprobierens und der Zusammenarbeit. Der Schlüssel liege darin, einfache, digitalbasierte Lösungen zu schaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern einen tatsächlichen Mehrwert bieten.

    Smart Country Convention

    Abschließend wird auf die Smart Country Convention hingewiesen, wo Innovationsideen und Lösungen aus der digitalen Welt präsentiert werden und Tobit mit einem eigenen Stand umfangreich vertreten ist. Die Smart Country Convention ist das führende Event für den digitalen Staat und öffentliche Dienste und findet vom 15. Bis zum 17. Oktober in der Messe Berlin statt.

    Van Acken ermutigt alle Interessierten, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und bestehende digitale Konzepte zu adaptieren, anstatt das Rad neu zu erfinden.

    35 min

About Smart and the City – der SmartCity-Podcast.de

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