Sustainability als nicht-funktionale Anforderung an Software
📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon
„Es gibt kein Qualitätsattribut, das ich am Ende vom Software Development Lifecycle noch mit rein teste." – Markus Lachenmayr, Florian Krautwurm
Markus und Florian sprechen über verschiedene Themen rund um Nachhaltigkeit in der Softwareentwicklung. Sie erklären, was Nachhaltigkeit in diesem Kontext bedeutet und wie nachhaltige (Performance-)Anforderungen berücksichtigt werden können. Auch die Grenzen der Nachhaltigkeit werden thematisiert. Markus und Florian geben Einblicke, wie Nachhaltigkeit im Code Review implementiert werden kann und wie sie ins Testen integriert werden kann. Zum Schluss geben sie nützliche Tipps, wie man Nachhaltigkeit in einem Softwareprojekt umsetzen kann.
Markus arbeitet seit Jahresbeginn 2023 als Lead Performance Engineer beim Process Mining Unternehmen Celonis. Zuvor war er, nach seinem Master in Software Engineering, für sieben Jahre in der zentralen Forschungs- und Beratungseinheit von Siemens tätig. Sein Fokus lag auch in dieser Zeit als NFR Engineer auf Softwareeffizienz und Skalierbarkeit. Über die Jahre forschte Markus an internen Software Qualitäts-Attributen (z.B. Testbarkeit und Wartbarkeit), über deren Einfluss das Interesse an Nachhaltigkeit von Software kam. In seiner Freizeit engagiert sich Markus als Fussballtrainer, begeistert sich für American Football, kocht und grillt gerne.
Florian arbeitet aktuell als Test Architekt in der Siemens internen Forschungs- und Beratungseinheit. In seiner Rolle hat er schon viele Innovationsprojekte operativ im Bereich Software Qualität, Cloud, Pipelining und DevOps unterstützt. Am liebsten beschäftigt er sich im Moment beruflich mit den Themen „Shift left and right“ und „Staging and Promotion“ für industriellen und kritische Systeme. Als Portfolio Manager für „Quality Engineering for Digital Technologies“ schärft er außerdem die Strategie und Roadmap für weitere zukunftsgerichtete Themen. Aktuell interessiert er sich privat neben der Arbeit vor allem für die Themen Identitätsschutz und Sustainability in Software und Software Testing, was ihn auch zum Beitrag auf der German Testing Day inspiriert hat.
Nachhaltigkeit in der Softwareentwicklung ist kein neues Qualitätskriterium, sondern eine neue Perspektive auf bereits vorhandene nicht-funktionale Anforderungen wie Performance, Wartbarkeit und Reliability.Langlebige, wartbare Software ist nachhaltiger als häufig neu geschriebene, weil jeder Neustart Ressourcen und Entwicklerzeit verbrennt und historisch gewachsene Systeme enormes Einsparpotenzial verstecken.Wer Performance-Tests auf Zeitfenster mit hohem Anteil erneuerbarer Energie verschiebt, nutzt Energie, die sonst verworfen wird, ohne Mehrkosten beim Cloud-Provider zu verursachen.Unnötiger Netzwerktraffic in Pipelines und Staging-Systemen erzeugt messbaren CO₂-Ausstoß: eine falsch gebaute Pipeline kann einem Äquivalent von 600 gefahrenen Kilometern entsprechen, eine optimierte nur 600 Metern.Wo Nachhaltigkeit als Argument nicht zieht, lässt sie sich über Kosten einführen, weil reduzierter Cloud-Traffic und effizientere Ressourcennutzung direkt die Rechnung senken.Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik