SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers

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By Nils & Friederike Löwe: Software-Engineers, Entrepreneurs, Digital NativesSociety & CultureNewsTechnologyTech News
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SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers episodes

  • E012: Wie kann ich schnelles Feedback nutzen, um besseres Fernsehen zu produzieren? – Eugen L. Gross (Aiconix)

    Eugen L. Gross ist Gründer von Aiconix, einem Start-up in Hamburg. Er war früher Kameramann und Produzent in der Medienbranche. Seine Erfahrung reicht von analogen Satellitentechniken bis zu digitalen Produktionsprozessen.

    Das Unternehmen entwickelt Software mit neuronalen Netzen, die das Nutzerverhalten bei Videobetrachtung vorhersagt. Ziel ist es, Kreative beim Schnitt und bei der Dramaturgie zu unterstützen, indem es zeigt, wo Zuschauer abschalten.

    Die Software indiziert Inhalte wie Personen, Szenen und Themen. Sie ermöglicht automatisierte Inhaltsproduktion, etwa durch automatisches Erstellen von Nachrichtenbeiträgen. Das soll relevantere, besser monetarisierte Inhalte schaffen.

    Gross betont, dass die Technik nicht den kreativen Prozess ersetzen soll, sondern unterstützen. Er sieht Herausforderungen in der Akzeptanz bei Kreativen und in der Balance zwischen digitaler und analoger Kommunikation.

    43 min
  • E011: Wie kann ich die Digitalisierung nutzen, um besser Wissen zu vermitteln? – Thorsten Römer (AMH)

    Thorsten Römer ist kaufmännischer Geschäftsführer des Archäologischen Museums Hamburg (AMH). Das Museum hat seinen Sitz in Harburg und ist zuständig für Archäologie, Stadtgeschichte Harburgs und Bodendenkmalpflege in Hamburg und dem Landkreis.

    Das Museum digitalisiert seine zwei Millionen Objekte im Depot, um sie für Recherchen und Ausstellungen nutzbar zu machen. Parallel nutzt es Social Media, Podcasts, einen Blog und einen Webshop zur Wissensvermittlung.

    Digitale Kanäle erweitern den Zugang zu Besuchern, erhöhen die Reichweite und ermöglichen Feedback. Die Digitalisierung führt nicht zu Stellenabbau, sondern schafft neue Aufgaben – wie die Stelle für digitale Vermarktung bei AMH.

    Das Museum testet neue Technologien wie Chatbots, VR und Augmented Reality. Es strebt eine Integration von digitalen und physischen Besuchserfahrungen an, ohne klassische Modelle zu ersetzen.

    45 min
  • E010: Wie sieht sinnvoller Datenschutz aus? – Jasmin Lieffering (LITC)

    Jasmin Lieffering ist Datenschutzberaterin und Gründerin von LITC. Sie berät Unternehmen punktuell, besonders in der Softwareentwicklung und Produktgestaltung. Ihr Fokus liegt auf der frühzeitigen Einbindung von Datenschutz, um kostspielige Fehler später zu vermeiden.

    Sie betont, dass Datenschutz nicht nur eine rechtliche Pflicht ist, sondern auch ein Risikominimierungs- und Marketinginstrument. Besonders wichtig sind Zweckbestimmung, Datenminimierung und Risikobewertung. Die DSGVO erfordert individuelle Anpassungen, nicht Standardlösungen.

    Klassische Fallstricke sind unklare Datenverarbeitungszwecke, fehlende Einwilligungen und die Verwendung von Adressbüchern für Marketing. Auch IoT-Geräte, wie Staubsaugerroboter, bergen Risiken, wenn Daten ohne klare Zustimmung weiterverwendet werden. Transparente Kommunikation ist entscheidend.

    Lieffering empfiehlt, Datenschutz von Anfang an in Projekte einzubauen. Anonymisierung und Pseudonymisierung sind möglich, wenn der Zweck klar begründet wird. Für kleine Unternehmen ist die Beratung durch Experten wie sie wichtig, um komplexe Themen zu bewältigen.

    44 min
  • E009: Wie gründet ein Digital Native? – Finn Plotz

    Finn Plotz ist Gründer und Geschäftsführer der Vion Technologie GmbH und der Seurella GmbH. Er wuchs in Glückstadt auf und entwickelte als Jugendlicher ein IoT-Produkt: eine smarte Fernbedienung für Smart-TV und andere Geräte. Die Entwicklung erfolgte über zwei Jahre, parallel zur Schule, mit einem global verteilten Team.

    Die Produktentwicklung nutzte internationale Fachkräfte: Framework aus Oslo, Projektmanagement in London, Middleware aus Stuttgart, Firmware in Shenzhen, Applikation in Braunschweig, Cloud-Backend in Berlin. Die Zusammenarbeit funktionierte durch klare Vision, regelmäßige persönliche Kontakte und 24-Stunden-Abstimmung über Kontinente.

    Plotz betont, dass Digitalisierung kein separater Bereich ist, sondern Alltag. Der Schlüssel zur Zusammenarbeit ist persönlicher Kontakt, nicht nur digitale Kommunikation. Er vermeidet, Softwareentwickler als Ausführende zu behandeln, sondern integriert sie als gleichberechtigte Teammitglieder.

    Er sieht keine großen Probleme in der Digitalisierung, da er sie als natürlichen Zustand erlebt. Seine größte Herausforderung ist die Koordination von Partnern und die Erhaltung der Teamkultur. Er schätzt persönliche Beziehungen und menschliche Interaktion über technische Tools.

    21 min
  • E008: Wie verändert die Digitalisierung die Führung von Unternehmen? – Wolfgang von Geramb

    Wolfgang von Geramb ist Geschäftsführer von Securella, einer internationalen Firma mit Teams in Hamburg, Marokko und den USA. Er war zuvor Geschäftsführer einer Designagentur, die sich über 13 Jahre von einer klassischen Agentur zu einem strategischen Partner für internationale Kunden entwickelte.

    Die Episode behandelt, wie Digitalisierung die Führung und Organisation von Unternehmen verändert hat. Von Geramb beschreibt, wie er mit Securella eine Firma gründete, die ohne digitale Kommunikations- und Kooperationsmittel nicht existieren könnte. Die Zusammenarbeit erfolgt über Tools wie Skype, Google Docs und Online-Checklisten.

    Ein zentrales Thema ist der Wechsel von Zeitmanagement zu Rhythmusmanagement. Wöchentliche Meetings, strategische Planung und die klare Aufteilung von Aufgaben in Wochen, Monate und Quartale schaffen Stabilität. Trotzdem bleibt der persönliche Austausch im Büro wichtig, da digitale Kommunikation emotionale und soziale Aspekte verliert.

    Die Firma entwickelt eine Plattform, die Menschen mit Sicherheitsdiensten verbindet. Das Geschäftsmodell erfordert eine tiefgehende Validierung der Bedürfnisse beider Seiten. Dazu nutzt das Team das Konzept des „Disciplined Entrepreneur“ und arbeitet mit einem systematischen Ansatz, um Annahmen zu testen.

    47 min
  • E007: Was bringt die Digitalisierung in den nächsten 20 Jahren? – Hamburg@Work 20th Anniversary Summit

    Nils Löwe berichtet vom 20th Anniversary Summit von Hamburg@Work. Der Event fand 2017 im Kampnagel statt. Thema war die Zukunft der Digitalisierung in den nächsten 20 Jahren.

    Nils Müller von TrendOne GmbH gab einen Rückblick auf 20 Jahre Digitalisierung. Er zeigte, wie AOL, Web 2.0 und soziale Netzwerke wie Facebook entstanden sind. Heute steht das Outernet im Fokus: Internet der Dinge, VR, AR, Blockchain, Industrie 4.0.

    Konkrete Beispiele aus der Praxis: VR-Brillen für Maschinen-Schulung, AR-Brillen mit Echtzeit-Daten, autonome Fahrzeuge, Drohnen-Lieferung, Amazon Go ohne Kasse. Sprachassistenten wie Alexa und Hirnwellen-Steuerung von Drohnen sind bereits heute möglich.

    Zukunftsszenarien: BioWeb mit Implantaten, humanoiden Robotern wie in Singapur, Emotionserkennung in Smart-Home-Geräten. KI wird Arbeitsplätze verändern – eine Studie nennt 18 Millionen betroffene Stellen in Deutschland. Die Entwicklung beschleunigt sich.

    13 min
  • E006: Wie kann man sich mit der Digitalisierung arrangieren? – Christiane Brandes-Visbeck (Ahoi Consulting)

    Christiane Brandes-Visbeck ist Inhaberin von Ahoi Consulting und hilft Menschen, sich mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen. Sie hat als Journalistin begonnen und später in verschiedenen Berufen Erfahrungen mit digitalen Veränderungen gesammelt.

    Sie betont, dass Digitalisierung nicht nur Technik ist, sondern menschliche Anpassung erfordert. Besonders wichtig sind soziale Kompetenzen, Selbstführung und die Fähigkeit, mit Veränderung umzugehen. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Führung im digitalen Zeitalter, insbesondere bei Menschen, die sich damit schwer tun.

    Sie entwickelte den Digital Leadership Canvas, ein Werkzeug zur Selbstevaluation und Teamreflexion. Es hilft, Werte, Fähigkeiten, Netzwerke und Erfolge zu reflektieren. Der Erfolgsbarometer fördert Anerkennung und Motivation in Teams.

    Ihr Buch „Netzwerk schlägt Hierarchie“ erschien im September 2017 und verbindet Praxis mit Theorie. Sie empfiehlt lebendige Austauschformate wie Barcamps und Hackathons als Quellen für neue Perspektiven.

    39 min
  • E005: Wie verändert die Digitalisierung die Branche der Automatisierung? – Stefan Raabe (EK Automation)

    Stefan Raabe von der EK Automation spricht über die Digitalisierung in der Automatisierung. Er ist im Bereich Business Development tätig und hat technische Ausbildung. Zuvor war er in der Elektronikentwicklung tätig.

    EK Automation entwickelt fahrerlose Transportsysteme seit den 1980er Jahren. Die Kernkompetenz liegt in der Software, insbesondere im Leitsystem und in der Fahrzeugsoftware. Die Produkte sind schlüsselfertig und werden beim Kunden komplett in Betrieb genommen.

    Die Digitalisierung verändert die Branche durch höhere Anforderungen an Prozesse, Sicherheit und Infrastruktur. Kunden müssen Schulungen, Markierungen und Sicherheitsstandards umsetzen. EK unterstützt dabei als Berater.

    Die Firma setzt auf externe Software-Entwicklung und Partnerschaften. Remote-Inbetriebnahme ist Ziel. Messen wie die Logimat in Stuttgart sind wichtige Informationsquellen.

    25 min
  • E004: Welche Fähigkeiten brauche ich als Führungskraft, um mein Team in die digitale Zeit mitzunehmen? – Petra Carlsen (Change Manufaktur)

    Petra Karlsen ist Managementberaterin, Trainerin und Coach. Sie gründete die Change Manufaktur und berät Unternehmen zu Digital Leadership und Veränderungsprozessen. Ihre berufliche Laufbahn reicht von IT-Technikerin über Vertrieb bei Adobe bis zu Führungsaufgaben in Personaldienstleistung.

    Sie betont, dass Führungskräfte heute weniger technische Spezialisten sein müssen, sondern Brücken bauen, Beziehungen aufbauen und eine Kultur der Kreativität und Fehlerfreundlichkeit schaffen. Digitalisierung erfordert eine Veränderung der Unternehmenskultur, nicht nur der Technik.

    Karlsen nennt als zentrale Fähigkeiten für Führungskräfte Transparenz, Empathie, Geduld und die Fähigkeit, Mitarbeiter früh in Veränderungsprozesse einzubinden. Sie warnt vor top-down-Veränderungen ohne Beteiligung und fordert, dass Führungskräfte selbst Vorbilder sein müssen.

    Sie empfiehlt, von der eigenen Neugierde auszugehen, mit jüngeren Generationen zu sprechen, Technik nicht zu verurteilen, sondern zu verstehen, und sich bewusst mit den Ängsten der Mitarbeiter auseinanderzusetzen.

    46 min
  • E003: Wie digitalisiert man ein 80 Jahre altes Unternehmen? – Felix Menden und Carsten Brandt (Wer liefert Was)

    Felix Menden ist CTO von Wer liefert was?, einer Firma mit über 80 Jahren Geschichte, die ursprünglich als Verlag begann. Carsten Brandt ist Senior Manager Corporate Communications. Beide beschreiben die Transformation von einem Print-Verlag zu einem digitalen B2B-Marktplatz.

    Die Firma digitalisierte sich in mehreren Wellen: 1995 ging sie online, 2001 wurde das letzte Buch gedruckt. Heute ist sie ein reines Online-Unternehmen mit über sechs Millionen Produkten. Die Digitalisierung betraf nicht nur das Produkt, sondern auch interne Prozesse wie CRM, Routing und Kommunikation.

    Die Umstellung veränderte die Unternehmenskultur. Mitarbeiter aus der alten Verlagszeit wurden in neue Rollen wie Web-Entwicklung oder Online-Marketing integriert. Neue Technologien wie APIs, Cloud-Hosting und Chat-Systeme wurden eingeführt. Die Firma setzt auf Transparenz, regelmäßige Meetings und offene Dokumentation im Wiki.

    Die Digitalisierung führt zu neuen Geschäftsmodellen: Sichtbarkeit im Netz wird durch Daten- und Produktdigitalisierung erweitert. Kunden sollen nicht nur gefunden, sondern auch mit Daten und Produkten versorgt werden. Die Firma sieht sich als Partner für den Mittelstand bei der Digitalisierung und Internationalisierung.

    51 min

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