SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers

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By Nils & Friederike Löwe: Software-Engineers, Entrepreneurs, Digital NativesSociety & CultureNewsTechnologyTech News
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SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers episodes

  • E022: Welche Rolle spielen Netzwerke und Kontakte in Zukunft? – Christoph Birkel (hit Technopark)

    Christoph Birkel ist Geschäftsführer des hit Technopark in Hamburg, einem privaten Technologiepark mit 30.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche. Er leitet den Park gemeinsam mit seinem Vater, der den Technopark vor über 30 Jahren gegründet hat.

    Der Technopark beherbergt 111 technologieorientierte Unternehmen, meist mit fünf Mitarbeitern. Die Mieter sind nicht mehr nur Gründer, sondern etablierte Firmen, die sich durch ein aktives Netzwerk gegenseitig unterstützen. Das Netzwerk dient als Frühwarnsystem für technologische Veränderungen.

    Birkel betont, dass Digitalisierung nicht durch Technologie allein, sondern durch menschliche Beziehungen und Vertrauen funktioniert. Er sieht in der Digitalisierung keine Vernichtung von Arbeitsplätzen, sondern eine Verschiebung hin zu höher qualifizierten Tätigkeiten. Die Digitalisierung erfordert neue Arbeitsmodelle mit stärkerer Eigenverantwortung und Ideenentwicklung im Netzwerk.

    Der Technopark nutzt die Nähe zur TU Hamburg als Quelle für Talente und Innovationen. Themen wie BIM in der Bauindustrie oder die Digitalisierung von Frachtern durch einen Mieter zeigen, wie das Netzwerk aktuelle Entwicklungen aufgreift und weitergibt.

    40 min
  • E021: Welche Fragen sollte ein Entwickler bei einem Digitalisierungsprojekt stellen? – Tim Schurig (mindmatters)

    Tim Schurig von mindmatters ist seit 2004 in der Softwareentwicklung tätig. Das Unternehmen entwickelt digitale Produkte für Unternehmen und Start-ups. Es arbeitet agil und kollaborativ mit Kunden.

    mindmatters begleitet Kunden nicht nur bei der Softwareentwicklung, sondern auch bei der digitalen Transformation. Dazu gehören Prozessanalyse, Teamzusammenarbeit und die Einführung agiler Arbeitsweisen.

    Ein zentrales Thema ist die Zunahme von Komplexität – technologisch und in den Domänen. Die Firma unterstützt Kunden, ihre Prozesse selbst zu reflektieren und zu verändern, statt vorgefertigte Lösungen zu übernehmen.

    Das Unternehmen fördert eine kollegiale Führung. Entwickler erhalten 20 % Zeit für Weiterbildung und Innovation. Dieses Modell stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und die Mitarbeiterzufriedenheit.

    42 min
  • E020: Woher kommen die guten Ideen? Aus der Crowd! – Mirko Bendig (Phantominds)

    Mirko Bendig von Phantom Minds spricht über die Nutzung von Crowdsourcing für Innovationsentwicklung. Das Unternehmen rekrutiert externe Innovatoren über eine Online-Plattform oder gezielt über Suchalgorithmen. Ziel ist es, Unternehmen bei der Ideenfindung und -testung zu unterstützen.

    Phantom Minds hat Projekte mit der Hamburger Hochbahn, der Schweizer Bundesbahn und einer Bank durchgeführt. Eine Idee zur USB-Ladestation in Bussen wurde umgesetzt, obwohl sie nicht in der Top 50 der Crowd-Bewertung lag. Ein Prototyp für eine Platzampel zur Wagenfüllung wird getestet.

    Das Unternehmen nutzt Suchalgorithmen, die über Twitter-API Daten analysieren, um Innovatoren zu identifizieren. Die Software wird extern gepflegt. Die größte Herausforderung liegt nicht in der Technik, sondern in der organisatorischen Umsetzung von Ideen innerhalb etablierter Unternehmen.

    38 min
  • E019: Wie gestalten wir den digitalen Wandel auf eine sichere Weise? – Ulf Theike (TÜV Nord)

    Ulf Theike ist Geschäftsführer des Industriebereichs von TÜV Nord. Das Unternehmen prüft und zertifiziert technische Anlagen und Produkte weltweit. Zu den Schwerpunkten gehören Druckbehälter, Aufzüge, Medizinprodukte und Lebensmittel.

    Die Digitalisierung stellt TÜV Nord vor neue Herausforderungen. Sicherheit wird nicht mehr nur durch mechanische oder elektrische Prüfungen gewährleistet, sondern auch durch IT-Sicherheit. Dieser Bereich fehlt in vielen Normen und Standards.

    Ohne klare Prüfgrundlagen können Hersteller und Käufer Risiken nicht abschätzen. Die fehlende Standardisierung behindert Innovation und schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland. TÜV Nord fordert eine beschleunigte Normung, um Verbraucherschutz und wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

    Für Hersteller und Käufer gilt: Eine Risikoanalyse ist notwendig. Datensparsamkeit, Auswahl namhafter Hersteller und bewusster Umgang mit technischen Funktionen sind wichtige Prinzipien. Software-Updates erfordern neue Prüfmethoden, je nach Risikoklasse des Produkts.

    41 min
  • E018: Kann uns die Digitalisierung eine Schnittstelle in unser Gehirn bieten? – Thomas Tankiewicz & Uwe E. Volk (Neuron Processing Institute)

    Thomas Tankiewicz und Uwe E. Volk vom Neuron Processing Institute entwickeln Software zur Verbesserung des Denkprozesses. Ihr Hauptprodukt ist der Neuron Processor, eine browserbasierte Software, die den Benutzer durch einen strukturierten, reduktiven Prozess führt.

    Der Prozess trennt Informationsgewinnung von Analyse. Benutzer schreiben zunächst alle Gedanken auf, ohne zu bewerten. Danach analysiert die Software die Daten, um Muster und Lösungen zu finden. Dieser Ansatz soll Denkmuster überwinden und kreative Lösungen fördern.

    Die Software wird sowohl von Selbstanwendern als auch als Dienstleistung für Unternehmen genutzt. Kunden erhalten damit Unterstützung bei der Lösung komplexer Probleme, wie Produktentwicklung oder Bucherstellung. Die Plattform ist auch für Lerninhalte und interaktive Kurse nutzbar.

    Die Entwickler nutzen agiles Vorgehen, ohne formale Methoden wie Scrum. Sie testen mit realen Projekten und sammeln Feedback. Die Software ist heute serverbasiert und nutzt Hybrid-Technologien für verschiedene Geräte. Die Entwicklung erfolgt kontinuierlich, ohne starre Planung.

    1 hr 18 min
  • E017: Wie treibt man den digitalen Kulturwandel, ohne jemanden zurückzulassen? – Gabriel Rath (OSPA)

    Gabriel Rath ist bei der Ostseesparkasse in Rostock verantwortlich für digitale Kommunikation, intern und extern. Er hat eine Ausbildung im Marketing absolviert und arbeitet seit zwei Jahren bei der Sparkasse, wo er das Social Intranet Osbach Connect und eine Mitarbeiter-App mit Gamification betreut.

    Das Social Intranet dient als Plattform für Zusammenarbeit, Wissensaustausch und Feedback. Es wird mit IBM Connections betrieben und ermöglicht Blogs, Wikis, Foren, Chat und Projektmanagement. Die Einführung erfolgte in mehreren Phasen: Schulung aller Mitarbeiter, Einbindung von Führungskräften und Freiwilligen als Konnektoren.

    Zur Förderung der digitalen Reife wurde eine Quiz-App entwickelt, die Mitarbeiter zu Themen wie Produkten, Vorsorge und Digitalisierung herausfordert. Die App wird von Mitarbeitern aller Altersgruppen genutzt, und Erfolgsgeschichten werden in Communities dokumentiert. Auch ein internes YouTube-Portal wurde eingerichtet.

    Die Digitalisierung zielt nicht auf Arbeitsplatzabbau, sondern auf Weiterentwicklung. Die Sparkasse modernisiert Filialen, schließt keine und fördert lebenslanges Lernen. Methoden wie Working Out Loud unterstützen das gemeinsame Zielsetzen und -verfolgen in Gruppen.

    58 min
  • E016: Warum brauche ich Werte um die Digitalisierung zu meistern? – Robert Wiechmann (Agile Coach)

    Robert Wiechmann ist Agile Coach und Autor. Er unterstützt Unternehmen bei der agilen Transformation. Sein Fokus liegt auf Werten, Kultur und menschzentrierten Prozessen.

    Er beschreibt Agile als Arbeit in kleinen, cross-funktionalen Teams mit schnellem Feedback und ständigem Experimentieren. Digitalisierung sieht er als ständigen Wandel, der Organisationen vor neue Herausforderungen stellt.

    Werte sind für ihn entscheidend. Sie müssen gelebt werden, nicht nur an die Wand gepinnt. Unternehmen, die nur auf Kosten und Geschwindigkeit setzen, verlieren den Blick auf Mitarbeiter und Kunden.

    Er sieht agile Prinzipien auch außerhalb der Softwareentwicklung, etwa in der Medizin. Der Erfolg hängt von Führungskultur und Verantwortungsübertragung ab, nicht nur von Tools wie Scrum oder Kanban.

    37 min
  • E015: Wie verändert Feedback Werbung und Marketing? – Sven-Olaf Peeck (crowdmedia)

    Sven-Olaf Peeck ist Geschäftsführer von crowdmedia in Hamburg. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Online-Marketing und Seminare für den deutschen Mittelstand. Er hat ursprünglich als Drucker gelernt und später Technische Betriebswirtschaftslehre studiert.

    Im Gespräch geht es um die Veränderung von Werbung und Marketing durch digitales Feedback. Peeck erklärt, dass digitale Kanäle Rückmeldungen in Echtzeit liefern – etwa bei Klicks oder Likes – und so eine frühere, unreflektierte Kommunikation überwinden.

    Er betont, dass Unternehmen oft zwischen analogen und digitalen Kanälen balancieren müssen. Printmedien wie Kataloge oder Briefe bleiben relevant, auch wenn digitale Kanäle wie LinkedIn oder Facebook dominieren. Die Herausforderung liegt in der Integration beider Welten.

    Peeck sieht in der Datennutzung eine zentrale Chance. Unternehmen müssen lernen, aus Daten zu lernen, statt nur zu sammeln. Er nennt Beispiele wie A/B-Tests oder Google Analytics, die schnell Feedback liefern, und betont, dass dies auch für kleine Unternehmen machbar ist.

    59 min
  • E014: Wie verändert die breite Verfügbarkeit von Technologie unser aller Leben? – Frederik Kramer (initOS)

    Frederik Kramer ist Geschäftsführer von initOS, einem IT-Dienstleister mit Schwerpunkt auf Open-Source-Lösungen für mittelständische Unternehmen. Er hat in Magdeburg Wirtschaftsinformatik studiert und promoviert. initOS berät Kunden in IT-Strategie, Geschäftsprozessdigitalisierung und Technologieauswahl.

    Das Gespräch dreht sich um die exponentielle Entwicklung von Technologie, insbesondere durch Open Source und IoT. Kramer betont, dass Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Technologie die Lebenswelt verändern. Er sieht Potenzial in Predictive Maintenance, Datenanalyse und neuen Geschäftsmodellen, die auf IoT- und KI-Technologien basieren.

    Kramer sieht Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Unternehmen: Stadtnahe Betriebe sind technologieaffiner und digitaler. Er warnt vor dem Risiko, dass digitale Veränderungen auch traditionelle Mittelständler überrollt, wenn sie nicht auf die Veränderungen reagieren. Bildung, Sprachen und technisches Verständnis werden künftig entscheidend sein.

    Die wichtigsten Themen für initOS sind die Nutzung von Daten zur Entscheidungsunterstützung und die Beratung im Kontext von Digitalisierung. Kramer empfiehlt Bücher von McAfee, Brynjolfsson und O’Reilly sowie Plattformen wie GitHub und das Hasso-Plattner-Institut als Quellen.

    50 min
  • E013: Welche Rolle spielen Softwareentwickler bei der Digitalisierung? – Axel Tetzlaff (Fortytools)

    Axel Tetzlaff ist Mitgründer und Geschäftsführer von Fortytools. Das Unternehmen entwickelt Software für Kunden und betreibt eigene Produkte wie Skyline, eine Bürolösung für Gebäudedienstleister.

    Die Episode behandelt, wie Softwareentwickler bei der Digitalisierung von Prozessen helfen. Schwerpunkte sind die Entwicklung von MVPs, die Abgrenzung von echten Problemen gegenüber technischen Lösungen und die Bedeutung von Transparenz bei Funktionsumfang und Ressourcen.

    Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit automatisierter Tests. Ohne Tests steigt der Wartungsaufwand in Zukunft deutlich. Fortytools lehnt Projekte mit bestehender, ungetesteter Codebasis ab, da sie zu hohen Kosten führen.

    Zusammenfassend zeigt die Episode, dass Digitalisierung nicht nur Technik ist, sondern Prozesse, Menschen und Verantwortung erfordert. Die Rolle des Entwicklers geht über Programmieren hinaus.

    35 min

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