Sportstunde - Interviews mit den wichtigsten Protagonisten des deutschen Sports

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Sportstunde - Interviews mit den wichtigsten Protagonisten des deutschen Sports episodes

  • FC Germania Mallorca – „From Zero to La Liga“ mit Präsident und Gründer Amir Aziz

    Der erste Pflichtspielsieg ist da! FC Germania Mallorca startet historisch – Präsident Amir Aziz erzählt in der „Sportstunde“ die Geschichte hinter dem außergewöhnlichen Fußballprojekt.

    Amir Aziz ist der Gründer und Präsident des FC Germania Mallorca. Der neue Verein hat gerade sein allererstes Pflichtspiel bestritten – und direkt Geschichte geschrieben. Mit einem 1:0 gelang der erste Sieg der Vereinsgeschichte, Torschütze war Felix Westphal. Gefeiert wurde anschließend ganz stilecht gemeinsam mit Mannschaft und Fans bei einem Döner in Palma.

    Doch wie entsteht eigentlich die Idee, auf Mallorca einen deutschen Fußballverein zu gründen? Amir Aziz erzählt von der ursprünglichen Idee, den ersten Gesprächen mit seinen Mitgründern und dem Moment, in dem aus einer verrückten Idee ein konkretes Projekt wurde. Mit Alex Petrovic und Thorsten Legat kamen weitere bekannte Persönlichkeiten hinzu – und plötzlich nahm das Projekt richtig Fahrt auf.

    Besonders spannend: Germania Mallorca startet nicht irgendwo im Niemandsland, sondern mit einer ambitionierten Vision. „From Zero to La Liga“ lautet das Motto. Aktuell spielt der Verein in der achten Liga auf Mallorca, doch Amir Aziz denkt langfristig. Wie realistisch der Weg nach oben ist, welche Rolle Sponsoren spielen und warum Aufmerksamkeit für den Club eine entscheidende Währung geworden ist, erklärt der Vereinspräsident ausführlich. Allein über Social Media konnte Germania Mallorca bereits rund 60.000 Follower und eine enorme Reichweite aufbauen.

    Auch sportlich steckt hinter Germania Mallorca mehr als nur eine gute Geschichte. Mehr als 2.000 Bewerbungen gingen ein, als der Verein Spieler suchte. Über Tryouts wurde der Kader zusammengestellt – darunter Felix Westphal, der erste Torschütze der Vereinsgeschichte, sowie Bastian Müller als Kapitän und Sportdirektor. Dazu kommen Spieler aus verschiedenen Ländern und mit ganz unterschiedlichen sportlichen Hintergründen.
    Amir Aziz spricht außerdem über die Herausforderungen der ersten Saison, die Finanzierung, Sponsoren, Fans, die Reaktionen der Mallorquiner, die besondere Atmosphäre bei den Heimspielen und einen kuriosen Moment kurz vor dem ersten Pflichtspiel: Plötzlich wurden physische Spielerpässe verlangt – und das wenige Minuten vor dem Anpfiff. Mit vereinten Kräften konnte das Problem gelöst werden und Germania Mallorca durfte tatsächlich Geschichte schreiben.

    Und die nächsten Pläne stehen bereits fest: Germania Mallorca möchte möglichst bald eine Jugendabteilung aufbauen und auch Kindern und Jugendlichen auf der Insel eine sportliche Heimat geben.

    Eine außergewöhnliche Fußballgeschichte über Mut, Leidenschaft, Unternehmergeist, Mallorca, Fußball und die große Vision, aus einem komplett neuen Verein eines Tages einen Club im Profifußball zu machen.

    🎧 Jetzt die neue Folge „Sportstunde“ mit Amir Aziz hören!

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    36 min
  • Maximilian Jäger: Zwei WM-Titel, mentale Stärke und die Zukunft im Pararadsport

    Zwei Weltmeistertitel und ein Rennen, in dem am Ende jede Sekunde zählt: Pararadsportler Maximilian Jäger spricht in der Sportstunde über seinen jüngsten WM-Erfolg, die Emotionen nach dem Sieg und darüber, warum ihn das Erreichte noch immer überwältigt.

    Im Mittelpunkt steht der Weg zu seinem zweiten Weltmeistertitel. Jäger erzählt von den entscheidenden Momenten im Rennen, vom Einfluss des Adrenalins und davon, wie er alles aus sich herausholen musste. Dabei geht es auch um die Unterschiede zwischen seinem ersten und zweiten WM-Titel und um den Moment, in dem er spürte, dass erneut alles möglich sein könnte.

    Ein wichtiger Faktor bei der Weltmeisterschaft waren die äußeren Bedingungen. Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit stellten besondere Anforderungen an den Körper und beeinflussten die Leistung. Im Gespräch geht es deshalb auch um Vorbereitung und Training: vom Training im Höhenhotel über neue Trainingsmethoden bis zur Bedeutung einer genauen Streckenbesichtigung für die Rennstrategie.

    Jäger gibt zudem Einblicke in die Besonderheiten des Pararadsports. Welche technischen Unterschiede bringt das Dreirad gegenüber einem klassischen Fahrrad mit sich? Wie verändert das die Anforderungen auf der Strecke? Und welche Rolle spielt der Kopf, wenn im Rennen die Schmerzen größer werden? Mentale Routinen und positive Selbstgespräche gehören für ihn zum Umgang mit Belastung und Rückschlägen – verbunden mit dem Gedanken: „Yes, I can“.

    Der Blick geht aber über Ergebnisse und Titel hinaus. Jäger spricht über die gesellschaftliche Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen und darüber, welchen Beitrag der Para-Sport leisten kann, um diesen Blick zu verändern. Auch die Strukturen des deutschen Pararadsports und die Bedeutung des Stützpunkts in Cottbus sind Thema.

    Zum Abschluss richtet sich der Fokus auf die kommenden Aufgaben: die Verteidigung des WM-Titels, die notwendige Punktesammlung und Olympia 2028. Ein Gespräch über Weltmeistertitel, Training und Rennstrategie, mentale Stärke und die Bedeutung des Para-Sports weit über die Ziellinie hinaus.


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    56 min
  • Raphael Netz: Dressur, Vertrauen und der Weg zum Weltmeistertitel

    Dressur ist Präzision, Gefühl, Geduld und vor allem Vertrauen. In dieser Folge der Sportstunde spricht Patric Hoch mit Raphael Netz, Mannschaftsweltmeister in der Dressur, über seinen Weg an die Spitze des Pferdesports, die besonderen Momente bei der Weltmeisterschaft in Aachen und die enge Verbindung zwischen Reiter und Pferd.

    Raphael erzählt, wie er zum Reitsport gekommen ist, welche Erfahrungen ihn geprägt haben und warum Vielseitigkeit und kontinuierliches Lernen auch im Spitzensport eine entscheidende Rolle spielen. Dabei wird schnell klar: Das Leben mit Pferden ist für ihn nicht einfach nur ein Beruf oder eine Sportart – es ist ein Lebensstil.

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Weltmeisterschaft in Aachen. Raphael blickt zurück auf die Atmosphäre im Stadion, die Emotionen während des Wettkampfs und den Moment, in dem aus harter Arbeit ein Weltmeistertitel wurde. Außerdem spricht er darüber, warum Aachen für den Pferdesport eine ganz besondere Bedeutung hat und welche Herausforderungen im Viereck warten.

    Natürlich geht es auch um mentale Stärke. Wie geht ein Reiter mit Druck und Erwartungen um? Welche Rolle spielt Nervosität? Und wie unterscheidet sich die Vorbereitung auf einen Teamwettbewerb von einer Einzelprüfung?

    Raphael gibt zudem Einblicke in seine Trainingsphilosophie, das Zusammenspiel von Technik und Gefühl und die Bedeutung von Geduld im Pferdesport. Dazu spricht er über internationale Turniere, Reisen, unterschiedliche Arenen und die Erfahrungen, die ihn sportlich und persönlich weitergebracht haben.

    Zum Abschluss geht der Blick nach vorne: auf neue Ziele, Olympia und die Frage, was junge Reiterinnen und Reiter brauchen, um ihren eigenen Weg im Sport zu gehen.

    Eine Folge über Dressur auf höchstem Niveau, Teamarbeit, Vertrauen, mentale Stärke und die besondere Beziehung zwischen Mensch und Pferd.

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    56 min
  • Head Coach Thomas Popiesch über die Rückkehr der Krefeld Pinguine in die DEL

    Die Krefeld Pinguine sind zurück in der DEL – und Thomas Popiesch weiß genau, wie schwierig diese Mission wird. Der Aufstieg ist geschafft, jetzt beginnt die eigentliche Herausforderung.

    Die neue Saison steht vor der Tür und für Thomas Popiesch beginnt ein ganz besonderes Kapitel. Der erfahrene Trainer hat die Krefeld Pinguine zurück in die PENNY DEL geführt. Nach vier Jahren in der DEL2 ist der Traditionsstandort wieder im deutschen Eishockey-Oberhaus angekommen.

    In der neuen Sportstunde spricht Popiesch mit Oliver Dütschke über die Vorbereitung auf die neue Saison, die Veränderungen im Kader und Trainerteam und die Frage, wie man eine Mannschaft auf die deutlich höheren Anforderungen der DEL vorbereitet. Dabei geht es um neue Rollen für die Spieler, Scouting, die Entwicklung des Teams und die Bedeutung von erfahrenen Co-Trainern wie Thomas Dolak und Torwartcoach Danny aus den Birken.

    Ein großes Thema ist natürlich auch die Euphorie in Krefeld. 6.500 Zuschauer beim Vorbereitungsspiel gegen Düsseldorf, eine erfolgreiche Saisoneröffnung und ein ganzes Umfeld, das den Neustart kaum erwarten kann: Popiesch weiß um diese Energie, warnt aber gleichzeitig davor, sich davon zu sehr treiben zu lassen. Die Euphorie müsse auf dem Eis in Leistung und Leidenschaft übersetzt werden.

    Popiesch spricht außerdem über die größer werdende Herausforderung für Aufsteiger, den schwieriger gewordenen Spielermarkt, die Unterschiede zwischen DEL und DEL2 und seine ganz persönliche Geschichte in Krefeld. Besonders emotional wird es beim Blick auf den ersten Spieltag: Krefeld empfängt ausgerechnet Popieschs ehemaligen Klub Bremerhaven. Die DEL hat diese Begegnung als Saisonauftakt am 18. September angesetzt.

    Und Thomas Popiesch denkt bereits weiter: Erst soll der Klassenerhalt gelingen, langfristig möchte er in Krefeld Strukturen schaffen, die den Verein wieder zu einer Playoff-Mannschaft machen können.

    🎧 Eine Sportstunde über Aufstieg, Euphorie, Verantwortung, DEL-Herausforderungen und die Frage, wie man aus einem Traditionsstandort wieder eine feste Größe im deutschen Eishockey macht.

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    35 min
  • Adams Acht: Rudern, Kino und die Kraft einer außergewöhnlichen Sportgeschichte

    Rudern ist Teamarbeit, Schmerz, Rhythmus und Vertrauen – und genau daraus entsteht im Kinofilm „Adams Acht“ eine große Sportgeschichte. In dieser Folge der Sportstunde spricht Patric Hoch mit Regisseur Hannu Salonen, Schauspieler Leonard Kunz und Ruderer Leon Kleinschmidt über die Entstehung des Films, die Herausforderungen der Dreharbeiten und die besondere Verbindung zwischen Kino und Leistungssport.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man eine Rudergeschichte authentisch auf die Leinwand bringt. Denn Dreharbeiten auf dem Wasser sind alles andere als einfach: Wind, Wetter, Technik, Kamerapositionen, körperliche Belastung und die Abläufe im Boot müssen zusammenpassen. Hannu Salonen gibt Einblicke in die Regiearbeit und erklärt, warum gerade die Arbeit auf dem Wasser dem Film eine besondere Energie verleiht.

    Auch für die Schauspieler war der Film eine enorme Herausforderung. Rudern ist nicht nur Bewegung, sondern Präzision, Körperspannung und Zusammenspiel. Im Gespräch geht es um Training, Rollenentwicklung, Dreharbeiten in einzelnen Teilstücken und die Frage, wie man sportliche Anstrengung, Emotionen und Teamdynamik glaubwürdig spielt.

    Gleichzeitig erzählt „Adams Acht“ mehr als nur eine Sportgeschichte. Der Film blickt auf die Nachkriegszeit, auf Zusammenhalt, persönliche Niederlagen, gesellschaftliche Brüche und den Weg zu einem großen gemeinsamen Ziel. Es geht um junge Männer, die sich überwinden müssen, um Vertrauen, Disziplin und den Glauben daran, dass nichts unmöglich ist.

    Eine Folge über Rudern, Filmkunst, Teamgeist, historische Verantwortung, emotionale Höhen und Tiefen – und über ein Kinoerlebnis, das zeigt, warum Sportgeschichten weit über das Ergebnis hinausgehen können.

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    Adams Acht -Deutschland Start: 17.9.2026

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    1 hr 2 min
  • Speerwerferin Julia Ulbricht über EM-Silber, Rückschläge und den Traum von Olympia

    Kurz davor, alles hinzuschmeißen – und wenige Monate später EM-Silber: Julia Ulbrichts Geschichte zeigt, wie brutal und gleichzeitig wunderschön Leistungssport sein kann.

    Julia Ulbricht hat eine Geschichte zu erzählen, die eigentlich kaum besser geschrieben werden könnte. Vor wenigen Monaten war die Speerwerferin noch außerhalb des Bundeskaders, musste neben dem Leistungssport arbeiten, studieren und sich finanziell über Wasser halten. Nach Verletzungen und mehreren Jahren, in denen sie immer wieder knapp an den Kadernormen scheiterte, stellte sie sich sogar die Frage, warum sie sich das alles noch antut. Heute ist alles anders: Bei den Europameisterschaften in Birmingham gewann die 25-Jährige sensationell Silber im Speerwurf – mit 61,53 Metern und nur fünf Zentimetern unter ihrer persönlichen Bestleistung.

    In der neuen Sportstunde spricht Julia Ulbricht offen über diesen außergewöhnlichen Weg. Sie erzählt, wie schwer es für sie war, Jahr für Jahr einer Norm hinterherzulaufen, warum sie das deutsche Sportfördersystem kritisch sieht und weshalb Trainerinnen und Trainer aus ihrer Sicht mehr Einfluss auf die Förderung von Athletinnen und Athleten haben sollten. Besonders eindrücklich ist ihre Schilderung der Phase, in der sie den Spaß an Wettkämpfen verloren hatte – und wie sie ihn wiedergefunden hat.

    Dann geht es natürlich um den Moment, der ihr Sportlerleben verändert hat: die Deutschen Meisterschaften, die geknackte Kadernorm, die EM-Qualifikation und schließlich das Finale von Birmingham. Julia erzählt, wie sie trotz Rückenschmerzen und großer Nervosität bis zum letzten Versuch um ihre Medaille kämpfte – und warum sie selbst bis zum Ende nicht glauben konnte, dass tatsächlich Silber herauskommen würde. Im Finale warf sie 61,53 Meter und musste sich nur der späteren Europameisterin Sara Kolak geschlagen geben.

    Doch Julia Ulbricht blickt längst nach vorne. Durch die Rückkehr in den Bundeskader kann sie sich künftig stärker auf ihren Sport konzentrieren. Sie träumt von Starts in der Diamond League, möchte sich langfristig Richtung 65 Meter entwickeln – und vor allem bleibt der große Traum von Olympia 2028 in Los Angeles bestehen. Eine Sportstunde über Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen, mentale Stärke, die Tücken des Fördersystems und eine Athletin, die gelernt hat, wieder Spaß am Speerwerfen zu haben.

    🎧 Jetzt die neue Sportstunde mit Julia Ulbricht hören!

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    37 min
  • Antonia Niedermaier: Radsport, mentale Stärke und eine Saison zum Staunen

    Antonia Niedermaier hat eine beeindruckende Saison hinter sich – mit starken Auftritten beim Giro d’Italia und bei der Tour de France Femmes. In dieser Folge der Sportstunde spricht Patric Hoch mit der deutschen Profi-Radsportlerin über ihre Entwicklung, ihre Erfolge und die besonderen Herausforderungen im internationalen Frauenradsport.

    Im Gespräch geht es um Vorbereitung, Formaufbau und die Frage, wie aus guten Beinen echte Spitzenresultate werden. Antonia erzählt, warum Geduld im Profi-Radsport so wichtig ist, wie man mit Rückschlägen und schlechten Tagen umgeht und weshalb Vertrauen im Team eine entscheidende Rolle spielt.

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mentaler Stärke. Antonia erklärt, wie sie gelernt hat, über sich hinauszuwachsen, Chancen mutig zu nutzen und auch mal offensiv etwas zu probieren. Dabei spielt auch ihre Vergangenheit im Skibergsteigen eine Rolle – eine Erfahrung, die ihr Belastbarkeit, Ausdauer und mentale Härte mitgegeben hat.

    Außerdem spricht Antonia über Kommunikation im Team, Rollenverteilung im Rennen, langfristige Ziele und die Frage, wie sie mit ihren Erfolgen junge Fahrerinnen inspirieren möchte.

    Eine Folge über Geduld, Mut, Teamvertrauen, Rückschläge, große Rundfahrten und eine Athletin, die im deutschen Radsport für viel Zukunftshoffnung sorgt.

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    32 min
  • „Man muss das Blatt, das man hat, so gut spielen, wie es geht“ | Zehnkämpfer Andreas Bechmann in der Sportstunde

    Zehnkämpfer, Unternehmer, Ehrenamtler – und einer, der den deutschen Sport verändern will: Andreas Bechmann spricht über Verletzungen, Olympia, den Kampf um 8.000 Punkte und seine Vision für die Sportstadt Frankfurt.

    Andreas Bechmann ist vieles gleichzeitig: erfolgreicher Zehnkämpfer, ehemaliger U23-Europameister, Unternehmer und engagierter Sportfunktionär. In der neuen Ausgabe der Sportstunde mit Oliver Dütschke geht es deshalb nicht nur um die zehn Disziplinen des Zehnkampfs, sondern um die vielen Facetten eines Lebens, in dem Sport und Unternehmertum längst eng miteinander verbunden sind. Bechtmann spricht über die Europameisterschaft in Birmingham, seine Sicht auf Leo Neugebauer und Niklas Kaul und darüber, was den Zehnkampf so einzigartig macht.

    Besonders persönlich wird es beim Thema Verletzungen. Bechmann erzählt von seinem Achillessehnenriss, der ihn weit zurückwarf, der langen und mental schwierigen Reha und davon, wie ihm sein Unternehmertum geholfen hat, diese Zeit zu überstehen. Die Verletzung habe ihn verändert: weniger verbissen, geduldiger und mit einem anderen Blick auf Erfolg. Für ihn zählt heute nicht mehr ausschließlich das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin.

    Natürlich geht es auch um die sportlichen Ziele. Bechmann will wieder angreifen und glaubt weiterhin an sein Potenzial. Eine konkrete Punktzahl möchte er dabei gar nicht an die Wand hängen. Statt Manifestieren setzt er auf Arbeit: trainieren, Dinge umsetzen und am Ende sehen, was daraus entsteht. Sein größter Antrieb ist dabei die Angst vor dem Gedanken, später einmal sagen zu müssen: „Was wäre gewesen, wenn ich es doch versucht hätte?“

    Im zweiten großen Teil der Folge wird Andreas Bechmann zum Sport-Unternehmer und Sportfunktionär. Mit der Frankfurter Sportagentur will er Sportevents entwickeln, den Sport in Frankfurt und der Rhein-Main-Region stärken und dabei unternehmerisches Denken mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. Dabei geht es um den Frankfurt-Marathon, neue Lauf- und Community-Events, 3x3-Basketball, Trendsportarten und die Frage, wie Sport dorthin gebracht werden kann, wo die Menschen sind.

    Und Bechmann wird politisch: Er fordert mehr Mut von Politik und Verwaltung, bessere Bedingungen für Vereine und eine stärkere Konzentration der Sportförderung auf diejenigen, die tatsächlich auf dem Platz stehen. Für ihn ist Sport weit mehr als Leistung und Wettbewerb – Sport sei ein wichtiger gesellschaftlicher Faktor und könne Integration, Gemeinschaft und Teilhabe schaffen. Auch die mögliche deutsche Olympia-Bewerbung wird ausführlich diskutiert.

    Eine Sportstunde mit vielen Themen, klaren Meinungen und einem Gast, der den Sport aus drei Perspektiven kennt: als Athlet, als Unternehmer und als Funktionär.

    Jetzt reinhören, abonnieren und die Sportstunde mit Oliver Dütschke nicht verpassen!

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    1 hr 1 min
  • „Jetzt erst recht!“ – Leichtathletik-Europameister Frederik Ruppert über Gold, Europarekord, Druck & Olympia

    Europameister. Europarekordler. Und jetzt erst recht hungrig auf mehr!

    Frederik Ruppert spricht über den Druck vor seinem EM-Finale, den Moment des Triumphs, seine Trainingsphilosophie und seinen großen Traum: eine Medaille auf der ganz großen internationalen Bühne.

    Frederik Ruppert ist Europameister über 3.000 Meter Hindernis – und gerade einmal wenige Wochen nach seinem größten Erfolg spricht der 28-Jährige in der neuen „Sportstunde“ ganz offen über den Weg zu seinem Titel. Im Gespräch mit Oliver Dütschke erzählt Ruppert, was sich seit dem EM-Gold verändert hat, wie sich die neue Aufmerksamkeit anfühlt und warum der Titel für ihn persönlich sogar mehr bedeutet als sein sensationeller Europarekord.

    Denn vor dem EM-Finale war der Druck enorm: Ruppert war Jahresschnellster, Europarekordler und damit der große Favorit. Er selbst hatte zuvor immer wieder selbstbewusst angekündigt, Gold gewinnen zu wollen. „Ich konnte eigentlich nur verlieren“, beschreibt er die Situation vor dem Rennen. Wie er mit diesem Druck umging, was er an der Startlinie dachte und wie sich die Anspannung nach dem Zieleinlauf in pure Freude verwandelte, erzählt der Europameister sehr persönlich.
    Doch Ruppert blickt bereits nach vorne. Im Podcast erklärt er, warum sich das Training der deutschen Mittel- und Langstreckenläufer verändert hat, welche Rolle Doppelschwellentraining, hohe Umfänge und Konstanz spielen und wie er gemeinsam mit seiner Trainerin Isabelle Baumann sein Training Schritt für Schritt optimiert hat. Dazu geht es um Ernährung, Krafttraining, Laufschuhe und die vielen kleinen Stellschrauben, mit denen er noch die letzten Sekunden herausholen möchte.
    Und natürlich geht es um die Zukunft: Ruppert möchte sich auf weiteren Strecken ausprobieren, plant einen Halbmarathon und hat Los Angeles 2028 bereits fest im Blick. Gleichzeitig steht für ihn im Januar eine ganz persönliche Herausforderung an: Er wird Vater. Wie er Profisport, Familie und seine ambitionierten sportlichen Ziele miteinander verbinden will, verrät Frederik Ruppert in dieser besonderen Folge der „Sportstunde“.

    🎧 Jetzt die neue Folge der „Sportstunde“ hören – mit Europameister Frederik Ruppert!

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    46 min
  • Basketball: Marvin Willoughby über Neustart, Playoffs & die Zukunft der HamburgTowers

    19 Niederlagen in Folge, enormer Druck und trotzdem am Trainer festgehalten: Marvin Willoughby spricht offen über die schwierigste Saison seiner Karriere, den Neustart der Hamburg Towers und seine großen Ziele für die Zukunft.

    Marvin Willoughby, der Geschäftsführer der Hamburg Towers, spricht mit Oliver Dütschke und Stefan Koch über seine Entwicklung, die Herausforderungen der vergangenen Jahre und darüber, wie sehr ihn die schwierige letzte Saison persönlich gefordert hat. 19 Niederlagen in Folge haben Spuren hinterlassen – Willoughby erzählt, warum er trotzdem überzeugt war, am Trainer festzuhalten, welche Rolle Vertrauen und Kommunikation gespielt haben und warum Krisen auch eine wichtige Lernphase sein können.

    Natürlich geht es auch um den Neustart. Die Towers haben ihren Kader neu zusammengestellt, müssen dabei ohne den EuroCup als zusätzliches Argument im Recruiting auskommen und setzen weiterhin stark auf die Entwicklung von Spielern. Willoughby spricht über die Kaderplanung, neue Strukturen im Scouting und Recruiting sowie über die schwierige Entscheidung, sich von Kapitän Benedikt Thorudis zu trennen.

    Ein großes Thema bleibt die Zukunft des Basketballstandorts Hamburg. Die Metropole bietet enormes Potenzial, gleichzeitig ist die Konkurrenz durch HSV, FC St. Pauli, Handball, Eishockey und zahlreiche weitere Sportangebote riesig. Für Willoughby ist deshalb klar: Die Infrastruktur ist der entscheidende Schlüssel. Eine größere Multifunktionsarena könnte den Towers wirtschaftlich und sportlich ganz neue Möglichkeiten eröffnen.

    Und welche Ziele hat Marvin Willoughby für die kommende Saison? Ganz klar: Playoffs und zurück in den europäischen Wettbewerb. Die Towers wollen sich dauerhaft in der Bundesliga etablieren und wieder europäischen Basketball nach Hamburg bringen. Warum Willoughby trotz aller Herausforderungen noch immer voller Energie und Überzeugung an dieses Projekt glaubt, erzählt er ausführlich iin der neuen Podcastfolge!

    🎧 Jetzt die neue Folge von „Sportstunde“ powered by Yuvoi hören!

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    52 min

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In "Sportstunde - Interviews mit den wichtigsten Protagonisten des deutschen Sports" sprechen die Hosts Patric Hoch und Oliver Dütschke mit den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Sports – Athletinnen und Athleten, Trainer, Funktionäre und Entscheider.