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In dieser Folge von Stachel und Herz ist ManuEla Ritz zu Gast – Teamerin gegen Diskriminierung, Autorin und die Person, die den Begriff Adultismus vor rund 25 Jahren im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht hat. Gemeinsam mit ihrer Tochter Simbi Schwarz hat sie 2022 das Buch „Adultismus und kritisches Erwachsensein" veröffentlicht; aktuell arbeitet sie an einem neuen Buchprojekt, in dem erstmals Kinder und Jugendliche selbst über Adultismus schreiben und malen.
Wir sprechen darüber,
Ein Gespräch über Macht im Alltag, eigene Kindheitserinnerungen und die Frage, wie Beziehungen zu jungen Menschen auf Augenhöhe aussehen können.
mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk
In dieser Folge von Stachel und Herz ist Kristina Lunz zu Gast – Autorin, Unternehmerin und Mitgründerin des Center for Feminist Foreign Policy (CFFP). Anlass ist ihr Buch „Empathie und Widerstand", in dem sie zeigt, warum diese beiden Begriffe kein Widerspruch sind, sondern zusammengehören.
Wir sprechen darüber,
Ein Gespräch über Haltung, Ambiguitätstoleranz und die Frage, wie wir wohlwollend bleiben, ohne uns selbst zu verlieren.
Zur Gästin: Kristina Lunz ist Aktivistin, Sozialunternehmerin und Autorin. Nach Studienabschlüssen am University College London und in Oxford gründete sie 2018 das Center for Feminist Foreign Policy. Ihr erstes Buch „Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch" (2022) wurde zum Bestseller und ins Englische übersetzt. Ihr neues Buch „Empathie und Widerstand" ist bei Ullstein erschienen.
Ein neues evangelisches Gesangbuch entsteht. Im März 2026 hat die EKD die vorläufige Liederliste beschlossen, 2029 soll es in den Gemeinden liegen. Ein Buch, das 30 Jahre Bestand hat und dessen Lieder in unsere Partnerkirchen in Asien und Afrika weiterwandern. Diese Woche fragen wir: Wer entscheidet, was wir die nächste Generation singen lassen? Und warum ist ein schönes Lied nicht automatisch ein harmloses Lied?
Wir sprechen über die protestantische Trennung von Werk und Person und warum sie meistens die Etablierten schützt. Über Autor:innen und Komponist:innen auf der Liste, deren Vernetzungen wir problematisch finden. Über Geldflüsse und Tantiemen. Und über die Frage, die die Vereinte Evangelische Mission diese Woche selbst gestellt hat: Wer saß eigentlich am Tisch, als 17.000 Lieder gesichtet wurden?
Davor nehmen wir uns Zeit für den Anschlag beim CSD in Berlin, für Solidarität mit der queeren Community und für den antimuslimischen Rassismus, der danach befeuert wird.
Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Queerfeindlichkeit, sexualisierte Gewalt und geistlichen Machtmissbrauch. Wenn dir das gerade nicht guttut, hör beim nächsten Mal wieder rein.
Links, die wir versprochen haben:
Die Stellungnahme der VEM zur Liederliste findet ihr auf vemission.org (Primärquelle direkt von eurer Seite verlinken). Die dazugehörige Pressemitteilung: https://www.lifepr.de/pressemitteilung/vereinte-evangelische-mission/VEM-kritisiert-Auswahlprozess-fr-das-neue-EKD-Gesangbuch/boxid/1068401
Stellungnahme der VEM: https://www.vemission.org/fileadmin/redakteure/Dokumente/Pressemitteilungen/Stellungnahme_der_VEM_zur_vorlaeufigen_Liederliste_des_neuen_EKD-Gesangbuchs_24.7.2026.pdf
Zum Weiterlesen und Weiterhören:
Sarahs Buch „Wie ist Jesus weiß geworden? Mein Traum von einer Kirche ohne Rassismus" (Patmos)
Aladin El-Mafaalani, „Misstrauensgemeinschaften"
Podcast „Toxic Church" zu Machtmissbrauch bei Hillsong
Die vorläufige Liederliste und Infos der EKD: https://www.ekd.de/evangelisches-gesangbuch-52340.htm
Schreibt uns bei Instagram @stachelundherz, wie ihr zur Liste steht. Wir lesen alles.
mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk
Links zu Pace and Power Effect:
Racial Bias in Football Commentary (Study): The Pace and Power Effect | RunRepeat
Racist Stacking im deutschen Spitzensport: Wieso es keine Schwarzen Torhüter in der Fußball-Bundesliga gibt und was das mit Rassismus zu tun hat
pace-and-power-paper
Fußball zeigt grade sehr deutlich, wer in Deutschland als dazugehörig gilt und wer nicht. Wir reden über den Rassismus unter Jonathan Tahs Posts nach dem verschossenen Elfmeter, über Özils alten Satz, der aktueller ist denn je, und über die Logik der nützlichen Migrant:innen: wer funktioniert, gehört dazu, wer nicht mehr leistet, fällt schneller, als er gucken kann. Derselbe Mechanismus steckt im Merz-Post nach dem Aus, Wertschätzung nur gegen Leistung.
Dann Trump und die FIFA: die rote Karte für Balogun verschwindet nach einem Anruf bei Infantino, während die WM in den USA läuft. Kleines Update nach der Aufnahme: Belgien hat trotzdem 4:1 gewonnen. So viel zum Anruf.
Der Teil, der grade fast untergeht: die Bundesregierung schafft das Informationsfreiheitsgesetz faktisch ab. Attest ab Tag eins, sachgrundlose Befristung bis zu vier Jahre, und eben das IFG, mit dem Foodwatch, Frag den Staat oder ihr selbst bisher Behördendokumente einsehen konntet. Ohne das gäbe es die Aufklärung zu Spahns Maskendeals nicht.
Und der AfD-Parteitag in Erfurt, auf den Tag hundert Jahre nach dem zweiten NSDAP-Parteitag. Rechtsruck bis in die Spitze, warum das Verbotsverfahren überfällig ist, und Weidels Widerspruch in sich selbst.
Zum Schluss was Schönes: neun von zehn afrikanischen Teams in der KO-Runde, Kap Verde als Held*innen zu Hause empfangen.
mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk
Diese Folge wurde aufgenommen, als Deutschlands Sommermärchen noch nicht zerschlagen war.
Die Frage, die uns durchgängig in der Folge beschäftigt, lautet: wer darf dazugehören, und wer bestimmt die Erzählung. Wir verfolgen sie von der WM 2026 über ein Gutachten, das der AfD Verfassungswidrigkeit attestiert, bis zu dem, was Hasskommentare nachweisbar mit Menschen machen. Dazwischen Infantinos Privatjet, die Schande von Gijón und eine Simulation zu Kolonialismus im Fußball.
Abpfiffe der Woche: Infantinos Privatjet gegen die eigenen Klimaziele der FIFA, die Schande von Gijón 1982 und der Verdacht rund um das 3:3 zwischen Österreich und Algerien. Dazu die Debatte um einen Spieler, der zur Geburt seines Kindes nach Hause reist.
Kolonialismus und Weltfußball: was Aladin El-Mafaalani im taz-Interview über die kolonialen Reste in unserem Blick auf die WM sagt
Rassismus und Hass im Netz: „Sie sprechen aber gut Deutsch" nach dem Gottesdienst, und was Hass in Kommentaren mit uns macht
Der Stachel: das GFF-Gutachten zur Verfassungswidrigkeit der AfD, ehrlich eingeordnet. Das Herz: die Flamingo-Proteste in Albanien.
Links:
AfD-Gutachten der GFF, Volltext und Aufarbeitung: afd-gutachten.de
taz-Interview mit Aladin El-Mafaalani, 22.06.2026: Soziologe über Chancen einer Fußball-WM: „Das zeugt noch von einem kolonialen Denken“ | taz.de
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WM-Woche, und wir reden über die Sätze, die nebenbei fallen. Schweinsteiger über "afrikanischen Fußball", ein Gebet bei der WM, das mehr ist als ein Gebet, und eine EU-Abstimmung, die im Fußballtrubel fast untergegangen ist.
– Schweinsteiger nennt das Spiel der Elfenbeinküste "ein bisschen wild" und "nicht von der Taktik geprägt". Wir sortieren, warum das nicht harmlos ist.
– Kap Verde zum ersten Mal bei einer WM, zu null gegen Spanien, und ein Torwart, dessen Mutter erst kein Visum bekam. (Die Abpfiffe der Woche)
– Ein Gebet bei der WM, riesige Reichweite, und die Frage: über welchen Jesus reden wir hier?
– Die EU-Rückführungsverordnung, "Send them back" im Parlament, und warum Kirche dazu nicht stillhalten sollte.
Links:
Kolonialmächte-Studie (Uni Zürich/Konstanz): WM-Simulationen zeigen Vorteile ehemaliger Kolonialmächte im Fussball | UZH News | UZH
Quinton Ceasar über den parfümierten Jesus: Quinton Ceasar | Sonntags
Herbert Grönemeyers Post: https://www.instagram.com/p/DZ14aRAOm_3/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==
Video von Präses Thorsten Latzel: https://www.instagram.com/reel/DZxbw5FIUUv/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==
Schreibt uns in die DMs bei @stachelundherz, was ihr von der WM-Woche haltet.
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Diese WM ist eine Woche alt und hat schon mehr Skandale als Spieltage. Wir boykottieren nicht, wir gucken hin, und starten dafür unsere neue Rubrik: die Abpfiffe der Woche. Außerdem im Gepäck: ein Fall aus England, an dem sich gerade zeigt, wie ein Mord von rechts umgedeutet wird.
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016, kostenlos und rund um die Uhr, hilfetelefon.de
Folgt uns für mehr auf Instagram: @stachelundherz
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Ein süßes Schaf namens Lenny soll Kindern gegen Abo-Gebühr den Glauben näherbringen. Wir nehmen die Christen-App Creed auseinander und landen beim nächsten großen Geschäft mit der Unsicherheit: Looksmaxxing, vom Hammer auf den eigenen Kiefer bis zur Abnehmspritze für Jugendliche. Und bei der Frage, warum das Vermessen von Schönheit eine längere faschistischere Geschichte hat, als der Trend zugibt.
Links:
• Sascha Lobo und Jule über Looksmaxxing: https://feel-the-news.podigee.io/233-looksmaxxing-warum-wir-wieder-uber-schonheit-streiten
Schreib uns in die Kommentare: Ist dir Lenny oder Looksmaxxing schon mal im Feed begegnet?
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