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Probieren geht über Studieren. Das ist nun zwar nicht unbedingt das Lebensmotto von Neu-Lehramtsanwärter Timo, aber auf Milchbauer Eike trifft das voll zu. Er redet nicht lange, er macht! Vielleicht liegt’s an der würzigen Landluft, aber irgendwie kommen scheinbar alle Landwirte und Landwirtinnen aus dem Team: „Nicht lang schnacken…“. Und Eike aus dem Landkreis Rotenburg könnte ihr Teamkapitän sein. Wenn etwa das Schicksal zuschlägt und alle Kühe vom Hof müssen… dann ist das zwar extrem traurig, aber dann macht man halt trotzdem das Beste draus. Und wenn sich dann herausstellt: Das Beste ist aber nicht gut genug, ja dann muss man eben wieder was ändern. Genau das hat Eike getan. Er hat die leeren Kuhställe auf dem elterlichen Hof mit neuem Leben gefüllt, und so ganz nebenbei auch mit dem (in diesem Fall nicht ganz so süßen) Duft der Freiheit…
Traumjob: Landwirt! Vom Leben auf dem Land und vom Arbeiten auf dem Bauernhof träumen viele junge Mädels und Jungs. Doch dass es auf dem Bauernhof nicht nur die klassischen „Landwirt-Aufgaben“ gibt, haben viele wohl nicht auf dem Schirm. Landfrau Silke aus Scharnhorst ist Bauernhofpädagogin. Als angehender Grundschullehrer klopft Timos Herz da natürlich noch ein bisschen schneller als sonst. Wie Silkes Aufgaben als Bauernhofpädagogin aussehen – und was abgepacktes Futter in Eimern in einer Schule damit zu tun hat, hört ihr in der neuen Folge StadtLandKuh. Viel Spaß beim Reinhören!
Was, wenn du nicht weißt, ob du in 20 Jahren noch da bist. Genauer: Ob du noch da sein darfst, wo du dir alles aufgebaut hast? Keine schöne Vorstellung. Aber eine, mit der sich Milchbauer Stephan auseinandersetzen muss. In der letzten Episode war Timo bereits auf seinem Hof in Huxfeld. Allerdings hat er sich da mehr für seine Frau Martina interessiert. Oder besser gesagt dafür, wie man im Moor mitten unter Kühen Urlaub machen kann. Und dieses Moor, das Teufelsmoor bei Bremen, ist auch der Grund, warum Timo nun wieder da ist. Hintergrund: Ein neues EU-Klimagesetz regelt, dass bis 2030 CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden müssen. Und eine Stellschraube auf dem Weg dahin ist: Das Moor soll wieder nasser werden. Das findet Stephan auch richtig und wichtig, und er möchte daran mitarbeiten. Bauchschmerzen bekommt er aber bei Stimmen, die fordern, das Moor komplett zu fluten. Immerhin stehen hier nicht nur seine Kühe, sondern auch Haus und Hof mit seiner Familie drin.
Frische Luft, ganz viel Natur und Ruhe – für viele sieht so der Traumurlaub aus. Martina aus Huxfeld muss dafür nur die Haustür öffnen. „Da leben, wo andere Urlaub machen…“: Martina und ihre Familie leben diesen Traum. Nur statt Sonne, Strand und Meer ist ihr Urlaubsparadies ein Bauernhof mit Milchkühen im Moor. „Urlaub?!“ Da ist Timo nicht weit! Er hat Martina im Ferienparadies besucht. Nur dass das ‚Ferienparadies‘ für Martina bedeutet, jeden Morgen um sechs Uhr aufzustehen, Kühe zu melken und Gäste zu bespaßen … Na, das hat sich Timo ein bisschen anders vorgestellt. Nicht nur diese, sondern auch noch zwei weitere Überraschungen haben Timo auf dem Bauernhof von Martina erwartet: die Geburt der kleinen Colonia und seine Challenge…
Wenn dir das Leben Milch gibt, mach Schokopudding draus! Das würde Timo machen, wenn er Chef von über 400 Kühen wäre. Schokopudding, aber auch viele andere Milchprodukte produziert Kuh- und Milchchef Jörgen Hemme auf seinem Betrieb. Anders als bei Timo schlägt dessen Herz aber nicht nur beim Stichwort „Schokopudding“ höher, sondern beim Stichwort „Allrounder“. Denn: Jörgen Hemme ist nicht nur Landwirt und damit Erzeuger, sondern er verarbeitet seine Produkte in der hofeigenen Molkerei selbst weiter und kümmert sich auch noch um den Vertrieb. Hier die Kuh, und 50 Meter weiter der fertige Schokopudding. Und mit diesem Konzept ist er in Niedersachsen schon besonders. Timo hat sich das mal angesehen, und für ihn ging es nicht nur auf ein schwimmendes Melk-Karussell, er war auch ein ultimativ-wichtiger Bestandteil des Qualitäts-Teams und natürlich Schokopudding-Verkoster… Schon allein für dieses Geschmackserlebnis würde Timo jeden Tag selbst 'ne Kuh melken…
Wenn Timo gefragt wird: „Und, was machst du so?“ sagt er: „Ich bin Student“. Wenn er angeben will, vielleicht auch noch „Podcasten“. Aber bei Henriette dauert die Antwort auf die vielleicht klassischste aller Kennenlern-Fragen deutlich länger. Denn sie hat drei-einhalb Berufsleben. 1.: Henriette packt als Landwirtin auf dem Hof ihres Mannes mit an. 2.: Sie ist als Herdenmanagerin (?) auf einem anderen Hof angestellt. 3.: Sie ist Geschäftsführerin auf dem Hof ihrer Eltern. Und 3,5.: Sie macht Öffentlichkeitsarbeit für ihr Landwirtinnendasein. Sie betreut Besuchergruppen, bespielt ihren insta-Kanal als @milchmaedchen_henri oder ist auf YouTube auf dem „My KuhTube“-Kanal. Aber wie zum Geier schafft sie das alles? Was ist ihr Geheimnis? Der burn-out-besorgte Stadtmensch mit dem leichten Kuhfetisch findet es heraus. Und er macht den ultimativen Geschmackstest: Schmeckt Biomilch besser?
Was macht ein Bio-Milchbauer eigentlich anders als die konventionellen Kolleg*innen? Das will Student Timo diesmal auf seiner Landpartie herausfinden. Und siehe da: Tatsächlich macht Hauke aus dem hohen Norden einiges anders. So ein Biosiegel gibt’s ja auch nicht geschenkt. Der junge Milchbauer musste seinen Hof über ein Jahr umstellen und teilweise auch umbauen, um alle Bio-Vorgaben zu erfüllen. Was Haukes Hof sonst noch zu was ganz Besonderem macht ist die Art, wie er seine Kälber großzieht. Diesen Job übernehmen in der ersten Zeit nämlich sogenannte Ammenkühe. Üblich ist, dass die Kälber nach der Geburt von den Muttertieren getrennt werden und dann unter Gleichaltrigen aufwachsen. Das ist auf Bio-Höfen auch nicht anders als in der konventionellen Landwirtschaft (Wer wissen will, warum und wieso - Folge #011!). Bei Hauke werden Mutterkuh und Kalb zwar auch getrennt, aber dann kommen die Kälber zu einer Ammenkuh, die die Kälber sozusagen adoptiert. „Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht“, denkt sich Timo. Aber wenn er eines mittlerweile gelernt hat: Landwirte sind pragmatisch und haben immer ihre Gründe…
Landwirtin Louisa hat Mumm. So viel steht mal fest. Sie ist Massentierhalterin und steht dazu (in Episode 8a/b), und jetzt hat sie Timo eine Sprachnachricht geschickt, weil sie mit ihm über ein anderes, brisantes Thema sprechen möchte: Die Trennung von Kuh und Kalb kurz nach der Geburt. Wer im Supermarkt seine Milch kauft, denkt da wohl kaum groß drüber nach, aber Kühe sind Säugetiere und geben nur Milch, wenn sie ein Kalb bekommen haben. Aber die Kälber werden stets von der Mutterkuh getrennt und woanders groß. „Das kannst Du doch nicht machen!“, meint Timo. Aber Louisa hat natürlich Gründe, warum sie es so macht. Aber sind es auch gute Gründe? Das will Timo rausfinden und lässt sich von Louisa ausführlich alles zeigen und erklären. So erfährt er, warum man bei der ersten Milch fürs Kalb nichts dem Zufall überlassen darf. Er beobachtet, wie eine Kuh reagiert, wenn sie ohne ihr neugeborenes Kälbchen in den Stall zurückkehrt. Und beide reden drüber, ob die Trennung von Kuh und Kalb wirklich „alternativlos“ ist.
Ob es eine gute Idee ist, Timo schwere Maschinen bedienen zu lassen? Unser Stadtbewohner hat auf seinen bisherigen Bauernhof-Touren ja nicht unbedingt mit Landarbeiter-Skills geglänzt. Doch Milchbauer Gerd ist entweder ein unerschütterlicher Optimist, oder er hat einfach die vergangenen Episoden nicht gehört. Wie dem auch sei: Der Landwirt lässt Timo jedenfalls ohne zu zögern bei seiner Challenge eine ca. 40-tausend Euro teure Maschine fahren. Und wo wir schon beim „fahren lassen“ sind: Wie auf anderen Höfen wird auch bei Gerd „Kuhpups“ zur Energiegewinnung genutzt. In der hofeigenen Biogasanlage. Aber warum stehen die Kuppelbauten eigentlich nicht auf jedem Bauernhof? Und an welchen Stellschrauben können Landwirte sonst noch drehen, damit die Klimabilanz sich verbessert? Das Thema Umwelt- bzw. Klimaschutz zieht sich wie ein grüner Faden durch Timos Besuch.
Landwirt David hat ganz schön was um die Ohren. Und dabei ist er erst Ende 20. Er muss sich jeden Tag um 100 Milchkühe und die Nachzucht kümmern. Auf dem Feld wird grade Kuhfutter geerntet. Die Biogasanlage will gefüttert werden. Die neuen Melkroboter müssen eingewöhnt werden … was für ein Stress! Zumindest wäre unser podcastendes Stadtgewächs Timo ziemlich gestresst. Aber David? Die Ruhe in Person! Dabei arbeitet er doch auch noch mit seinen Eltern zusammen auf dem Hof. Woanders wäre das wahrscheinlich ein zuverlässiger Pulsbringer, aber hier im niedersächsischen Emsland ist man offenbar aus Prinzip nicht gestresst. Und dann ist da noch Davids Freundin. Sie ist eigentlich Heil- und Erziehungspflegerin, packt aber trotzdem auf dem Hof mit an. Und das auch noch gerne! Für Timo ist das fast zu viel der Harmonie. Da muss es doch ein Haar in der Suppe geben!? Timo lernt Familie und Freundin kennen, tritt gegen ein Alien an und kommt als bekennender Freund von Pipi-Kaka-Humor wieder voll auf seine Kosten… zumindest phasenweise.
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