
Sign up to save your podcasts
Or


Wir reden diese Woche im Rahmen der ARD-Themenwoche "Wir gesucht - Was hält uns zusammen?" über die vielzitierte Spaltung der Gesellschaft. Gibt´s die überhaupt? Eine Mehrheit der Leute sagt: "ja" (und schuld sind irgendwelche anderen), die Mehrheit der Soziolog*innen sagt, "also empirisch eher nein". STUDIO KOMPLEX vermutet, dass die gefühlte Spaltung einen Zustand beschreibt, in dem die Interessen, Werte, Wünsche und Ängste so vielfältig sind und so vielfältig geäußert werden wie noch nie vorher. Debatte ist halt nicht mehr, wenn alle gesittet nacheinander reden und am Ende die Mitte gewinnt. Das Chaos samt Konflikt ist unser demokratisches Biotop, und wir sollten lernen, uns darin zu bewegen und zu streiten.
Das haben wir getan, mit
Jana Hensel, Autorin und Journalistin (ZEIT)
Michel Friedman, Publizist
Daniel Privitera, Geschäftsführer von streitgut
Bianca Hauda, Radio- und Fernsehmoderatorin
Dominik Rigoll, Historiker
Hier findet ihr das Transkript dieser Folge.
Hier erklärt Daniel Privitera, wie man mit der eigenen Familie streitet. Zum ominösen Wir-Gefühl geht’s hier und hier, und hier wird es zerlegt. Zum gesellschaftlichen Zusammenhalt gibt es ein eigenes Forschungsinstitut, und viele, viele Aufsätze, Initiativen und auch Videos, in denen über ihn gestritten wird. Und da ist die in unserer Folge sehr gelobte ZDF-Reihe Auf der Couch.
Kritik, Lob und Themenvorschläge erreichen uns am besten über Twitter, Instagram oder per Mail an: [email protected]
Unsere Podcast-Empfehlung für diese Woche ist Legion, da geht’s um das Hacker-Kollektiv Anonymous.
Wir sprechen über Gefängnisse – denn die haben einen ziemlich schlechten Ruf. Kritiker*innen sind sich einig: Ihr Ziel, Menschen zu resozialisieren, verfehlen JVAs komplett. Im Gegenteil, das „System Gefängnis” verstärke soziale Ungleichheit und wirke strukturell diskriminierend.
Manuel Matzke, Ex-Häftling und Sprecher der Gefangenen Gewerkschaft
Elisa Hoven, Professorin für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Uni Leipzig und Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof
Thomas Galli, Rechtsanwalt, Autor und ehemaliger Gefängnisdirektor
Daniel Loick, Professor für soziale und politische Philosophie an der Universität Amsterdam, Experte für Abolitionismus
Hier findet ihr das Transkript dieser Folge.
Die zitierten Studien findet ihr hier und hier. Die Zahlen zu den Kosten der Haftunterbringung stammen vom Bundesministerium der Justiz (BMJ).
Kritik, Lob und Themenvorschläge erreichen uns am besten über Twitter, Insta oder per Mail an: [email protected]
Unsere Podcast-Empfehlung für diese Woche ist Die Spur der Täter vom MDR.
Wie der Chef da seit einer Viertelstunde monologisiert und dabei verstohlen seine Spiegelung im Fenster betrachtet… das ist doch nicht mehr normal, oder? Und wie die Freundin ihren Partner da nach Strich und Faden immer dahin manipuliert, wo sie ihn haben will? Toxisch, ganz klar! Andere vom Küchentisch aus zu pathologisieren, macht schon länger Spaß, im Augenblick ist „Narzissmus“ die Lieblingsdiagnose, und wenn man sich so umhört, wird es um uns herum immer toxischer. Aber gibt es denn wirklich immer mehr Narzisst*innen? Und was passiert eigentlich mit uns als Gesellschaft, wenn wir uns immer ungehemmter an psychologischen und medizinischen Begriffen bedienen, um unsere Mitmenschen zu pathologisieren?
Oder sind solche Fragen schon ein klares Symptom für Narzissmus unsererseits? Wir besprechen das mit folgenden Gäst*innen:
Pablo Hagemeyer, Psychiater und Buchautor
Gitta Jacob, Psychologin
Friedrich Weißbach, Philosoph und Journalist
Tara-Louise Wittwer, Content Creatorin
Das Transkript zur Folge findet ihr hier
Und mehr zum Thema in den Weiten des Cyberspace:
Deutschlandfunk-Feature: Sind wir alle gestört?
Quarks: was du über Narzissmus wissen musst
DLF über Psychopathie und Politik
Psychiatrische Diagnosen
Warum wir individuelle Eigenarten nicht pathologisieren sollten
Habt ihr Wünsche, Kritik oder Ideen für steile Thesen? Gerne her damit, über Twitter, Instagram oder per Mail an: [email protected].
Wir empfehlen diese Woche ganz ausdrücklich die Kolleginnen und Kollegen von „LEGION: HACKING ANONYMOUS“. In dem sechsteiligen Podcast mit Host Khesrau Behroz erzählen er und sein Team die aufregende Geschichte von Anonymous, der Hacker-Gruppe hinter der Maske. Mit ihrem „Hacktivism“ haben sie das Internet verändert, und ein bisschen auch die Welt. Jetzt legen sie sich mit Wladimir Putin an. Am 23.10. geht es los.
Immer weniger Menschen in Deutschland lesen Bücher. Völlig unbeeindruckt davon werden jedes Jahr zigtausend neue Buch-Titel produziert und darüber ist der Kulturbetrieb geradezu blind gegenüber neuen Medien, die gesellschaftlich immer relevanter werden. Nur dem Buch wird noch ein besonderer Zauber zugesprochen. Nicht nur auf der Frankfurter Buchmesse hört man ein Loblied auf das Buch als Kulturgut mit extremem Tiefgang und gesellschaftlicher Wirkung. Auch in dieser Folge hören wir von der Literaturfankurve in Form eines Verlagschefs und der Direktorin des deutschen Literaturarchivs welch beispiellose Kraft nur ein Buch entfalten kann. Einzigartig! Bloß: Ist das wirklich so? Wir glauben nicht und gehen sogar einen Schritt weiter: Das Image vom Buch als Kulturgut schadet uns als Gesellschaft sogar! Wir diskutieren warum die besondere Stellung des Buchs eigentlich Fiktion ist und welche Alternativen es für tiefgründige Inhalte gibt. Es geht um die Wirkung eines Buchs auf unser Gehirn und wie der Buchmarkt heute eigentlich wirklich aussieht.
Und ja: Nach dieser Folge werden wir sicherlich nicht mehr auf die Frankfurter Buchmesse eingeladen.
Darüber sprechen wir mit unseren Gästen:
Habt ihr Wünsche, Kritik oder Ideen für steile Thesen? Gerne her damit, über Twitter, Insta oder per Mail an: [email protected].
Haustiere – sind sie nicht niedlich? Unsere besten und treusten Freunde, die uns haarigen Trost spenden, wenn es uns schlecht geht und uns im Gegensatz zu Menschen einfach nehmen, wie wir sind. Wo wir aber die ketzerische Frage stellen müssen: Na ja ... Haben sie eine andere Wahl? Verbringen sie ihr Leben nicht vielmehr in einem – im besten Fall – goldenen Käfig? Haben Katze, Meerschweinchen und Co. genauso viel von der Beziehung zu uns wie andersrum? Und inwiefern ist das ein Problem?
Darüber sprechen wir mit folgenden Personen:
Vanessa Tamkan, Hundebesitzerin und Tierschützerin
Marcel Sebastian, Soziologe und Autor des Buches "Streicheln oder Schlachten"
Friederike Schmitz, Tierethikerin und Autorin des Buches "Anders satt"
Katja Lehmann, Tierärztin und Tierschutzlehrerin
Bernd Ladwig, Professor für Politische Philosophie
Und die Moral von der Geschicht? Die hört ihr, wenn ihr Play drückt oder könnt sie auch hier nachlesen: Zum Transkript dieser Folge.
Habt ihr Wünsche, Kritik oder Ideen für steile Thesen? Gerne her damit, über Twitter, Insta oder per Mail an: [email protected].
Deutschland ist kinderfeindlich, so viel steht mal fest. Während unsere Nachbarn im Süden Kinder mit Liebe nur so überschütten und unsere nordischen Nachbarn sowieso in allem perfekt sind, werden bei uns, im kalten Herzen von Europa, Kinder mit dem Luftgewehr vom Garagenhof gejagt. Und bitte keine Kinderwagen im Treppenhaus!
Mirna Funk, Journalistin, Essayistin und Drehbuchautorin
Rudi Tarneden, Sprecher von UNICEF Deutschland
Bent Freiwald, Journalist, „Bildungsreporter“ bei Krautreporter
Anna Widdel, weltreisende Mutter von 5 Kindern
Es geht ums Berufsbeamtentum. Und vor allem um seine vielen Privilegien, an denen wir Anstoß nehmen. Ist es noch zeitgemäß, dass Beamt*innen quasi nichts zu unserem Sozialversicherungssystem beitragen oder auf Lebenszeit angestellt werden? Und das auf Kosten der Steuerzahler*innen?
Kritiker*innen finden Nein! In einem immer prekäreren Arbeitsmarkt sei das Berufsbeamtentum ungerecht. Die Arbeit, die viele Beamt*innen an den Tag legen, stehe nicht im Verhältnis zum finanziellen Aufwand.
Wir sind ehrlich: Auch wir spüren viele dieser Vorurteile in uns. Glauben aber, oft sind es nicht mehr als das. Vorurteile aus einer Zeit, die schon längst überwunden sind. Dennoch werden wir in dieser Folge lernen, welches Optimierungspotenzial immer noch im Berufsbeamtentum liegt. Und ob wirklich alle, die heute Beamte sind, es wirklich sein sollten? Aber eben auch, dass es ohne sie vermutlich gar nicht geht.
Denn: Es braucht Beamt*innen. Sagen wir "optimierte Beamt*innen", die tatsächlich hoheitlichen Aufgaben nachgehen, ohne die unsere Gesellschaft kollabieren würde. Beamt*innen, die ungeachtet aller äußeren Einflüsse stets das Wohl der Gesamtgesellschaft im Blick haben. Kurzum: Wir machen Beamte great again!
Darüber haben wir gesprochen mit:
Luise Duda, Lehrerin
Franz Lehner, Sozialwissenschaftler
Friedhelm Schäfer, Zweiter Vorsitzender und Fachvorstand Beamtenpolitik im Deutschen Beamtenbund
Gisela Färber, Verwaltungswissenschaftlerin am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung
Dominik Fecht, Ex-Beamter und inzwischen Finanzcoach
Was euch noch interessieren könnte:
Hier geht's zum Transkript.
Diese Folge entspringt einem Hörerinnen-Wunsch. Habt ihr auch Wünsche, Ideen, Kritik? Her damit:
Twitter und Insta
Die überbordende Anteilnahme am Tod der Queen zeigt uns: So entfremdet von der kitschigen Monarchie wie viele von uns den Anschein machen, sind wir in Deutschland gar nicht. Auch in uns scheint das Bedürfnis zu schlummern, ein Staatsoberhaupt herbeizusehen, das mehr Glamour hat und Nähe ausstrahlt als der Bundespräsident. Weil wir dem nun aber nicht einfach eine Krone aufsetzen wollen und um Himmels Willen auch nach keiner neuen, starken Führerrolle mit übler Vergangenheit suchen, backen wir uns einen zeitgemäßen Queen-Ersatz.
Der Selbstoptimierungswahn ist nicht zu stoppen. Instagram und TikTok sind voll von Daily Morning Routines, Muskelaufbau- und Fettabbau-Programmen, Supplements, Fitness-Trackern, Apps, die dich ans richtige Atmen erinnern – einfach nur (Über)Leben, das geht nicht mehr. Irgendwer weiß, was dir fehlt und was du tun musst, um ein noch besserer Mensch zu werden.
Und natürlich sind wir uns alle einig, dass das eigentlich total ih baba ist! Denn wer will schon als Sklave der kapitalistischen Verwertungslogik einem unerreichbaren Ideal seiner Selbst hinterherhecheln?! Ständig auf Healthtrackern eruieren müssen, ob er oder sie heute schon genug geleistet hat?! Und überhaupt: Was für eine egoistische Kackscheiße ist das bitte, so viel Zeit und Geld zu investieren, die man auch in gemeinnütze/altruistische Richtungen lenken könnte?!
Was aber, wenn der schlechte Ruf des Selbstoptimierens völliger Quatsch ist. Denn: Das Streben nach Mehr (Schönheit, Geld, Ansehen, Gesundheit, langes Leben, Erfolg, ...) wohnt uns Menschen schließlich inne. War ziemlich sicher für unsere Evolution zum intelligentesten Wesen auf der Erde recht förderlich.
Eine Welt ohne Selbstoptimieren wäre schrecklich! Und mehr noch: Nur durch mehr Selbstoptimierung schaffen wir mehr Diversität! Und nur durch mehr Selbstoptimierung können wir im Kollektiv [sic!] die Probleme lösen vor denen wir aktuell stehen.
Darüber sprechen wir mit:
Sven Hannawald, Ex-Skispringer
Dagmar Fenner, Philosophin
Céline Flores Willers, Unternehmerin
Judith Braun, Psychologin
Christoph Augner, Psychologe und Autor
Corinna Mühlhausen, Zukunftsforscherin
Hier geht's zum Transkript.
Schreibt uns gern Wünsche, Ideen, Kritik bei Twitter oder Insta.
Verbrechen lohnt sich, jedenfalls für Podcaster. Nur echt muss es sein. True Crime ist eines der erfolgreichsten Genres im Netz, aber auch im Fernsehen und in Buchform laufen echte Kriminalfälle wie geschnitten Brot. Mysteriös, monströs, magenumdrehend – aber megaspannend. Und wir fragen uns: Was haben reale Verbrechen und die damit verbundenen Leidensgeschichten im Entertainment verloren? Rollen wir hier nicht Täterinnen und Tätern den roten Teppich aus, ignorieren wir nicht die Opfer und die meist ja noch lebenden Angehörigen und Betroffenen? Ein krasser Fall – ein interessanter Fall – ein realer Fall. Und das Kommissariat Komplex lässt nicht locker, bevor er gelöst ist ...
Mit an Bord der SOKO True Crime sind:
Mark Benecke, Kriminalbiologe
Heike Borufka, True Crime-Podcasterin
Torsten Körner, Journalist & Medienkritiker
Johanna Börsting, Medienpsychologin
Paula Rudnik, True Crime-Fan
Lisa-Marie Michalke, Opfer-Angehörige
Das könnte euch noch interessieren:
Das Missing White Woman Syndrome
Debattenüberblick: Pro & Contra zu True Crime
Eine feministische Kritik an True Crime
SWR2-Feature zu True Crime
Hier geht's zum Transkript der Folge.
Wünsche, Anregungen und Kritik könnt ihr mailen an [email protected] oder via Twitter und Instagram schicken.
From the publisher's feed