Nächtliche Enuresis betrifft etwa 10–16% der 7-jährigen Kinder und hat erhebliche Auswirkungen auf deren psychisches und soziales Wohlbefinden. Die Ursachen sind multifaktoriell: nächtliche Polyurie, reduzierte Blasenkapazität und Schwierigkeiten, bei Harndrang aufzuwachen. Aktuell empfehlen Leitlinien Desmopressin und einen Enuresis-Alarm als Erstlinientherapien, da die Wirksamkeit und Sicherheit beider Therapien gut belegt sind. Dennoch ist die Therapie oftmals nicht wirksam, was oft zusätzliche psychologische Belastungen mit sich bringt. Einige Leitlinien empfehlen ein Blasentagebuch vor Behandlungsbeginn, um Symptome zu dokumentieren und die passende Therapie zu wählen. Doch diese Tagebücher sind für Familien oft eine Herausforderung und ihre Qualität variiert stark. Zudem bleibt unklar, wie stark sie den Therapieerfolg beeinflussen. Ziel dieser Studie war es, zu prüfen, ob Blasentagebücher und eine klinische Charakterisierung das Ansprechen auf Desmopressin oder Alarmtherapien vorhersagen können. Außerdem sollte ein Prognoseinstrument entwickelt werden, das die Therapieentscheidung erleichtert und verbessert.Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass eine Behandlung, die auf Blasentagebüchern basiert, die Erfolgschancen auf trockene Nächte deutlich steigert.
Link zur Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38950376/
Jørgensen CS et al. Development of a Novel Prediction Tool for Response to First-Line Treatments of Monosymptomatic Nocturnal Enuresis: A Randomized, Controlled, International, Multicenter Study (DRYCHILD). J Urol 2024; 212:539-549
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