Study Snacks - Urologie

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Study Snacks - Urologie episodes

  • MRT-gesteuerte Prostatabiopsie: Transrektales versus transperineales Vorgehen

    Die European Association of Urology empfiehlt gegenwärtig, bei systematischen Prostatabiopsien dem transperinealen Zugang den Vorzug gegenüber dem transrektalen zu geben. In der wissenschaftlichen Literatur wird die optimale Biopsieroute allerdings kontrovers diskutiert. Ein europäisches Forscherteam beschäftigte sich nun mit dieser Fragestellung im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie.


    Link zur Studie: https://link.springer.com/article/10.1007/s00345-024-05245-1


    Oderda M et al. Transrectal versus transperineal prostate fusion biopsy: a pair-matched analysis to evaluate accuracy and complications. World J Urol 2024; 42(1): 535. DOI: 10.1007/s00345-024-05245-1


    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.


    In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].

    6 min
  • Prostatabiopsie: Infektionsrisiko bei transrektalem und transperitonealem Vorgehen

    Transrektale systematische Prostatabiopsien geraten zunehmend in die Kritik. Grund ist das möglicherweise höhere Infektionsrisiko im Vergleich zum transperinealen Vorgehen. Einige Beobachtungsstudien deuten auf eine entsprechende Problematik hin, randomisierte Vergleichsstudien fehlen allerdings bislang. Die ProBE-PC-Studie schließt nun diese Wissenslücke: Sie verglich die beiden Biopsiestrategien bezüglich des Komplikationsrisikos.


    Link zur Studie: https://www.auajournals.org/doi/10.1097/JU.0000000000003788


    Mian BM et al. Complications Following Transrectal and Transperineal Prostate Biopsy: Results of the ProBE-PC Randomized Clinical Trial. J Urol 2024; 211(2): 205–213. DOI: 10.1097/JU.0000000000003788


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    7 min
  • Asymptomatische Bakteriurie vor urologischen Eingriffen

    Gegenwärtig empfehlen sowohl die US-amerikanischen als auch die europäischen Leitlinien den diagnostischen Ausschluss bzw. die Therapie einer asymptomatischen Bakteriurie vor urologischen Eingriffen mit Mukosabeteiligung. Wie gut dieses systematische Vorgehen tatsächlich vor postoperativen Infektionskomplikationen schützt, ist allerdings unklar. Ein französisches Forscherteam ging dieser Frage mithilfe einer retrospektiven Studie nach.


    Link zur Studie: https://www.auajournals.org/doi/10.1097/JU.0000000000004047


    Kutchukian S et al. Asymptomatic Bacteriuria and Urological Surgery: Risk Factor or Not? Results From the National and Multicenter TOCUS Database. J Urol 2024; 212(3): 461–469. DOI: 10.1097/JU.0000000000004047


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    7 min
  • Ergebnisse und Chancen zusätzlicher Nierenkrebs-Früherkennung im Rahmen des Lungenkrebsscreenings

    Die Früherkennung von Krebs ist entscheidend für den Behandlungserfolg. In den USA und Großbritannien gibt es für Lungenkrebs bereits etablierte Screenings für Hochrisikopatienten, vor allem für Personen, die stark geraucht haben. Diese Screenings basieren meist auf einer Thorax-Computhertomographie und richten sich gezielt an Hochrisikogruppen. Ein zusätzlicher Scan könnte jedoch auch andere Erkrankungen aufdecken, die in dieser Risikogruppe häufig vorkommen, etwa Nierenkrebs.Nierenkrebs verläuft in frühen Stadien oft symptomlos und wird dadurch oft erst spät entdeckt. Dabei sind die Heilungschancen hoch, wenn der Tumor rechtzeitig diagnostiziert wird. Kliniker und Patienten haben daher ein Screening für Nierenkrebs als eine Forschungspriorität benannt. Doch bisher wurde die Kombination eines Nierenkrebsscreenings mit bestehenden Screening-Programmen nicht untersucht, und ein alleinstehendes Screening für Nierenkrebs wäre kostspielig und in der Bevölkerung vermutlich wenig akzeptiert. Forscher untersuchten nun die Möglichkeit, das Lungenkrebsscreening durch eine zusätzliche kontrastfreie abdominale Thorax-Computhertomographie zu ergänzen. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Die abdominale CT erwies sich als gut durchführbar und wurde von den meisten Patienten akzeptiert, während zusätzliche, schwerwiegende Befunde entdeckt werden konnten.


    Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39271419/


    Steward GD et al. Abdominal Noncontrast Computed Tomography Scanning to Screen for Kidney Cancer and Other Abdominal Pathology Within Community-based Computed Tomography Screening for Lung Cancer: Results of the Yorkshire Kidney Screening Trial. Eur Urol 2024; 12:S0302-2838(24)02567-3


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    6 min
  • Neue Wege in der Nierensteintherapie: Die Break-Wave-Lithotripsie

    Nierensteinleiden, die sogenannte Urolithiasis, belasten das Gesundheitssystem weltweit immer stärker. Die Inzidenz steigt, und viele Patienten müssen mehrmals die Notaufnahme aufsuchen, bis sie eine Behandlung erhalten. Für Steine unter 10 mm gilt die Stoßwellenlithotripsie als Standardverfahren. Die Stoßwellenlithotripsie zertrümmert Steine mithilfe von Stoßwellen, erfordert jedoch oft eine Anästhesie und ist mit Schmerzen verbunden. Dies erhöht den Aufwand und die Kosten, da Patienten für den Eingriff in spezialisierten Kliniken behandelt werden müssen. Eine Methode, die ambulant und ohne Narkose funktioniert, wäre daher ein enormer Fortschritt. Die Break-Wave-Lithotripsie ist eine solche Technologie, die fokussierten Ultraschall einsetzt und das Potenzial hat, diese Lücke zu schließen. Ziel der aktuellen Studie war es, die Sicherheit und Wirksamkeit der Break-Wave-Lithotripsie zu bewerten. Erste Ergebnisse zeigen, dass das System sicher und gut verträglich ist und in vielen Fällen ohne Anästhesie durchgeführt werden kann. Das könnte bedeuten, dass die Behandlung in Zukunft für Patienten auch ambulant und kostengünstiger angeboten werden kann.


    Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39254129/


    Chew BH et al. Break Wave Lithotripsy for Urolithiasis: Results of the First-in-Human International Multi-Institutional Clinical Trial. J Urol 2024; 212:580-589


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    6 min
  • Prostatabiopsie und Infektionsrisiko: Optimierung der Antibiotikaprophylaxe

    Die transrektale ultraschallgeführte Prostatabiopsie ist ein weltweit verbreiteter Standard zur Diagnose von Prostatakrebs. Jährlich werden in Europa rund eine Million dieser Biopsien durchgeführt. Obwohl die transrektale ultraschallgeführte Prostatabiopsie in der Regel sicher ist, treten bei einigen Patienten Komplikationen wie Harnwegsinfektionen, rektale Blutungen und sogar Urosepsis auf. Das Risiko für Infektionen wird dabei üblicherweise mit Antibiotikaprophylaxe gemindert, häufig mit Fluorchinolonen wie Ciprofloxacin. Doch die Anwendung von Fluorchinolonen bringt zunehmend Probleme: Resistenzen nehmen zu und die Nebenwirkungen sind erheblich. 2019 schränkte die Europäische Arzneimittel-Agentur die Nutzung von Fluorchinolonen weiter ein, und Deutschland gab eine Empfehlung gegen deren Einsatz in der Antibiotikaprophylaxe für urogenitale Eingriffe heraus. Alternativen sind daher dringend nötig. Fosfomycin wird als mögliche Alternative gehandelt. In der aktuellen Studie verglichen Forscher Ciprofloxacin, Fosfomycin und eine Kombination aus Fosfomycin und Trimethoprim/Sulfamethoxazol direkt miteinander, um die Infektionsrate und Verträglichkeit zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Kombinationstherapie eine wirksame Alternative zu Fluorchinolonen sein könnte.


    Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38806739/


    Bovo A et al. Comparison of ciprofloxacin versus fosfomycin versus fosfomycin plus trimethoprim/sulfamethoxazole for preventing infections after transrectal prostate biopsy. World J Urol 2024; 42:356


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    7 min
  • Optimierung der Metastasendiagnostik bei Peniskrebs: Eine neue Dual-Dye-Technik mit Indocyaningrün und Methylenblau

    Das Überleben von Patienten mit Peniskrebs hängt entscheidend vom Vorliegen und der Ausbreitung von Lymphknotenmetastasen ab. Bei knotennegativen Patienten liegt das krebsspezifische 5-Jahres-Überleben signifikant höher als bei Patienten mit nachgewiesenen Lymphknotenmetastasen. Klinische Untersuchungen allein sind jedoch oft ungenau und können okkulte Metastasen übersehen. Daher empfehlen Leitlinien neben der Palpation auch die Ultraschalluntersuchung der Leiste sowie eine Feinnadelaspiration. Das Problem ist, dass eine komplette Leistendissektion bei vielen Patienten unnötig invasiv ist und häufige Komplikationen wie Lymphozele, Lymphödem oder Wundinfektionen nach sich zieht. Zur Reduzierung dieser Überbehandlungen wird zunehmend die dynamische Sentinel-Lymphknoten-Biopsie empfohlen. Die Forscher dieser Studie untersuchten daher eine neue Kombination aus Indocyaningrün-Fluoreszenz und Methylenblau als Tracer zur Identifikation von Sentinel-Lymphknoten bei Patienten mit Peniskrebs. Die Fragestellung lautete, ob diese Methode genauso zuverlässig und sicher ist wie die bisherige Technik und gleichzeitig die Komplikationsrate senken kann. Die Ergebnisse zeigen, dass die Dual-Dye-Technik eine hohe Sentinel-Lymphknoten-Erkennungsrate und eine geringe Falsch-Negativ-Rate bietet.


    Link zur Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39331184/


    Amaresh M et al. Indocyanine green and methylene blue dye guided sentinel lymph node biopsy in patients with penile cancer (PeCa): results of 50 inguinal basins assessed at a single institution in India. World J Urol 2024; 42:542


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    6 min
  • Nichtmuskelinvasives Blasenkarzinom

    Die Behandlung des auf BCG (Bacillus Calmette-Guérin) refraktären nichtmuskelinvasiven Blasenkarzinoms stellt angesichts eingeschränkter Behandlungsoptionen eine therapeutische Herausforderung dar. Für Betroffene, die sich gegen eine radikale Zystektomie entscheiden, bietet die Instillationstherapie mit Nadofaragen firadenovec nun eine vielversprechende Strategie, wie die 5-Jahres-Auswertung einer Phase-3-Studie zeigt.


    Link zur Studie: https://www.auajournals.org/doi/10.1097/JU.0000000000004020


    Narayan VM et al. Efficacy of Intravesical Nadofaragene Firadenovec for Patients With Bacillus Calmette-Guérin-Unresponsive Nonmuscle-Invasive Bladder Cancer: 5-Year Follow-Up From a Phase 3 Trial. J Urol 2024; 212(1): 74–86. DOI: 10.1097/JU.0000000000004020


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    8 min
  • Muskelinvasives Blasenkarzinom: Detektion zirkulierender Tumor-DNA mittels Gesamt-Genom-Sequenzierung

    Nahezu die Hälfte der Personen mit einem in kurativ behandelten, also neoadjuvant chemotherapierten und radikal zystektomierten, lokal begrenzten muskelinvasiven Blasenkarzinom erleidet ein Tumorrezidiv. Prinzipiell bietet sich zirkulierende Tumor-DNA zur Detektion der minimalen Resterkrankung an. Nach der Primärtherapie ist die Aussagekraft dieser Methode allerdings angesichts der geringen Tumorlast, der beschränkten Anzahl analysierter Mutationen, der geringen Plasmavolumina sowie der Sequenzierungstiefe eingeschränkt. Die Gesamt-Genom-Sequenzierung löst dieses Problem.


    Link zur Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0302283824023844?via%3Dihub


    Nordentoft I et al. Whole-genome Mutational Analysis for Tumor-informed Detection of Circulating Tumor DNA in Patients with Urothelial Carcinoma. Eur Urol 2024; 86(4): 301–311. DOI: 10.1016/j.eururo.2024.05.014


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    8 min
  • Ureterstents: Propolis-Beschichtung beugt Infektionen und Verkrustungen vor

    Die längerfristige Schienung der Harnleiter birgt zahlreiche Risiken, darunter Harnwegsinfektionen und Verkrustungen der Ureterstents durch Ablagerungen von Proteinen, Oxalaten, Phosphaten und Kalziumsalzen. Ein Forscherteam aus China untersuchte nun in vitro und im Tierversuch, ob und wie gut eine Beschichtung der DJ-Katheter mit Propolis, einem antibakteriell wirksamen Produkt der Honigbiene, vor diesen Komplikationen schützt.


    Link zur Studie: https://bjui-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bju.16326


    Zhao Y et al. In vitro and in vivo study of antibacterial and anti-encrustation coating on ureteric stents. BJU Int 2024;134(1): 72–80. DOI: 10.1111/bju.16326


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    7 min

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