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Dieses Stufen.aufs.Ohr ist besonders etwas für Tierliebhaber – und ich hoffe auch für alle anderen…
Denn unsere Katze Loki fasziniert mich immer wieder.
Sie kommt ins Zimmer, miaut mich an, springt auf den Schreibtisch und egal, was zwischen mir und meinem Laptop liegt – sie legt sich, ja kuschelt sich in meine Arme. Die Beine werden dann über mein Mouse-Pad ausgestreckt, so dass dieses nicht mehr ganz so gut funktioniert – und nach ein paar Schmuseeinheiten schließt sie die Augen, entspannt und bald hört das Schnurren auf – was bedeutet: Loki schläft.
Ich bin ihr „Safe place“ – in meinen Armen ist ihr Ankerplatz, wo sie Ruhe findet, loslässt, schlafen kann – tief und fest. Hier fühlt sie sich ganz beheimatet und sicher.
In einer ganz klaren Selbstverständlichkeit ist das IHR Platz – zu JEDER Zeit – wenn sie es braucht.
Ich bin ihre Burg, der Schirm, ihr Ruheort, Heimatgeber, Glücklichmacher, Friedensbringer…
Na, singt es schon in manchen von euch?...
Lied „Du tust“ findet sich auf Youtube
Wahrscheinlich bin ich auch noch ihr Dosenöffner, aber zurück wieder zu dem, wo ich hin will – denn für mich ist dieses Zusammensein ein lebendiges Bild, das mich immer wieder daran erinnert,
wer Gott für mich ist oder noch weiter gefasst: Wer Gott für mich sein möchte!
Loki kommt und fordert ein: Auftankzeit. Nähezeit. Ruhen – bei mir und nirgendwo anders. Und wenn sie dann eine Weile bei mir gelegen hat, dann steht sie plötzlich auf, und geht – entweder um allein irgendwo zu schlafen – oder sie geht nach draußen – gestärkt, um der Welt wieder ins Auge zu blicken, sich an den Bienen, Spinnen, Ameisen oder dem Wind zu freuen, der die Äste bewegt. Aber auch, um sich der Nachbarkatze „Murmel“ zu stellen, die zu gern mal vorbeischaut, ob die Tür offen ist und sie Futter stibitzen kann…
„Dir nahe zu sein ist mein Glück“, beten wir in Psalm 73.
Das sehe ich bei Loki jeden Tag und mit ihr höre ich Gottes Einladung an dich und mich: Mir nahe zu sein ist dein Glück, mein Kind.
Komm zu mir – mit allem –
ich will dich erquicken und stärken.
Ich will dich ausrüsten für dein Leben im Hier und Jetzt und für allezeit.
Dir gilt diese Einladung – wie auch mir – jeden Tag neu.
Dein Platz und mein Platz in Gottes Schoß ist frei und wartet darauf, eingenommen zu werden
– ob singend, still, schreiend, laufend, unruhig oder eingekuschelt im Bett.
Die einzige Frage ist:
Nimmst du die Einladung heute an?
Möchtest du Glück haben?
Eine gesegnete Woche mit ganz viel Glück und Hoffnung im Herzen und Freude vom Freudenschenker wünscht Damaris Friedrich
Ein Bild von Loki findet ihr im YouTube Video
Ohne was eigentlich? Und wozu???
Am Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen – die Passionszeit!
Viele Menschen überlegen, auf was sie in diesen 7 Wochen vor Ostern verzichten wollen. Manche verzichten bewusst auf Genussmittel - auf das, was so zum Alltäglichen, zur Selbstverständlichkeit geworden ist.
Es ist dann wie eine Prüfung der Gewohnheiten: kann ich auch ohne Schokolade, ein Glas Wein, soziale Medien… leben?
Ist das entscheidend???
Oder will ich in diesen 7 Wochen mein Leben etwas überdenken, neu sortieren, prüfen: Was tut mir gut? Was nicht gut?
So wie es unsere Jahreslosung sagt: „Prüfet alles und behaltet das Gute!“
Was stärkt mich? Was bringt mich weiter in meinem Leben?
Vielleicht auch näher zu Gott, zu Jesus, näher mit dem Heiligen Geist in Verbindung?
…darum soll es doch gehen in dieser Passionszeit: wieder wesentlich zu werden, mich auf das Wesentliche besinnen – auf das, was mich aufbaut, hält, trägt…
So kann ich neu überlegen: auf was will ich bewusst verzichten?
Vielleicht auf das, was mich einengt, behindert in meiner Entfaltung? Was mir Zeit, Freude, Gelassenheit im Alltag raubt?
Das können z.B. negative Gedanken sein, die mich im Alltag runterziehen, klein machen, mich selbst oder andere abwerten!
Vielleicht kann ich einmal neu überdenken, über was ich mir Sorgen mache…
Will ich bewusst darauf verzichten und stattdessen Jesu Einladung annehmen, wenn er sagt: „Komm zu mir, mit allem, was dir Mühe macht und was dich belastet – ich helfe dir tragen!“ Loslassen tut gut, erleichtert!
Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag einen guten Gedanken aufzuschreiben.
Das kann ein ermutigender Gedanke aus der Zeit mit Gott sein oder ein anderer Zuspruch.
Abends will ich mir kurz Zeit nehmen für eine kleine Rückblende über den vergangenen Tag: Was hat mir gutgetan? Wofür bin ich heute dankbar?
Ich will kein Gesetz aus dem „Verzichten“ machen – sondern in Freiheit mit Jesus zusammen überlegen, was dem LEBEN dient, was wirklich wesentlich ist!
Ich will die Chance nützen in diesen 7 Wochen, mir auch bewusst Gutes zu tun, Befreiendes einzuüben, Jesus näher zu kommen.
7 Wochen mit……. für was entscheidest du dich???
Ich wünsche dir von Herzen gute & wertvolle Erfahrungen in dieser Zeit.
Gott segne dich und begleite dich!
Herzliche Grüße von Ute Wolf
In letzter Zeit fällt mir auf, wie viele Begegnungen in den Evangelien zwischen Jesus und Pharisäern bzw. Schriftgelehrten geschildert werden. Wenn ich spontan die Beziehung zwischen Jesus und Pharisäern beschreiben sollte, dann fällt mir Konflikt bzw. Gegner ein.
Meine Sichtweise ist geprägt von dem Denken, im Fall von diskutierenden Parteien zwischen gut und böse zu unterscheiden. Damit bin ich aber zu schnell mit meinem Urteil.
Denn offensichtlich sind die Pharisäer Jesus wichtig. Er nimmt Einladungen zum Essen an, geht auf Diskussionen ein, trifft sich mit ihnen, geht ihnen nicht aus dem Weg.
Ich nehme diese Zuwendung von Jesus weniger wahr, als wenn offensichtlich hilfsbedürftige Menschen zu ihm kommen. Aber Jesus ist auch für die Pharisäer und Schriftgelehrten da.
Welche Seite der Pharisäer entdecke ich in mir?
Die Seite, die es richtig machen will, die Seite, die Gott, Religion und Regeln sehr ernst nimmt. Die Seite, die die Bibel studiert, Wissen erwerben möchte. Die Seite, die sich schon lange für Gott entschieden hat und versucht das Leben nach ihm auszurichten.
Es ist auch die Seite, die von Jesus bestätigt haben möchte, es richtig und gut zu machen. Und auch die arrogante Seite, die vergleicht und zum Schluss kommt, es besser zu wissen, besser zu machen, mehr verstanden zu haben und daraus ein Recht zu bestimmen ableitet.
Es ist die Kopfseite und anscheinend fällt es dieser Seite besonders schwer, neben dem Kopf auch das Herz zu beteiligen. Daran scheitern die Pharisäer in den biblischen Geschichten immer wieder. Es gelingt ihnen nicht, die Liebe über die Regeln zu stellen. Und sie sind nicht mehr bereit, ihre Einstellung in Frage stellen zu lassen
Und weil Jesus ihre Art nicht bestätigt, schlägt die Stimmung immer mehr in Aggression um. Weil die Bestätigung ausbleibt, sehen sie in Jesus eine Gefahr.
Jesus Zuwendung besteht nicht nur in Heilung und der Erzählung von Gleichnissen, die man ohne theologische Vorbildung verstehen kann. Mit Jesus kann man auch über die Schriften diskutieren, sein Unverständnis, seinen inneren Konflikte mit der Bibel vorbringen.
Und Jesus gibt uns deutliche Hinweise in den Gesprächen mit den Pharisäern, dass trotz aller ernsthaften Bemühungen die Gefahr besteht, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren und aus einer eigenen Überbewertung für andere zum Hindernis zu werden und die wichtigen Dinge des Gesetzes beiseite zu lassen: das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben, so steht es in Matthäus 23,23.
Eine gesegnet Woche wünscht Christine Sommer
Neulich war ich im Supermarkt, müde, bisschen genervt von der Fülle und auch von den langen Schlangen an der Kasse. Ach, dachte ich, dann gehe ich zu der Kassiererin, die immer so freundlich und fröhlich ist, das tut gut.
Dann war aber die Schlange an der Kasse einfach zu lang. Gut, dachte ich, gehe ich zu der anderen Kasse. Aber dieKassiererin guckte so missmutig, unfreundlich. Und dennoch, ich stellte mich an, gab meiner Stimmung einen Ruck, sprach ein inneres Stoßgebet und entschied mich, ihr freundlich und fröhlich zu begegnen. Und siehe da, ihr Gesicht wurde heller, sie lachte und war sehr freundlich. Sie schien dankbar für ein paar aufheiternde Worte und Nachfragen.
Das beschämte mich beinahe. Es ist so einfach, einem Menschen eine Freude zu machen. Ein Lächeln genügt oft. Ein Lächeln gegen meine Vorurteile, ein Lächeln, das belebt, erfrischt, die Stimmung verwandelt und so gesund ist.
Denn: was ist die tiefste Sehnsucht in uns? Gesehen zu werden, freundlich angesehen, gemeint zu sein.
Eigentlich ist es so einfach, wenn ich mich selbst mit meiner schlechten Laune an Gott wende, Seinen liebevollen Blick auf mir weiß, Sein Lächeln und ich dann unter diesem Blick den anderen ansehen kann, sodass auch dieser Mensch sich angesehen weiß.
Da ist nicht nur unsere Sehnsucht, sondern auch eine große Sehnsucht Gottes nach uns.
Wie heißt es bei Zefanja 3,17: Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet. Er freut sich über dich mit Wonne, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel
Wenn Gottes Sehnen und unsere Sehnsucht zusammenkommen, dann berühren sich Himmel und Erde.
So ähnliches erlebte ich letzten Samstag bei unserem „Selsorge-to-Go-Dienst“ in der Heidelberger Fußgängerzone. Ein Herr verließ die Providenzkirche und ich fragte ihn, ob er einen Segen mit auf seinen Weg nehmen wolle. Er willigte ein. Ich reichte ihm die Karte „ich brauche Segen“ mit dem QR Code. Er sagte er habe kein Handy dabei und wir schauten mit meinem, welcher Segen ihm jetzt gelte.
Hab keine Angst und schrecke vor nichts zurück! Denn Gott ist mit dir bei allem, was du unternimmst! Josua 1,9b (Basis Bibel)
„Ja, so ist Jesus“, sagte der Mann und war ganz gerührt, wie sehr dieses Wort jetzt gepasst habe. Beschwingt und ermutigt ging er von dannen.
Diese Erfahrungen des liebevollen Angesehen Seins möge nicht nur in Euch und Ihnen ein Lächeln hervorlocken.
Das wünscht von Herzen, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
Noch sechs Wochen haben wir in Kirche und Gemeindehaus einen Schatz von 80 Bildern zu Jesus-Geschichten aus den Evangelien. Wir stehen immer wieder vor den Bildern und staunen über ihre Originalität und Aussagekraft.
Ein Bild berührt mich besonders. In der Mitte steht Jesus. Seine rechte Hand hat er auf die rechte Schulter eines jungen Mannes gelegt. Der linke Arm ist ausgestreckt, die übergroße Hand ist geöffnet dem Betrachter zugewandt. Sein Blick geht wie seine Hand nach links. Sie ist dem Leben zugewandt. Den jungen Mann will er ins Leben mitnehmen.
Gérard Lattier ist Maler und Erzähler. Sein Bild hat er in einem Schriftband mit zwei Jesusworten betitelt: „Lass die Toten ihre Toten begraben und komme mit mir, denn ich bin das LEBEN.“ Ein Nachfolgewort und ein Ich-bin-Wort. Gérard erzählt:
Die Geschichten von Jesus in unser Leben hineinziehen. Und ihn in ihnen finden. Aber auch alles aufnehmen, was unser Leben ausmacht. Gérard Lattier hat Tod, Schmerz und Trauer in seinem Bild aufgenommen. Rechts von Jesus ein Leichenzug und Gräber und das Grab seines Vaters Marcel Lattier. Neben dem Grab die Mutter mit verhülltem Gesicht und er als kleiner Junge mit einer Blume in der Hand. Über allem ein dunkler Himmel und Flugzeuge die Bomben abwerfen. Feuerblitze. Der Tod ist mächtig.
Herzliche Einladung nach Linkenheim bei Karlsruhe und liebe Grüße
Hans-Martin Steffe
Vieles entscheidet sich in wenigen Sekunden und bestimmt dann oft für lange Zeit unsere Befindlichkeit. In wenigen Sekunden entscheidet sich, wie ich reagiere und danach erkenne ich erst die Bedeutung der Ereignisse. Beim Schreiben merke ich, dass im Wort Bedeutung das Wort“ deuten“ steckt.
Es ist gerade erst 2 Wochen her. Ich fahre auf der Autobahn mit der erlaubten Geschwindigkeit, 120 Km/h. Ich bin auf der mittleren Spur als plötzlich alles wackelt und rüttelt. Ich halte das Lenkrad so fest ich kann, ein Blick in den Rückspiegel. Gott sei Dank, rechts direkt neben mir und hinter mir ist niemand. Ich ziehe rechts rüber, so schnell ich kann auf den Standstreifen. Und halte dort zitternd an. Ich steige auf der Beifahrerseite aus, weil soviel Verkehr auf der Autobahn ist und sehe es: Der rechte Vorderreifen ist geplatzt. Alles hat sich in Sekunden abgespielt. Kaum bin ich wieder im Auto, hält ein Polizeiauto hinter mir. Die Polizistin ist der reinste Engel. Sie sieht, dass ich völlig neben der Spur bin, hilft das Warndreieck aufzustellen und sagt, dass ich das Auto verlassen muss und jenseits der Leitplanke auf den Abschlepper warten muss. Sie ermahnt mich alles anzuziehen, was ich dabei habe, weil es so kalt ist.
Dort zwischen Schallschutzwand und Leitplanke bei wahnsinnigem Lärm und einigen Minusgraden stehe ich jetzt und fange an wie Paulus und Silas im Gefängnis Gott zu loben. Gestern erst hatte ich diese Geschichte den KursleiterInnen vorgestellt und jetzt erlebe ich es hautnah. Gott ist gegenwärtig. Er ist ein Gott, der mich sieht! Die Hand unseres Gottes war über mir! Dieser Vers aus Esra 8 ist zwei Tage später im Losungsbuch. Es gibt keinen Augenblick, in dem wir Jesus gleichgültig sind. ER ist mit mir im Auto. ER ist mit mir in meinem Lebensboot. Auch wenn ich denke, er schläft. ER sieht mich.ER sieht uns! Wie gut, dass es an diesem Ort passiert ist. Dort waren es drei Spuren und es gab einen Standstreifen. Wenige Kilometer später ist es zweispurig und kein Standstreifen. Danke für die Polizisten und die anderen freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Danke Jesus für die Bewahrung und deine zuverlässige Gegenwart in meinem Leben. Danke, dass deine schützende Hand über uns ist.
Ihre und eure Traudel Krause
Vor einiger Zeit haben wir angefangen online zusammen zu kommen, um für Menschen zu beten, die uns auf dem Herzen liegen. Wir beten mit einem Bibelvers – angeregt durch die Organisation „Moms in Prayer“.
Heute morgen hieß dieser Vers: Ich bete, dass … bei dir, dem höchsten Gott, Zuflucht und Schutz findet.
So viele Menschen fielen mir ein, für die ich das betete.
Und dabei hatte ich ein Bild vor Augen, wie Gott diese Menschen in seiner liebenden, warm-orange-rot-leuchtenden Hand hielt, bergend von unten und die andere Hand schützend darüber. Schutz vor Regen, Sturm, eine Höhle zum Unterstehen, eine Hand die „stoppt“, was auch immer bedrohend sich anbahnt…
Und dann kamen mir andere in den Sinn - Menschen in Palästina und die israelischen Geiseln der Hamas, die Flüchtlinge in ihren Booten, kleine und große Menschen, die ein gewalttätiges Zuhause haben, Christen, die verfolgt werden, Menschen um mich herum, die Not leiden in ihrer Seele…
Dass sie bei Dir, dem höchsten Gott, Zuflucht und Schutz finden….
Das ist mein Gebet für Viele. Auch für mich selbst.
Und gleichzeitig ringe ich darum mit meinen Erfahrungen und den Erfahrungen anderer und ich frage mich und dich:
Was heißt dieser Vers aus Psalm 91 für mich?
Wo habe ich das schon erlebt? Gott ist meine Zuflucht und mein Schutz?
Wo spüre ich Enttäuschung bei diesem Vers?
Wo brauche ich das gerade heute?
Pausiert doch einen Moment und teilt eure Gedanken mit Gott. Sprecht es aus – laut und so wie es aus euch „rauskommt“.
Ich habe erlebt, dass Gott mir Zuflucht wurde. Bei ihm konnten meine Gefühle roh hinausfließen. Ich hatte „Sein Ohr“ und durfte mich ausheulen, ausschreien und fand Ruhe im Sturm.
Ich habe auch erlebt, dass ich Zuflucht bei Gott suchte und es war als klagte ich hinein in einen leeren Raum.
Beides ist in meinem Leben da.
Und so bete ich diesen Psalm Mose – von dem wir wissen,
dass auch er mit Gott durch Höhen und Tiefen ging,
gerungen hat mit Gott, vertraut hat, Großes erlebt hat und an seine Grenzen kam –
und richte meinen Blick auf die letzten Verse des Psalm 91:
Gott sagt:
Er – dieser Mensch - liebt mich, darum will ich ihn erretten;
er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.
Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;
Ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.
Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.
Das ist meine Hoffnung.
Das will ich tun: ihn anrufen, ihn lieben, seinen Namen kennen.
Und ich lade dich ein, es auch zu tun!
Eine gesegnete Woche,
Eure Damaris Friedrich
Lange habe ich das Projekt vor mir hergeschoben, jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. In den nächsten Wochen und Monaten steht mir eine große Aufgabe bevor: unser geplanter Hausumbau. Doch bevor etwas Neues entstehen kann, muss ich erst entrümpeln. Ausmisten, Schränke leeren, alte Sachen aussortieren, mich von Dingen trennen, die ich lange aufgehoben habe – vielleicht, weil sie schöne Erinnerungen beinhalten, vielleicht, weil sie mal wertvoll waren, vielleicht aber auch einfach nur aus Gewohnheit. Es fällt mir nicht leicht, Altes loszulassen, aber ich weiß: Nur wenn der Raum frei ist, kann etwas Neues entstehen.
Genau daran erinnert mich die Geschichte der Tempelreinigung in Matthäus 21, 12-17. Gleich in den ersten beiden Versen heißt es dort: “Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Wechsler um und die Stände der Taubenkrämer. Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen; ihr aber macht es zu einer Räuberhöhle!”
Wir begegnen hier einem energischen, ja fast schon einem aggressiven und zornigen Jesus. Er betritt den Tempel in Jerusalem und sieht, dass dort nicht mehr Gottes Gegenwart im Mittelpunkt steht, sondern Geschäfte, Ablenkung, vielleicht sogar Ausnutzung. Also räumt er auf! Er wirft die Händler hinaus, stößt die Tische um und macht Platz für das, was wirklich zählt: die Begegnung mit Gott.
Auch mein Inneres ist ein Tempel, mein Herzenstempel. Wenn ich ehrlich bin, hat sich auch dort über die Jahre einiges angesammelt, was eigentlich gar nicht dorthin gehört. Es hat sich in den Ritzen meiner Seelenfalten eingenistet… Sorgen, Hetze, Dinge, die mich ablenken, statt mich Gott näherzubringen… Ich glaube, dass Jesus auch in meinem Leben aufräumen möchte – nicht, um mir etwas wegzunehmen, sondern um Platz für seinen Frieden, seine Liebe und seine Gegenwart zu schaffen. Bin ich bereit dazu, Altgewohntes und Liebgewordenes aufzugeben?
So wie ich jetzt unser Haus entrümple, will ich auch mein Herz neu ordnen. Ich möchte loslassen, was mich belastet, und Platz machen für das, was Gott schenken will. Vielleicht kostet es mich Überwindung, vielleicht fühlt es sich erst ungewohnt an – aber ich weiß: Es lohnt sich.
Wer macht mit?
Eine gesegnete Woche wünscht Christina Stadelmann, Grünwald
In einem Vortrag habe ich diese Woche die Frage gehört: welche Hoffnung vermittelst Du ganz konkret.
Wer Hoffnung hat ist zuversichtlich. Es ist eine innere Überzeugung bzw. Erwartung, dass das Gewünschte eintritt.
Das kann sich auf ein ganz bestimmtes Ereignis beziehen - also z.B., dass es einem morgen gesundheitlich besser geht. Hoffnung ist aber auch eine grundliegende positive Ausrichtung auf die Zukunft.
Das Gegenteil der Hoffnung, also die Hoffnungslosigkeit bedeutet Resignation, Depression oder Angst.
Wer Hoffnung hat, lässt sich nicht so schnell entmutigen und sucht auch selbst nach Möglichkeiten, wenn Hindernisse auftreten. Wer keine Hoffnung hat, gibt auf.
Studien haben gezeigt, dass die Hoffnung auf einen guten Notendurchschnitt bzw. ein erfolgreiches Studium auch zu besseren Ergebnissen führt. Hoffnung wirkt sich positiv auf Leistungen bei Sportlern aus. In der Medizin ist vielen die Bedeutung der Hoffnung für den Genesungsprozess bekannt und bewusst.
Paulus schreibt in 1. Korinther 13, 13 „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die Größte aber von diesen ist die Liebe.“ Davor steht, dass wir jetzt nur stückweise erkennen, nur undeutlich sehen können. Hier brauchen wir den Glauben und die Hoffnung, um die Lücken zwischen der Erkenntnis zu schließen.
Glaube, Hoffnung und Liebe hängen eng zusammen. Ob ich in einem Satz sage: „ich glaube“ oder „ich hoffe“ hängt von meiner Tagesform ab. Wenn Zweifel hochkommen und mein Glaube nicht bombenfest ist, kann ich immer noch hoffen.
Als Christen sollten wir Hoffnung haben, sollten wir eine grundsätzliche positive Einstellung zur Zukunft haben in dem Glauben, dass Gott es gut mit uns, dieser Welt und ganz konkret mit unseren Mitmenschen meint.
Diese Hoffnung an andere weiterzugeben ist auch Liebe. Sie ermutigt andere. Jesus sagt „Ihr seid das Licht der Welt“. Ich verstehe das auch als Auftrag Hoffnung zu verbreiten. Ich wünsche mir von anderen als jemand wahrgenommen zu werden, der in positiver Erwartung lebt.
Deshalb finde ich die Frage spannend, an welchem konkreten Punkt ich eine Hoffnung vermittle, die für andere spürbar ist.
Seien Sie fröhlich in der Hoffnung
Ihre Christine Sommer
Wie hast du Weihnachten dieses Jahr erlebt? Wurde ich neulich gefragt.
Neben der Freude über und mit der Familie, gab es unerwartete weihnachtliche Momente schon vor Weihnachten. So zum Beispiel beim Auslegen des Weihnachtsbodenbildes für geöffnete Kirchen in der Providenzkirche, mitten in Heidelberg.
Als ich das erste Mal hingefahren bin, um aufzubauen, kam ich einfach nicht durch, auch nach mehrmaligen Versuchen nicht. Ich entschied, nach Hause zu fahren. Einesteils verärgert, andererseits: vielleicht war das nicht der richtige Augenblick?
Eine Woche später ergab es sich, mein jüngster Sohn war schon in Heidelberg, und auch seine mexikanische Freundin. Irgendwie spürte ich: jetzt war der Moment zum Aufbauen. Die Freundin kam mit, wir konnten direkt bis vor die Türe, fahren.
Zusammen bauten wir das Bodenbild auf und ich freute mich an ihrer Begeisterung, ihrem feinfühligen Mitgestalten.
Und es begab sich…Der erste Betrachter, der kam, war ein Spanier. So konnte die Freundin meines Sohnes ihm den Weg erklären.
Und es begab sich…. Es kam eine Frau, die andächtig das Bodenbild betrachtete und Steine etc. in die große Krippe im Altarraum ablegte, nicht in die von uns erdachte. Wir kamen darüber später ins Gespräch, in dem sich herausstellte, dass unsere Krippe nicht als Krippe angesehen werden würde.
Gemeinsam überlegten wir, wie wir sie kenntlich machen könnten: der Stern brauche einen Schweif, meinte die Frau. Tatsächlich hatte ich noch Papier zum Schneiden. Aber eine Schere? Die Frau hatte eine Nagelschere bei sich und so entstand ein neuer Stern und damit die Sichtbarkeit einer Krippe.
Und es begab sich….die Pfarrerin der Gemeinde interessierte sich für das Boden Bild und überlegte auch die Krippenfrage. Sie empfahl eine Art Futterkrippe, wie sie vor dem Altar stand, einzubeziehen und alle Beteiligten bauten mit auf, stellten zusammenund strahlten über das, was entstanden ist.
Und es begab sich…. Voller Freude und Dankbarkeit konnte ich nur staunen über das, was Gott gemacht hat aus den Anstößen zu Seiner Zeit. Deswegen sollte ich die Woche vorher nicht aufbauen? Das waren für mich weihnachtliche Momente.
So kam ganz viel in Bewegung in diesem Weihnachtsbodenbild. Die Sterne mit der Zusage „Friede sei mit dir“, waren ganz schnell aufgebraucht. Die Krippe füllte sich mit allem, was die Menschen zu Jesus gebracht haben.
Ich wünsche auch Ihnen und Euch immer wieder weihnachtlich-heilige Momente, in denen spürbar ist, wie sehr Gott führt, die rechten Zeitpunkte kennt, Aushalten und Abwarten, auch Umwege sich gelohnt haben.
Und es wird sich begeben….
Friede sei mit dir!
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