Stufen.aufs.Ohr

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Stufen.aufs.Ohr episodes

  • Die Abenteuer des kleinen Jesus

    Zurzeit hüten wir einen Schatz von 80 Bildern in unserer evangelischen Kirche und unserem Gemeindehaus in Linkenheim. Sie bilden die Ausstellung: Das Evangelium nach dem heiligen Lattier. Gérard Lattier hat diese Bilder zu Geschichten der Evangelien zu malen und zu erzählen begonnen, als er 68 Jahre alt war. Und er malt immer noch Bilder der Evangelien mit inzwischen 87 Jahren.

    Vor einer Woche habe ich eines der Bilder im Gottesdienst in der Predigt aufgenommen.

    Es heißt: „Die Abenteuer des kleinen Jesus“. Das Evangelium für den zweiten Sonntag nach dem Christfest ist in unserer Bibel sachlicher und nüchterner überschrieben: „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“. Aber Gérard Lattier formuliert fetziger: „Die Abenteuer des kleinen Jesus“.
    Jesus sieht auf diesen Bildern eher wie ein Siebenjähriger aus mit kindlichen Zügen, einem Schnuller um den Hals und einem Teddybären am Armgelenk.

    Gérard malt erzählend und erzählt malerisch: „Man weiß nicht sonderlich viel von der Kindheit Jesu. Er soll, scheint’s immer brav gewesen sein. Aber trotzdem: eines Tages war er für drei Tage verschwunden! Seine armen Eltern sind total aus dem Häuschen. Sie suchen ihn überall. Nach drei Tagen verrückt vor Angst, finden sie ihn endlich wieder. Er ist im Tempel mitten unter den Schriftgelehrten. Er diskutiert mit ihnen – und er verblüfft sie mit seiner frühen Weisheit.“

    Von den vier comicartigen Bildern zur Geschichte in vier Szenen ist das dritte besonders provozierend. Maria aufgelöst in Tränen und voller Panik im ersten Bild, steht jetzt gelöst da, weint nur noch aus Glück über den wiedergefundenen Sohn und lächelt. Aber Josef ist sauer, schwingt einen Gürtel über dem Knaben: „Er schüttelt seinen Sohnemann und sagt zu ihm: ‚Du verflixter Lausebengel! Hättest du uns nicht sagen können, wo du hingehst? Deine Mutter ist schier wahnsinnig vor Unruhe. Wenn du sie noch weiter so in Panik jagst, dann bringst du sie noch um!‘“ 

    Zum krassen Kontrast erscheint Jesus in den Bildern dieser Geschichte wie eine Ikone vom Segnenden Christus. Im letzten Bild erlöst er Maria von ihren Sorgen und entwaffnet Josef, denn der kleine Jesus lächelt und sagt: „Warum macht ihr euch den Sorgen um mich? Ich bin doch hier im Haus meines Vaters.“

    Bis zum 24. Januar ist das Bild im Original noch zu sehen. Ab dem 25. Januar haben wir eine neue Ausstellung mit den Evangelienbilder von Gérard Lattier zu Passion, Ostern und Pfingsten.

    Herzliche Einladung nach Linkenheim ein paar Kilometer nördlich von Karlsruhe gelegen
    und liebe Grüße

    Ihr und Euer Hans-Martin Steffe

    3 min
  • Gott hält die ganze Welt in seiner Hand

    Ein Schmerz begleitet mich. Unterschwellig ist er immer da. Es ist der Schmerz, dass es so scheint, als ob Gott immer mehr an Bedeutung verliert für diese Welt. Spürbar ist der Schmerz immer dann, wenn ich merke, dass Gottes Botschaft und die Kirche immer mehr an Bedeutung verlieren.

    Doch an Weihnachten habe ich wieder neu gehört: Gott ist in Jesus Christus für die GANZE Welt gekommen! Trotz der Macht von Herrschern wie Herodes hat Gott Möglichkeiten. Da tauchen plötzlich Weise  -sie sind zugleich Gelehrte, Astronomen, Sterndeuter und Priester-  aus dem babylonischen Zweistromland auf der Bildfläche auf. Sie hatten dort im Morgenland einen hellen, neuen Stern gesehen. Seit Johannes Kepler wissen wir: Zwei Planeten, Jupiter und Saturn kamen sich so nahe, dass es aussah, als erscheine ein riesiger Stern im Sternbild der Fische.

    Als Priester der persischen Lichtreligion deuteten sie die Himmelserscheinung so: Wenn Jupiter  -der Stern des Weltherrschers-  dem Saturn  -er steht für das südliche Syrien-  im Sternbild der Fische ,  begegnet, dann muss dort in Israel der Weltenherrscher geboren werden. Diesen neuen König, den lange erwarteten Befreier und Retter, wollen die Weisen anbeten

    Sie machen sich auf den 1000 km langen Weg. Sie finden ein winziges Kind in einem dunklen Stall. Das entspricht überhaupt nicht ihrem Weltbild. Denn sie glaubten bis dahin an eine scharfe Trennung von zwei Bereichen: Unten das Reich der Finsternis. Oben das Reich des Lichts. Die Weisen erwarten einen glorreichen Friedenskönig zu finden. Stattdessen finden sie ein Kind in einem Stall. Ein Stall,– das gehört nach ihrem Verständnis nicht zum Reich des Lichts.

    Und dennoch, fast unglaublich: sie können ihr altes Weltbild ablegen. Sie begreifen, dass es EINE Welt ist – und sie gehört EINEM Gott. Sie fallen nieder vor dem Kind und beten es an. Sie bringen damit zum Ausdruck: mein Leben steht in deiner Hand. Du Gott sollst über mein Leben bestimmen.

    Gott hält die ganze Welt in seiner Hand. Er selbst redet mit diesen Gelehrten, die in einer ganz anderen Religion in einem ganz anderen Erdteil leben. Hinter dem vordergründigen Geschehen in dieser Welt steht Gottes mächtiges Handeln. „Du Jesus Christus herrschst als König, alles wird dir untertänig, alles legt dir Gott zu Fuß. Aller Zunge soll bekennen, du Jesus seist der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muss.“

    So grüße ich alle am Anfang des neuen Jahres

    Ihre und Eure Traudel Krause

    3 min
  • Gloria!

    Als ich es letztens im Auto hörte und sang, dieses Lied, in dem es gesungen wird, wusste ich: Das ist mein Titel für das S.a.O  zu Weihnachten.

    Ich höre es auch jetzt in meinen Ohren: Glo-ooooo-o-oooo-o-oooo-o-ria

    und als ich es hörte dachte ich mir:

    Dieses Jahr will ich es laut singen. Ich werde es einfach laut singen – mit den Engeln.

    Ja, ich will es trotzdem singen – in die Dunkelheit hinein –

    mit meiner Trotzkraft entgegen der Dunkelheit.

    Denn ich will immer wieder – mal mit viel Kraft und mal mit der wenigen, die gerade da ist – mich aufmachen und licht werden, leuchten, mit der Leuchtkraft die in mir ist.

    Nicht mit mehr, aber auch nicht mit weniger.

     

    Gerade weil es um mich herum Vieles gibt,

    das mir immer wieder schwer auf dem Herzen liegt;

    das mir Angst macht und das Gefühl der Ohnmacht und Resignation füttert;

    und das ich nicht verstehe, dem Vielen, das ich nicht verstehe – auch Gott immer wieder überhaupt nicht verstehe.

     

    Ich will leuchten.

    Zart und zerbrechlich – wie ein kleines Kind.

    Unperfekt, wie es wohl im Stall war – zumindest meinte das diese Woche eine Freundin.

    Etwas stinkend, statt nach Rosen duftend – wie es die Hirten taten, aber einfach echt.

    Hell leuchtend – wie der Stern von Betlehem – der den Weg zeigte zu Jesus.

     

    Und das ist auch das Gute, das ich mir von 2024 in 2025 bewahren möchte –

    ohne lange prüfen zu müssen:

    Jesus in meinem Herzen.

    Die Liebe, die mich umfängt und durchdringt

    und zwar alles, was ich tue und auch das, was ich bewusst lassen werde,

    damit ich strahlen kann,

    da wo Gott mich hinstellt und

    wo ich und andere es brauchen.

     

    Was möchtest du dir 2025 bewahren?

     

    In Jesaja heißt es:

    Mache dich auf und werde licht –

    denn DEIN Licht ist gekommen und kommt immer wieder in unsere zerbrechliche, kleine und große Welt.

     

    Mit herzlichen und hoffnungsspendenden, lichterfüllte Weihnachts- und Neujahrsgrüßen beenden wir beim SaO das Jahr 2024 und starten am 7. Januar zusammen ins Jahr 2025.

    Damaris Friedrich

    3 min
  • Advent- Zeit der Erwartung

    Was erwarte ich??? …ein bisschen mehr Zeit/ Besinnlichkeit – dass es stiller wird – vielleicht auch erst mal in mir??

    „Advent“ kommt aus dem lateinischen: „Adventus“ heißt „Ankunft“!  

    Wir erwarten die Ankunft von Jesus – jedes Jahr erinnert uns Weihnachten daran! Und eines Tages wird ER wiederkommen!!

     „Siehe dein König kommt zu dir – gerecht und ein Retter ist er!“

    Was für eine starke Ankündigung! Der König kommt – ein Gerechter, ein Retter!

    Nicht irgendein Herrscher, der den Ton angeben will.

    Ein König der ganz anderen Art!

    Ein König, der ganz klein in diese Welt kommt – der nicht standesgemäß in einem Palast geboren wird, sondern in einem Ausweichquartier in bescheidenen Verhältnissen. Sein erstes Bett ist eine Futterkrippe!

    Die ersten Besucher sind Hirten, die bei Nacht frisch vom Feld kommen.

    Ausgerechnet die Hirten, die nicht sehr angesehen waren, die nicht mal als Zeugen in Prozessen auftreten durften – ausgerechnet sie hat der Engel gerufen, die Ersten zu sein und das Wunder des neuen Lebens,

    den neugeborenen König zu bestaunen!

    Sie machen sich sofort auf den Weg… da gibt es kein zögern – sie wollen mit eigenen Augen sehen, was der Engel ihnen verkündet hat.

    Der Engel verkündigt „große Freude“, die für Alle sein wird!

    Die Hirten lassen sich anstecken von der Freude, von dem Licht, das der neugeborene König ausstrahlt!

    ð Lasse ich mich auch anstecken von der Freude… von dem Licht??

    Die Hirten waren die ersten Verkündiger der „frohen Botschaft“!

    Sie waren so ergriffen, dass sie nicht anders konnten, als Gott zu loben und zu preisen! Was für eine Begeisterung!

    Wo bleibt meine Begeisterung?

    Kann ich wieder neu staunen über dieses Wunder der „Heiligen Nacht“?

    Steckt mich dieses Staunen an zum Lobpreis für Gott?

    Trage ich das Licht des Königs neu hinaus in meine kleine Welt… damit es ein bisschen heller wird und sich die Freude über den Retter ausbreitet?

    „Siehe - dein König kommt zu dir!“

    „Ja, mein König, DICH will ich erwarten! 

    Dir neu meine Herzenstüre öffnen, dir Raum schaffen in mir, dein Licht hereinlassen, deinen Frieden neu in mich aufnehmen, dich loben und anbeten!“

    Sei gesegnet und gestärkt durch Sein Licht und Seine Gegenwart in dir!

    Herzliche Adventsgrüße von Ute Wolf

    3 min
  • Wann ist Weihnchten?

    Wann ist Weihnachten?

    Die spontane Antwort auf diese Frage ist wohl der 24. oder 25. Dezember.

    Das ist das Datum, an dem wir jährlich den Geburtstag von Jesus feiern. „Weihnachten ist Party für Jesus, Geburtstagsfeier bei Kerzenschein“, so ein Kinder-Weihnachtslied.

    Was feiern wir?

    Wir feiern ein Fest der Liebe. Wir sind Gott so wichtig, seine Liebe zu den Menschen ist so groß, dass Jesus als Mensch in die Welt kommt, alle Erfahrungen, die Mensch-sein bedeutet mit uns teilt. Jesus bringt uns mit seiner Lehre und Handeln Gottes Reich näher und er gibt sich selbst als Opfer hin, damit wir erlöst werden.

    Die Freude über diese Liebe bringen wir in Geschenken zum Ausdruck. Die weihnachtlichen Lichter sollen daran erinnern, dass Jesus Licht in unsere Welt, in unser Leben bringt. Wir lesen Texte und singen Lieder, die davon erzählen, dass durch die Geburt dieses Kindes endlich der lang angekündigte Heilsplan zur Erfüllung kommt, davon dass von diesem Plan niemand ausgeschlossen ist, von Anbetung, Verwunderung, Freude, Hoffnung, geöffnetem Himmel und vielem mehr.

    Menschen, die ein traumatisches Erlebnis hatten oder die eine schlimme Krankheit überlebt haben sagen manchmal: das ist wie mein zweiter Geburtstag, den ich dann jedes Jahr feiere oder sogar: ich feiere jeden Tag, dass ich noch am Leben bin.

    Ich wünsche mir, dass ich Weihnachten ähnlich sehe. Im Dezember gibt es die große Party mit den Weihnachtsliedern, den vielen Lichtern, der Chance auf eine Auszeit und ganz vielen Gelegenheiten anderen etwas Gutes zu tun und Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir wichtig sind.

    Und dazwischen gibt es 364 Tage, in denen ich auf verschiedenste Art spüren kann, dass Gott mitten unter uns und in uns ist – und auch das will ich feiern und jeden Tag im Bewusstsein leben, wie groß dieses Geschenk ist.

    Jede Gebetserhörung, jedes Zuwenden zu mir, meine Suche nach dem Heiland, jede Anbetung in seiner Gegenwart, ist ein weihnachtliches Erlebnis.

    Jedes Mal wenn mir ein Licht aufgeht, wenn ich wieder Hoffnung habe, wenn er mich neu erlöst, wenn mir ein Engel begegnet, wenn die Liebe zu den Menschen siegt, wenn jemand bereit ist, Gottes Plan zu folgen, wenn jemand auf Platz verzichtet, um neuem Leben Raum zu geben, dann ist Weihnachten.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie Gottes Anwesenheit auf Erden, in Ihrem Leben in dieser Advents- und Weihnachtszeit ganz neu spüren.

    Ihre Christine Sommer

    3 min
  • Gérard Lattier - Die Ankündigng an Maria

    Gérard Lattier: Die Ankündigung an Maria

    Vor 2024 Jahren hört eines schönen Tages der Ewige auf, sein Akkordeon zu spielen, stellt es auf eine Wolke und kratzt sich am Kopf. Er hat nämlich etwas gegen die Vorstellung, die sich seine Kinder von ihm gemacht haben: Die Vorstellung von einem todernsten Gott, der eifersüchtig und tyrannisch ist und bösartige Späße treibt, um etwa den armen Abraham auf die Probe zu stellen, und zwar bloß so zum Spaß!

    Klar ist ja: die Leute, die an gewichtigen Stellen hocken, die haben es nötig, Stellvertreter eines derart furchterregenden, mächtigen Gottes zu sein, um Macht zu haben und die Menschen zum Zittern zu bringen!

    Aber: Scheibenkleister! Der Ewige ist gar nicht so. Er ist ganz bescheiden. Er nimmt gern in Kauf, dass man ihm gegenüber Zweifel hat. Er hat Mitgefühl. Er vergibt. Er liebt! Und er hätte gern, dass auch die Menschen untereinander sich lieb haben. Du lieber Himmel, das ist doch nicht schwierig: „Liebet einander!“ Also berät er sich mit seinem Sohn. Weil nämlich, in dieser Geschichte sind sie zu dritt: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist – und der Sohn ist einverstanden. Er wird hingehen und mal mit den armen Menschen reden.

    Und bitteschön: Damit geht nun die MENSCHWERDUNG schon los. Der Engel Gabriel begibt sich sofort zu Maria.

    So beginnt Gérard Lattier seine Bilderreihe zu Advent und zur Geburt Jesu im Stall von Bethlehem. Launisch-amüsant sind auch seine Bilder von der Ankündigung des

    Engels Gabriel an die junge, ganz naive, unschuldige Maria und der Ankündigung an den erschreckten Josef. Der lässt sich von Marias Unschuld überzeugen.
    Er nimmt Maria in den Arm, tröstet sie und sagt: „Ja, Maria, ich glaub dir ja. Und der Kleine, der da für mich vom Himmel kommt, den werde ich wie meinen eigenen Sohn aufziehen.“

    Bis Mitte Januar haben wir die weihnachtlichen Bilder vom südfranzösischen Wort-/Bild-Künstler Gérard Lattier in unserer Kirche in Linkenheim hängen. Dann wechseln wir sie gegen andere aus bis Anfang April. Sie ziehen auch Menschen an, die selten zur Kirche kommen. Kunstinteressierte. Und für an deutsch-französische Begegnungen offene Zeitgenoss*innen. Die Bilder und die Erzählungen verlocken zum Innehalten. Sie schenken einen neuen Blick auf Altbekanntes. Die Geschichten von Jesus hat der Künstler in unsere Zeit hineingemalt und hineinerzählt. Sie laden zum Dialog ein.

    Wie bei Stufen des Lebens entdecke ich, dass das Evangelium mich und dich persönlich meint. Oder mit den Worten des Josef: „Der Kleine, der da für mich vom Himmel kommt.“

    Herzliche Einladung in die evangelische Kirche in Linkenheim mit adventlichen Grüßen

    Hans-Martin Steffe

    3 min
  • Ein Jahr später

    Vor ca. 1 Jahr haben wir bei Stufen des Lebens in Baden Platzwechsel gefeiert. Ich machte den Schritt in die 2. Reihe und Rahel Becker übernahm die Leitung des Teams.

    Nun, nach einem Jahr, habe ich den Eindruck, auf der neuen Lebensstufe angekommen zu sein. Zwischen den Stufen gestanden zu haben, war nicht so schön. Lag mir doch meine leitende Arbeit in der badischen Landeskirche sehr am Herzen.

    Auf dieser Stufe tauchten auch Fragen in mir auf:

    Wer bin ich dann, wenn ich das nicht mehr mache?

    Wo geht es hin?

    Was macht noch „Sinn“?

    Es gab einiges zu betrauern, zu verabschieden, auch Haltungen, Einstellungen.

    Die „Haltlosigkeit“ spiegelte sich in einem Sturz an Weihnachten vor einem Jahr wider.

    Dann war da noch der Abschied von meiner dankenswerterweise 100 Jahre alt gewordenen Mutter und es gab auch gesundheitliche Veränderungen bei mir selbst…

     

    Aber Gott sei Dank: fühlte ich mich nie verlassen von dem Gott, der bedingungslos JA zu mir sagt, und der wirklich immer für mich sorgt:

    Gott sei Dank gibt es weiterhin Aufgaben und Gelegenheiten, „Stufen des Lebens“ zu verbreiten. Es war viel los und ich bin dankbar, für all das, noch so viel Kraft und Freude geschenkt bekommen zu haben. Reich gesegnet erlebte ich im letzten Jahr Tagungen für Kursleitende.

    Gott sei Dank, dass Rahel den Stab übernommen hat mit ihrem Schwung, ihren Ideen, ihrer einfühlsamen Art. So manches werden wir wohl noch zusammen entwickeln und in Baden als großes Multi-Team unterwegs sein.

    Gott sei Dank für einen gut besuchten Gemeindekurs in unserem „Kooperationsraum Heidelberg Nord“, wo wir den Eindruck haben, da ist es so wichtig, einen Raum zu öffnen, wo Menschen sich und Gott begegnen, Seine Liebe erfahren können, um dann in die Herausforderungen des Alltags zu gehen.

    Gott sei Dank darf ich auch weiterhin im Kuratorium und im Redaktionsteam vom Werk Stufen des Lebens dabei sein. Die Schätze der Wurzeln im Herzen, die Notwendigkeit und Chancen der Veränderungen ebenso betend, hörend und im Austausch bewegend.

    Gott sei Dank für eine neu gewonnene Gelassenheit und für die Freude am Ausprobieren, Begleiten, Entwickeln und einfach vor Gott sein. In aller Ehrlichkeit, Schwäche und Energie, möglichst mit allen Generationen.

    Ja, die existenzielle Erfahrung der Liebe Gottes, dieses Geschenk trägt, erträgt und trägt nach vorne über unser Denken hinaus.

     

    Dankbar und hoffnungsfroh schaue ich zurück und nach vorne. Und diese Hoffnung wünsche ich auch Ihnen in dieser Woche und darüber hinaus.

     

    Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg

    3 min
  • Mein kleines Licht

    Vieles bewegt mich.

    Die persönlichen Herausforderungen von Menschen – gerade von Jugendlichen in meinem Umfeld oder von einer Bekannten, die ich sehr mag und die durch schwere Krankheit gehen muss.

    Die politischen Geschehnisse bei uns in Deutschland und in den USA, die Kriege auf dieser Welt – und der Hass und die Gewalt gegen Juden, gegen Menschen die anders sind als die „große“ Norm, gegen Christen und Gläubige, die von ihrem Glauben erzählen – ohne jemandem dabei weh zu tun...

    Meine christliche Gemeinde und auch die vielen anderen Gemeinden und christlichen Gemeinschaften bewegen mich.

    Und mein eigenes, kleines Leben bewegt mich – meine Ehe, meine Tochter, meine Familie, meine Freunde und wie ich dieses Leben gestalte – wie mein kleines Licht in dieser Welt leuchtet, leuchten soll, leuchten kann:

    Wo soll es leuchten? Wo darf es leuchten? Wo muss es leuchten?

    Ich weiß nicht, was Euch bewegt, die ihr heute diesem kleinen Impuls lauscht.

    Gestern war ich beim Abendgebet in unserer ev. Kirche mit bei der Friedensdekade – eine Zeit, die bewusst gestaltet und „gesetzt“ ist, um über Frieden nachzudenken und um für Frieden vor Gott einzutreten.

    Wir tauschten uns aus, wo wir Wertvolles tun, um Frieden zu stiften in dieser Welt – wenn auch noch so klein. Wo lasse ich mein Licht leuchten – gestärkt und geleitet von Gott, der verkündet: Friede sei mit euch! Ich bin bei euch!

    Beschenkt mit dieser Zusage, diesem Wissen, dass Gott bei uns ist, alle Tage, ja beschenkt mit der Möglichkeit unser kleines Licht jeden Tag neu von Gott nähren zu lassen – bete ich seit einiger Zeit wieder ganz bewusst ein Gebet, dass ich schon in meiner Teenie-Zeit entdeckt und gern gebetet habe und nun auch gern mit euch teilen und beten möchte.

    Ein Gebet nach Franz von Assisi:

    Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens und deiner Gerechtigkeit,

    dass ich liebe, wo man hasst;
    dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
    dass ich verbinde, wo Streit ist;
    dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
    dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
    dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
    dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
    dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
    Herr, lass mich trachten,
    nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
    nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
    nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
    Denn wer sich hingibt, der empfängt;
    wer sich selbst vergisst, der findet;
    wer verzeiht, dem wird verziehen;
    und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
    Amen.

    Eine gesegnete Woche, Damaris Friedrich

    Hörtippp https://lebensliturgien.de/podcast

    4 min
  • Hütet euch aber...

    Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden

    Ich lese diesen Text und werde spontan angesprochen. Das geht mich an. Ich bin es, deren Herz zunehmend beschwert ist. Ich sehe in den Nachrichten die Bilder des Krieges und bin erschüttert. Ich höre von Problemen in der Wirtschaft, von Betriebsschließungen und drohenden Entlassungen. Ich höre von Problemen der Politiker untereinander. Am Schwierigsten für mich sind aber die Informationen bezüglich des Klimawandels und allem, was damit zusammenhängt. Das alles beschwert mein Herz und ich bin wie gefangen davon. In diese Situation trifft der Text, den ich gerade lese aus Lukas 21 ab Vers 34.

    „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Saufen und mit täglichen Sorgen“. Jesus selbst nimmt diese drastischen Worte. Er sagt: „dass dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick……wachet aber und betet, dass ihr stark werdet.“

    Hüte dich aber… sagt Jesus, dass dein Blick nicht vom Alltäglichen gefangengenommen wird. Hütet euch oder wie es in der Basisbibel übersetzt wird: „nehmt euch in Acht, lasst euch nicht gefangen nehmen“. Für mich heißt das, ich muss achtgeben, dass ich mir nicht von den Alltagsfragen den Blick gefangen nehmen lasse und nicht mehr über den Tellerrand hinaus sehe.

    „Wachet aber und betet“. Das heißt doch, sieh auf Jesus, sieh auf den dreieinigen Gott. In diesem ganzen Kapitel mahnt Jesus, die Zeichen der Zeit nicht zu übersehen und auch sein Kommen nicht aus dem Blick zu verlieren.

    Im Vers 33, der direkt vor der Ermahnung Jesu zur Wachsamkeit steht, sagt Jesus:

    „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ Wie eine Überschrift stehen diese Worte da. Meine Worte werden nicht vergehen. Welche Worte sind das? Ist es nicht das Wort: ‚Fürchte dich nicht, ich bin da. Fürchte dich nicht, ich bin treu. Fürchte dich nicht, du kannst jeden Tag neu aus meiner Hand nehmen und deinen Apfelbaum pflanzen. Und niemand und nichts kann dich weder in Zeit noch in Ewigkeit aus meiner Hand reißen. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.‘

    Nehmen Sie dieses Wort Jesu in ihr Herz und seien Sie herzlich gegrüßt von Ihrer Traudel Krause

    3 min
  • Vertrauen

    Hallo – ich bin die „neue Stimme“ bei Stufen auf’s Ohr!

    Deshalb möchte ich mich kurz vorstellen:

    Ich bin Ute Wolf - schon lange begeistert von den „Stufen des Lebens“-Kursen und seit 26 Jahren Kursleiterin in Eberstadt bei Weinsberg.

    In das Kursleitersein durfte ich hineinwachsen!

    Ich hatte es mir damals nicht zugetraut, als Waltraud Mäschle - die Gründerin unseres Werkes - mich angefragt hatte, ob ich in Eberstadt Kurse halten könnte.

    Es war für mich wie ein Schuh, der zu groß für mich ist – in den ich nicht hineinpasse.

    Im Kurs "Ob Vertrauen sich lohnt" begegnete mir dieser „zu große Schuh“ als Symbol mit der Ermutigung, dass wir im Vertrauen auf Gott in neue Aufgaben und Herausforderungen hineinwachsen können!!

     

    Aber was ist VERTRAUEN??

    Das „trau dich!“ ist manchmal ganz leise und zurückhaltend in mir.

    VERTRAUEN heißt laut Worterklärung:

    -       in jemanden, oder auf etwas sein Vertrauen setzen

    -       sicher sein, dass man sich auf jemanden oder etwas verlassen kann

    „Vertrauen auf Gott“ heißt dann: Setz dein Vertrauen auf IHN!

                                                                 Trau IHM etwas zu!!!

    Verlass dich auf IHN – weil ER und sein Wort vertrauenswürdig ist!

     

    Im Erinnern, wie oft ich schon seine Nähe, seine Hilfe, seine Kraft erlebt habe, kann ich mein Vertrauen auf IHN setzen - IHM zutrauen, vertrauen,

    dass ER mich mit allem versorgt, was ich brauche!

     

    So konnte ich damals mein „JA“ zur Kursleiterschaft finden!

    Und nun kam vor kurzem die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, die Leitung von „Stufen des Lebens“ bei uns im Bezirk zu übernehmen als Krankheitsvertretung für eine noch unklare Zeit.

    Schon wieder dieser „zu große Schuh“!!

    Kann ich den Aufbruch in etwas ganz Neues wagen??

    …da ist wieder diese Frage nach dem VERTRAUEN!

    Sie begegnet uns ständig neu im Leben!

    Und wir dürfen entscheiden, ob wir unser Vertrauen auf IHN setzen!

     

    Ich habe „JA“ gesagt zu dieser neuen Herausforderung in dem Wissen, dass ich hineinwachsen darf mit Gottes Hilfe – ER ist an meiner und an deiner Seite!

    „Durch Stillwerden und Vertrauen wirst du stark werden!“ -

    das ist Gottes Zusage in Jesaja 30,15 an dich und mich!

    Herzliche Grüße von Ute Wolf

    4 min

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Stufen.aufs.Ohr – Stufen zum Lauschen - für Zwischendurch