Superfly Selected

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Superfly Selected episodes

  • Superfly Musikgeschichten | DISCO goes Austria

    Den Anfang macht eine Legende: Supermax! Hinter dem Namen steckt Kurt Hauenstein, der mit Love Machine (1977) internationale Erfolge feierte. Sein Mix aus Funk, Reggae und Disco war einzigartig – ebenso wie sein gesellschaftliches Statement: Supermax war die erste multikulturell besetzte Band auf Tour in Südafrika während der Apartheid. Auch Ganymed prägten die späten 70er mit ihrer Mischung aus Disco und Science-Fiction. Mit Hits wie It Takes Me Higher und silbernen Bühnenoutfits brachten sie den Funk ins Weltall. Curacao, gegründet 1987, brachte mit Yiasou sommerliche Disco-Vibes in die österreichische Musikszene. Doch Disco lebt weiter – dank Labels wie Luv Shack Records und Dafia Records.

    Luv Shack verbindet seit 2010 House und Disco, während Dafia Records mit handgemachtem Sound und funky Vibes überzeugt. Gründer Mannix sorgt auch als Superfly Selector mit seiner Crystal Radio Show für glitzernde Discokugel-Momente.

    Ob Supermax, Ganymed oder Curacao – Österreich hat Disco geprägt und tut es noch! Also, Discokugel anwerfen und lostanzen!

    7 min
  • Superfly Album der Woche | Nia Wyn - "A Pleasure To Have In Class"

    Radio Superfly's Album der Woche

    Titel: A Pleasure To Have In Class

    Artist: Nia Wyn

    Label: Nia Wyn

    Eine ganze Weile hat man auf dieses Album gewartet, war sie doch eine der Entdeckungen der letzten Jahre. Die Waliserin Nia Wyn hat mit ihrem Debütalbum „A Pleasure To Have In Class“ ein musikalisches Meisterwerk abgeliefert, das sowohl emotional berührt als auch mitreißt. Die britische Singer-Songwriterin kombiniert auf beeindruckende Weise sehr persönliche Geschichten mit zeitlosem Soul, der aktueller nicht sein könnte.

    Schon der Titel des Albums deutet auf die tiefgründige Reflexion und den selbstbewussten Ansatz von Nia Wyn hin. Ihre Texte sind nicht nur poetisch, sondern auch ehrlich und introspektiv. Sie scheut sich nicht davor, sich mit Themen wie Selbstfindung, sozialen Missständen und persönlicher Freiheit auseinanderzusetzen – und das auf eine Art, die nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch emotional trifft.

    Abwechslungsreich springt Nia Wyn zwischen zurückhaltenden Momenten und kraftvollen Ausbrüchen hin und her. Wundervolle Instrumentals, von sanften Gitarrenriffs begleitet, funky Basslines, all das begleitet Nias markante, soulige Stimme perfekt und verleihen den Songs eine besondere Tiefe. Doch es sind nicht nur die musikalischen Feinheiten, die das Album auszeichnen. Nia Wyn gelingt es, eine eindrucksvolle Atmosphäre zu erzeugen, die ihre Zuhörer in ihren Bann zieht.

    Mit „A Pleasure To Have In Class“ hat Nia Wyn ein Debüt veröffentlicht, das nicht nur musikalisch, sondern auch thematisch weit über das Gewöhnliche hinausgeht. Ein Album, das Mut macht, sich selbst zu entdecken und sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Wenn dies der Anfang ihrer Karriere ist, darf man gespannt sein, was noch kommen wird.

    Anspieltipps der Musikredaktion:

    • Loves Me Not
    • Bring The Rain
    • Your Team
    • It's My Business
    3 min
  • Superfly, Kinderbuchwelt | „Teamwork im Tierreich"
    In der Tierwelt geht es nicht nur ums Überleben wilder Kämpfe und Rivalitäten, sondern erstaunlich oft auch um Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Diesem Gemeinsamen widmet sich das Buch „Teamwork im Tierreich“, das kürzlich im Magellan Verlag erschienen ist.
    3 min
  • Superfly Featured | Weltglückstag

    Egal, wo du gerade bist und was du tust – nimm dir einen Moment für das Glück! Ein Lächeln, ein freundliches Wort, ein Augenblick der Dankbarkeit – manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Feiern wir den Tag des Glücks nicht nur heute, sondern jeden Tag ein bisschen mehr!  Bleib optimistisch, bleib glücklich – und mach die Welt ein Stückchen heller! Mehr hört ihr, wenn ihr reinhört!

    8 min
  • Superfly Musikgeschichten | Westend Records

    Mel Cheren, eine echte Legende der New Yorker Musikszene, sammelte zuvor Erfahrung bei ABC Paramount und später bei Scepter Records, bevor er mit West End Records die goldene Ära der Disco-Musik einläutete. Mit seinem Label schenkte er nicht nur der Tanzmusik eine neue Richtung, sondern lieferte auch den Soundtrack für die pulsierende Schwulen-Partyszene New Yorks.

    Als "Godfather of Disco", wie er oft genannt wurde, leistete Mel Cheren einen entscheidenden Beitrag zur Popularität dieses Genres. Doch noch bedeutender war sein Einfluss auf die schwule Szene: Er spielte eine maßgebliche Rolle dabei, dass sie zunehmend im Mainstream akzeptiert wurde. Für Cheren zählten weder sexuelle Orientierung noch Hautfarbe – sein Credo lautete: "Vor Disco sind alle gleich." Diese Haltung spiegelte sich nicht nur in der Musik von West End Records wider, sondern auch in der Atmosphäre der Clubs, die er unterstützte. Hier entstanden Räume, in denen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder Identität zusammenkamen, um gemeinsam zu tanzen, zu feiern und frei zu sein.

    Der erste Release auf West End Records war ein ungewöhnlicher Start: Der Soundtrack zum anrüchigen italienischen Film How Funny Can Sex Be? (1973). Der Titelsong Sessomatto von Armando Trovajoli, veröffentlicht unter dem Namen Sesso Matto, setzte auf verlängerte Instrumentalpassagen, viel Gestöhne und einen holprigen Groove – ein bewusster Tabubruch.

    Während viele Labels der Disco-Ära auf den kommerziellen Zug aufsprangen, baute West End die Züge selbst. Hits wie Taana Gardner’s "Heartbeat", Karen Young’s "Hot Shot" oder Loose Joints’ "Is It All Over My Face" prägten den Sound der Szene. Ein Schlüssel zum Erfolg war die enge Zusammenarbeit mit legendären Produzenten wie Tom Moulton, dem Erfinder der Maxi-Single. Seine Extended Disco-Mixes machten die West End-Veröffentlichungen zu Club-Hymnen, die auf der Tanzfläche unaufhaltsam weiterrollten. West End Records war eng mit der legendären Paradise Garage verbunden – auch privat. Clubbetreiber Michael Brody war lange mit Mel Cheren liiert. Larry Levan, Resident-DJ der Garage, machte die West End-Tracks in der Szene groß, bevor sie von Radiostationen und selbst von Studio 54 aufgegriffen wurden. Während man ins Studio 54 ging, um gesehen zu werden, kam man in die Paradise Garage, um wirklich zu feiern.

    Mit dem Niedergang der Disco-Bewegung in den frühen 1980ern verlor auch West End Records an Einfluss. Doch der Kultstatus des Labels war längst zementiert. Noch heute werden West End-Platten als Reissues oder Special Editions neu aufgelegt. 2007 verstarb Mel Cheren im Alter von 74 Jahren an den Folgen von Aids. Dass er es so lange schaffte, war fast ein Wunder. Bis zuletzt kämpfte er für die Community, organisierte Benefiz-Events und stellte in seinem Privathaus Räumlichkeiten für den Gay Men's Health Club zur Verfügung. Sein Erbe lebt in der Musik – und in der Szene, für die er so viel tat.

    6 min
  • Superfly Musikgeschichten | Dimitri From Paris

    Sein Album Sacre Bleue aus dem Jahr 1996 gilt als Kult und verkaufte sich damals 300.000 Mal, ebenso wie die legendäre Compilation A Night at the Playboy Mansion. Schon seit seiner Jugend ist Dimitri dem Glitzern der Discos verfallen. Das englische Label BBE ehrte ihn vor einigen Jahren sogar mit einer Compilation und ernannte ihn – neben dem Disco-Experten Joey Negro – zum „King of Disco“. Eine Anerkennung, die er selbst nicht schlecht findet.

    Das Label Yellow Productions war Ende der 90er State of the Art und bot vielen Produzenten und DJs, die in Frankreich wenig Beachtung fanden, ein musikalisches Zuhause. Disco ist Dimitris Welt – damals wie heute. Gruppen wie Chic zu remixen, ist dabei keine Selbstverständlichkeit.

    In den vergangenen Jahren erlebten alte Disco-Scheiben eine Renaissance, sei es durch Neuveröffentlichungen oder Edits. Vor allem eine junge DJ-Generation hat diesen Hype entfacht – eine Entwicklung, die auch Dimitri from Paris nicht entgangen ist. Sobald ein Sound in Richtung Disco geht und der Funk auf die Tanzfläche treibt, fällt sein Name, insbesondere für Remixe. Dabei macht er keinen Unterschied zwischen kleinen Projekten und internationalen Musikstars.

    Seit 30 Jahren steht er nun hinter den Turntables – und es soll so weitergehen. Zeitlos sollte es sein.

    7 min
  • Superfly Album der Woche | GARTH. - Good Taste

    Radio Superfly's Album der Woche

    Titel: Good Taste

    Artist: GARTH.

    Label: Garth.

    Mit „Good Taste“ beweist Garth., dass er nicht nur ein talentierter Sänger, sondern auch ein kreativer Visionär ist. Der in Brooklyn ansässige Künstler hat sich in kürzester Zeit einen Namen gemacht – mit über fünf Millionen Streams auf Spotify oder beindruckenden Live-Auftritten in Venues wie dem Apollo Theater oder dem Lincoln Center.

    Seine Musik ist eine Hommage an die Wurzeln schwarzer Musiktradition, während er gleichzeitig mit modernen Sounds und unkonventionellen Arrangements experimentiert.  Er schafft die Balance zwischen Innovation und Nostalgie. Inspiriert von Größen wie Earth, Wind & Fire, Prince oder Outkast, verbindet Garth. in seinem neuen Album klassischen Soul, R&B, Hip-Hop, Reggae und elektronische Elemente.

    Gemeinsam mit Produzent Cale Hawkins, welcher schon mit Quincy Jones oder Charli XCX arbeitete, hat Garth. ein Album geschaffen, das sowohl durch raffinierte Produktion als auch durch selbstbewusstes Songwriting besticht.

    Garth. ist ein Geschichtenerzähler, ein Perfektionist, ein Künstler mit einer klaren Vision. "Good Taste“ zeigt, dass er nicht nur Genregrenzen verschwimmen lässt, sondern auch eine eigene musikalische Sprache entwickelt hat.

    Anspieltipps der Musikredaktion:

    • Good Taste
    • Rice N Peas
    • State Of Mind
    • Starlight
    • Last Stop
    3 min
  • Superfly Buchkultur | Wie wir die Welt retten, ohne uns dauernd Sorgen zu machen
    Irgendwie könnte man meinen, es würde schon genug Bücher zum Thema Klimawandel geben, und es stimmt schon, das Thema ist wirklich ein Dauerbrenner. Nichtsdestotrotz ist das noch kein Garant dafür, dass die Leute sich auch wirklich damit beschäftigen.
    „Wie wir die Welt retten, ohne uns dauernd Sorgen zu machen“ von Roger Hackstock ist bei Kremayr und Scheriau erschienen.
    2 min
  • Superfly Portrait | Der Klangarchitekt der französischen Housemusic

    Ludovic Llorca, 1974 in Nordfrankreich geboren, prägte die französische Musikszene der späten 90er und 2000er Jahre. Auf dem Label F-Communications veröffentlichte er 2001 sein Album Newcomer, das sich 250.000 Mal verkaufte und die jazzig-funkige Seite der elektronischen Musik neu definierte. Nach dem Konkurs von F-Communications 2008 konzentrierte er sich auf sein Sideproject Art of Tones, wo er House und Disco neu interpretierte.

    Als Produzent und DJ begeistert er seit Jahrzehnten. Am Samstag den 15. März ist er bei der Clubreihe High Steppin' in der Praterstraße zu erleben. See you!

    4 min
  • Superfly Musikgeschichten | „Und irgendwann wurde aus dem Ort Discotheque, die Musik Disco“

    „Vor Disco sind alle gleich“ – dieses Zitat von DJ, Produzent und Autor Hans Nieswandt, der einst selbst „From Disco to Disco“ reiste, wirkt wie ein Mantra und fasst die Essenz dieser Kultur perfekt zusammen. Auch Heinz Tronigger – DJ, Produzent, Labelbetreiber und Mitbegründer von Superfly – lebt dieses Prinzip seit über 30 Jahren. Er bringt Menschen zusammen, um zu feiern, zu tanzen und einfach eine gute Zeit zu haben. Eigentlich wollten wir über Disco als Ort sprechen. Doch wie so oft führte eins zum anderen – und das war auch gut so. Mehr hört ihr, wenn ihr reinhört!

    31 min

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