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Mit "Pleasure", ihrem fünften Studioalbum, katapultieren Young Gun Silver Fox Musikbegeisterte direkt in die goldene Ära des amerikanische Westcoast-Sounds der 70er Jahre. Ein Album, das wirkt, als sei es aus einer Zeitmaschine entsprungen, gleichzeitig aber nie zur reinen Nostalgie verkommt. Andy Platts, der Young Gun und Shawn Lee, der Silver Fox in Höchstform.
Bereits der Opener „Stevie & Sly“ macht klar, worum es hier geht: warme E-Pianos, sanfte Streicher, falsettgetränkter Gesang – das alles umrahmt von einer Produktion, die so perfekt ist, dass sie auch auf einem Steely-Dan-Album der späten 70er keinen Fehltritt machen würde. Es folgen Tracks wie „Born to Dream“ und „Late Night Last Train“, die mit ihren butterweichen Harmonien und lässigen Grooves mühelos zwischen Yacht Rock, Funk und Soul changieren.
Was Pleasure von einem Retro-Abklatsch unterscheidet, ist das Songwriting. Jeder Track wirkt durchdacht, melodisch ausgereift und mit einem großen Gefühl für Dynamik und Arrangement produziert. Die Handschrift von Shawn Lee, der auch als Multiinstrumentalist brilliert, verleiht dem Sound eine elegante Tiefe, während Platts mit seinem Gesang eine fast schon schwerelose Leichtigkeit beisteuert. Es geht um Liebe, Sehnsucht, Sommergefühle und das bittersüße Spiel der Erinnerungen.
Retro muss nicht altmodisch sein. Young Gun Silver Fox liefern den Beweis. Pleasure ist auf dem Hamburger Label Légère erschienen.
Anspieltipps der Musikredaktion:
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Mit "Sad Generation" meldet sich Ben L’Oncle Soul zurück und präsentiert sein bisher persönlichstes Album. Der französische Soul-Sänger, der für ein Album nur als Ben veröffentlichte, ist wieder da, wo er vor 15 Jahren mit seinem Debüt begonnen hat. Die Mischung aus Retro-Charme und moderner Kreativität gelingt auch auf seinem neuesten Streich.
Der Opener „Don’t wanna fall“ setzt den Ton. Sanfter R&B der zwischen Sehnsucht und Zurückhaltung pendelt. Ben L’Oncle Soul navigiert hier gekonnt die Komplexität moderner Beziehungen, wobei seine Stimme zwischen Verletzlichkeit und Selbstschutz changiert. „I got home“, die Leadsingle, ist hingegen eine Hommage an den klassischen Motown-Sound, erweitert mit modernen Elementen, die an die Produktionen eines Sly Stone erinnern.
Musikalisch bewegt sich das Album zwischen Soul, Funk, R&B und hie und da auch psychedelischen Einflüssen. Die Arrangements sind klar und durchdacht, jedes Instrument findet seinen Platz, ohne den Gesamtsound zu überladen. Dabei bleibt Ben L’Oncle Soul immer seinem Stil treu, und singt wie schon bei den letzten Alben ausschließlich auf Englisch.
Ben L’Oncle Soul liefert mit Sad Generation ein wunderbares und facettenreiches Album, das durch seine emotionalen Lyrics und seiner musikalischen Vielfalt überzeugt. Ein echtes Highlight für das Jahr 2025.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Miller ist sein Name, er ist quasi 1 Drittel des audiovisuellen Kollektivs Doctors On Decks, kurz DOD – einer Elektronischen Live Band, die gerade mit ihrer Eventreihe DOD SEASONS Clubkultur auf ein neues Level hebt. Ihre nächste Season "In the Air Tonight" steht nun an, am 26. April im Circle Thalia in Graz. Was uns dort erwartet, wie sich Luft eigentlich anhört – und warum elektronische Musik manchmal fast schon fliegen kann – das klären wir jetzt.
Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, selbst ein bisschen zu schweben, und euch denkt ".. I've been waiting for this moment all my life”.. dann streicht euch den 26. April, diesen Samstag ganz fett im Kalender an. Denn dann heißt es "IN THE AIR TONIGHT" – der zweite Teil der DOD SEASONS steigt im Circle Thalia in Graz, diesmal zu Gast: DNE!
Im Jahr 2025 steht dieser bedeutende Tag unter dem Motto: „OUR POWER, OUR PLANET“ – und fordert uns alle dazu auf, hinter erneuerbarer Energie zusammenzustehen und die weltweite Produktion von sauberer Elektrizität bis 2030 zu verdreifachen. Doch wie kommen wir dorthin? Der erste Schritt: Earth Action Day! Ein Tag, an dem alle von uns etwas beitragen können, sei es durch Bildung, Unterstützungsleistungen oder einfach durch ein persönliches Versprechen, nachhaltiger zu leben.
Klimakrise, Ressourcenverschwendung, Konsumwahn – es liegt an uns, umzudenken und zu handeln. Künstler:innen wie Rina Sawayama („XS“) oder RAYE („Environmental Anxiety“) setzen längst musikalische Statements. Denn Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend – es ist eine Haltung. Große Veränderungen beginnen bei uns selbst. Mehr hört ihr nur, wenn ihr reinhört!
Mit Paid In Memories bringt Jessie Reyez ihr drittes Studioalbum auf den Markt - und wie erwartet, macht sie keine Kompromisse. Die Grammy-nominierte Kanadierin mit kolumbianischen Wurzeln liefert ein musikalisches Feuerwerk aus R&B, Soul, Pop und einer Prise Wahnsinn.
Thematisch geht’s um selbstlose Liebe, verlorene Beziehungen, Selbstermächtigung und das Aufräumen mit alten Geistern. Der Sound - Unvorhersehbar. Von souligen Balladen über flirtige Dance-Tracks bis hin zu düsteren Rap-Einlagen – Reyez bewegt sich so frei zwischen Genres, dass man nie weiß, was der nächste Song bringt. Und genau das macht vielleicht so süchtig.
Tracks wie “Goliath” oder “Just Like That” mit Ari Lennox zeigen ihre gefühlvolle Vielseitigkeit. “Jeans” hingegen, mit Miguel, ist vermutlich einer der verführerischsten Tracks.
Reyez zeigt mit diesem Album ihre künstlerische Reife. Paid In Memories ist kein glattgebügeltes Pop-Projekt, sondern ein ehrliches, wilderndes und emotionales Erlebnis. Jessie bleibt unberechenbar – und genau das macht sie aus.
Anspieltipps der Musikredaktion:
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