Superfly Selected

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Superfly Selected episodes

  • Superfly Interviews | Toine

    Er hat eine Stimme, die unter die Haut geht, Gitarrenskills, die mühelos zwischen Funk, Pop und Jazz gleiten – und einen Sound, der gleichzeitig cool, emotional und absolut einzigartig ist. TOINE, Singer-Songwriter aus Den Haag, hat sich als echter Geheimtipp in der europäischen Musikszene etabliert. Auf Radio Superfly hat er sich nicht nur mit seinem Track „True Love“ etabliert. Auch seine aktuelle EP Weekend hat sich schon in unserem Programm eingefunden.

    Bisher gabs für Toine Millionen von Streams und Auftritte bei Festivals wie dem North Sea Jazz oder als Support von Candy Dulfer. Er ist ein Künstler, der weiß wo er hin möchte, wie er das auf authentische Art und Weise schafft, und am Weg alles an Spaß und Erfahrungen mitnimmt. Heute ist TOINE bei mir zu Gast – Sammy Lorenz am Mikrofon und wir sprechen über seine Musik, Erfahrungen auf Tour, Inspirationsquellen und darüber, was er  denn eigentlich gerne an seinem Wochenende macht. Mehr hört ihr nur, wenn ihr reinhört!

    17 min
  • Superfly Album der Woche | Kali Uchis - Sincerely,

    Mit "Sincerely," legt Kali Uchis ihr fünftes Studioalbum vor – eine fein verwobene Sammlung von Songs über Familie, Erinnerung und das Ringen mit sich selbst. Nach dem farbenfrohen Latinpop ihres Vorgängers Orquídeas konzentriert sie sich diesmal fast ausschließlich auf englischsprachige Retro-Pop-Balladen mit Einflüssen aus Soul, Dream-Pop und frühem R&B.

    Im Auftakt-Song Heaven Is a Home taucht die Frage auf, die über allem schwebt – „Could life be heaven on earth / After the hell we been through?“. Es geht um Herkunft, um emotionale Altlasten und um den Wunsch nach innerem Gleichgewicht. Produziert hat Uchis das Album erstmals selbst, und das hört man – jedes Detail wirkt sorgfältig gesetzt.

    It’s Just Like Us bringt dabei eine fast Beatles-ähnliche Note ins Spiel. Im Vordergrund steht der Versuch, Nähe nicht als Schwäche zu sehen.Der Track Fall Apart geht hingegen noch tiefer: eine leise, fragile Nummer über Zerbrechlichkeit und Loslassen, musikalisch reduziert und dadurch umso eindringlicher.

    Zum Schluss hellt Sunshine & Rain die Stimmung auf – kein klassischer Popsong, aber einer, der hängen bleibt. Hier verschmelzen Leichtigkeit und Melancholie in einem einfachen Refrain, der sich nicht aufdrängt, sondern begleitet.Sincerely ist kein Album mit Hits im klassischen Sinne. Es ist ein stimmiges Gesamtwerk – persönlich, ruhig, und gerade deshalb so wirkungsvoll.

    Anspieltipps der Musikredaktion:

    • It’s Just Us
    • Fall Apart
    • Angels All Around Me
    • Sunshine & Rain
    3 min
  • Superfly, Kinderbuchwelt | „Große sind Schisser"
    „Große sind Schisser“ heißt das originell humorvolle Bilderbuch von Sybille Hein, in dem es um die skurrilen, verständlichen und oftmals überraschenden Ängste des Alltags geht. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, widmet sich die Autorin und Illustratorin einer neuen Perspektive.
    3 min
  • Superfly Ton für Ton | Zwischen Seoul und Soul

    Begonnen hat alles in den frühen 90er Jahren, als eine Gruppe namens Solid damit experimentierte, amerikanischen R&B mit koreanischem Pop zu verschmelzen. Sie waren stilprägend – nicht nur musikalisch, sondern auch kulturell. Ihre gefühlvollen Harmonien öffneten eine Tür für das, was später zu einem innovativen und international gefeierten Genre werden sollte. In den 2000er Jahren verlieh Hwayobi, oft als „Queen of R&B“ betitelt, dem Genre eine neue Tiefe. Ihre kraftvolle Stimme und Balladen über Sehnsucht und Herzschmerz machten R&B für viele Koreaner*innen zur persönlichen Ausdrucksform. Es war nicht mehr nur ein importierter Sound – es wurde fühlbar koreanisch.

    Als die 2010er anbrachen, war klar: Die neue Generation denkt das Genre weiter. Künstler wie Zion.T brachten eine Mischung aus Hip-Hop, R&B und elektronischen Elementen auf die Bühne – gleichzeitig verspielt und tiefgründig. Mit Songs wie „Yanghwa BRDG“ zeichnete er Szenen des Alltags nach, die durch seine warme Stimme fast poetisch wirken. Er erzählt über deine Kindheit, seine Familie und Erinnerungen…

    Yerin Baek gehört zu den Künstlerinnen, die mit viel Subtilität große Wirkung erzielen. Ihre Songs klingen oft wie Tagebucheinträge, reduziert im Klang, reich an Emotion. Als sie mit „Square (2017)“ einen englischsprachigen Song an die Spitze der südkoreanischen Charts brachte, war das ein kulturelles Statement. In eine andere Richtung bewegt sich DeVita, deren dunkle, cineastische Klänge an Film-Noir erinnern. Mit Album-Werken wie „Crème“ und „American Gothic“ erschafft sie nicht nur Songs, sondern Atmosphären. 

    Die introspektive Ader dieser Szene zieht sich auch durch die Arbeiten von Slchld (bedeutet Seoul Child), einem koreanisch-kanadischen Künstler, dessen Lo-Fi-R&B global Anklang findet. In Tracks wie „she likes spring, I prefer winter“ liegt eine schmerzhafte Ehrlichkeit – ein Gefühl von nicht ganz dazugehören, von zwischen den Jahreszeiten zu leben.

    Und dann ist da noch DEAN, eine der prägendsten Figuren des koreanischen R&B der letzten Jahre. Sein Song „instagram“ ist nicht nur ein musikalischer Hit, sondern auch ein Zeitdokument. Der Track fängt die Leere ein, die viele nach endlosem Scrollen durch soziale Medien empfinden.

    Musikalisch bleibt „instagram“ reduziert – eine Gitarrenlinie, zurückhaltende Beats, viel Raum für die Stimme. Die Leere wird zum Instrument, das Gefühl von Einsamkeit wird hörbar gemacht. Das Musikvideo verstärkt diese Wirkung, zeigt DEAN allein, verloren im digitalen Schwarz-Weiß-Raum. Ein Soundtrack für die stille Verzweiflung einer Generation.

    Von Solid, über Hwayobi, zu DeVita bis hin zu bis DEAN, von den frühen 90ern bis heute – die koreanische R&B-Szene hat sich zu einer beeindruckenden kulturellen Bewegung entwickelt. Für alle, die Musik nicht nur hören, sondern fühlen wollen, ist sie eine der spannendsten Adressen weltweit. 

    6 min
  • Superfly Interviews | Keziah Jones

    Anfang Juni gastiert er für zwei Konzerte in Österreich. Am 8. In Wien, das Konzert ist ausverkauft, tagsdarauf ist er im Conrad Sohm in Dornbirn. Dafür gibt es noch Karten. Gerald Travnicek hat, nach 13 Jahren, wieder mit ihm geplaudert…

    24 min
  • Superfly Buchkultur | Es währt für immer und dann ist es vorbei
    Wir befinden uns in einem Hotel der Untoten, die Heldin, der soeben der Arm abgefallen ist, ist offenbar selbst ein Zombie und die Erinnerung an ihr Menschsein in weiter Ferne. Hat sie früher gern Erdbeereis gegessen? Wie hieß sie eigentlich? Sie weiß es nicht mehr.
    Anne de Marcken
    Es währt für immer und dann ist es vorbei
    Ü: Clemens J. Setz
    Suhrkamp, 151 S.
    2 min
  • Superfly Album der Woche | Gizmo Varillas - "The World In Colour"

    Mit seinem vierten Studioalbum "The World in Colour" liefert Gizmo Varillas eine farbenfrohe Klangreise, die den Titel mehr als verdient. Der in Spanien geborene und in London aufgewachsene Singer-Songwriter vereint hier souverän Einflüsse aus Soul, Latin, Afrobeat, Folk, Funk und Indie-Rock. Was dabei rauskommt: warmer, organischer Sound, sowohl eingängig als auch vielschichtig.

    Musikalisch erinnert Varillas an eine entspannte Mischung aus Manu Chao und Paul Simon, ohne sich dabei in bloßen Nostalgie-Vibes zu verlieren. Stattdessen ist "The World in Colour" ein Album, das aus dem Moment heraus lebt – mal sonnendurchflutet wie in „Follow The Sun“, mal nachdenklich und tiefgründig wie im schlicht-schönen „Where Is The Love“. 

    Inhaltlich verarbeitet der Musiker Themen wie Verlust, persönliche Transformation und das Reisen. Trotz mancher ernster Töne dominiert eine grundoptimistische Weltsicht. "The World in Colour" ist ein stimmungsvolles Album, das seine Hörerschaft sanft aus dem Alltag entführt – ideal für Roadtrips, anbahnende Sommertage und Tagträumerei. 

    Gizmo Varillas gelingt es erneut, Weltmusik zugänglich zu machen. Seine „The World in Colour-Tour“ ist daher nicht nur musikalisch, sondern auch atmosphärisch bereits ein echtes Highlight. Besonders auf seinen Halt in Wien, am 8. Oktober, dürfen wir uns freuen. Das Ganze natürlich supported by Radio Superfly.

    Anspieltipps der Musikredaktion:

    • Where Is The Love
    • Follow The Sun
    • Crossroads
    • Still Holdin‘ On
    • Under The Weight
    • End Of The Line
    3 min
  • Superfly Featured | Europatag 2025

    In Österreich wird der Europatag 2025 besonders gefeiert, da das Land vor 30 Jahren der EU beitrat. Zahlreiche Veranstaltungen erinnern an diesen Meilenstein.Der Tag bietet Gelegenheit, über die Errungenschaften der europäischen Integration nachzudenken und die gemeinsamen Werte von Frieden, Einheit und Solidarität zu feiern. Gerald Travnicek hat mit dem Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich und die Digital- und Jugendverantwortliche Katharina Bacher geplaudert. Mehr hört ihr nur, wenn ihr reinhört.

    9 min
  • Interview mit Regisseur Thomas Woschitz
    Im Spielfilm "The Million Dollar Bet" gehen 2 Freunde eine unglaubliche Wette ein. Der völlig untrainierte Berufsspieler Hank will einen 3 fach Marathon laufen. Sein Kumpel Jack wettet dagegen. Der Einsatz: 1 Million Dollar. Der Film spielt in der Glitzermetropole Las Vegas und wurde auch dort gedreht. Regisseur ist aber der Österreicher Thomas Woschitz. Johannes Rhomberg hat ihn zum Gespräch getroffen.
    15 min

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