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Rap ist pubertär. Erfolg macht Angst. Und Wien steht sich am liebsten selbst im Weg. Bibiza sagt, was andere lieber hübsch verpacken. Hört rein!
Im Zentrum steht erneut Keyboarder und Komponist Peppe Maiellano. Gemeinsam mit seiner musikalischen Familie aus Salerno und Neapel erschafft er acht Instrumentalstücke, die so klingen, als wären sie der Soundtrack zu einem Roadmovie entlang der Küste des Golfs von Salerno. Vorbei an Pinienwäldern, verlassenen Betonsiedlungen und kleinen Bars, in denen die Zeit ein bisschen langsamer vergeht.
Musikalisch bleibt Banda Maje ihrer Handschrift treu: italienische Filmmusik der 70er-Jahre trifft auf knackigen Neapolitan Funk. Doch „Costa Sud“ öffnet den Blick über das Mittelmeer hinaus. Brasilianische Rhythmen, afrikanische Grooves und moderne Einflüsse verweben sich zu einem warmen, organischen Klangbild, das gleichzeitig nostalgisch und überraschend zeitgemäß wirkt.
Ein Album voller Fernweh und mediterraner Melancholie, perfekt für alle, die sich von Musik an einen Ort entführen lassen wollen, den es vielleicht gar nicht gibt. Oder wie Banda Maje ihn nennt: Salifornia.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Der aktuelle Radiotest zeigt: Auch in Zeiten von Streamingdiensten, Podcasts und personalisierten Playlists gibt es noch Platz für klar positioniertes Radio. Superfly konnte seine tägliche Reichweite im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern und erreicht inzwischen österreichweit 93.000 Hörerinnen und Hörer. Besonders in Wien legte der Sender zu, und zwar quer durch alle Zielgruppen.
Bemerkenswert ist dabei mittlerweile die Zahl selbst, aber noch viel mehr das Signal dahinter. Während der Audiomarkt immer vielfältiger wird und sich das Publikum auf unzählige Angebote verteilt, scheint ein konsequent kuratiertes Programm weiterhin Menschen anzusprechen. Statt auf austauschbare Hits setzen wir seit Beginn auf Soul, Jazz, Funk, Hip-Hop, elektronische Musik, neue Entdeckungen und gut ausgewählten Pop. Kombiniert mit Geschichten aus Musik, Kultur und urbanem Leben.
Dass dieses Konzept funktioniert, könnte auch ein Hinweis darauf sein, wonach viele Hörerinnen und Hörer heute suchen: Orientierung statt Algorithmus. Musik, die überrascht. Stimmen, denen man vertraut. Und ein Programm, das sich Zeit nimmt, Zusammenhänge zu erzählen, anstatt nur den nächsten Song anzukündigen.
Für die heimische Musikszene ist das ebenfalls eine gute Nachricht. Gerade unabhängige Sender bieten österreichischen Künstlerinnen und Künstlern oft eine Plattform, die sie im klassischen Formatradio kaum finden. Wenn ein solches Programm wächst, gewinnt damit auch musikalische Vielfalt an Sichtbarkeit. Der aktuelle Radiotest ist damit mehr als eine Momentaufnahme von Reichweiten. Er zeigt, dass auch im digitalen Zeitalter ein eigenständiges Radioprogramm sein Publikum finden kann, vorausgesetzt, es hat ein klares Profil und den Mut, anders zu klingen.
Der brasilianische Sänger, Songwriter und Produzent gehört seit Jahren zu den spannendsten Stimmen der modernen Música Popular Brasileira. Seine Musik verbindet Soul, Funk, Bossa Nova und Pop mit einer Leichtigkeit, die einen sofort in einen mentalen Urlaub befördert. Mal klingt sie nach einer lauen Nacht am Meer, mal nach einer Autofahrt mit geöffneten Fenstern, immer aber nach Brasilien. „Sudamérica“ stammt von Silvas aktuellem Album "Rolidei". Der Titel wirkt zunächst ungewöhnlich, ist aber eine charmante brasilianische Schreibweise des englischen Wortes „Holiday“. Genau darum dreht sich das ganze Album, und eben auch dieser Song. Nicht um den klassischen Urlaub mit Koffer und Hotel, sondern um dieses Gefühl, wenn der Alltag plötzlich langsamer wird. Wenn man barfuß durch den Sand läuft, der Wind durchs offene Fenster zieht und die Zeit für einen Moment keine Rolle mehr spielt. Silva ließ sich dafür unter anderem von der Musiklegende João Donato inspirieren und wollte genau diese Atmosphäre von Meeresbrise und in-der-Hängematte-liegen musikalisch einfangen.
„Sudamérica“ ist dabei wie eine kleine Reise über den Kontinent. Warme Percussion, fließende Gitarren und sanfte Grooves verbinden sich zu einem Sound, der nie laut werden muss, um mitzureißen. Statt großer Gesten lebt der Song von seiner Gelassenheit und lädt dazu ein, einfach loszulassen und sich treiben zu lassen. Vielleicht ist genau das der Grund, warum „Sudamérica“ für mich ein Sommersong ist. Er erinnert daran, dass Sommer nicht nur eine Jahreszeit ist. Sommer ist ein Tempo, eine Stimmung, ein tiefes Durchatmen. Und manchmal reichen dreieinhalb Minuten Musik, um genau dort anzukommen.
Sammy Lorenz für Radio Superfly.
Kein Zufall also, dass der 20. Juli der International Moon Day ist. Die Vereinten Nationen haben den Welttag 2021 eingeführt. Gefeiert wird er jedes Jahr am 20. Juli, denn genau an diesem Tag schrieb die Apollo 11 Geschichte. 1969 betraten nämlich Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond. Seitdem gilt der Mond nicht nur als Symbol für Neugier und Entdeckungslust, sondern irgendwie auch für das Träumen. Und genau das hört man auch in der Musik. Frank Sinatra wollte mit „Fly Me to the Moon“ gleich ganz hinauf. Van Morrison machte den „Moondance“ zum Soundtrack warmer Sommernächte. Billie Holiday verwandelte „Blue Moon“ in einen absoluten Jazzklassiker Der Mond taucht nicht nur abends am Himmel auf, sondern eben auch im Soul, Jazz, Funk und Pop. Nicht, weil er so weit weg ist, sondern weil er uns allen irgendwie doch nah ist.
Dabei ist der Mond eigentlich ziemlich still. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dort gibt es so gut wie keine Atmosphäre und ohne Atmosphäre kann sich Schall nicht ausbreiten. Würde dort jemand Gitarre spielen oder laut singen, wäre außerhalb des Raumanzugs... absolute Stille. Die geheimnisvollen Weltraumklänge, die man manchmal hört, sind deshalb gar keine echten Geräusche, sondern elektromagnetische Signale, die für unser Ohr hörbar gemacht wurden.
Das Jahr 2026 schreibt außerdem wieder Geschichte. Die erste Frau ist zum Mond geflogen. Die amerikanische Astronautin Christina Koch war nämlich Teil der Artemis II -Crew. Gelandet sind sie nicht, aber umrundet wurde der Mond trotzdem. Ach ja, und die ersten Tiere, die den Mond erreichten, waren übrigens zwei sowjetische Steppenschildkröten. Sie umrundeten ihn schon 1968 und kamen heil zurück.
Vielleicht ist genau das das Faszinierende. Ausgerechnet der stillste Ort, den wir kennen, hat einige der schönsten Songs der Musikgeschichte hervorgebracht. Und egal, ob ihr heute Abend in Wien, Vorarlberg, Kärnten, Kroatien, Italien, oder sonst wo in den Himmel schaut: Wir alle sehen denselben Mond. Happy International Moon Day!
Mit "Rolidei" präsentiert der brasilianische Singer-Songwriter Silva sein mittlerweile siebtes Studioalbum, und vielleicht sein sonnigstes. Der Titel steht für Leichtigkeit, Wärme und das bewusste Genießen des Moments. Silva beschreibt das Album selbst als Soundtrack für die hellen Tage des Lebens, aber auch als Begleiter durch schwierigere Zeiten.
Musikalisch bewegt sich Rolidei elegant zwischen moderner brasilianischer Popmusik, Bossa Nova und Soul. Warme Gitarren, entspannte Grooves und Silvas unverwechselbare Stimme schaffen eine Atmosphäre, die gleichzeitig intim und zeitlos wirkt. Die Songs sind reduziert, melodisch und voller subtiler Emotionen. Nie aufdringlich, sondern mit einer natürlichen Eleganz.
Inhaltlich ist "Rolidei" ein Album der Rückbesinnung. Silva verwendet erstmals seinen Vornamen Lúcio als Ausgangspunkt für viele der Texte und verbindet die öffentliche Künstlerfigur mit einer persönlicheren Seite. Das Ergebnis ist ein Werk, das Optimismus nicht als Flucht versteht, sondern als bewusste Entscheidung.
Die aktuelle Vinyl-Ausgabe erscheint übrigens als limitierte 180-Gramm-LP auf blau marmoriertem Vinyl und enthält Poster, Postkarte sowie Sticker – eine liebevoll gestaltete Edition, die den sommerlichen Charakter des Albums auch optisch unterstreicht.
Anspieltipps der Musikredaktion:
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