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Bevor Wells selbst Musik veröffentlichte, arbeitete sie als Pflegekraft und reiste durch verschiedene Länder Lateinamerikas. Während einer Reise nach Mexiko fand sie schließlich zurück auf die Bühne - und entschied, die Musik endgültig zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen. Auch ihr Künstlername entstand unterwegs: inspiriert von grünem Tee und dem Londoner Slangwort „peng“, das so viel wie „gut“, „schön“ oder „attraktiv“ bedeutet. Ein Name, der ziemlich gut zu einer Künstlerin passt, die sich selbstbewusst zwischen unterschiedlichsten Genres bewegt. Neo-Soul, Dub, Reggae, Hip-Hop und Jazz verschmelzen bei Greentea Peng zu einem ganz eigenen Sound. Sie selbst beschreibt ihn als Psychedelic R&B.
In ihren Songs beschäftigt sie sich mit Identität, Spiritualität, mentaler Gesundheit und gesellschaftlichen Fragen. Wer Greentea Peng hört, taucht in eine eigene Welt ein und beginnt Stück für Stück, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Und live erleben kann man sie diesen Sommer auch in Wien, beim Blue On Green Festival am 8. Juli in der Arena Wien Open Air.
Jeder zweite Atemzug, den wir machen, hängt direkt mit ihnen zusammen. Denn ein Großteil unseres Sauerstoffs entsteht nicht nur in Wäldern, sondern auch im Meer. Genauer gesagt durch mikroskopisch kleines Phytoplankton. Diese winzigen Organismen treiben unscheinbar an der Wasseroberfläche und produzieren Sauerstoff, binden CO₂ und bilden die Grundlage vieler mariner Nahrungsketten. Ohne sie würde unser Planet völlig anders aussehen. Gleichzeitig wirken die Ozeane wie ein gigantischer Puffer für das Klima. Sie nehmen einen großen Teil der zusätzlichen Wärme auf, die durch den menschengemachten Klimawandel entsteht, und speichern enorme Mengen Kohlendioxid. Damit bremsen sie viele Folgen der Erderwärmung ab. Doch genau dadurch geraten sie selbst zunehmend unter Druck.
Die Temperaturen der Meere steigen aktuell stärker als jemals zuvor seit Beginn der modernen Messungen. Zuletzt wurde deshalb auch viel über den Golfstrom und das sogenannte AMOC-System berichtet. Also über jenes Netzwerk von Meeresströmungen im Atlantik, das Wärme rund um den Planeten transportiert und damit auch das Klima in Europa beeinflusst. Forschende beobachten dort seit Jahren Veränderungen. Die Ozeane funktionieren nämlich wie eine riesige Klimaanlage für die Erde. Und genau diese läuft nicht mehr so stabil wie früher.
Dazu kommen Millionen Tonnen Plastik, die jedes Jahr in den Meeren landen. Ein Teil davon zerfällt mit der Zeit zu Mikroplastik und taucht später wieder in Fischen, im Trinkwasser oder sogar in der Luft auf. Gleichzeitig verschwinden Korallenriffe, obwohl sie zu den artenreichsten Lebensräumen unseres Planeten zählen. Obwohl sie weniger als ein Prozent des Meeresbodens bedecken, bieten sie Lebensraum für einen großen Teil aller bekannten Meeresarten. Der heutige World Oceans Day erinnert daran, wie eng unser Leben mit den Ozeanen verbunden ist. Denn das Meer ist nicht nur schön anzuschauen oder eine schnelle Abkühlung im Sommer. Es reguliert unser Klima, verbindet Kontinente, versorgt uns mit Sauerstoff und ist Heimat für unzählige Arten. Genau deshalb stehen die Ozeane am 8. Juni weltweit im Mittelpunkt. So auch hier bei uns.
Manchmal reichen nur wenige Sekunden, um zu wissen, dass etwas Besonderes beginnt. Genau dieses Gefühl stellt sich bei den ersten Takten von „Anyone In Love“ ein, dem Opener von Jalen N‘Gondas neuem Album "Doctrine Of Love". Ein Meisterwerk, nicht mehr und nicht weniger.
Schon mit seinem Debütalbum hat sich Jalen N‘Gonda 2023 innerhalb kürzester Zeit als einer der spannendsten neuen Stimmen des modernen Soul etabliert. Der Sänger und Songwriter aus Maryland traf mit seinem nostalgisch geprägten Sound einen Nerv, nicht zuletzt dank des Songs "If You Don’t Want My Love", der weltweit Millionen Hörer:innen erreichte. Auftritte in internationalen TV-Shows und ausverkaufte Konzerte rund um den Globus machten deutlich: Jalen N‘Gonda ist längst mehr als ein Geheimtipp.
Nun liefert er mit "Doctrine Of Love" den mit Spannung erwarteten Nachfolger. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre, intensive Tourneen, stetige Weiterentwicklung als Musiker und Songwriter, prägen die neue Platte hörbar. Im Zentrum steht eine einfache, aber kraftvolle Idee: Liebe und Mitgefühl als Maßstab für menschliches Handeln. Dieses Leitmotiv zieht sich durch das gesamte Album und macht es zwar zu einem zeiltosen, aber auch zeitgemäßen Album.
Musikalisch bleibt N‘Gonda seiner Leidenschaft für klassischen Soul treu, erweitert sein Klangspektrum aber deutlich. Bläser kommen häufiger in den Vordergrund, die Background-Vocals sind stärker vom Gospel inspiriert und die Arrangements sind opulenter. "Doctrine Of Love" klingt authentisch, stilvoll und voller Herz. Ein Album, das die Vergangenheit des Soul respektiert, ohne darin stehenzubleiben.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Künstlerinnen wie Nina Simone, Billie Holiday oder Amy Winehouse wurden wichtige Einflüsse. Während ihres Studiums zog Olive Jones dann für einige Zeit nach Frankreich, spielte dort als Straßenmusikerin und lernte, Menschen direkt mit Musik zu erreichen. Ohne große Bühne, ohne viel Schnickschnack, einfach nur mit Songs und Stimmung. Zurück in England wurde sie zunächst als Sängerin der Band Noya Rao in Leeds bekannt, bevor sie eigene Musik veröffentlichte. Seitdem ging es ziemlich schnell weiter: Touren mit Bombay Bicycle Club, Jalen Ngonda oder Nitin Sawhney führten sie quer durch Europa und Nordamerika. Trotzdem wirkt ihre Musik bis heute angenehm unaufgeregt. Nichts daran klingt überladen oder bemüht cool. Genau diese Ruhe macht Jones aus.
Musikalisch bewegt sich Olive Jones irgendwo zwischen Soul, Folk, Indie und Blues. Oft reduziert produziert, mit viel Raum für Stimme, Atmosphäre und Geschichten. Inhaltlich geht es um Beziehungen, mentale Gesundheit oder dieses manchmal seltsame Gefühl, sich in einer ziemlich chaotischen Welt zurechtfinden zu müssen. Ihre Songs wirken dabei weniger wie große Pop Statements und mehr wie ehrliche Momentaufnahmen. Persönlich, nahbar und einfach zeitlos.
Mit ihrem Debütalbum “For Mary” hat Olive Jones ihren Sound jetzt endgültig gefestigt. Eine Künstlerin, die nicht Musik macht, um etwas zu erreichen...sondern um Menschen zu erreichen. Und live erleben kann man sie diesen Sommer auch in Wien, beim Blue On Green Festival am 8. Juli in der Arena Wien Open Air.
Als ein Musikliebhaber, der weit über die Grenzen der Soulmusik hinausblickt, verfügt Ady Croasdell über tiefgreifendes Wissen. Gerald Travnicek hat die Gelegenheit genutzt, mit diesem leidenschaftlichen Plattensammler, Labelbetreiber und DJ zu plaudern. In ihrem Gespräch beleuchteten sie Ady Croasdells Anfänge in den 60er Jahren, sprachen über die Herausforderungen bei der Auswahl seiner Platten und diskutierten die Veränderungen, die in der Szene im Laufe der Zeit stattgefunden haben. Croasdell, ein Experte seines Fachs, gibt dabei Einblicke in seine musikalische Leidenschaft und die sich wandelnde Landschaft der Northern Soul-Szene. Mehr hört ihr NUR, wenn ihr reinhört!
Faze Action gehören seit den späten 90ern zu den spannendsten Namen zwischen House, Disco und Balearic Sound. Hinter dem britischen Duo stecken die Brüder Robin und Simon Lee, die sich über Jahrzehnte hinweg ihren ganz eigenen Stil aufgebaut haben. Ihre Musik klingt warm, organisch und ist tief verwurzelt in Jazz Funk, Soul und weltweiten Groove Einflüssen. Mit „Distant Dreams“ melden sie sich nun nach längerer Album Pause zurück und liefern eine Platte, die zeitlos und unglaublich leichtfüßig klingt.
„Distant Dreams“ ist dabei weder klassisches Clubalbum noch reine Nostalgie Reise. Stattdessen fühlt es sich wie ein Soundtrack für diese besonderen Stunden zwischen Sonnenaufgang, Großstadtlichtern und langen Sommernächten an. Live eingespielte Instrumente, warme Percussions, Streicher und analoge Synths verschmelzen zu einem natürlichen, detailreichen Sound.
Auf dem gesamten Album spürt man die Erfahrung der beiden Brüder. Disco, Brit Jazz Funk, Soul, House und sommerliche Sounds greifen ganz selbstverständlich ineinander. Die Tracks nehmen sich Zeit, entfalten sich langsam und schaffen genau dadurch dieses Gefühl von Bewegung, Fernweh und einer gewissen Freiheit.
Mit ihrem Album „Distant Dreams“, zeigen Faze Action, warum sie bis heute zu den stilprägenden Acts der europäischen Dance Szene gehören. Statt auf schnelle Hits setzt das britische Duo auf Atmosphäre, Wärme und musikalische Tiefe. Ein Album, das einen ganz unaufgeregt hineinzieht und lange nachhallt.
Anspieltipps der Musikredaktion:
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