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Ein Gespräch über das zweite Leben von Firmen-IT — erzählt an der Partnerschaft zwischen afb und der Telekom. Kein Nachhaltigkeitsbericht, sondern eine lebendige Geschichte: Jedes Jahr mustert die Telekom tausende Laptops, Smartphones und Netzwerkgeräte aus — und steht vor der Frage, wie sich Datensicherheit, Tempo und Nachhaltigkeitsziele gleichzeitig erfüllen lassen.
Aufrüstung und Nachhaltigkeit – ein Widerspruch? Prof. Dr. Stefan Beyer erklärt, warum beides zusammengehört.
Steigende Verteidigungsbudgets, neue Waffensysteme, sicherheitspolitische Zeitenwende – und gleichzeitig der Druck, Emissionen zu senken und die Wirtschaft klimaneutral umzubauen. Was wie ein fundamentaler Widerspruch klingt, ist für Prof. Dr. Stefan Beyer vom German Institute for Defense and Strategic Studies in Hamburg eine strategische Herausforderung, die sich nur gemeinsam lösen lässt.
In dieser Folge von Sustainability to go spricht Elmer Lenzen mit dem Verteidigungsökonomen über sein Konzept der „Sustainable Defense": Wie wird der Klimawandel zum unsichtbaren Sicherheitsrisiko? Warum macht Unabhängigkeit von fossilen Energien Streitkräfte operativ stärker? Und weshalb könnte militärische Aufrüstung – richtig gedacht – zum Innovationstreiber für die grüne Transformation werden?
Beyer analysiert die strukturellen Zwänge des Bundeshaushalts, den Präventionsfluch bei Verteidigungsausgaben und das Potenzial von Dual Use bis hin zu Multiple Use. Eine kluge Diskussion über die blinden Flecken in der aktuellen Zeitenwende-Debatte.
In ihrem Buch ‚All in!‘ stellt unser heutiger Gast Prof. Estelle Herlyn eine unbequeme Diagnose: Der deutsche ‚All-Electric‘-Ansatz könnte global betrachtet ein Irrweg sein. Denn die Schwellenländer werden sich kaum verbieten lassen, ihre Ressourcen für den Aufstieg zu nutzen – so wie wir es über Jahrzehnte getan haben.
Wir müssen uns fragen: Was ist wirklich bezahlbar? Was ist nachhaltig akzeptabel? Und wie schaffen wir es, wieder unvoreingenommen über technische Optionen zu reden, ohne dass sofort die ideologischen Alarmsirenen schrillen?
In jüngster Zeit galt Nachhaltigkeit in Unternehmen als moralische Pflicht oder regulatorische Last – ein Kostenfaktor, der sich nur schwer mit Wettbewerbsfähigkeit vereinbaren ließ. Der aktuelle Draghi-Report zur europäischen Wirtschaft hat diese alte Dichotomie wiederbelebt: Mehr Klimaschutz koste Wachstum, so der Tenor. Ein intellektueller Rückschritt, sagen Kritiker, denn längst zeigt sich, dass ökologisches Handeln ökonomisch sinnvoll sein kann.
Wie misst man den Return on Investment von Klimaschutz? Welche Projekte rechnen sich besonders schnell – und wo zeigt sich der Nutzen erst langfristig? Wir sprechen mit Melanie Kubin-Hardewig darüber, wie die Telekom Nachhaltigkeit in ihre Investitionslogik integriert, warum CO₂-Vermeidung auch betriebswirtschaftlich sinnvoll ist und wie sich Resilienz und Innovationskraft in Euro und Cent übersetzen lassen.
Klimaneutral? Das reicht längst nicht mehr. Während die Baubranche noch über CO₂-Kompensationen diskutiert, geht Interface einen radikalen Schritt weiter: Der Bodenbelagshersteller will bis 2040 CO₂-negativ werden – ganz ohne Ausgleichszahlungen. Mehr Kohlenstoff speichern als ausstoßen, lautet die Devise. Carbon Net Positive statt Net Zero. Doch wie realistisch ist diese Vision in einer Industrie, die noch immer auf Bitumen und fossile Rohstoffe setzt?
Unser heutiger Gast sagt: Nachhaltigkeit ist gescheitert. Und er sagt das nicht leichtfertig. Michael Braungart ist Chemiker, Unternehmer, Buchautor — und einer der radikalsten Vordenker, wenn es um Umwelt, Wirtschaft und Innovation geht. Er hat das Cradle-to-Cradle-Konzept entwickelt, das weltweit Unternehmen und Designer inspiriert.
Die auf Tierrechte spezialisierte Anwälte Daniela Müller und Nils Michael Becker vermitteln in ihrem Podcast, dass Tiere als fühlende Wesen eigene Rechte besitzen und nicht länger als Sache gelten dürfen. Sie zeigen anhand aktueller Gerichtsurteile und behördlicher Praxis, wie das Tierwohl zunehmend ins Zentrum rückt und welche juristischen Mittel Tierhalter und Tierschützer einsetzen können, um artgerechte Haltung durchzusetzen und Missstände aufzudecken.
Geopolitische Krisen, populistische Rückschritte und eine regulatorische Rolle rückwärts in Brüssel – die Nachhaltigkeitsdebatte steht unter Druck. Doch ist sie damit am Ende? Im Gespräch mit UmweltDialog zieht Georg Kell, Gründungsdirektor des UN Global Compact, eine kritische, aber optimistische Bilanz. Seine These: Nicht Regulierung, sondern Märkte, Technologie und Natur selbst werden zur eigentlichen Triebkraft für die Transformation.
Mal ehrlich – wer kennt das nicht? Der Handy-Akku gibt den Geist auf, aber ein Ersatz-Akku? Kaum machbar. Oder die Waschmaschine streikt, doch niemand fühlt sich zuständig. Reparieren? Fehlanzeige! Stattdessen heißt es: Wegwerfen und neu kaufen. So läuft unser Wirtschaftssystem – aber mal ganz ehrlich, das ist doch Wahnsinn! Ökonomisch fragwürdig, ökologisch eine Katastrophe. Warum sind wir in dieser Wegwerfspirale gefangen? Und vor allem: Wie kommen wir da raus? Ein Ausweg ist das neue EU-Recht auf Reparatur und vor allem der wachsende Refurbish-Markt in Deutschland.
Die Idee könnte nicht ehrgeiziger sein: Sowohl in der deutschen als auch der europäischen Gesetzesbegründung wird die Verbesserung der weltweiten Menschenrechtslage entlang von Lieferketten als zentrales Ziel genannt. Die Reaktion der Wirtschaftsverbände ist bisher vernichtend: Mit Schlagworten wie „Bürokratiemonster“, „übereilt“ und „Musterbeispiel für Unberechenbarkeit“ warnen sie eindringlich vor negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Hat der Gesetzgeber also beim Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz selbst nicht sorgfältig genug gearbeitet? Nachfragen bei Prof. Dr. Frank Ebinger von der Technischen Hochschule Nürnberg, der sich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigt.
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