"Deshalb findet man es ganz oft, dass Insekten im Sommer an Pfützen sind und sich dort mit Wasser versorgen", erklärt der Experte. Bienen würden Wasser dazu verwenden, den Bienenstock bei großer Hitze zu kühlen. Wer den Bienen etwas Gutes tun will, könne eine Schale mit Wasser im Garten aufstellen. Damit die Insekten nicht ertrinken, empfiehlt Arnold Staniczek, "Moos oder einen Stein in die Wasserschale zu legen, damit sie sicher landen und auch wieder wegfliegen können". Außerdem sollte das Wasser, wie bei einer Vogeltränke, regelmäßig gewechselt werden.
Insekten sind wechselwarme Tiere: Je höher die Temperatur ist, desto höher steigt auch deren Körpertemperatur. Kritisch wird es ab 40 Grad. Da leiden die meisten Insekten darunter.
Quelle: Arnold Staniczek, Insektenexperte am Naturkundemuseum Stuttgart
Gartenbesitzer können bei hohen Temperaturen noch mehr tun. Totholz sei bei großer Hitze ein "wichtiger Rückzugsort für Insekten", erklärt er. "Da bin ich großer Fan von, weil es generell die Artenvielfalt im Garten steigert."
Warum Hitze für manche Insekten problematisch ist
Extreme Hitze ist für Hummeln, Honigbienen und die meisten Wildbienen auch deshalb ein Problem, weil die Natur in Mitleidenschaft gezogen werde, ergänzt Arnold Staniczek. "Insekten, die sich ihren Nektar an der Blüte abholen wollen, leiden, weil - wenn es den Pflanzen zu warm ist - die Nektarproduktion eingestellt wird. Dann haben die Bienen ein viel geringeres Nahrungsangebot."
Für welche Insekten Hitze kein Problem ist
Es gebe aber auch "Hitzespezialisten", die mit hohen Temperaturen gut klarkommen. Dazu gehörten Wespen und Insekten, die auf Wiesen und Grasflächen zu Hause sind. Heuschrecken beispielsweise bevorzugen warme, sonnige und offene Landschaften. Deshalb seien sie gut an Hitze angepasst, sagt der Insektenexperte.