Im Notfall einen Rettungsdienst rufen, das funktioniert nicht überall auf der Welt. In Deutschland geht das immer noch sehr gut, normalerweise wartet man nicht allzu lange, aber: Damit das auch so bleibt, müssen für die Zukunft noch ein paar Weichen gestellt werden. Die Björn-Steiger-Stiftung hat deswegen in dieser Woche zu einer Veranstaltung in Berlin geladen, bei der es darum ging, wie man den Rettungsdienst für die Zukunft gut aufstellt. Mit dabei war auch der Medizinjournalist und Notfallmediziner Christian Hermanns, der auch in der SWR-Nachrichtenredaktion arbeitet.
Menschen im Rettungsdienst bleiben wichtig
Aus seiner Sicht wird auch in 30 Jahren bei Rettungsdiensteinsätzen der Patient im Vordergrund stehen. Das bedeutet: "Wir brauchen immer noch Menschen, die dort arbeiten – mit Empathie und Kompetenz." Viele aktuelle Probleme durch Überlastung entstünden auch dadurch, dass immer wieder "Einsätze dabei sind, die müsste der Rettungsdienst gar nicht bedienen“. Wenn die 112 angerufen werde, dann habe "die Notrufzentrale keine andere Möglichkeit, als einen Rettungswagen mit Blaulicht dort hinzuschicken." Hermanns appelliert deshalb an die Patienten, bevor der Notruf gewählt wird zu hinterfragen, ob man tatsächlich ein Notfall ist.
Welche Rolle in Zukunft zum Beispiel Flugtaxis spielen könnten oder wo KI im Rettungsdienst unterstützen kann, erklärt der Notfallmediziner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel.